Citation Information: International Journal of Practical Theology. Volume 11, Issue 1, Pages 19–38, ISSN (Online) 1612-9768, ISSN (Print) 1430-6921, DOI: 10.1515/IJPT.2007.3, August 2007
Abstract
Perception of the “clerical paradigm” as the main problem of practical theology and theological education has perpetuated a “fallacy of misplaced concreteness,” as philosopher Alfred North Whitehead might say, or the mistaking of a helpful generalization for concrete reality. Does the concept of the clerical paradigm adequately comprehend the problems, or does it contain hidden prejudice against practice and doubts about the church itself? This article argues that the idea of the “clerical paradigm” has so dominated the discourse of practical theology that it has distorted understanding of the needs of pastoral practitioners, misdirected blame, and hence left other problems unattended, particularly the rise of an equally challenging problem, which might be called the “academic paradigm.” In relying so heavily on the construct of clerical paradigm, theologians eager to revitalize practical theology inadvertently denigrate congregational and pastoral “know-how.” The article begins with an analysis of Edward Farley's proposal, but the challenge lies less here than with its subsequent use and misuse. The article therefore turns from this analysis to an exploration of problems raised by the academic paradigm and alternative ways to redeem the value of practical know-how so readily dismissed under the reign of the clerical paradigm.
Zusammenfasssung
Die Wahrnehmung des „klerikalen Paradigmas“ als Hauptproblem der Praktischen Theologie und der theologischen Ausbildung hat den „Trugschluss der unzutreffenden Konkretheit“ , wie der Philosoph Alfred North Whitehead sagen dürfte, oder das Fehlen einer hilfreichen Verallgemeinerung für die konkrete Realität immer wieder verfestigt. Versteht das Konzept des „klerikalen Paradigmas“ die Probleme angemessen, oder enthält es verborgene Vorurteile gegen die Praxis und zweifelt an der Kirche selbst? In diesem Artikel wird argumentiert, dass die Idee des „klerikalen Paradigmas“ den Diskurs in der Praktischen Theologie so dominiert hat, dass es das Verstehen der Bedürfnisse der pastoral Tätigen verzerrt, Verantwortung fehl adressiert und folglich andere Probleme unberücksichtig gelassen hat, insbesondere das Aufkommen eines ebenso herausfordernden Problems, welches das „akademische Paradigma“ genannt werden kann. Indem sie sich so sehr auf das Konstrukt des „klerikalen Paradigmas“ verlassen haben, werteten Theologen, die danach eiferten, die Praktische Theologie zu revitalisieren, unbeabsichtigt gemeindliches und pastorales „know-how“ ab. Der Artikel beginnt mit einer Analyse von Edward Farleys Ansatz, aber die Herausforderung liegt weniger hier als in dem daraus folgenden Gebrauch und Missbrauch. Deshalb wendet sich der Artikel weg von dieser Analyse hin zu der Erforschung von Problemen, die durch das „akademische Paradigma“ hervorgerufen werden, und zu Alternativen, um den Wert praktischen Wissens wiederzuentdecken, welcher unter der Herrschaft des „klerikalen Paradigmas“ so bereitwillig vernachlässigt wurde.
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