Daniel Hoffmann, Privatdozent für Neuere deutsche Literatur an der Universität Düsseldorf, ist von seiner germanistischen wie judaistischen Ausbildung her für Fragen der deutsch-jüdischen Literaturgeschichte bestens ausgewiesen. Sein besonderes Interesse gilt religiöser Dichtung in der Moderne, wozu er neben zahlreichen Aufsätzen zwei Bücher veröffentlicht hat. Von daher ist es konsequent, daß der konzeptionelle Ausgangspunkt des Handbuchs der Prozeß der Säkularisation ist, dem das Judentum wie andere Religionen seit der Aufklärung unterworfen war. Die Tatsache, daß die „Heiligen Schriften“ ihre „normative Bedeutung für das jüdische Leben weitgehend eingebüßt“ haben, wird in der Einleitung mit offenkundigem Bedauern festgestellt, allerdings nicht ohne Hinweis darauf, daß dieser Vorgang von nicht wenigen jüdischen Autoren gerade des 20. Jahrhunderts mit Skepsis und Unbehagen aufgenommen worden sei (S. 7f.).

Arbitrium
Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft
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, Handbuch zur deutsch-jüdischen Literatur des 20. Jahrhunderts. 2002
Hans Otto Horch
1Technische Hochschule Aachen, Germanistisches Institut, Templergraben 55, D-52056 Aachen. h.horch@germanistik.rwth-aachen.de
Citation Information: Arbitrium. Volume 20, Issue 2, Pages 225–232, ISSN (Print) 0723-2977, DOI: 10.1515/ARBI.2002.225, December 2007
Publication History:
- Published Online:
- 2007-12-11


















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