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Zusammenfassung

Trotz einer bereits vor der COVID-Krise erkennbar großen gesellschaftlichen Bedeutung und möglicher Potenziale der Digitalisierung für den organisierten Sport, liegen bislang nur wenige aussagekräftige Befunde darüber vor, welchen Stellenwert Sportvereine der Digitalisierungsthematik innerhalb der Vereinsarbeit beimessen. Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag folgenden Fragen nach: (i) Welche Priorität messen Sportvereine dem Thema Digitalisierung bei? (ii) Welche vereinsspezifischen Faktoren beeinflussen die jeweilige Priorisierung des Themas Digitalisierung? Die Priorisierung der Digitalisierung wird dabei in Abhängigkeit von Vereinszielen, einstellungs- und organisationskulturbezogenen Faktoren sowie den unterschiedlichen organisationalen Kapazitäten der Sportvereine modelliert. Für die Analyse konnte eine Stichprobe von n = 787 Sportvereinen generiert werden. Die Befunde zeigen, dass Digitalisierung für Vereine vor der COVID-Krise zwar ein wichtiges Thema, aber kein Thema von herausgehobener Priorität innerhalb der Vereinsarbeit darstellt. Die Ergebnisse des logistischen Regressionsmodells deuten darauf hin, dass die Unterschiede in der Priorisierung vor allem auf Differenzen in der Organisationskultur und der Organisationskapazität zurückzuführen sind.

Zusammenfassung

Um Fachkompetenz zu stärken und Verantwortung an Entscheidungskompetenz zu koppeln, haben einige Sportverbände mittlerweile bezahlte Führungskräfte als Vorstand nach § 26 BGB installiert, während ein ehrenamtliches Präsidium im Sinne eines Aufsichtsrats fungiert. Der vorliegende Beitrag zielt darauf ab, das Verständnis für den mit einer solchen Änderung hinsichtlich Vorstand und Vertretung verbundenen organisationalen Wandel zu schärfen und daraus folgende Effekte auf die Verbandsarbeit zu beleuchten. Am Beispiel der DHB-Strukturreform „Perspektive 2020+“ eröffnet die Analyse – basierend auf Dokumentenanalysen und problemzentrierten Interviews – differenzierte Einblicke in organisationalen Wandel von Sportverbänden und Schlussfolgerungen für die praktische Verbandsarbeit.

Zusammenfassung

Die Forschung über Depressionen im Spitzensport wird bislang von Sportpsychologinnen und Sportpsychiatern dominiert. Gesellschaftstheoretische Perspektiven, die über die soziale Konstruiertheit des Gegenstands aufklären, sind demgegenüber deutlich unterrepräsentiert. Unter Rückgriff auf die soziologische Systemtheorie entwickelt der vorliegende Beitrag verschiedene Sichtweisen auf das gesellschaftliche Reden über die Depression im Spitzensport. Auf diesem Weg wird nicht nur der Beobachtungsrelativität des Phänomens Rechnung getragen. Vor allem werden die Unschärfen, blinden Flecken und Reflexionsdefizite offengelegt, die mit dem weitgehenden Fehlen komplex gebauter Theorien im gesellschaftlichen Diskurs über das Thema einhergehen.

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Zusammenfassung

Parallel zu einer noch immer weitestgehenden Tabuisierung von Homosexualität und normabweichendem Geschlecht im Leistungssport haben sich im Bereich des Breitensports in der Vergangenheit zahlreiche queere Sportvereine gegründet, die insbesondere homo-, bisexuelle, Trans*- und Inter-*, Non-Binary- bzw. queere Personen zur Zielgruppe haben. Der vorliegende Beitrag basiert auf einer qualitativ angelegten Interviewstudie, in der Mitglieder eines queeren (LGBTI*) Sportvereins zu ihren Sporterfahrungen und Motiven der Partizipation befragt wurden. Die Befunde zeigen, dass nicht nur auf Heteronormativität basierende Negativerfahrungen im herkömmlichen Verein ausschlaggebend sind, sondern auch die Selbstsegregation innerhalb des queeren Vereins eine eigene Anziehungskraft hat. Dabei erweist sich der Verein für die Befragten als Gemeinschafts- und Wohlfühlraum, Kontaktbörse oder auch als mentaler Schutzraum. Im Beitrag werden die Bedeutungsfacetten des queeren Vereins ausdifferenziert beschrieben und kritische Perspektiven hinsichtlich der Teilnahme am queeren Sport aufgezeigt.

Summary

The salience of mediated scandals today is deeply linked with the formation of norms and values in our society. This is a particular challenge for the field of sport as the compliance with norms and values is of particular relevance in this social area. The paper shows the extent of scandalization in sport reporting and discusses possible implications for sport. Therefore, it offers a definition and typology for sport scandals. It indicates why sport scandals might have a fundamental share of overall scandal reporting today in comparison to other fields of society. The paper further emphasizes content-related aspects such as celebrity status, sport discipline and type of sport scandal. In the empirical portion, a quantitative content analysis of all reported scandals in three German newspapers over a period of one year is provided. Implications of the findings for athletes, organizations, and society are discussed.