Zur Begründung der Freiheit

and Roland Vaubel

Zusammenfassung

Bei der Rechtfertigung der Freiheit geht es um die Optimierung des Wissens und der Anreize. Freiheit dient der optimalen Nutzung des vorhandenen Wissens und der optimalen Produktion neuen Wissens, und sie gibt dem handelnden Individuum die bestmöglichen Anreize. Der Verfasser analysiert die Geschichte dieser Rechtfertigungen. Informationsökonomische Begründungen verdanken wir Adam Smith, Jeremy Bentham, Wilhelm von Humboldt, John Stuart Mill, Friedrich von Hayek und Karl Popper. Anreiztheoretische Begründungen finden sich bei Thomas von Aquin, Adam Smith und James Mill. Der Verfasser wendet sich gegen den Versuch, die Freiheit oder das Recht auf Eigentum evolutionstheoretisch mit der natürlichen Auslese zu rechtfertigen. Schließlich geht er der Frage nach, inwieweit das klassische Freiheitsziel mit anderen Zielen – dem Effizienzziel, der staatlichen Durchsetzung von Verträgen, der individuellen Wahlfreiheit, der politischen Partizipation und dem sozialistischen Freiheitsbegriff – vereinbar ist.

1 Natürliche Auslese als Begründung der Freiheit?

Muss man Freiheit begründen? Ist Freiheit nicht etwas ganz Selbstverständliches und Natürliches? Freiheit ist nicht der ursprüngliche Naturzustand der Menschheit. Der Naturzustand ist die Anarchie. In der Anarchie ist die Freiheit des Einzelnen nicht geschützt. Insofern ist Freiheit nichts Natürliches. Sie muss organisiert und begründet werden. Man kann sich der Notwendigkeit einer Begründung nicht dadurch entledigen, dass man die Freiheit zum vernunftgemäßen Naturrecht erklärt. Wer dies tut, muss darlegen, weshalb das Recht auf Freiheit natürlich und vernünftig ist. Freiheit ist nur dann vernünftig, wenn sie einem Zweck dient. Die Forderung nach Freiheit muss dann mit diesem Zweck begründet werden.

Aber die Freiheit kann insofern natürlich sein, als sie einer natürlichen Auslese – der Evolution – entspringt. Der Evolutionsprozess der Freiheit ist ein wichtiges Thema bei Hayek. Hayek baut auf Hume auf, aber es gibt interessante Unterschiede. Hume schreibt in seiner „Enquiry concerning the Principles of Morals“ (1752): „[...] the rules of equity or justice owe their origin and existence to that utility which results to the public from their strict and regular observance. [...] Public utility is the sole origin of justice“ (S. 39, 35).

„Justice“ ist bei Hume „civil justice“ und beinhaltet den Schutz des Eigentums und die Durchsetzung von Verträgen. Das Eigentumsrecht ist ein Freiheitsrecht. Hume bezieht sich daher auch auf die Freiheit. Was ist mit „public utility“ gemeint? Hume fährt fort: „Common interest and utility beget infallibly a standard of right and wrong. [...] The circumstance of utility, in all subjects, is a source of praise and approbation: [...] it is constantly appealed to in all moral decisions. [...] What theory of morals can ever serve a useful purpose, unless it can show, by a particular detail, that all the duties which it recommends, are also the true interest of each individual?“ (S. 59, 76, 119)

Damit ist klar: „public utility“ ist „the common interest“, d. h., „the interest of each individual“. Anders als bei Jeremy Bentham und John Stuart Mill wird nicht der Nutzengewinn des Einen gegen den Nutzenverlust des Anderen aufgerechnet, was empirisch unmöglich ist. Eine Handlung ist nur dann im gemeinsamen Interesse, wenn alle gewinnen oder zumindest niemand verliert und mindestens einer gewinnt – also eine „Pareto-Verbesserung“ zustande kommt. Ein weiterer Unterschied zu Bentham und Mill besteht darin, dass Hume’s Utilitarismus nicht als normative, sondern als positive Theorie zu klassifizieren ist. Hume will nicht werten, sondern Zweierlei erklären: auf der logischen oder semantischen Ebene, was mit moralischen Werturteilen gemeint ist („is appealed to“), und auf der empirischen Ebene, weshalb sich welche Moral durchsetzt („origin“).

Hayek stimmt Hume’s Moraltheorie zu und interpretiert sie darwinistisch (sein Vater war Biologieprofessor in Wien):

„Utilitarianism appears in its first and legimitate form in the works of the same David Hume who [...] showed that certain abstract rules of conduct came to prevail because those groups who adopted them became as a result more effective in maintaining themselves“ (1967, S. 88).

„We can’t have any morals we like or dream of. Morals, to be viable, must satisfy certain requirements. [...] What is required is not mere consistency. A system of morals also must produce a functioning order, capable of maintaining the apparatus of civilisation which it presupposes“ (1976a, S. 98).

