Abstract
Der vorangehende Aufsatz gibt ein plastisches Bild des Genesis-Kommentars des Origenes. Einer Herausgeberin der Fragmente dieses Werkes kann nur willkommen sein, daß er die wissenschaftliche Öffentlichkeit auf die exegetische Spannweite dieses Kommentars vorbereitet; sie wird auch dankbar Anregungen aufnehmen.
Für die Zwecke einer Edition muß freilich das Quellenmaterial noch eingehender gesichtet werden. Methodisch ist dezidierter zu trennen, so zwischen Testimonien und Fragmenten, aber auch innerhalb dieser Gruppen: bei den Fragmenten zwischen zuverlässigen, Dubia und Spuria (in der Kommentierung von Gen 1,1 bis 5,1 fällt diese Frage freilich nur für den Gießener Papyrus an), bei den Testimonien zwischen denen, die eindeutig oder mit einiger Sicherheit den Inhalt des Genesis-Kommentars bezeugen, und solchen, die allgemein ein Zeugnis für die Genesis-Kommentierung des Origenes abgeben (dafür müssen auch die exegetischen Gattungen bei Origenes berücksichtigt werden). Im Handwerklichen wird sich der Unterschied bemerkbar machen, daß in einer Edition ausschließlich maßgebliche Textausgaben zugrunde gelegt werden; Autor (z.B. Epiphanius) und Übersetzer (z.B. Hieronymus) sind hier zu unterscheiden. Für die Ausgabe spitzt sich aber auch die Frage zu, woher die zahlreichen Fragmente stammen, die sich auf spätere Teile der Genesis als 5,1 beziehen.



















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