SEARCH CONTENT

You are looking at 1 - 10 of 935 items :

  • Southern Europe x
Clear All
Industriepolitik in Italien, 1943/45-1975

Riassunto

Nel marzo 1847, Papa Pio IX emanò l’Enciclica „Praedecessores Nostros“, un appello rivolto ai prelati di tutto il mondo affinché organizzassero tre giorni di preghiere e di raccolta di offerte a favore dell’Irlanda colpita dalla carestia. Negli stati italiani, le parole del Papa furono comunicate ai fedeli dai vescovi, che emanarono appelli locali. L’invito era di seguire l’esempio del Papa, il cui contributo personale, risalente ai mesi precedenti, aveva avuto vasta eco sui quotidiani della penisola. Con l’ausilio di un corpus di venticinque appelli scritti dai vescovi sull’impulso dell’Enciclica, l’articolo analizza la riproduzione di un appello umanitario globale negli stati italiani. L’articolo contestualizza la distribuzione della „Praedecessores Nostros“ e degli appelli dei vescovi nella storia politica e culturale nei territori italiani e mappa l’impatto della censura su questa iniziativa caritatevole. In secondo luogo, un’analisi testuale mostra gli elementi narrativi, le risorse metadiscorsive, le parole chiave e i riferimenti biblici e patristici che costituivano la specifica economia morale attraverso la quale i vescovi invitavano a donare a livello locale.

Zusammenfassung

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges erhielten Benedikt XV. und das vatikanische Staatssekretariat zahlreiche Anfragen von Familienangehörigen zu Schicksal und Verbleib ihrer nächsten Verwandten an der Front. Um sie besser bearbeiten zu können, schuf der Papst im August 1914 ein provisorisches Büro für Kriegsgefangene und ein Informationsnetzwerk, das sich auf entsprechende bischöfliche Initiativen wie die Mission catholique suisse en faveur des prisonniers de guerre in Fribourg und die Kirchliche Kriegshilfe in Paderborn stützte. Nach dem Kriegseintritt Italiens entstand eine solche Einrichtung auch an der Wiener Nunziatur. Mit Hilfe der lokalen katholischen Hierarchien gelang es dem Heiligen Stuhl in den meisten Fällen, einen Kontakt zwischen den Kriegsgefangenen und ihren Familien herzustellen bzw. diese vom Tod ihres Verwandten in Kenntnis zu setzen. Das Netzwerk spielte auch für den Aufbau der sogenannten „Diplomatie der Hilfe“ seitens des Papstes eine wichtige Rolle; zwischen 1914 und 1918 diente sie dazu, den Kriegsopfern geistige und materielle Unterstützung zu gewähren und zum Zwecke des Gefangenenaustausches zwischen den kriegführenden Ländern zu vermitteln. Diese Politik wurde während des Krieges und nach dessen Ende von den meisten Mächten positiv gewürdigt und trug dazu bei, dass der Heilige Stuhl sich im Verlauf der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts auf internationaler Ebene neu positionieren konnte.

Riassunto

Nella storia moderna il Regno d’Italia fu, dopo la morte di Carlo V, una seria fonte di preoccupazione per gli imperatori tedeschi. Mentre la Spagna con i suoi possedimenti (Napoli, Sicilia e Milano) svolgeva un ruolo predominante sulla penisola, e Stati come Genova, Toscana e Savoia estendevano la loro area di dominio, l’Impero non disponeva di una base attraverso cui esercitare la sua influenza sulla politica italiana. Vi erano tuttavia, in Italia, tra i 250 e 300 vassalli imperiali minori residenti, in gran parte, in Lunigiana, nelle Langhe e nella pianura padana. Essi si mostravano fedeli alla causa imperiale, ma temevano quasi sempre di essere conquistati dagli Stati più grandi. Per ovviare a questo rischio, Ferdinando II nominò, nel 1624, Ferrante II Gonzaga a commissario generale in Italia. I suoi compiti consistevano, tra gli altri, nel rafforzare l’autorità dell’imperatore, nell’esigere i contributi economici dai vassalli e nell’informare Vienna su quanto avveniva nel territorio imperiale. In pratica, però, la riscossione dei tributi fallì completamente, mentre l’autorità imperiale fu rafforzata solo in parte. I rapporti per Vienna, invece, venivano stilati con un ritmo soddisfacente, sebbene fosse in realtà il subdelegato di Ferrante, lʼauditore Octavio Villani, a svolgere la maggior parte dei sondaggi tra i vasalli. Anche se i vassalli imperiali minori approvarono questo nuovo ufficio, non si comprende bene fino a che punto Ferrante Gonzaga abbia potuto aiutarli nella loro lotta contro gli Stati italiani maggiori. Dopo la morte del secondo commissario, Cesare II Guastalla, figlio di Ferrante, avvenuta nel 1632, il Consiglio Aulico di Vienna sconsigliò all’imperatore di riassegnare quell’incarico. Ciò non di meno Ferdinando II nominò Giovanni Andrea Doria Landi a capo del Commissariato generale.

