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Publication Date:
October 2010
ISSN:
1612-7021
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10.1515/jura.2010.721

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„Faktische Unmöglichkeit“ (§ 275 II BGB) und Störung der Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB) – unmöglich abzugrenzen?

Michael Stürner

1*Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).

Citation Information: JURA - Juristische Ausbildung. Volume 32, Issue 10, Pages 721–726, ISSN (Online) 1612-7021, ISSN (Print) 0170-1452, DOI: 10.1515/jura.2010.721, October 2010

Publication History:
Published Online:
2010-10-01

Die Schuldrechtsreform hat bekanntlich bei der Rechtsanwendung nicht nur Vereinfachungen gebracht. So ist die Abgrenzung von »faktischer Unmöglichkeit« aus § 275 II BGB und Störung der Geschäftsgrundlage aus § 313 BGB nach Ansicht vieler Autoren – untechnisch gesprochen – nahezu unmöglich. Beide Normen begrenzen die vertraglich vereinbarten (Primär-)Leistungspflichten, dies aber sowohl im Tatbestand als auch in der Rechtsfolge auf sehr unterschiedliche Weise. Wenn auch diese Limitierungsfunktion in der täglichen Praxis durchaus nicht allzu häufig eine Rolle spielt, so sind die verschiedenen Anwendungsbereiche der §§ 275 II, 313 BGB doch dogmatisch von großem Interesse zur Bestimmung der Grenzen rechtsgeschäftlicher Leistungspflichten. Vor diesem Hintergrund wird eine Abgrenzung vorgeschlagen, die an der vertraglichen Risikostruktur anknüpft.

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