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Celan, Paul

Auch: Also: Celan, Paul (Pessach); urspr. Paul Antschel-Teitler, seit etwa 1928 Antschel

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Geschlecht
m
Geburtsdatum
23.11.1920
Geburtsort
Czernowitz
Sterbedatum
[vermutlich 20.04] 1970
Sterbeort
Paris
Beruf
Lyriker; Übersetzer
Namen
Celan, Paul (Pessach); urspr. Paul Antschel-Teitler, seit etwa 1928 Antschel
Wirkungsort
Bukarest; Czernowitz; Paris; Wien
InhaltsverzeichnisTable of Contents

23.11.1920 Czernowitz/Bukowina – [vermutlich 20.04] 1970 Paris [Freitod], jüd.

Vater: Leo (Arje-Leib) Antschel-Teitler (1890 Schipenitz b. Czernowitz – ermordet Herbst 1942 KZ Gaisin/Rumänien), Makler im Brennholzhandel, jüd.;

Mutter: Friederike (Frejde, Fritzi) Schrager (1895 Sadagora – Winter 1942/43 ermordet KZ Michailowska/Rumänien), jüd.;

Eheschließung: 1952 Gisèle de Lestrange (1927 Paris – 1991), Malerin, Graphikerin, kath.;

Kinder: 1953 François [gest. wenige Tage n. der Geburt], 1955 Eric, Artist, Feldenkrais-Pädagoge; verwandt mit Selma Meerbaum-Eisinger.

— Seite — Page 91Ausbildung

1926 1. Grundsch.klasse an der Meisler-Sch.; drei Jahre hebr. Volkssch. “Safah-Ivriah”; 1930 “Liceul Ortodox de Baeti”; wg. des dort herrschenden Antisemitismus zum Schuljahr 1934/35 Wechsel an das Kronprinz-Michael-Gymn.; 1938 Abitur; Nov. 1938 bis Juli 1939 Medizinstud. an der ecole de medecine in Tours, Abschlußexam. des 1. Studienjahres; seit Nov. 1939 Stud. der Romanistik an der Univ. in Czernowitz; 1944 Wiederaufnahme seines Stud., jetzt Anglistik, in Czernowitz; 1948–1950 Stud. der Germanistik u. Sprachwissensch. in Paris, Licence ès Lettres.

Lebensstationen

wuchs als Kind dt.sprachiger Eltern auf; 1938 üb. London n. Frankr.; Sommer 1939 Rückk. n. Czernowitz; 1941, nach der Besetzung Czernowitz’ durch dt. und rumän. Truppen, in Ghetto eingewiesen; 1942 Deport. der Eltern; 1942–1943 Arbeitslager in Rumänien; konnte zu sowjet. Truppen fliehen, dort als Sanitäter eingesetzt; 1943 Rückk. n. Rumänien; 1945 n. Bukarest, dort Übers. u. Vlgslektor; 1947 Übersiedl. n. Wien; 1948 Übersiedl. n. Paris; erwarb frz.Staatsbürgersch.; 1958 Lit.preis der Hansestadt Bremen; seit 1959 Lektor für dt. Sprache u. Lit. an der École Normale Superieure, Paris; 1960 Georg Büchner-Preis; 1964 Gr. Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen; 1969 Reise n. Israel; Austritt aus dem österr. PEN-Clubwg. antisemit. Äußerung des Mitgl. Paula Ludwig; a. o. Mitgl. der Akad. der Künste in Bln.

Freundeskreis

in Czernowitz: (Jugendfreunde:) Jizchak Alpan, Sieghard Alper, Gustav Chomed, Erich Einhorn, Ernst Engler, Ilse Goldmann, Ruth Lackner [heute Ruth Kraft], Jancu Pestate, Manuel Singer, Petre Solomon; später Rose Ausländer; in Wien: Ingeborg Bachmann, Klaus Demus, Milo Dor, Reinhard Federmann, Edgar Jené; in Paris: 1938 Eliyahu Pinter; Beda Allemann, Gerhart Baumann, Edmond Jabès, Edmond Lutrand (Rowohlt-Vertreter in Paris), Karl Krolow, Hans Mayer, Nelly Sachs, Petre Solomon, Margarete Susman, Peter Szondi, Franz Wurm.

