Does the Law Condemn the World? Law, Sin, and Faith in Galatians 3,22–23

Debbie Hunn 1
  • 1 Dallas Theological Seminary, 3909 Swiss Ave., Dallas, TX 75204, USA

Abstract:

Die gewöhnliche Sicht auf Gal 3,22 ist, dass das Gesetz die Welt verurteilt hat, damit die Menschen auf Christus als ihre einzige Hoffnung auf Rechtfertigung blicken mögen. Diese Interpretation ist jedoch unangemessen, weil sich nicht die gesamte Welt unter der Jurisdiktion des Gesetzes befunden hat. Anstatt dessen fordert die Schrift die Bestrafung der Juden, die das Gesetz übertreten haben, wenn sie gemäß V. 22a „alles unter der Sünde eingeschlossen hat“. Diese Bestrafung führte jedoch nicht notwendigerweise zu ihrer Verdammung, sondern brachte sie, wenn sie abirrten, zurück zu Gott und seinen Prophezeiungen. Auf diese Art und Weise erhielt das Gesetz die Verheißung Gottes in ihrem kollektiven Gedächtnis am Leben und bereitete ein Volk – oder zumindest einen Rest davon – darauf vor, der Verheißung zu glauben und sie zu verkündigen, als die Zeit der Erfüllung gekommen war.

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