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Artikel

Vita

Bill, Max, schweiz. Maler, Bildhauer, Architekt, Graphiker, Designer, Kunsttheoretiker, *22.12.1908 Winterthur, Bürger von Moosseedorf, †9.12.1994 Berlin. Vater von Jakob B.

Biogramm

Stud.: 1924-27 KGS Zürich (Silberschmiedelehrling). 1925 Besuch der Kunstgew.-Ausst. Paris, wo ihn v.a. der Pavillon Esprit Nouveau von Le Corbusier sowie der sowjet. (Entwurf: Konstantin Mel'nikov) und der österr. Pavillon von Josef Hoffmann beeindruckten. 1926 Reise nach Italien; Entschluß zur Aufnahme des Archit.-Stud. am Bauhaus. Dort 1927-29 Stud. u.a. bei Josef Albers, Wassily Kandinsky, Paul Klee, László Moholy-Nagy, Oskar Schlemmer. Ab E. 1929 in Zürich ansässig. 1930 Mitgl. des Schweiz. Werkbundes. 1931 Heirat mit Binia Spoerri, Entwurf von ersten Glasgemälden. 1932-36 Mitgl. der internat. Gruppe "Abstraction-Création" (mit Sitz in Paris), in deren Gal. (Av. Wagram) B. erstmals 1933 ausstellte. Bei wiederholten Paris-Aufenthalten entwickelte B. freundschaftl. Kontakte zu Hans Arp, Piet Mondrian, Auguste Herbin und Georges Vantongerloo. 1935 entwarf B. die Skulpt. Unendliche Schleife nach Moebius-Band und vertiefte mit der lithogr. Folge 15 variations sur un même thème (ed. bei Mourlot, P. 1938) die Methode der Variation als einer Arbeitsweise, die er bereits 1935 mit einer Reihe von Deformationen einer Ursprungsform begonnen hatte. 1935 lernte B. Alberto Giacometti und Antoine Pevsner kennen. Als Präzisierung der von Theo van Doesburg in der Zs. "L'Art concret" (1930) publ. Ideen formulierte B. 1936 im Kat. zur Ausst. "Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik" (Kunsthaus Zürich) die Prinzipien der konkreten Kunst (B.s revidierte Textfassung als Einleitung zum Kat. zur Wander-Ausst. "Zürcher Konkrete" 1949 verwendet; ed. M.Staber, gesammelte Manifeste, St.Gallen 1966). 1938 lernte er Marcel Duchamp kennen und wurde Mitgl. der CIAM. Im Sommer 1939 zus. mit G.Vantongerloo, Ernesto Rogers, Alfred Roth, Hans Curjel auf Schloß Sarraz. Als Begleiter von Le Corbusier nach Vallorbe lernte B. den Maler Louis Soutter kennen. 1941 gründete B. in Zürich den Allianz-Verlag, der u.a. die letzten Zchngn von Sophie Taeuber-Arp ed., die 1943 in B.s Haus verstarb. 1944 gründete B. die Rev. "abstrakt/konkret", organisierte eine gleichnamige Ausst. in der Kunsthalle Basel und wurde mit Kursen zur Formlehre an der von Johannes Itten geleiteten KGS Zürich beauftragt. 1945 in Paris Kontakt mit František Kupka. Ab 1946 publ. B. Schriften von W.Kandinsky (u.a.: Du spirituel dans l'art, 1951, 1952; Le point et la ligne par rapport au plan, 1955) und Schriften zu dessen Werk, das B. zeitlebens bewunderte. 