Aktuelles
Women of Discovery Award für Mouton-Autorin
Irina Nikolaeva wurde von Wings Worldquest mit dem Women of Discovery Award in der Kategorie Humanity ausgezeichnet. Die Wissenschaftlerin verbrachte viele Jahre mit der Erforschung und Dokumentation der vom Aussterben bedrohten finno-ugrischen Yukagir-Sprache, die nur noch von ungefähr vierzig Menschen in Nordost-Sibirien gesprochen wird. Ihr Historical Dictionary of Yukaghir ist 2006 bei Mouton de Gruyter erschienen.
Zwei de Gruyter Autoren unter den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgern 2008
Martin Carrier und Holger Fleischer wurden 2008 mit dem höchstdotierten deutschen Forschungspreis ausgezeichnet.
Der Philosoph Martin Carrier lehrt an der Universität Bielefeld und zählt zu den vielseitigsten und innovativsten Wissenschaftsphilosophen der Gegenwart. Das zuletzt von ihm bei de Gruyter herausgegebene Werk "Homo Sapiens und Homo Faber" erschien 2005.
Als Modernisierer der jüngeren deutschen Zivilrechtswissenschaft hat sich Holger Fleischer einen Namen gemacht. Der Professor für Wirtschaftsrecht ist Bearbeiter des "Aktiengesetzes", erschienen 2007 bei de Gruyter Recht in der Reihe Großkommentare der Praxis. Darüber hinaus ist er Herausgeber der "Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht" und Mitherausgeber der "European Company and Financial Law Review".
Leonard Bloomfield Book Award für den Atlas of North American English
The Atlas of North American English ist von der Linguistic Society of America mit dem Leonard Bloomfield Book Award ausgezeichnet worden. Mit dem alle zwei Jahre vergebenen Preis werden herausragende Leistungen der Sprachwissenschaft geehrt, die zur Entwicklung und zum Verständnis von Sprache und Linguistik beitragen.
Es ist bereits die zweite hohe Auszeichnung für das Werk von William Labov, Sharon Ash und Charles Boberg. 2006 wurde dem Atlas der "Choice Outstanding Academic Title" verliehen. Darüber hinaus war das multimediale Werk in der engeren Auswahl für den "AKEP Award 2006", den Innovationspreis für elektronisches Publizieren des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
John Templeton Award for Theological Promise 2008 für zwei de Gruyter Autoren
Martin Wendte und Jacob L. Wright sind für ihre im vergangenen Jahr erschienenen Bücher "Gottmenschliche Einheit bei Hegel" und "Rebuilding Identity"mit dem John Templeton Award for Theological Promise 2008 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung findet im Mai statt.
Der vom Forschungszentrum Internationale und Interdisziplinäre Theologie (FIIT) der Universität Heidelberg und der John Templeton Foundation jährlich an zwölf Wissenschaftler aus aller Welt vergebene Preis ist mit jeweils $ 10.000 dotiert. Verliehen wird der Preis für die beste Dissertation oder die erste postdoktorale Arbeit, die sich dem Thema "Gott und Spiritualität" widmet.
"Preis für Geisteswissenschaften" für Martin Dönike
Martin Dönike erhielt 2007 den erstmalig von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen vergebenen "Preis für Geisteswissenschaften". Ausgezeichnet wurde er für seine in der Reihe Quellen und Forschungen erschienene Dissertation "Pathos, Ausdruck und Bewegung. Zur Ästhetik des Weimarer Klassizismus 1796-1806".
Die Akademie würdigt mit dem neuen Preis die Arbeit eines promovierten, jüngeren Geisteswissenschaftlers, die einen wesentlichen methodischen oder sachlichen Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnis bedeutet.
