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Publication Date:
August 2006
ISSN:
1612-9520
DOI:
10.1515/NZST.2006.019

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European Science Foundation ranking A

Ed. by Schwöbel, Christoph

Together with Andersen, Svend / Bayer, Oswald / Brom, Luco / Coakley, Sarah / Hermanni, Friedrich / Jeanrond, Werner / Pilgrim Lo, Wing-Kwong / Saarinen, Risto / Sparn, Walter / Storrar, William / Volf, Miroslav

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Die Derrida-Lektüren des Heiligen Paulus: Rezension zu Theodore W. Jennings Reading Derrida /Thinking Paul: On Justice. Stanford: Stanford University Press, 2006

Citation Information: Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie. Volume 48, Issue 2, Pages 242–244, ISSN (Online) 1612-9520, ISSN (Print) 0028-3517, DOI: 10.1515/NZST.2006.019, August 2006

Publication History:
Published Online:
2006-08-31

Abstract

Als im Jahr 1992 die Frage aufgeworfen wurde, ob der französische Philosoph Jacques Derrida den Ehrendoktortitel der University of Cambridge verliehen bekommen sollte, lehnte ein Teil der Jury-Mitglieder die Vergabe ab. Man könne nicht, so hieß es damals, einen Denker würdigen, der in seinen Schriften vormalig Gedankenspiele (»tricks and gimmicks«) inszeniere und »überall seine eigenen Urteile wieder umstößt«. Die zuletzt zitierten Worte wurden so nicht geäußert, da sie aus dem dritten Jahrhundert von dem griechischen Philosophen Porphyrius stammten und gegen den 〉theoretischen Gründungsvater〈 des Christentums, Paulus, gerichtet waren. Porphyrius war in seiner Kritik an Paulus nicht weniger kleinlich als die oben erwähnten Jurymitglieder. Es sei die Inkohärenz eines Denkens, das er bei Paulus kritisiere und das »jeder Bildung entbehre«. Denn »beinahe wie ein Schwert wetzt er [Paulus] seine Zunge und zerstückelt ohne Schonung die Glieder des Gesetzes, er, der an vielen Stellen den Gehorsam gegen das Gesetz eingeschärft und das Leben nach demselben für lobenswert erklärt hat.«

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