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Kulturgeschichte ihrer Konzepte, Figuren und Praktiken
Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf einen umstrittenen Begriff
An Interdisciplinary Approach
Elemente einer Kulturtheorie häuslicher Müllentsorgung

Abstract

Der Beitrag analysiert das breite Echo, dass das Mauerfall-Jubiläum in der französischen Presse fand. Es handelt sich um eine Untersuchung von über hundert Artikeln, die in Frankreich um den 9. November in den, laut Auflistung der ACPM, bedeutendsten Tages- und Wochenzeitungen erschienen. Die herausgearbeiteten Thematiken behandeln die Darstellung und Interpretation des historischen Ereignisses in Frankreich, die Frage nach der Erinnerung und Vergangenheitsbewältigung der DDR, die veränderte Erinnerungsperspektive anlässlich des 30. Jahrestags, die Bedeutung des Mauerfalls für die heutige Disparität zwischen dem Osten und dem Westen Deutschlands, den Zusammenhang zwischen 1989 und der europäischen Entwicklung und die Debatte über das Ende der Geschichte und der Ideologien. Die Untersuchung der französischen Presse zeigt die fortdauernde Bedeutung des Mauerfalls in den Debatten über Deutschland und Europa, wobei sich der Blick nunmehr auf das Ereignis außerhalb der deutschen Grenzen richtet, so dass sich das jetzige Mauerfall-Gedenken von der vorherigen Euphorie unterscheidet.

Abstract

Der Beitrag hinterfragt die Konstruktion und Vermittlung der Erinnerung an die DDR. Gegenwärtig ist die Interpretation der DDR-Geschichte in den Medien, in den meisten staatlichen Museen sowie in erfolgreichen Kinoproduktionen immer noch stark durch das totalitaristische Paradigma geprägt. Diese Darstellung steht im Widerspruch zur Alltagswahrnehmung der meisten ehemaligen DDR-Bürger. Obwohl sich die Forschung seit langem für Aspekte der Alltagsgeschichte interessiert, sind solche Elemente in den meisten aktuellen Darstellungen der DDR kaum vorhanden. Andreas Dresens und Laila Stielers Film Gundermann (2018) ist ein Beispiel für den Versuch von Ostdeutschen, die Deutungshoheit über ihre Geschichte zurückzugewinnen. Insgesamt beeinflusst die Unterrepräsentation der Ostdeutschen in Schlüsselpositionen der Gesellschaft auch die Möglichkeiten, auf die öffentlichen Erinnerungsprozesse Einfluss zu nehmen.