1948 wurde während einer trad. Feier der Zünfte Zürich, des Sechseläutens, die 1946 geschaffene Großausführung der Skulpt. Kontinuität zerst., ein Thema, das er in den 80er Jahren erneut aufnahm. 1948 Vortrag "Schönheit aus Funktion und als Funktion" auf der Basler Tagung des Werkbundes und Organisation der Ausst. "Die gute Form" auf der Basler Messe, nachfolgend in anderen Städten der Schweiz und Deutschlands gezeigt. 1950 erhielt B. den Auftrag zum Bau der HS für Gestaltung in Ulm. 1951-56 deren erster Rektor, Leiter der Abt. Archit. und der Abt. Produktform. 1951 Teiln. am Kongreß "De divina proporzione" in Mailand und Gründung eines Arbeitsausschusses zus. mit Le Corbusier, Ernesto Rogers und Giuseppe Somona. 1953 Kontakte zum dt. Philosophen Max Bense; Reise nach Brasilien, Peru, wo er nach 25 Jahren J.Albers wiedertraf, und in die USA, wo er sich mit u.a. Buckminster-Fuller, Charles Eames, Philip Johnson, Mies van der Rohe traf. Ab 1956 Mitgl. des Dt. Werkbundes. 1962 organisierte B. eine Ausst. seines Freundes Vantongerloo in der Gal. Marlborough in London. 1964 realisierte B. den Sektor "Bilden und gestalten" der schweiz. Landes-Ausst. in Lausanne, von der das Theater in Lausanne-Vidy erh. blieb. 1967-74 Prof. für Umweltgestaltung der HBK Hamburg; 1967-71 Nationalrat im Schweizer Parlament. 1971 errichtete B. die neue Kunst-Gal. Denise René und Hans Mayer in Düsseldorf und projektierte für D.René in Paris eine große, jedoch nicht ausgef. Galerie. 1976 Reise nach Bukarest zur Feierlichkeit zum 100. Geburtstag von Brancusi; Kongreßvortrag über dessen Einfluß auf B.s Tätigkeit. In den 80er Jahren entstanden mehrere monumentale Skulpturen; u.a. Wiederaufnahme der Arbeit an der 1948 zerst. Skulpt. Kontinuität, deren Entstehung aus sard. Granit und die Überführung 1989 nach Frankfurt am Main Werner Spies dokumentierte. Daneben unternahm B. zahlr. Reisen zur Organisation von Retrospektiven zum eigenen Werk in versch. Städten Europas und in Übersee. 1991 Heirat mit Angela Thomas. Ausz.: 1968 Kunstpreis Stadt Zürich; 1979 Kunstpreis Stadt Winterthur; Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland; Dr.Ing.h.c. der Univ. Stuttgart; 1982 Kaiserring Stadt Goslar; 1988 Premio Marconi, Bologna; 1993 Mitgl. der frz. Ehrenlegion; 1993 Praemium Imeriale, Tokio; 1994 Dr. h.c., ETH Zürich; Mitgl. zahlr. Akad. - B. war auf verschiedenen Gebieten kreativ engagiert aus seinem prinzipiell funktional bestimmten Kunstverständnis. Er hatte Anteil an den bedeutenden Bewegungen seiner Zeit bei der Entwicklung der mod. Kunst, engagierte sich auch als Politiker. Verbunden ist sein Name jedoch v.a. mit den Begriffen der Konkreten Kunst und der Umweltgestaltung. Das Werk B.s beruht auf drei fundamentalen Voraussetzungen: Erstens, B. folgt der nicht am Abbild des realen Erscheinungsbildes orientierten Kunst von W.Kandinsky, P.Mondrian und