„Die Entwicklung der Moral ist ein Anpassungsprozess und nicht, wie die rationalistischen Theoretiker glauben, ein Ergebnis bewusster menschlicher Entscheidung. Jene Gruppen, die das Glück hatten, aus irgendeinem Grund die richtigen [sic!] Handlungsgewohnheiten zu erwerben, haben sich damit die Möglichkeit geschaffen, sich schneller zu entwickeln als andere Gruppen. [...] Meine Behauptung ist, dass sich diese moralischen Anschauungen durchgesetzt haben, weil jene, die das Privateigentum anerkannten, sich viel schneller vermehrt haben als all die anderen” (1983, S. 106 ff.).

Das letzte dieser drei Hayek-Zitate weicht in zweierlei Hinsicht von Hume ab. Zum einen bewertet Hayek das Ergebnis der Evolution, wenn er von den „richtigen Handlungsgewohnheiten“ spricht. Er vertritt – anders als Hume – eine Moraltheorie, die nicht nur positiv, sondern auch normativ ist. Damit folgt er Charles Darwin, der 1871 in seinem Buch „The Descent of Man ...“ voller Optimismus erklärt hatte: „At all times throughout the world tribes have supplanted other tribes; and as morality is one important element in their success, the standard of morality and the number of well-endowed men will thus everywhere tend to rise and increase“ (1871, S. 500). Dieser normative Sozialdarwinismus ist problematisch. Die stärkste Gruppe ist nicht unbedingt die beste. Der Faschismus war eine direkte Ausgeburt des normativen Sozialdarwinismus. Die natürliche Auslese taugt nicht als Begründung – d. h. Rechtfertigung – der Freiheit. Sie ist nur eine plausible Erklärung der Freiheit.

Zum anderen weicht Hayek von Hume ab, wenn er behauptet, dass „die Entwicklung der Moral [...] nicht [...] ein Ergebnis bewusster menschlicher Entscheidung“ sei. Demgegenüber schreibt Hume in der „Enquiry“: „As [civil] justice evidently tends to promote utility and to support civil society, the sentiment of justice is either derived from our reflecting on that tendency or, like hunger [...] and other passions, arises from a simple original instinct“ (1752, S. 51).

Hayeks Freund Karl Popper macht sich in „The Poverty of Historicism“ (1957) Hume’s Sichtweise zu eigen: „Only a minority of social institutions are consciously designed, while the vast majority have just ‘grown’ as the undesigned results of human actions“ (S. 65).

Aber es gibt auch Zitate, in denen Hayek selbst einräumt, dass einzelne soziale Verhaltensregeln das Ergebnis bewusster Reflexion sein können: „While the rules on which a spontaneous order rests may also be of spontaneous origin, this need not always be the case. [...] It is possible that an order which would still have to be described as spontaneous rests on rules which are entirely the result of deliberate design“ (1973, S. 45 f.). Wahrscheinlich ist damit gemeint, dass sich die Menschen zwar einzelne Regeln gut überlegen, aber das Zusammenwirken der Regeln nicht überblicken. Im Lichte dieses Zitats ist zu vermuten, dass Hayek lediglich behaupten wollte, dass die Entwicklung der Moral nicht als Ganzes ein Ergebnis bewusster menschlicher Entscheidung ist. Auch in dem folgenden Zitat aus „Law, Legislation and Liberty“ (1976a) unterstellt Hayek, dass die Menschen ihre Verhaltensregeln gezielt verbessern können: „The aim in altering or developing [rules of just conduct] should be to improve as much as possible the chances of anyone selected at random“ (S. 129, ähnlich S. 132).

Trotzdem widerspricht dies Hume, denn Hayek stellt hier nicht auf das gemeinsame Interesse der Individuen ab, sondern auf den Erwartungswert – d. h. den Durchschnitt – des kollektiven Nutzens. Es handelt sich also um eine probabilistische Variante des Benthamschen Utilitarismus, den Hayek vor 1976 stets abgelehnt hat, weil interpersonelle Nutzenvergleiche empirisch nicht möglich sind. Auch hier also ein Dissens zu Hume.

Als Zwischenergebnis ist festzuhalten:

  1. Die natürliche Auslese der Evolutionstheorie ist keine Begründung – d. h. Rechtfertigung – der Freiheit, sondern nur eine mögliche Erklärung der Freiheit.
  2. Wir müssen das Freiheitsziel moralisch begründen.
  3. Wir können dabei nur erfolgreich sein, wenn wir zeigen, dass die Freiheit im gemeinsamen Interesse der Individuen ist, d. h., dass die freiheitliche Ordnung in der Regel und langfristig günstiger als a) die Anarchie und b) die staatliche Bevormundung ist.
  4. Wenn unterstellt wird, dass jeder Mensch sein Interesse richtig einschätzt, so kann man auch sagen: wir müssen zeigen, dass sich die Menschen in einem fiktiven Gesellschaftsvertrag auf die freiheitliche Ordnung einigen könnten.

