Abstract
Seit den Arbeiten von Ernest A. Wallis Budge (1923), Adolf Erman (1924) und Hugo Gressmann (ZAW 42, 1924) hat sich die Forschung immer wieder mit der Frage des Verhältnisses der Lehre des Amenemope zu Prov 22,17–24,22 befasst. Der Aufsatz untersucht in seinem ersten Teil dieses Verhältnis und zeigt in einer ausführlichen Analyse sowohl deutliche Gemeinsamkeiten als auch signifikante Unterschiede zwischen den Texten auf. Diese können jedoch nicht mit einer direkten literarischen Abhängigkeit erklärt werden, sondern vielmehr mit einem Lektüreverfahren, das in der ägyptischen Tradition begegnet und im Schulbetrieb angelegt ist. So wird der zweite Teil des Beitrags den Nachweis führen, daß der Autor der Proverbienpassage mit der ihm schriftlich vorliegenden Lehre des Amenemope so verfährt, wie es der Verfasser der ägyptischen Lehre mit den ihm bekannten Texten tat.



















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