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A Community Approach
Understanding Tensions and Creating Alliances

Zusammenfassung

Medizinische und politische Autoritäten behandeln die COVID-19-induzierte Ungewissheit durch Containment-Maßnahmen wie Social Distancing, Quarantäne, Abschirmung vulnerabler Populationen. Über diese abwehrende Bedeutung hinaus betrifft das englische Wort “to contain” den Menschen in seiner psycho-sozio-spirituellen Dimension: Wie „containen“, transformieren, transzendieren Subjekte die Erfahrung von Ungewissheit?

Foucault unterscheidet zwischen dem autoritären Pest/Lepra- und dem liberaleren Pocken-Modell der politischen und medizinischen Bewältigung von Epidemien. In westlichen Industrieländern stimmt die Covid-19 Pandemie (2020) recht gut mit dem Pocken-Modell überein, indem sie den Bürgern eine gewisse Bewegungsfreiheit einräumt und über Eindämmungs-Maßnahmen informiert. Foucault zufolge üben medizinische und politische Autoritäten in pandemischen Krisen ihre „Pastoralmacht“ aus. Die „Herde“ der säkularen Pastoren („Hirten“) reagiert auf die Eindämmungsmaßnahmen durch Unterwerfung oder Widerstand, z. B. durch Spiritualität (Selbstsorge, Praktiken durch die das Subjekt an sich selbst die notwendigen Transformationen ausführt, um Zugang zur Wahrheit zu erlangen).

Die pandemische Bedrohung reduziert den Menschen auf seine physische Dimension und schließt psycho-soziale und spirituelle Aspekte aus. Seelsorgende erleben diesen diskursiven Ausschluss, wenn sie als Besucher ausgeschlossen werden. Sie können jedoch sinnlose, toxische oder traumatische Aspekte der Pandemie „containen“ (i. S. v. „halten“) und transformieren. Auf diese Weise repräsentieren sie für Patienten und Personal nicht nur den Ausschluss des Spirituellen, sondern auch Hoffnung und Transzendenz.

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