2 Das klassische Freiheitsziel

Die folgende Rechtfertigungsanalyse bezieht sich auf das klassische Freiheitsziel. Es besteht aus zwei Komponenten:

  1. a)Der Staat schützt jeden Bürger vor Übergriffen der Anderen – sowohl anderer Bürger (innere Sicherheit) als auch Fremder (äußere Sicherheit).
  2. b)Der Staat übt nur insoweit Zwang aus, als dieser notwendig ist, um den einzelnen Bürger vor Übergriffen anderer zu schützen.

Das klassische Freiheitsziel entspricht dem Selbstbestimmungsprinzip. Es handelt sich um ein Freiheitsrecht, das allen Menschen in gleicher Weise zukommen kann und sollte. Die klassische Freiheit ist die größte Freiheit, die „mit der Freiheit anderer bestehen kann“ (Kant 1784, S. 59). Ziel ist es, die Herrschaft des Menschen über den Menschen auf ein Minimum zu reduzieren – auf das Minimum, das zur Bewahrung der Freiheit unerlässlich ist.

Die klassische Freiheit schließt negative externe Effekte aus und trägt dadurch auch zur ökonomischen Effizienz bei. Aber sie geht nicht – wie viele Ökonomen meinen – im Effizienzziel auf. Das Freiheitsziel steht neben dem ökonomischen Effizienzziel. Dafür gibt es mindestens zwei Gründe: Zum einen hilft das Coase-Theorem. Danach ist die ökonomische Effizienz gewahrt, wenn der negative externe Effekt durch Kompensationszahlungen des potentiell Geschädigten abgewendet wird. Da der potentiell Geschädigte vom potentiellen Schädiger erpresst wird, für die Unterlassung der Schädigung zu zahlen, kann aber von Freiheit keine Rede sein. Die ökonomische „Internalisierung“ des negativen Effekts schafft zwar Effizienz, aber diese kann mit dem Freiheitsziel kollidieren. Zum anderen legt das Effizienzziel nahe, nicht nur negative, sondern auch positive externe Effekte zu internalisieren. Um die positiven externen Effekte durch Vergabe von Subventionen vergüten zu können, müsste der Staat zusätzliche Steuern erheben – also zusätzlichen Zwang ausüben, der nicht durch das klassische Freiheitsziel gedeckt ist. Da das klassische Freiheitsziel neben dem ökonomischen Effizienzziel steht, ist das ökonomische Effizienzziel nur ein Teilaspekt der gesellschaftlichen Pareto-Effizienz, die ein Gesellschaftsvertrag herstellen würde.

Das klassische Freiheitsziel haben sich zum Beispiel John Locke, Wilhelm von Humboldt und John Stuart Mill zu eigen gemacht:

John Locke, Second Treatise on Civil Government, 1690: „Government has no other end, but the preservation of property“, i. e., „lives, liberties and estates, which I call by the general term – property“ (Z. 94, 123).

Wilhelm von Humboldt, Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen, 1792: „Der Staat enthalte sich aller Sorgfalt für den positiven Wohlstand der Bürger und gehe keinen Schritt weiter, als zu ihrer Sicherstellung gegen sich selbst und gegen auswärtige Feinde notwendig ist – zu keinem anderen Endzwecke beschränke er ihre Freiheit“ (S. 44).

John Stuart Mill, On Liberty, 1859: „The only purpose for which power can be rightfully exercised over any member of a civilised community against his will is to prevent harm to others“ (S. 135).

Die internationale Dimension des klassischen Freiheitsziels hat Friedrich von Hayek in „The Road to Serfdom“ (1944) verdeutlicht:

There must be a power which can restrain the different nations from action harmful to their neighbours, a set of rules what a state may do, and an authority capable of enforcing these rules. The powers which such an authority would need are mainly of a negative kind, it must above all be able to say ‘No’ to all sorts of restrictive measures. [...] But this does not mean that a new superstate must be given powers which we have not learned to use intelligently even on a national scale, that an international authority ought to be given power to direct individual nations how to use their resources. (S. 231 f.)

Das gilt auch für eine „international monetary authority“ und einen European „superstate“: „I prefer the freeing of all dealings in money to any sort of monetary union because the latter would demand an international monetary authority which I believe is neither practicable nor even desirable“ (Hayek 1976 b, S. 21).

