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Zusammenfassung

Ausgehend von erhöhten Dropout-Quoten, welche mit negativen Konsequenzen für Verbände, Vereine oder Mitglieder einhergehen können, steht die Analyse typischer Vereinskarrieren jugendlicher Fußballer unter besonderer Berücksichtigung des Dropouts im Fokus des Beitrags. Ergänzend zu bisherigen, meist querschnittlich angelegten Studien wird dabei eine lebenslaufbezogene Perspektive eingenommen. Jugendliche Fußballer (n=15) aus verschiedenen Vereinen (n=4) wurden mit Hilfe des biografischen Mappings befragt. Dabei zeigen sich typische Verläufe in Abhängigkeit von der subjektiven Relevanz des Vereinswechsels (Vereins-Dropout) sowie des Fußball-Dropouts: „Vereins-Dropouts mit stabiler Fußballmitgliedschaft“ (Typ 1), „Plötzliche Fußball-Dropouts mit oder ohne vorherige Vereinswechsel“ (Typ 2), „Temporäre Fußball-Dropouts mit anschließendem Vereinswechsel“ (Typ 3) und „Instabile Fußballmitgliedschaftskarrieren“ (Typ 4). Diese Verlaufstypologien erweitern die bisherige Befundlage um eine prozessuale/verlaufsbezogene Perspektive und eröffnen dadurch alternative Steuerungsoptionen im Umgang mit Dropouts.

Zusammenfassung

Eine Analyse empirisch ausgerichteter Beiträge zu sportsoziologischen Themen und Fragestellungen in der vorliegenden Zeitschrift zeigt, dass gängige sozialwissenschaftliche Erklärungsmodelle bzw. Erklärungsansätze selten zum Einsatz gelangen. Es dominiert meist eine beschreibende und verstehende Methodologie. Dies führt u. a. zu einem Defizit von Erklärungswissen und in Folge wohl auch zu einer verlangsamten Theoriefundierung innerhalb der Sportsoziologie. Um die „erklärende Soziologie“ zu forcieren, werden die aktuell in der Soziologie detailreich und auch kontrovers diskutierten methodischen Erklärungsmodelle und Ansätze einschließlich ihrer Voraussetzungsbedingungen skizzierend dargestellt. Dies geschieht in der Hoffnung, die methodologische Anwendungslücke zu minimieren, da eine auf Erkenntniszuwächse ausgerichtete Sportsoziologie nicht auf eine kriterienorientierte Methodologie verzichten sollte.