Mindestens seit etwa drei Jahrzehnten lassen sich die literarischen Epochenbezeichnungen „Aufklärung“ und „Romantik“ nicht mehr als Opposition gegeneinander ausspielen, wurden vielmehr Kontinuitäten, Interferenzen und Abgrenzungen sorgfältig erforscht, ohne daß man sich vom romantischen Pathos einer Überwindung der Aufklärung irritieren ließ. In diesem Zusammenhang kommt der Suche nach einer ‚Urszene‘ der Romantik und deren Situierung im Zeitkontext erhöhte Bedeutung zu: Lange vor der Jenaer, ja noch vor der „Berliner Romantik“ ab 1797, die durch das Zusammentreffen Friedrich Schlegels, Schleiermachers und Tiecks in Berlin gekennzeichnet ist, setzen romantische Schreibweisen ein. Die drei Protagonisten der hier anzuzeigenden, sämtlich aus Dissertationen hervorgegangenen Monographien sind es, die den Beginn der ‚Romantik‘ Jahre vor ihrer ‚theoretischen‘ Phase wesentlich mitbestimmen: Wilhelm Heinrich Wackenroder, Ludwig Tieck, aber auch dessen Schwester Sophie; den gemeinsamen Nenner der Arbeiten bildet die Berliner Spätaufklärung als Ausgangspunkt.

Arbitrium
Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft
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, Die Transzendenz der Gefühle. Beziehungen zwischen Musik und Gefühl bei Wackenroder/Tieck und die Musikästhetik der Romantik 2001 – , Texttaumel. Poetologische Inversionen von „Spätaufklärung“ und „Frühromantik“ bei Ludwig Tieck. 2000 – , Sophie Tieck – Leben und Werk. Schreiben zwischen Rebellion und Resignation. 2001
Jochen Strobel
1Stiftung Weimarer Klassik, Goethe- und Schiller-Archiv, Hans-Wahl-Straße 4, D-99425 Weimar. strobeljochen@web.de
Citation Information: Arbitrium. Volume 20, Issue 2, Pages 204–209, ISSN (Print) 0723-2977, DOI: 10.1515/ARBI.2002.204, December 2007
Publication History:
- Published Online:
- 2007-12-11


















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