3 Freiheit versus Anarchie

Der Weg von der Anarchie zum Gesellschaftsvertrag ist seit Thomas Hobbes weithin bekannt und bedarf daher keiner ausführlichen Erörterung. Weshalb kann man sich im Gesellschaftsvertrag auf den freiheitlichen Rechtsstaat einigen? Weil die klassische Freiheit jedem Bürger zustehen kann, ist es zum einen logisch möglich, sie in einem Gesellschaftsvertrag zu vereinbaren. Weil der Übergang von der Anarchie zur klassischen Freiheit den Menschen die Kosten des Krieges und der Aufrüstung erspart, ist es zum anderen empirisch möglich, wenn nicht gar wahrscheinlich, dass die freiheitliche Ordnung in einem Gesellschaftsvertrag (wenn nötig, mit Seitenzahlungen) vereinbart würde. An die Stelle der Kriegs- und Rüstungskosten treten aber nun die Kosten der Kontrolle des staatlichen Gewaltmonopols und die Kosten des verbleibenden Kontrollversagens. Die Friedensdividende ist entsprechend geringer.

Wichtig ist: die Ablösung der Anarchie durch die freiheitliche Ordnung nützt den Schwachen mehr als den Starken, denn die Schwachen werden nun nicht mehr von den Starken unterdrückt. An die Stelle der „Ellbogengesellschaft“ tritt die „Zustimmungsgesellschaft“. Verträge werden geschlossen, ein Markt entsteht. Weil die Schwachen mehr gewinnen als die Starken, ist die Marktwirtschaft schon für sich genommen sozial (Hayek). „Soziale Marktwirtschaft“ ist ein Pleonasmus, d. h., doppelt gemoppelt.

Der Gesellschaftsvertrag ist nicht nur im Interesse aller, er maximiert auch das gemeinsame Interesse im Sinne eines Pareto-Optimums: Keiner kann noch besser gestellt werden, ohne dass ein anderer schlechter gestellt wird.

4 Freiheit versus staatliche Bevormundung

Wenn die moralische Begründung der klassischen Freiheit auf das Gemeinwohl im Sinne des gemeinsamen Interesses abstellen muss, sind erstens das Interesse des handelnden Individuums und zweitens die Interessen der Anderen zu berücksichtigen.

4.1 Das Interesse des handelnden Individuums

Die Gründe, die aus der Sicht des handelnden Individuums für die klassische Freiheit sprechen, beziehen sich zum einen auf die Nutzung des vorhandenen Wissens und zum anderen auf die Optimierung der Anreize.

Die informationsökonomische Begründung

Von Jeremy Bentham (1789) stammt der Satz: „Every man is a better judge of what is conducive to his own well-being than any other man can be“ (S. 131). Das mag in den meisten Fällen zutreffen, aber es gibt zahlreiche Ausnahmen von der Regel. Es kommt durchaus vor, dass jemand sein Interesse falsch einschätzt und dass jemand anderes dies erkennt. Was jeder selbst am besten kennt, sind die eigenen Präferenzen, aber nicht unbedingt die geeigneten Mittel zu ihrer Befriedigung.

Realistischer ist der Spruch, der Abraham Lincoln zugeschrieben wird: „You can fool all people some of the time and some people all the time, but you cannot fool all people all the time.“ Das Argument muss daher anders lauten: Jeder kennt seine Präferenzen besser als der Staat. Die Vielfalt der Präferenzen ist groß. Der Staat weiß nicht, ihr Rechnung zu tragen. Diese Begründung der Freiheit findet sich bei Wilhelm von Humboldt (1792): „Die Sorgfalt des Staats für das positive Wohl der Bürger ist [...] schädlich, weil sie auf eine gemischte Menge gerichtet werden muss und daher dem Einzelnen durch Maßregeln schadet, welche auf einen jeden von ihnen nur mit beträchtlichen Fehlern passen“ (S. 37).

Es gibt kein operationales Verfahren, dass es dem Staat erlauben würde, die Fälle zu identifizieren, in denen ein Bürger sein Interesse falsch einschätzt (ohne offensichtlich geisteskrank zu sein), und zu bestimmen, wer das Interesse des betreffenden Bürgers besser beurteilen kann. Das Informationsproblem spricht auch deshalb für die freie Entscheidung am Markt, weil der Preismechanismus das weit verstreute Wissen um individuelle Präferenzen und Angebotsbedingungen in Form einfachster Knappheitssignale aggregiert – weit effizienter, als es staatliche Planung je tun könnte. Der Locus Classicus für dieses Argument ist Hayeks Aufsatz „The Use of Knowledge in Society“ (American Economic Review, 1945).

Die anreiztheoretische Begründung

Adam Smith begründet das Freiheitsziel in seiner „Theory of Moral Sentiments“ (1759) anreiztheoretisch: „Every man [...] is much more deeply interested in whatever immediately concerns himself than any other man. [...] And as he is fitter to take care of himself than any other person it is fit and right that it should be so“ (Part II, Sect. II, Ch. 2).

Beschränkt auf das Eigentumsrecht findet sich diese Einsicht bereits bei Scholastikern wie Thomas von Aquin (1268): „Weil die Menschen mehr Sorge auf das verwenden, was ihnen gehört, gewährleistet das Privateigentum eine bessere Nutzung der Güter im Sinne des Gemeinwohls.“ Die Kirche begründet ihr Eintreten für das Privateigentum anreiztheoretisch.

