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Publication Date:
February 2008
ISSN:
1868-9027
DOI:
10.1515/BYZS.2003.322

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Robert W. Thomson, The Armenian Adaptation of the Ecclesiastical History of Socrates Scholasticus

Friedhelm Winkelmann

1Berlin

Citation Information: Byzantinische Zeitschrift. Volume 96, Issue 1, Pages 322–323, ISSN (Print) 0007-7704, DOI: 10.1515/BYZS.2003.322, February 2008

Publication History:
Published Online:
2008-02-19

In Armenien stand von den Fortsetzungen des Eusebianischen Geschichtswerkes, die die Zeit von Konstantin I. bis in die erste Hälfte des 5. Jahrhunderts behandelten, also einen Zeitabschnitt, der für die Herausbildung der armenischen christlichen Theologie grundlegend war, nur die Kirchengeschichte des Sokrates Scholastikos in hohem Ansehen, da man glaubte, sie sei der armenischen christologischen Position am nächsten. So ist sie uns in zwei armenischen Übersetzungen überliefert, einer wortgetreuen, ausführlichen Version, die aus der sogenannten hellenisierenden Übersetzerschule stammt, und einer in einem verständlichen zeitgenössischen Armenisch verfaßten Kurzversion. Die als erstes genannte Übersetzung ist für die Konstituierung des griechischen Textes des Werkes des Sokrates von großer Bedeutung, wie es Günther Christian Hansen in dessen Edition ausführlich belegt (Sokrates Scholastikos, Kirchengeschichte, Berlin 1995 [GCS], S. XXVIIff.]). Sie hat aber wegen ihrer engen Orientierung an der griechischen Sprache in Armenien nur einen kleinen Kreis von griechisch Gebildeten erreichen können. Die Kurzversion dagegen fand weite Verbreitung. Bei ihrer in der Forschung umstrittenen Datierung schließt sich Thomson der Auffassung an, daß das Kolophon in einer der Handschriften, das eine Datierung enthält und den Übersetzer nennt, auf die Kurzversion zu beziehen ist (S. 9ff. mit allen notwendigen Literaturangaben). Sie sei also auf das Jahr 695/6 zu datieren. Und es handele sich nicht um eine Übersetzung aus dem Original, sondern lediglich um eine Überarbeitung der älteren langen Version (S. 11f.). Ein wichtiger Beitrag zur Forschung ist auch das Bemühen, den Übersetzer P'ilon Tirakac'i und den Auftraggeber der Übersetzung Nerseh Kamsarakan zu verifizieren (S. 36-40).

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