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Publication Date:
December 2007
ISSN:
1865-8849
DOI:
10.1515/ARBI.2003.150

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Arbitrium

Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft

Ed. by Harms, Wolfgang / Strohschneider, Peter / Vollhardt, Friedrich

3 Issues per year

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, Die ‚Reinmar-Lieder‘ Walthers von der Vogelweide. Literarische Kommunikation als Form der Selbstinszenierung. 1999

Christopher Young

1University of Cambridge, Pembroke College, Cambridge CB2 1RF, United Kingdom. cjy1000@hermes.cam.ac.uk

Citation Information: Arbitrium. Volume 21, Issue 2, Pages 150–153, ISSN (Print) 0723-2977, DOI: 10.1515/ARBI.2003.150, December 2007

Publication History:
Published Online:
2007-12-12

In dieser „leicht überarbeitete[n]“ Fassung (S. 7) ihrer an der Freien Universität in Berlin entstandenen Dissertation hat sich die Ursula Schulze-Schülerin Ricarda Bauschke an die Reinmar-Walther-‚Fehde‘ herangewagt. Das Projekt war notwendig, denn Bauschke kann in ihrer gut lesbaren Einleitung klar zeigen, daß die literarische Kommunikation zwischen Walther von der Vogelweide und Reinmar dem Alten nach wie vor ein zentrales Problem der Lyrik-Forschung darstellt. Die Anfänge der ‚Fehde‘-These im 19. Jahrhundert treffen „zeitlich mit der Entstehung eines normgebenden Walther-Bildes“ zusammen (S. 13), und „die alten Vorwegannahmen“ werden – trotz der Skepsis der neueren Forschung – „stillschweigend weiterhin akzeptier[t]“ (S. 14). Für viele dient die ‚Fehde‘ noch als Bezugspunkt, entweder um eine historische Lücke in Walthers Biographie, nämlich die Gründe für seinen Weggang aus Wien, aufzufüllen oder um sein Œuvre in thematischen Gruppen zu organisieren. Bauschkes Versuch, die relevanten Texte noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen, sie als Gegenstand einer systematischen, transparenten und klar ausgedrückten Untersuchung zu behandeln und dabei zwischen den Extrempositionen der Forschung zu vermitteln, ist weitgehend gelungen. Die künftige Walther-Philologie wird ihr einige bedeutende Ergebnisse und manche schöne Anregung zu verdanken haben.

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