James Mill, der Vater von John Stuart Mill und enger Freund von Jeremy Bentham, argumentiert in seinem „Essay on Government“ (1820), dass die anreiztheoretische Begründung der Freiheit auch dort greift, wo die informationsökonomische Begründung versagt. Denn selbst wenn andere besser wüssten, was für mich gut ist, so würden sie doch nicht tun, was für mich gut ist, sondern was für sie selbst gut ist. Dieser Fehlanreiz bestehe – so Mill – auch und gerade dann, wenn die besser informierten Anderen staatliche Akteure sind. Damit ist James Mill Vater der Public Choice Schule: Politiker und Bürokraten verfolgen ihr Eigeninteresse, und dieses stimmt selten mit dem Interesse der Bürger überein.

Was ist das größere Problem („evil“): der Fehlanreiz der Regierenden oder die Unwissenheit der Bürger? James Mill hat eine eindeutige Antwort:

The choice is placed between the evils which will be produced by design – the design of those who have the power of oppressing the rest of the community and an interest of doing it – and the evils which may be produced by mistake. [...] The evils which are the produce of interest and power united [...] are altogether incurable. [...] The evils which arise from mistake are not incurable; for [...] knowledge is a thing which is capable of being increased. (S. 89)

Kurz: der Fehlanreiz bei den staatlichen Akteuren ist unheilbar, die Unwissenheit der Bürger nicht. Deshalb ist die Freiheit der Bevormundung vorzuziehen. Mills Argument überzeugt, wo es um individuelle Entscheidungen geht. Aber gilt es auch bei politischen Entscheidungen? In der Massendemokratie ist das Gewicht der einzelnen Stimme so gering, dass der einzelne Bürger kein Interesse hat, sich hinreichend über politische Inhalte und geeignete Kandidaten zu informieren. Das ist die sogenannte „rationale Unwissenheit“ der Wähler. Damit ist aber nicht nur der Fehlanreiz der Regierenden, sondern auch die politische Unwissenheit der Regierten „unheilbar“. Joseph Schumpeter hat es in seinem Buch „Capitalism, Socialism and Democracy“ (1943) so ausgedrückt: „The reduced sense of responsibility [...] explains the ordinary citizen’s ignorance and lack of judgement in matters of domestic and foreign policy. [...] Without the initiative that comes from immediate responsibility, ignorance will persist in the face of masses of information however complete and correct.“ (S. 261 f.)

Je mehr Menschen über eine Entscheidung abstimmen, desto schlechter sind sie informiert. Hegels „kollektive Vernunft“ gibt es nicht. Gegen politische Unwissenheit hilft nur Dezentralisierung. Am stärksten ist der Anreiz sich gut zu informieren, wenn der Einzelne sein Leben selbst bestimmen kann.

Zwischenergebnis: Die freiheitliche Ordnung nützt dem handelnden Individuum, weil es seine Wünsche selbst am besten kennt und auch selbst den stärksten Anreiz hat, seinen Wünschen entsprechend zu handeln.

4.2 Das Interesse der Anderen

Die Freiheit des handelnden Individuums nützt auch den Anderen. In Hayeks Worten: „The benefits of freedom are [...] not confined to the free“ (1960, S. 32). Der Freie nützt den Anderen sowohl absichtlich als auch unabsichtlich: absichtlich, weil die freiheitliche Ordnung den Wohlstand erhöht und Reiche mehr spenden als Arme; unabsichtlich, weil die freiheitliche Ordnung die Innovationsfähigkeit der Gesellschaft stärkt. Auf dreierlei Weise wirkt sich die Innovation des Einen auf die Anderen aus.

Positive externe Effekte neuen Wissens

Erstens können die Innovationen der Erfolgreichen von den Anderen nachgeahmt werden. Kein Patent währet ewiglich. In der freiheitlichen Ordnung entsteht ein Wettbewerb der Experimente. Je mehr experimentiert wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Innovationen. Diese Einsicht geht auf John Stuart Mill (1859) zurück:

As it is useful that, while mankind are imperfect, there should be different opinions, so it is that there should be different experiments of living; that free scope should be given to varieties of character, short of injury to others. [...] Where not the person’s own character but the traditions of other people are the rule of conduct, there is wanting [...] the chief ingredient of individual and social progress. (S. 185)

In Hayeks „Constitution of Liberty“ (1960) wird deutlich, dass es sich dabei um positive externe Effekte handelt:

„The existence of individuals and groups simultaneously observing partially different rules provides the opportunity for the selection of the more effective ones.“ (S. 63)

„The successful combination of knowledge and aptitude is not selected by common deliberation, by people seeking a solution to their problems through a joint effort; it is the product of individuals imitating those who have been more successful.“ (S. 28)

„New ideas start among a few and gradually spread until they become the possession of a majority who know little of their origin.“ (S. 112)

Diese Begründung der Freiheit ist informationsökonomisch, aber nicht statisch, sondern dynamisch. Es geht hier nicht wie im vorhergehenden Abschnitt um die effiziente Nutzung des vorhandenen Wissens durch den Preismechanismus, sondern um die Entdeckung und Verbreitung neuen Wissens.

