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Publication Date:
December 2007
ISSN:
1865-8342
DOI:
10.1515/PIKO.2006.54

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PIK - Praxis der Informationsverarbeitung und Kommunikation

Fachzeitschrift für den Einsatz von Informationssystemen

Ed. by Spaniol, Otto

4 Issues per year

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Identity Management an der Universität Freiburg in einer Realisierung des Rechenzentrums

B. Bußhardt / S. Pioch / D. v. Suchodoletz

Citation Information: Praxis der Informationsverarbeitung und Kommunikation. Volume 29, Issue 1, Pages 54–59, ISSN (Print) 0930-5157, DOI: 10.1515/PIKO.2006.54, December 2007

Publication History:
Published Online:
2007-12-14

ZUSAMMENFASSUNG

Identitätsmanagement ist die neue Herausforderung von Universitäten, Organisationen und ihren Rechenzentren. Die Zahl der elektronisch angebotenen Dienste und deren Benutzer steigt ständig. Nimmt man die sehr verschiedenen Berechtigungen und Zuständigkeiten, ergibt sich eine umfangreiche Matrix, die mit den klassischen dezentral verteilten Bereichen der EDV nicht mehr sinnvoll zu steuern ist. Identitätsmanagement führt die unterschiedlichen Einheiten zusammen und versucht dadurch ein Ausufern der Kosten durch stark repetitive Vorgänge und redundante Ablage zu verhindern. Für die Zusammenführung der verschiedenen Aufgaben bei verteilten Zuständigkeiten gibt es durchaus ernst zu nehmende kommerzielle Produkte. Das Freiburger Konzept setzt hingegen auf eine freie Softwarelösung kombiniert mit Eigenentwicklungen. Die Zentralinstanz bildet eine OpenLDAP-Datenbank, die ihre Bestände aus übergeordneten Verwaltungsdatenbanken bezieht und durch eine Benutzerselbstverwaltungskomponente ergänzt wird. LDAP bietet sich als Standard an, direkt Systeme „unterzuordnen“ oder durch geeignete Konnektoren eine indirekte Anbindung zu schaffen. Konnektoren sind bei allen Identity Management Projekten ein zentrales Problem: Sie müssen die Verbindung zu teilweise schon sehr alten und jahrelang etablierten Systemen schaffen. Auch bei modernen Betriebssystemen und Diensten sind einheitliche und verbindliche Schnittstellen nicht der Standard. Die Freiburger Lösung arbeitet seit 2001 in Richtung eines einheitlichen Identity Management Konzeptes, welches inzwischen alle relevanten Systeme und Dienste abdeckt und dabei ein Single-Password realisiert. Die Richtung der Datenströme verzichtet dabei bewusst auf Komplexitäten und vermeidet so das Scheitern eines sonst überambitionierten Ansatzes. Die Gesamtkosten halten sich aufgrund der Open-Source-Orientierung und einer immer weitergehenden Benutzerselbstverwaltung in vertretbarem Rahmen. Das geschaffene Framework erlaubt weitere Dienste und komplett neue Felder recht einfach zu integrieren.

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