Let’s keep it serious

Wie aus Spiel ernste digitale Bewahrung wird

Andreas Lange 1  and Dr. Winfried Bergmeyer 2
  • 1 Direktor Computerspielemuseum, Karl-Marx-Allee 93 a, D-10243 Berlin
  • 2 Sammlungsmanager Computerspielemuseum, Karl-Marx-Allee 93 a, D-10243 Berlin

Abstract:

Schon immer waren Fans Vorreiter bei der Bewahrung von Kulturgütern, die gerade erst dabei sind, sich als solche zu etablieren. So wurde die Idee, Filme zu bewahren, zuerst maßgeblich von den Filmliebhabern wie Henri Langois, dem späteren Gründer der Cinémathèque francaise, vorgeschlagen. Und so ist auch die Idee der Bewahrung von Computerspielen zuerst maßgeblich von den Liebhabern der Spiele aufgebracht worden. Doch ist die sogenannte Retrogamercommunity nicht nur an der Entstehung der Bewahrungsidee beteiligt, sondern auch zu wesentlichen Teilen an der Entwicklung von Strategien und an der Herstellung von Werkzeugen. Aufgrund ihrer Affinität zur digitalen Kultur und Technik waren es vor allem die Gamer, die mit globalen, meist offenen Internetprojekten und großen, von Usern geschaffenen Archiven die Möglichkeiten der vernetzten, computergestützten Kommunikations- und Produktionsmedien ausgeschöpft und praktikable Bewahrungsansätze produziert haben. In dem Artikel werden die Leistungen aber auch Schwächen konkret benannt und die Frage beantwortet, welche Potenziale sich für die digitale Bewahrung insgesamt daraus ergeben.

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