Diversifikation der Innovationsrisiken

Zweitens erlaubt die Vielfalt der individuellen Experimente der freiheitlichen Gesellschaft, das Innovationsrisiko zu diversifizieren. Deshalb ist die freiheitliche Gesellschaft stabiler und innovationsfreudiger. Dieses Argument ist Karl Poppers Buch „The Open Society and its Enemies“ (1945) entlehnt. Popper bezieht es nicht auf individuelle, sondern auf gesellschaftliche Experimente, aber es gilt genauso für individuelle Experimente. Popper plädiert auf der Ebene der Gesellschaft für „piecemeal engineering“ anstelle von Großexperimenten, für Reform statt Revolution, und er begründet das unter anderem wie folgt: „Blueprints for piecemeal engineering [...] are blueprints for single institutions. [...] If they go wrong, the damage is not very great and a readjustment not very difficult. They are less risky [...]“ (Bd. 1, S. 159).

Auch die vielen kleinen individuellen Experimente, die in der freiheitlichen Ordnung unternommen werden, sind eine Form des „piecemeal engineering“.

Die kostensenkenden und qualitätsverbessernden Innovationen gewinnorientierter Produzenten nützen auch den Konsumenten

Drittens nützt der Innovationswettbewerb der gewinnorientierten Produzenten den Konsumenten, weil er die Kosten und Preise senkt und die Qualität verbessert. Dabei haben die Produzenten nicht die Absicht, den Konsumenten Gutes zu tun. Adam Smith spricht deshalb in „The Wealth of Nations“ (1776) von einer „unsichtbaren Hand“:

„It is not from the benevolence of the butcher, the brewer or the baker that we expect our dinner but from their regard to their own interest.“ (Book I, Ch. II)

„Every individual [...] neither intends to promote the public interest, nor knows how much he is promoting it. [...] He intends only his own gain, and he is in this, as in many other cases, led by an invisible hand to promote an end which was no part of his intention. [...] By pursuing his own interest he frequently promotes that of society more effectually than when he really intends to promote it.“ (Book IV, Ch. II)

Der Grundgedanke findet sich übrigens – weniger deutlich – bereits in Smiths „Theory of Moral Sentiments“ (1759): „The rich [...], in spite of their natural selfishness and rapacity, [...] divide with the poor the produce of all their improvements.“ (Part IV, Ch. I). Technisch betrachtet besagt die Smithsche Begründung, dass kostensenkende Innovationen die Konsumentenrente erhöhen. Denn wenn sich im Marktdiagramm die Grenzkostenkurve (Angebotskurve) nach unten verschiebt, wandert ihr Schnittpunkt mit der Nachfragekurve nach rechts unten, und die Konsumentenrente – der Überschuss der marginalen Zahlungsbereitschaft über den sich im (kurzfristigen) Gleichgewicht einstellenden Marktpreis – steigt. Graphisch: das Feld unter der Nachfragekurve oberhalb des Marktpreises wird größer. Selbstverständlich vergrößert sich gleichzeitig das Feld unter dem Marktpreis und oberhalb der Grenzkostenkurve – die Produzentenrente, d. h. der Gewinn der Produzenten.

Zu Adam Smiths Zeiten gab es das Konzept der Konsumentenrente noch nicht, sonst hätte er sich wahrscheinlich weniger religiös ausgedrückt. Es wurde erst 1844 von dem französischen Marginalisten Dupuit entwickelt. Der Begriff („consumer surplus“) stammt von Alfred Marshall. Die innovationsbedingte Erhöhung der Konsumentenrente ist kein positiver externer Effekt im ökonomischen Sinne, denn sie vollzieht sich durch den Markt. Interdependenz durch den Markt ist keine Ursache von Ineffizienzen, sondern im Gegenteil effizient. Externe Effekte wirken dagegen nicht durch den Markt und führen gerade deswegen zu Ineffizienz.

5 Kompatible und konkurrierende Ziele

Man kann neben dem Freiheitsziel noch andere Ziele haben – zum Beispiel Effizienzziele oder Verteilungsziele. Würden sie Abstriche beim klassischen Freiheitsziel erfordern?