Theo van Doesburg. Zweitens, das Bemühen, Zufälliges und Intuitives im Werk seiner Vorbilder zu überwinden und durch log. Strukturen und Zusammenhänge zu ersetzen. Drittens, die Überzeugung vom Erfordernis, die Kunst in der Umwelt zu integrieren. Die Mathematik wurde logische Basis seines künstler. Schaffens. Seine Konkrete Kunst findet somit zu einer allgemeingültigeren Realität. Sie spiegelt sowohl Gesetze der phys. Umwelt als auch die Welt menschl. Denkens wider. In seinem vielseitigen Schaffen dominiert die Malerei, die um 1924 mit Landschaften und Bildnissen beginnt und noch versch. Einflüssen von Ferdinand Hodler bis Paul Klee unterliegt, bis sie ab etwa 1931 mit der konsequenten geometr.-konstruktiven Abstraktion eigenständigen Char. gewinnt. Seitdem hat B., stets bemüht um eine klare, rational strukturierte Flächenfarbigkeit und oft harmonisch rhythmisierte Formensprache, in vielen Phasen das Ausdrucksrepertoire der Konkreten Kunst in fast systematischer Weise bis zu nebulösen Grenzbereichen mit wachsender Subtilität erkundet, so daß er ein wichtiger Anreger für Jüngere wurde. Neben der Ölmalerei betätigte sich B. als Graphiker, zunächst in der Rad., ab 1930 v.a. in lithogr. Zyklen und zuletzt auch in der Serigraphie; er schuf neben graph. Einzelblättern auch graph. Reihen, die vierzehnte und letzte Serie wurde 1994 gedruckt. Daneben zahlr. Entwürfe für Plakate und wegweisende Arbeiten in der schweiz. Typographie. Der Bildhauer B. beginnt ab 1933 mit konstruktiver Raumplastik zunächst ausgesprochen kubisch-tekton. Natur, bald auch körperhaft-dynam. aufgebaut mit Höhlungen und sphär. Schnitten, sowie als raumübergreifende Bandplastiken, z.B. Unendliche Schleife, 1935-53. Neben Kleinplastik, bes. in Messing, auch Kupfer vergoldet oder verchromt, schuf er zahlr. Monumentalwerke in Metall, Holz und Granit. Als Architekt, von Anfang an am Bauhaus orientiert und auf optimale Funktionalität bedacht, begann er A. der 30er Jahre seine Entwürfe zu realisieren, darunter zwei preisgekrönte schweiz. Pavillons der Trienn. von Mailand 1936 und 1951, ein frühes Wohnhaus aus vorgefertigten Elementen in Bremgarten (1942) und als Hauptwerk die Gesamtanlage der HS für Gestaltung in Ulm (1950-54). Als Industrie- und Möbel-Designer trat er ab 1944 (Debüt: Schreibmaschine Patria) mit prakt. Arbeitsergebnissen einer "guten Produktform" (M.B., 1950) hervor, die ihn als einen markanten europ., vom amer. Design unabhängigen Gestalter charakterisieren. B. war nach 1945 ebenfalls als Innenarchitekt, Ausstellungsgestalter und Szenograph (u.a. zu Oedipus am Theater Ulm, 1963) tätig. Auch durch seine seit 1936 ed. theoret. Veröff. ist B. aus der Schülergeneration des Bauhauses einer der fruchtbarsten Anreger mod.-konkreter Kunst im Nachkriegseuropa geworden.

