Schenkt man den populistischen Ausführungen von Dietrich Schwanitz Glauben, hat Merzhäusers Studie „das erste bedeutende Werk der neuen deutschen Literatur“ zum Gegenstand. Aber auch ohne solche etwas zu pathetisch klingenden Beschwörungen wird man den Simplicisssimus für einen der zentralen Romane der europäischen Kultur halten, vielleicht für den wichtigsten deutschsprachigen Text der Frühen Neuzeit. Schon deshalb verdienen literaturwissenschaftliche Studien, die ein neues oder zumindest anders akzentuiertes Verständnis dieses großartigen Werkes vorschlagen, ein besonderes Augenmerk. Die angenehm unprätentiös geschriebene Monographie von Andreas Merzhäuser kann man allein aus diesem Grund ohne weiteres und ohne, daß man deshalb in jedem Punkt seiner Lektüre zustimmt, zu den Studien rechnen, die man – zumindest als Barockforscher – zur Kenntnis nehmen sollte.

Arbitrium
Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft
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, Satyrische Selbstbehauptung. Innovation und Tradition in Grimmelshausens ‚Abentheurlichem Simplicissimus Teutsch‘. 2002
Dirk Niefanger
1Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Germanistik, Bismarckstraße 1/B, D-91054 Erlangen. dkniefan@phil.uni-erlangen.de
Citation Information: Arbitrium. Volume 21, Issue 2, Pages 181–182, ISSN (Print) 0723-2977, DOI: 10.1515/ARBI.2003.181, December 2007
Publication History:
- Published Online:
- 2007-12-12


















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