Alexander-Böhlig-Preis für Ursula Ulrike Kaiser
Ursula Ulrike Kaiser wurde im November 2007 der mit 5000 Euro dotierte Alexander-Böhlig-Preis für hervorragende Dissertationen und Habilitationen aus dem Fachgebiet des Christlichen Orients und der antiken Christengeschichte der östlichen Reichsgeschichte verliehen. Gestiftet wird der alle zwei Jahre vergebene Preis von der Getrud-und-Alexander-Böhlig-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Ursula Ulrike Kaisers ausgezeichnete Arbeit wurde bereits im vergangenen Jahr publiziert.
Zeno-Karl-Schindler-Preis für deutsche Literaturwissenschaft für Lucas Marco Gisi
Lucas Marco Gisi hat im November 2007 den mit 10.000 Franken dotierten Zeno-Karl-Schindler-Preis für deutsche Literaturwissenschaft der Schweizer Akademischen Gesellschaft für Germanistik erhalten. Prämiert wurde Gisis Dissertation "Einbildungskraft und Mythologie. Die Verschränkung von Anthropologie und Geschichte im 18. Jahrhundert."
Wolf-Erich-Kellner-Preis für Liberalismusforschung für Arndt Kremer
Arndt Kremer hat für seine Arbeit "Deutsche Juden - deutsche Sprache" den Wolf-Erich-Kellner-Preis für Liberalismusforschung erhalten. Die Preisverleihung findet im Oktober 2007 statt, das Buch wird im November 2007 in der Reihe "Studia Linguistica Germanica" erscheinen.
Der Preis wurde durch die im Jahre 1964 gegründete Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung ins Leben gerufen.
Zweck der Stiftung ist es, alljährlich aus dem Zinsertrag eine schriftliche Arbeit zu prämieren, die sich mit der Geschichte oder den geistigen Grundlagen des Liberalismus in wissenschaftlich wertvoller Weise beschäftigt. Die Arbeit soll den Vermerk "Mit dem Preis der Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung für (19.....) ausgezeichnet" tragen. (Auszug aus der Satzung der Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung in der Neufassung vom 13.03.1987).
Preisgekrönte Dissertation
Patience Epps (Texas, Austin) hat den Panini Preis der Association for Linguistic Typology für ihre Grammatik der Hup erhalten. Der Panini Preis wird alle vier Jahre vergeben, an die jeweils beste Dissertation, die eine Grammatik entwickelt. Das Buch wird im Mai 2008 in der Reihe der Mouton Grammar Library erscheinen, die sich der Dokumentation von Sprachen widmet, viele davon vom Aussterben bedroht.
Hup ist die Sprache der Hupde, einer halbnomadisch lebenden Kultur der Maku (oder Nadahup) Familie Amazoniens. Epps Dissertation wurde unter anderem für die umfassende Behandlung aller grammatischen Einheiten hinsichtlich Bedeutung, Funktion und Verbreitung und die feinsinnige Interpretation der Wörter und Texte ausgezeichnet.
Erneut wurde ein de Gruyter Autor mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet
Der höchstdotierte deutsche Forschungspreis geht 2007 unter anderem an den Gräzisten Oliver Primavesi, Professor für Klassische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Gemeinsam mit Alain Martin gab er das Straßburger Empedokles-Papyrus (Link) im de Gruyter Verlag heraus: eine Edition, die erstmals den Text eines vorplatonischen Philosophen in Originalfragmenten greifbar macht und den Philosophen entgegen der Schulbuchweisheiten nicht als Vertreter einer breit gefächerten Emanzipationsbewegung weg vom religiösen Mythos hin zum philosophischen Logos greifbar macht, sondern zeigt, wie stark Kosmologie und Naturwissenschaft, Religion und Naturphilosophie, Mythos und Logos bei Empedokles ineinander greifen. Oliver Primavesi ist maßgeblich beteiligt an der Entstehung einer großen neuen mehrbändigen kritischen Edition der Fragmente und Überlieferungsträger der Vorsokratiker, die im Verlag de Gruyter ab 2009 erscheinen wird.