Politisches Engagement

engagierte sich während der 30er Jahre für illegale kommunistische Jugendorganis., indem er für die Rote Hilfe sammelte.

Stellung zum Judentum

“Paul Celans Verhältnis zum Judentum war immer ambivalent – in seinen frühen Pariser Jahren soll der mit einer Katholikin aus französischem Adel Verheiratete seine jüdische Herkunft sogar bewußt verborgen haben, u’ wenn er später auch stets betonte, ein jüdischer Dichter zu sein, verbat er sich gleichzeitig doch auch, auf Jüdisches festgelegt zu werden, wohl, weil er fürchtete, daß der jüdische Aspekt die ästhetische Qualität seiner Gedichte überschatten könnte. Und doch hat Paul Celan sich nirgendwo sonst so rückhaltlos mit seinem Judentum identifiziert wie im Briefwechsel mit Nelly Sachs. [...] Schon seinen zweiten Brief an sie unterzeichnet Celan, der erklärte Atheist, mit dem hebräisch geschriebenen Gruß ’Friede und Segen’, und in den Band seiner Mandelstam-Übertragungen schreibt er ihr im November 1959 als Widmung das Bibelzitat: ’Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre meine Rechte’.” [Lit. 104]; “Sozialisation im Zeichen jener festgefügten, facettenreichen Traditionswelt des Ostjudentums [...] So gut wie keinen Zugang hatte er indes zu den mystischen u’ apokalyptischen Traditionen des Judentums. Dem religiösen Glauben seiner Väter gegenüber erwies er sich als indiffe— Seite — Page 92rent. Ganz bewußt nahm Celan nach der ’Bar-Mizwa’ [...] nie mehr aktiv an einem Gottesdienst in der Synagoge teil. Regressive Orthodoxie widerstrebte ihm ebenso wie der offensive zionistische Erneuerungswille. Bezeichnenderweise hielt er sich an einen dritten Weg: den der liberalen, gleichsam ’unjüdischen’ Lösung des Dilemmas zwischen Identitätsbewahrung u’ Assimilation.” [Lit. 78, S. 339]; Herbst 1969 Reise n. Israel; “Am 14. Oktober 1969 hielt er [Paul Celan] eine kleine Ansprache vor dem Tel Aviver Schriftstellerverband, er sagte: ’Ich bin zu Ihnen nach Israel gekommen, weil ich das gebraucht habe. Wie nur selten eine Empfindung, beherrscht mich, nach allem Gesehenen u’ Gehörten, das Gefühl, das Richtige getan zu haben – ich hoffe, nicht nur für mich allein. Ich glaube einen Begriff zu haben von dem, was jüdische Einsamkeit sein kann, u’ ich verstehe [...] auch den dankbaren Stolz auf jedes selbstgepflanzte Grün, das bereitsteht, jeden, der hier vorbeikommt, zu erfrischen [...].” [Ebd., S. 17]; “Jerusalem hat mich aufgerichtet u’ gestärkt.” [Ebd., S. 22].

Mitarbeit an Zeitschriften

1945 Kulturred. einer rumän. Zft in Bukarest; 1947 erste Veröffentlichungen von Gedd. in der rumän. ZftAgora.

Einzelbeiträge [Auswahl]

  1. Paul Antschel, [17 Gedd.]. In: Die Buche. Eine Anthol. jüdischer Dichtung aus der Bukowina. o. O. [Bukarest] o. J. [um 1945];

  2. Guillaume Apollinaire, Mondschein. [Nachdichtung]. In: Felix Braun (Hrsg.), Die Lyra des Orpheus. Lyrik der Völker in dt. Nachdichtung. Wien, Hamb.o. J. [C 1952], S. 556;