Staatliche Durchsetzung privater Verträge

David Hume sieht in der Durchsetzung privater Verträge eine zusätzliche Aufgabe des Staates, weil nur er über die dafür erforderlichen Zwangsmittel verfügt. Diese zusätzliche Staatsaufgabe ist mit dem klassischen Freiheitsziel voll vereinbar, wenn die Vertragschließenden frei entscheiden können, ob und inwieweit sie die staatliche Zivilgerichtsbarkeit privaten Schiedsgerichten vorziehen.

Politische Partizipation (Demokratie)

Das Recht auf politische Partizipation ist mit dem klassischen Freiheitsziel verwandt, denn beide folgen aus dem Selbstbestimmungsrecht. Linguistisch hat man versucht, der (klassischen) Freiheit von Zwang ein weiteres Freiheitsziel – die „Freiheit zu politischer Partizipation“ – an die Seite zu stellen (Rousseau). Das ist unglücklich, weil es verwirrt. Denn dann sind zwei Freiheitsbegriffe zu unterscheiden, und es kommt zu Verwechslungen.

Das klassische Freiheitsziel und das Demokratieziel sind nur dann voll miteinander vereinbar, wenn freiheitsbeschränkende Gesetze nicht mit Mehrheit, sondern nur einstimmig beschlossen werden können. Andernfalls droht eine „Tyrannei der Mehrheit“ (Hume, Madison, de Tocqueville, John Stuart Mill, Wicksell und andere). Das klassische Freiheitsziel spricht dagegen, dass Gesetze, die die Freiheit beschränken, mit einfacher Mehrheit beschlossen werden können.

Wettbewerbspolitik (Ordoliberalismus)

Die Wettbewerbspolitik kann nicht mit dem klassischen Freiheitsziel gerechtfertigt werden. Sie widerspricht ihm sogar, denn sie greift in die Vertragsfreiheit – z. B. von Kartellisten – ein. Deshalb haben sich Hayek und Mises meines Wissens nicht für eine staatliche Wettbewerbspolitik eingesetzt.

Die staatliche Wettbewerbspolitik kann nur mit dem Effizienzziel gerechtfertigt werden. Aber sie basiert wie das klassische Freiheitsziel auf der uralten – vor allem jüdischen und römischen – ethischen Maxime, dass man anderen Menschen keinen Schaden zufügen darf (die Zehn Gebote des Alten Testaments, der Talmud, für die römische Republik: Cicero). Wer seine Vertragsfreiheit dazu benutzt, ein Kartell, Monopol oder Monopson zu etablieren, schließt Verträge zu Lasten Dritter – er schadet anderen.

Staatliche Vergütung positiver externer Effekte (einschließlich Finanzierung öffentlicher Güter)

Das ökonomische Effizienzziel kann nicht nur – wie das Freiheitsziel – ein staatliches Verbot negativer externer Effekte rechtfertigen, es kann auch – wie im zweiten Abschnitt erwähnt – staatliche Subventionen zur Internalisierung positiver externer Effekte rechtfertigen. Aber die Besteuerung, die zur Finanzierung der Subventionen notwendig ist, geht – wie ebenfalls erwähnt – zu Lasten der klassischen Freiheit. Außerdem sind die Kosten des Staatsversagens zu berücksichtigen. Aus beiden Gründen ist es nicht im gemeinsamen Interesse der Bürger, dass der Staat jede kleine positive Externalität vergütet oder jedes beliebige öffentliche Gut finanziert.

Das sozialistische Freiheitsziel

Wie verhält sich das klassische Freiheitsziel zum „sozialistischen Freiheitsziel“? Das sozialistische Freiheitsziel stammt von Karl Marx. Er hat es im dritten Band seines monumentalen Werkes „Das Kapital“ (1894) definiert:

Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört. [...] Die Freiheit kann nur darin bestehen, dass der vergesellschaftete Mensch, die assoziierten Produzenten, ... ihren Stoffwechsel mit der Natur [d. h. den Produktionsprozess] rationell regeln, unter ihre gemeinschaftliche Kontrolle bringen, statt von ihm als von einer blinden Macht beherrscht zu werden; ihn mit dem geringsten Kraftaufwand und unter den ihrer menschlichen Natur würdigsten und adäquatesten Bedingungen vollziehen.“ (S. 828)

Der sozialistische Freiheitsbegriff ist also eine Kombination aus einem – höchst problematischen – Effizienzziel („gemeinschaftliche Kontrolle“, d. h. entweder Verstaatlichung oder Arbeiterselbstverwaltung) und einem Verteilungsziel (Überwindung der „Not“). Das sozialistische Freiheitsziel steht daher nicht – wie das klassische Freiheitsziel – eigenständig neben möglichen Effizienz- und Verteilungszielen. Es ist selbst Effizienz- und Verteilungsziel und somit als Freiheitsziel redundant. Es steigert die Begriffsverwirrung.