Walter de Gruyter kauft das gesamte Mathematikprogramm von Brill
Die Walter de Gruyter GmbH & Co. KG hat zum Jahresbeginn 2007 das 150 Buchtitel und sechs Zeitschriften umfassende mathematische Programm von Brill, Niederlande, übernommen.
Die Übernahme der erstklassigen Brill-Werke bietet eine ideale Ergänzung des bestehenden Mathematikbereichs und führt zu einer wesentlichen Stärkung der Marktposition. Bereits seit 1826 wird ein angesehenes mathematisches Programm bei de Gruyter verlegt. Dazu zählt eine der ältesten Zeitschriften, das "Crelle" Journal für die reine und angewandte Mathematik.
Mit der Übernahme sämtlicher Mathematik-Produkte von Brill wurde der Fachbereich Medicine & Sciences bei neu geordnet. Das Physikprogramm wird nun gemeinsam mit der Mathematik durch Dr. Robert Plato betreut.
Der Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, gestiftet vom Verlag Walter de Gruyter wurde in diesem Jahr an Frau Professor Dr. Stefanie Reese verliehen.
Stefanie Reese, Jahrgang 1965, hat 1984 bis 1990 in Hannover Bauingenieurwesen studiert. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und erhielt ein Forschungsstipendium der DFG. 1994 promovierte sie. Frau Reese absolvierte Studienaufenthalte an der University of California at Berkeley (USA), der University of Capetown (Südafrika) und an der Universität Rom (Italien). 2000 wurde sie habilitiert. Seit 2005 ist sie Institutsleiterin an der Universität Braunschweig.
Stefanie Reese arbeitet auf dem dynamischen Forschungsgebiet 'Computational Mechanics'. Dabei geht es um die Modellierung und Mathematisierung von Fragestellungen der Angewandten Mechanik, die Entwicklung geeigneter Algorithmen sowie deren Implementierung und Anwendung für technisch-wissenschaftliche Fragestellungen.
Frau Reese hat sich schon in jungen Jahren international einen Namen gemacht. 1999 hat ihr die Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz den Walter Kalkhof-Rose Gedächtnispreis verliehen. Den Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, gestiftet vom Verlag Walter de Gruyter, bezeichnet Frau Reese als einen Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn: "Ich fühle mich durch den Preis für meine wissenschaftliche Arbeit zusätzlich stark motiviert."
Auszeichnung für de Gruyter Autorin
Die Literaturwissenschaftlerin Elke Koch hat ihre Dissertation über das Thema "Trauer als Performanz von Identität - Studien zur Emotionsdarstellung in narrativen Texten um 1200" geschrieben und wurde dafür am 14. Dezember 2005 mit dem Tiburtius-Preis für die beste Berliner Dissertation ausgezeichnet. Die Tiburtius-Preise werden jährlich von der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen (LKRP) für die besten Dissertationen und Diplomarbeiten der Berliner Hochschulen verliehen. Der Preis für die beste Dissertation ist mit 4.000 Euro dotiert.
Unter dem Titel "Trauer und Identität. Inszenierungen von Emotionen in der deutschen Literatur des Mittelalters" ist die Arbeit im Mai 2006 erschienen.
De Gruyter Autoren mit Leibniz-Preis 2006 ausgezeichnet
Die Geisteswissenschaftler Dominik Perler, Professor für Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin, und Gyburg Radke, Hochschuldozentin für Gräzistik und Altertumswissenschaften an der Universität Marburg, sind zwei der zehn neuen Träger des höchstdotierten deutschen Förderpreises. Für ihre Forschungsarbeiten erhalten sie jeweils einen mit gut anderthalb Millionen Euro ausgestatteten Betrag.
Von Gyburg Radke erschien 2003 das Buch "Tragik und Metatragik. Euripides' Bakchen und die moderne Literaturwissenschaft". Dominik Perlers Band "Der propositionale Wahrheitsbegriff im 14. Jahrhundert" wurde bereits 1992 verlegt. Darüber hinaus ist Perler Herausgeber der 1971 gegründeten Reihe "Quellen und Studien zur Philosophie".