Werke

Antwerpen, Openlucht-Mus. voor Beeldhouwkunst Middelheim: Ruban sans fin, Bronze, 1953-56. Basel, Kunst-Mus.: Konstruktion in und mit Kubus, Messing, 1944/45. Berlin: Berlin dankt Frankreich, farbige Granite, 1994. - Bauhaus-Arch.: Betonungen aus dem Gelben, Öl/Lw., 1946; Zerstrahlung von Schwarz, Acryl/Lw., 1972-74; 2 Bildsäulen, 1985. Bern, Kunst-Mus.: Konstruktion mit 10 Rechtecken, Öl, 1940-43; Kern aus Doppelungen (Noyau par éléments doublés), Messing, vergoldet, 1968. Bochum, Mus. Duisburg, Wilhelm-Lehmbruck-Mus.: Konstruktion aus drei Kreisscheiben, Messing, vergoldet, 1945/50. Essen, Stadtpark: Unendliche Schleife, 1978. Frankfurt Am Main, Hauptsitz der Dt. Bank: Kontinuität, Granit, 1984-89. Genf, Bourg de Four: Säule mit 3-8-eckigem Querschnitt, 1980. - Univ.: Dekoration, 1992 (zus. mit J.Bohlen u.a.). Hamburg, Kennedy-Brücke: Rhythmus im Raum, 1967. Hannover, Mus. Sprengel. Jerusalem: Vier Würfel in je zwei Hälften geteilt, 1985. Jouy-En-Josas, Fond. Cartier: Pavillon-Skulpt., Granit, 1988-90. Karlsruhe, Univ., Mathemat. Inst.: Familie von 5 halben Kugeln, Kunststein, 1965/66. Lausanne-Vidy: Theater der Nat. Ausst., 1964. Locarno, Mus. d'Arte Mod.: Gruppe mit sechs Zellen, Marmor, 1959. Ludwigshafen, Wilhelm-Hack-Mus.: Endlose Treppe, Mon. für Ernst Bloch, Granit, 1988-91. Luzern, Kunst-Mus.: Vier gleiche Gruppen in vier Farben, Öl/Lw., 1975. Mannheim, Kunsthalle: Skulpt. München, Klinikum Großhadern: 2 Bildsäulen, 1983. - Europ. Patentamt: Rhythmus im Raum, Granit, 1994. Neuhausen/Kt. Schaffhausen: Kino Cinevox, 1958. Paris, Mus. Nat. d'Art Mod.: Ruban sans fin, Skulpt., 1935-53, Ausführung in Granit 1960. Rom, Gall. Naz. d'Arte Mod.: Unità tripartita. Studen, Fond. Saner: Unendliche Fläche für drei Positionen, Messing, vergoldet, 1974/75; System aus sechs ähnl. Farbreihen, ein pythagoräisches Dreieck bildend, Öl, 1978. Stuttgart, Staats-Gal.: Grüner Kern, Öl/Lw., 1962. - Rathaus: Zwilling als Viertelskugel, Granit, 1968 (Depositum der Gal. der Stadt). - Möhringen: Gruppe von drei Farbsäulen, Stahlrohrteile, emailliert, 1987-89. Tel Aviv, Mus.: 2 Plastiken. Tōkyō, Hakone Park Mus.: Pavillon-Skulpt., Granit, 1979-83. Ulm: HS für Gestaltung, 1950-54. - Albert-Einstein-Denkmal, Granit, 1979-82. - Mus., Stiftung Slg Kurt Fried: Roter Akzent, Öl/Lw., 1959. - Dt. Bank: Holzpavillon-Skulptur, 1994. Uster/Kt. Zürich, Gemeindehaus: Rhythmus im Raum, 1962 (1965 enthüllt). Wien, Pal. Liechtenstein, Mus. Mod. Kunst: Konstruktion aus einem Kreisring, 1940/41 (Großausführung in Bronze 1957/58). Winterthur, Kunst-Mus.: Magische Chromographie, Öl, 1944-46. - Schulhaus Sachen: Freiplastik, 1960. Wolfsburg, Städt. Gal.: Einheit aus drei gleichen Volumen, Objekt, Plexiglas, 1968. Zürich-Höngg, Limmattalstraße 383: Wohn- und Atelierhaus M.B., 1932/33 (Ausführung zus. mit R.Winkler). - Zumikon: Wohn- und Atelierhaus M.B., 1967/68. - ETH: Unendliche Fläche in Form einer Säule, Edelstahl, 1974-77. - Bahnhofstraße: Pavillon-Skulpt., 1982. - IBM Schweiz, Hauptverwaltung: Einheit aus Kugel und endloser Spirale, 1983.