Die Sozialisten haben das Freiheitsziel in ein Effizienz- und Verteilungsziel umdefiniert, weil sie sich die positive Bewertung, die die Freiheit beim Volk genießt, für ihre Zwecke zunutze machen wollen und weil sie es für aussichtslos halten, die Menschen von ihrem tief verwurzelten Wunsch nach Freiheit abzubringen. Die Sozialisten versuchen, den Freiheitsbegriff für ihre Zwecke umzufunktionieren. Um ihrem sozialistischen Freiheitsziel gegenüber dem klassischen Freiheitsziel mehr Gewicht zu verleihen, bezeichnen sie ihren Freiheitsbegriff als „materielle“ Freiheit und die klassische Freiheit als lediglich „formale Freiheit“ oder die sozialistische Freiheit als „positive Freiheit“ und die klassische als „negative Freiheit“.

6 Fazit

Wir sind gefordert, das Freiheitsziel offensiv zu begründen. Wir müssen versuchen zu zeigen, dass die Freiheit im gemeinsamen Interesse aller Menschen ist. Die Freiheit dient zum einen der optimalen Produktion und Nutzung von Wissen und zum anderen der Optimierung der Anreize. Danach sortiere ich zum Schluss die Begründungen.

Optimierung des Wissens:

  1. In der freiheitlichen Ordnung wird das vorhandene Wissen um die eigenen Präferenzen und die ökonomischen Knappheitsverhältnisse bestmöglich genutzt (Bentham, Hayek).
  2. Weil jeder selbst entscheidet, kommt es zu einer Vielzahl von Experimenten und einem Wettbewerb der Innovationen, die früher oder später von allen genutzt werden können (John Stuart Mill, Hayek).
  3. Die Diversifikation der Experimente senkt das Innovationsrisiko (Popper).
  4. Kostensenkende und qualitätssteigernde Innovationen nützen nicht nur den Produzenten, sondern auch den Konsumenten (Adam Smith).

Der erste dieser Effekte ist statisch (vorhandenes Wissen), die anderen sind dynamisch (neues Wissen).

Optimierung der Anreize:

  1. In der freiheitlichen Ordnung stimmen die Anreize, weil jeder für sich selbst entscheidet (Thomas von Aquin, Adam Smith, James Mill).
  2. Das Gewinnstreben gibt den Produzenten den Anreiz, die Konsumenten so gut und billig wie möglich zu bedienen (Adam Smith).
  3. Weil die freiheitliche Ordnung den Wohlstand vergrößert, stärkt sie den Anreiz, die Leistungen anderer nachzufragen und für wohltätige Zwecke zu spenden – ganz gleich, ob die Spenden altruistischen oder eigennützigen Beweggründen entspringen.

Literatur

  • Aquin, Thomas von (1268), Summa Theologica. In: Bernhart, J. (Hg.), Summe der Theologie. Bd. 2: Die sittliche Weltordnung, Stuttgart.

  • Bentham, Jeremy (1789), An Introduction to the Principles of Morals and Legislation. In: Burns, J. H. und H. L. A. Hart (Hg.) (1998), The Collected Works of Jeremy Bentham. Oxford.

  • Darwin, Charles (1871), The Descent of Man and Selection in Relation to Sex. London.

  • Hayek, Friedrich A. von (1944), The Road to Serfdom. Chicago.

  • Hayek, Friedrich A. von (1945), The Use of Knowledge in Society. In: American Economic Review, 35(4), S. 519–530.

  • Hayek, Friedrich A. von (1960), The Constitution of Liberty. London/Henley.

  • Hayek, Friedrich A. von (1967), Kinds of Rationalism. In: Hayek, Friedrich A. von (1967), Studies in Philosophy, Politics, and Economics. Chicago, S. 82–95.

  • Hayek, Friedrich A. von (1973), Law, Legislation and Liberty. Bd. 1: Rules and Order, London/Henley.

  • Hayek, Friedrich A. von (1976a), Law, Legislation and Liberty. Bd. 2: The Mirage of Social Justice, London/Henley.

  • Hayek, Friedrich A. von (1976b), Choice in Currency, Institute of Economic Affairs. Occasional Papers 48, London.

  • Hayek, Friedrich A. von (1983), Evolution und spontane Ordnung. In: Kerber, W. (Hg.) (1996), Die Anmaßung von Wissen. Tübingen, S. 102–113.

  • Humboldt, Wilhelm von (1792), Idee zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen. Stuttgart: Reclam (1962).

  • Hume, David (1752), An Enquiry concerning the Principles of Morals. In: McIntyre, A. (Hg.) (1965), Hume’s Ethical Writings. New York/London.

  • Kant, Immanuel (1784), Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht. In: Rossmann, K. (Hg.) (1959), Deutsche Geschichtsphilosophie von Lessing bis Jaspers. Birsfelden-Basel, S. 44–64.

  • Locke, John (1690), Second Treatise of Civil Government. In: Gough, J. W. (Hg.) (1948), John Locke: The Second Treatise of Civil Government and A Letter concerning Toleration. Oxford.

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