Abstract
Dieser Beitrag versucht festzustellen, ob Athanasius von Alexandrien zeitgenössische anti-markellische Rhetorik verwandte, um die Unterscheidung der Personen in der göttlichen Trinität darzustellen. Er bietet einen vorläufigen Durchgang durch Athanasius' Argumentation und untersucht dann seine Verwendung von drei typischen anti-markellischen Formulierungen: Die Versicherung, daß der dreieinige Gott nicht synthetos ist, die Kritik an der Anwendung der stoischen Kategorien des logos endiathetos/logos prophorikos auf den präexistenten Sohn Gottes und die Verneinung, daß die zweite Person der Trinität anhypostatos oder anousios ist. Der Beitrag geht diesem spezifischen Vokabular bei drei alexandrinischen Theologen (Origenes, Dionysius und Alexander) nach, die Athanasius in dieser Hinsicht hätten beeinflussen können, kommt aber zu dem Ergebnis, daß es unwahrscheinlich ist, daß sie die Quelle des Athanasius darstellen.
Es wird die These aufgestellt, daß Athanasius sein Vokabular durch die Lektüre der anti-markellischen Schriften des Euseb von Caesarea schon zum Zeitpunkt der Abfassung seiner Orationes contra Arianos gebildet hat.



















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