Selbstzeugnisse

Konkrete Gestaltung, in: Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik, Kunsthaus Zürich, Z. 1936; Le Corbusier et Pierre Jeanneret, œuvre complète 1934-38, Z. 1938; Die Beherrschung des Raumes, Almanach neuer Kunst in der Schweiz, Z. 1940; Konkrete Kunst, in: Zürcher Konkrete Kunst (Kat. Gal. Otto Stangl), M. 1949; Wiederaufbau, Erlenbach/Z. 1945; Georges Vantongerloo, paint., sculpt., reflexions, in: Problems of contemp. art series 1948(5); Robert Maillart, Brücken und Konstruktionen, Z. 1949, 1969; Die mathemat. Denkweise in der Kunst unserer Zeit, in: Das Werk 1949(3); Mod. Schweizer Archit. 1925-45, Basel 1950; Wassily Kandinsky, P. 1951; Form, Eine Bilanz über die Formentwicklung um die M. des 20.Jh., Basel 1952; De la surface à l'espace, in: XXe s. 1952(2); The Bauhaus idea, from Weimar to Ulm, Architect's Yb. 1953(5); Ludwig Mies van der Rohe, Mi. 1955; Structure as art, art as structure, in: Structure in art and in science, N.Y. 1965, Br. 1967; Art as a non-changeable fact, in: A.Hill (Ed.), Data, directions in art, theory and aesthetics, Lo. 1968; Ars multiplicata, in: Kunst 1968(29) (Interview); Es macht Spaß, Vorwort in: Art suisse 1968(4); System mit fünf vierfarbigen Zentren, St.Gallen 1972.

Ausstellungen

E: bis 1985 mehr als 170 Ausst., u.a. (jeweils mit Kat.): 1928 Dessau, Bauhaus (zus. mit Albert Braun) / 1930 Bern, Kunsthalle (zus. mit Jakob Probst, Leo Steck, Félix Vallotton) / 1939 Basel, Kunst-Mus.: 15 Variationen zu einem Thema / 1948 Stuttgart, Gal. Hermann (zus. mit J.Albers, Jean Arp) / Zürich: 1949 Kunsthaus (zus. mit A.Pevsner, G.Vantongerloo); 1957 Helmhaus; 1958-59, '71 Gal. Bollag; 1962 Gal. Gimpel & Hannover; 1968, '94 Kunsthaus; 1972, '74 Gal. Malborough; 1984 Helmhaus: Zum 75. Geburtstag / 1950 São Paulo, Mus. d'Arte Mod.: Retr. / 1956-57 Ulm, Mus.: Jahres-Ausst.; München, Die Neue Slg, Staatl. Mus. für Angew. Kunst; Duisburg, Lehmbruck-Mus.; Hagen, Karl-Ernst-Osthaus-Mus. / 1958 Venedig, Bienn., Schweizer Pavillon / 1959 Leverkusen, Schloß Morsbroich / 1960 Stuttgart, Staats-Gal.; Winterthur, Kunst-Mus. / 1962 Ulm, Studio f / 1964 Genua-Boccadasse, Gall. Boccadasse / 1965 Locarno, Gall. Flaviana / 1967, '80, '83 St.Gallen, Gal. Im Erker / 1968 Bern, Kunsthalle; Den Haag, Gemeente-Mus.; Düsseldorf, Kunst-Ver.; Hannover, Kestner-Ges. (zus. mit Domenico Gnoli); Hagen, Osthaus-Mus.; Nürnberg, Kunsthalle: Das druckgraph. Werk (Kat. H.Bessel) / 1969 Grenoble, Mus. de Peint. et de Sculpt. / Paris: 1969 Centre Nat. d'Art Contemp.; 1971 Gal. Denise René: Texte et dessins / 1971 Fribourg, Mus. d'Art et d'Hist. / 1972 Genf, Mus. Rath (Kat. V.Anker) / 1974 Buffalo, Albright-Knox Art Gall.; Los Angeles, Mus. of Art; San Francisco, Mus. of Art / 1976 Berlin, Akad. der Künste; Hamburg, Kunsthalle und Mus. für Kunst und Gewerbe; Stuttgart, Kunst-Ver. / 1977 Parma, Univ., Pal. della Pilotta / 1980 Padua, Bienn. für Kleinplastik (Ehren-Saal für B.) / 1984 Köln, Gal. Teufel / 1985 München, Gal. Ketterer / 1986 Budapest, Műcsarnok / 1987 Frankfurt, Schirn-Kunsthalle: Retr. (Kat. E.Hüttinger); Prag, Národní gal. / 1988 Bologna, Gall. Com. d'Arte / 1990 Ludwigshafen, Wilhelm-Hack-Mus. / 1991 Locarno, Pin. Com. (Kat. L.Caramelle/A.Thomas). -. Addenda: 2008 Herford, Marta Herford Mus. (Retr.) / 2008 Zürich, Haus Konstruktiv. G: 1951 São Paulo: Bien. (Grand Prix für Plastik); Mailand: Bienn. (Gold-Med.) / 1991, '93 Ljubljana: Graphik-Bienn. (jeweils Preis).