Riassunto

Lo studio sottolinea che fin dalla sua fondazione, nel 1452, da parte del predicatore italiano Giovanni di Capestrano, il vicariato francescano dell’Osservatorio „Boemia“ – il quale abbracciava tutte le terre della corona boema, l’Austria, la Stiria e in seguito la Polonia – era caratterizzato da una grande diversità etnica e linguistica. In particolare, l’autore esamina le dispute tra italiani e tedeschi nel capitolo provinciale di Brno (1456), il conflitto polacco-tedesco (1460–1467) e le polemiche tra cechi e tedeschi che raggiunsero l’apice nel 1490, durante il capitolo generale francescano svoltosi in quell’anno a Urbino.

Zusammenfassung

Die unter dem Namen „Memoriale di Aldo Moro“ bekannten Schriftstücke sind im Original nicht überliefert; es handelt sich dabei um Aufzeichnungen, Reflexionen und Verhöraussagen, die der Politiker während seiner fast zweimonatigen Entführung durch die Roten Brigaden im Frühjahr 1978 schriftlich niedergelegt bzw. gemacht hatte. Nach seinem gewaltsamen Tod drang die von General Dalla Chiesa geleitete Spezialeinheit im Oktober 1978 in die konspirative Wohnung ein, die sich in der Via Monte Nevoso in Mailand befand, und stieß dort auf eine partielle schreibmaschinenschriftliche Transkription dieses Materials sowie auf Fotokopien von weiteren handschriftlichen Texten, Briefen und Testamenten; zwölf Jahre später kamen in derselben Wohnung noch einmal 420 Briefe und Blätter mit Erinnerungsaufzeichnungen zum Vorschein. Der vorliegende Aufsatz erörtert weniger die Inhalte, sondern vor allem die redaktionelle Anordnung dieser Dokumente, die sich in einen thematischen und einen nichtthematischen Teil untergliedern, aber keine durchgängige Nummerierung aufweisen; vor allem aber versucht er auf die Frage zu antworten, ob die Gesamtanlage der Fotokopien, wie sie 1990 vorgefunden wurde, auf einen verborgenen Eingriff der staatlichen Sicherheitsapparate seit Herbst 1978 beruht, wie Miguel Gotor in seinem Buch „Il memoriale della Repubblica“ annimmt. Gegenüber dieser nicht überzeugenden These gehen die vorliegenden Ausführungen davon aus, dass die von den Roten Brigaden vorgenommene Strukturierung des Materials maßgeblich ist, auch wenn spätere begrenzte Eingriffe und Unterschlagungen nicht ausgeschlossen werden können: grundlegend bleibt die Unterscheidung zwischen den Texten, deren schreibmaschinenschriftliche Transkription (natürlich vor dem 1. Oktober 1978) durchgeführt worden war, und denjenigen, deren Bearbeitung aus inhaltlichen, zeitlichen oder beiden Gründen unterblieb.

Zusammenfassung

Die jahrhundertealte Präsenz italienischer Migranten in Istanbul durchlief im Laufe des 19. Jahrhunderts einen tiefgreifenden Wandel, der zunächst durch den Zustrom politischer Exilanten des Risorgimento, dann großenteils durch die Wirtschaftsmigranten ausgelöst wurde. Im folgenden Artikel werden diese Bevölkerungsgruppen vor allem in ihrer zweiten Generation, das heißt an ihren im Osmanischen Reich geborenen Kindern untersucht. Ohne ein Zusammengehörigkeitsgefühl vorauszusetzen, beschreibt der Artikel ihre Sozialität, ihre Loyalitäten und Identifikationen, um auf diese Weise den „italienischen“ bzw. „osmanischen Anteil“ ihrer Persönlichkeitsstruktur auf verschiedenen Ebenen und in ihren jeweiligen Ausdrucksformen zu erhellen. Nach einem Überblick über die Geschichte der italienischen Bevölkerungsgruppen analysiert der Artikel die Instrumente, die man bei der Entwicklung einer Italianität mit Blick auf die Herausbildung des italienischen Nationalstaates einsetzte (Vereine, Schule, Sprachenpolitik), arbeitet aber auch ihre Grenzen heraus. Am persönlichen Lebensweg von Angelo Scanziani, dem Sohn eines lombardischen Migranten, Sekretär und Übersetzer von Sultan Abdülhamid II., lässt sich beispielhaft aufzeigen, wie vielfältig die Loyalitäten waren und wie das Zugehörigkeitsgefühl dabei eher individuellen als nationalen Kriterien gehorchte. Aus einer solchen Perspektive verstehen sich Sprachen nicht etwa als Instrument einer ungreifbaren nationalen Identität, sondern vielmehr als einsetzbares und fruchtbringendes Kapital.