Bibliographie

Vo1, 1953. Enc. de l'archit., I, Mi. 1948; Plüss/Tavel I, 1958; Kindler, ML I, 1964; NouvDictSculpt, 1970; ContempArtists, 1977; M.Emanuel u.a. (Ed.), Contemp. architects, Lo. 1980; LZSK, 1981; Osborne, 1981; KVS, 1991; EB II, 1991. Addenda: DA IV, 1996 (†Zürich); Dict. de l'archit., 1996 (†Zumikon). Abstraction, création, art non figuratif, P. 1933-36; G.Dorfles, Domus 1947(217); L.Moholy-Nagy, Vision in motion, Chicago 1947; M.Seuphor, L'art abstrait, ses origines, ses premiers maîtres, P. 1949; M.Bense, Aesthetica, Baden-Baden 1954; T.Maldonado, M.B., Bs.As. 1955 (Lit.); E.Gomringer (Ed.), M.B., Festschr. zum 50. Geburtstag, Teufen 1958; M.Staber, Zu neuen Gestaltungen von M.B., in: Form, Köln 1958; id., Bauen und Wohnen 14:1959, 400-408; id., M.B., Lo. 1964; E.Gomringer, M.B., Variety and unity of the shaped environment, Architect's Yb. 10:1962, 52-74; I.F. Miály, Művészettörténeti dokumentációs Központ Közleményei 3:1963, 46-84 (Briefe an Ernst Kállai); M.Bense, Le principe et le cas dans l'œuvre de M.B., XXème s. 1973(40)44-52; E.Hüttinger, M.B., Z. 1977 (Lit.); V.Anker, M.B. ou la recherche d'un art logique, Genève 1979 (Lit.); R.Micha, M.B. ou l'idée première de la structure du monde, Art Internat. 24:1980(3/4)95-105; R.Koella (Ed.), Konstruktive Kunst in der Schweiz 1915-45 (Ausst.-Kat.), Winterthur 1981; M.B., Kunstpreis der Stadt Goslar, Goslar 1982; Bauhaus und Bauhäusler, Erinnerungen und Bekenntnisse, Köln 1985; E.Bechstein, Die Häuser von M.B. in Zürich-Höngg und Zumikon, in: Künstlerhäuser von der Renaiss. bis zur Gegenwart, Z. 1985, 255-267; W.Spies, Kontinuität, Granit-Monolith von M.B., Dortmund 1986; E.von Seckendorff, Die HS für Gestaltung in Ulm, Gründung und Ära M.B., Marburg 1989; H.Frei, Konkrete Archit. : Über M.B. als Architekt, Diss. Z. 1990, Baden 1991; A.Thomas, M.B., Fond. Saner Studen, Biel 1993. Addenda: A.Meseure u.a. (Ed.), Archit. im 20. Jh. Schweiz (K Frankfurt am Main), M. u.a. 1998; B.Wismer u.a., Aargauer Kunsthaus Aarau (K), Z./Genf 2003; Kunst im öff. Raum in Winterthur, Winterthur 2004; Wilhelmi, 2006; B.Glasner u.a. (Ed.), Patterns 2. Design, art and archit., Basel u.a. 2008; Slg/Coll. Migros Mus. für Gegenwartskunst Zürich, 1978-2008 (K), Z. 2008; R.Wiehager, Blitzen-Benz Bang. Mixed Media, Skulpt., Auftragswerke (K Daimler Art Coll.), Ostfildern 2009. Mitt. A.Thomas Bill, Zumikon.

Artikel aus Vollmer

Biogramm

Bill, Max, schweiz. Architekt, Bildhauer, Maler, Gebrauchsgraph., Ausstellungsorganisator u. Schriftst., *22.12.1908 Winterthur, ansässig in Zürich. Stud. an der Kstgewerbesch. Zürich u. am Bauhaus in Dessau. Reisen in Frankreich u. Italien. Seit 1929 in Zürich. Mitglied des schweiz. Werkbundes u. der "Ciam". Mitgl. d. Gruppe "Abstraction-Création", Paris 1932/36. Einer der fuhrenden Avantgardisten der Schweiz, der die Ideen des Bauhauses auf allen Gebieten konsequent weiterentwickelt hat. 1936 kstler. Gestaltung d. schweiz. Sektion auf d. Trienmle in Mailand. Seine Kunst, deren Grundlagen mathematische Denkweise u. Intuition sind, "strebt zu absoluter Klarheit, zur Gesetzmäßigkeit und damit zur Realität selbst". Kollektiv-Ausst. Herbst 1951 im Kstver. in Freiburg i. Br. Graph. Veröffentlichungen : 15 Variations sur un même thème, Paris 1938; 10 Originallithos, Zürich 1941. - Eigene Aufsätze: über Typographie, in: Schweizer graf. Mitteilungen, April 1946; Erfahrungen bei der Formgestaltung von Industrieprodukten, in: Das Werk (Zürich), 1946, Nr 5; Worte rund um Malerei u. Plastik, Kat., Allianz, Zürich 1947; Von der abstrakten zur konkreten Kunst, Züricher Mittelschulzeitung 1948; Die mathematische Denkweise in der Kunst uns, Zeit, in: D. Werk, 1949, Nr 3; Schönheit aus Funktion und als Funktion, ebda, Nr 8; Vorwort zur Kandinsky-Mappe, Basel 1949; Vorwort zu Arp, 11 Configurations, Zürich 1945; Vorwort zu Vantongerloo, Paintings, Sculptures, Reflections, New York 1948. - Buchwerke : Moderne Schweizer Architektur, Basel 1947; Robert Maillart, Zürich 1949. - Gab heraus : Le Corbusier et P. Jeanneret 1934-1938, Zürich 1939; Abstrakt-konkret, 12 Hefte, Zürich 1944/45. Lit.: Giedion-Welcker. - Architect. Forum, 83 (1945) 144; 90 (1949) 170. - Beaux-Arts, 26. 12. 1947, p. 3, m. Abb. - Graphis (Züriçh), 4 (1948) Nr 21 p. 74/75 (Abbn), 80/85. - Kstchronik, 4 (1950/51) 230. - D. Est in d. Schweiz, 1929 p. 155, m. 3 Abbn. - Das Kstwerk, 2 (9948) Heft 8 p. 44; 3 (1949) Heft 4 p. 41f., 27 (Taf.); 4 (1950) Heft 8/9 p. 96. - Pro Arte (Genf), 2 (1943) 206, m. Abb. - D. Werk (Zürich), 36 (1949) 86/91, 272/74 u. Suppl. p. 111. - Art Index (New York), Okt. 1947/April 1953.

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