  3. James Baldwin, Protest-Romane für Jedermann. [Übersetz.]. In: Persp (1952), Bd 2, S. 93–102;

  4. Gilbert Seldes, Gegenwärtige Tendenzen in Film und Fernsehen. [Übersetz.]. In: Persp (1953), Bd 4, S. 185–191;

  5. Georg Boas, “The Voices of Silence: Man and his Art” v. André Malraux. In: Persp (1954), Bd 9, S. 145–174;

  6. Espenbaum. Zähle die Mandeln. [2 Gedd.]. In: Eric Singer (Hrsg.), Spiegel des Unvergänglichen. Eine Ausw.dt. Lyrik seit 1910. Mnchn 1955, S. 19f.;

  7. David Rokeah, Zwischen Frühling und Sommer. [Ged., Übersetz.]. In: NZZ, 18.10.1959;

  8. Gespräch im Gebirg”. [Prosa]. In: NR (1960), S. 199–202 [Wiederabdr. in: Klaus Wagenbach (Hrsg.), Das Atelier. Ffm 1962, S. 124–127];

  9. Vom Zuviel war die Rede... [Ged. f. Nelly Sachs]. In: Nelly Sachs zu Ehren. Ffmo. J. [C 1961], S. 32;

  10. Todesfuge. Die Krüge. [2 Gedd.]. In: Echtermeyer, B. von Wiese (Hrsgg.), Deutsche Gedichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Düsseld. 1961, S. 694f.;

  11. Rede zur Verleihung des Büchner-Preises 1960. In: Der Büchner-Preis. Die Reden der Preisträger 1950–1962. Heidelb., Darmst. 1963, S. 97–113 [vgl. W. 18 u. 28];

  12. Singbarer Rest – der Umriß... Vom großen Augenlosen... [2 Gedd.]. In: Manfred Schlösser (Hrsg.), Zum 90. Geburtstag von Margarete Susman. Darmst.o. J. [C 1964], S. 75;

  13. Espenbaum. Der Reisekamerad. Todesfuge. Tenebrae. [Gedd.]. In: Thilo Röttger (Hrsg.), Die Stimme Israels. Dt.-jüd. Lyrik nach 1933. Mnchn 1966, S. 62–65;

  14. In Prag [auch Fks.]. Dunstbänder-, Spruchbänder-Aufstand. Heute. Singbarer Rest. [Gedd., Erstabdr.]. In: NZZ, 04.12.1966;

  15. Weissgeräusche, gebündelt... [Ged.]. In: Walter Jens, Fritz J. Raddatz (Hrsgg.), Hans Mayer zum 60 Geburtstag. Reinbek 1967, S. 105;

  16. Jules Supervielle, Gottestrauer (Gott spricht). [Übersetz.]. In: NZZ, 12.11.1967;

  17. John Donne, Der Fluch. [Ged., Übersetz.]. In: — Seite — Page 93NZZ, 22.12.1968;

  18. Todesfuge. Brandung. Der uns die Stunden zählte. Huhediblu. [4 Gedd.]. In: Barbara Bondy, Rudolf Goldschmit (Hrsgg.), Das Gedichtbuch. Eine Slg. deutscher Lyrik. Ffm 1970, S. 26–30;

  19. Ein Blatt, Baumlos. [Ged.]. In: Jürgen P. Wallmann (Hrsg.), Von den Nachgeborenen. Dichtungen auf Bertolt Brecht. Zürich 1970;

  20. Todtnauberg. [Ged.]. In: dbK, Aug. 1970;

  21. Legende. In: NWegB (1971), H. 1–3, S. 80f.;

  22. Fackelzug. Tagelied. [Gedd.]. In: Akz 19 (1972), S. 13 u. 16;

  23. Legende. Muttertag. [Gedd.]. In: NLit (1975), H. 11, S. 109;

  24. Und Kraft und Schmerz. [Ged.]. In: FAZ, 15.11.1975;

  25. [Gedd.]. In: Joachim Schondorff (Hrsg.), Zeit und Ewigkeit. Tausend Jahre österr. Lyrik. Düsseld. 1978;

  26. [Gedd.]. In: Bernd Jentzsch (Hrsg.), Ich sah aus Deutschlands Asche keinen Phönix steigen. Rückk. und Hoffnung in poetischen Zeugnissen. Mnchn 1979;

  27. [Gedd. in engl. Übersetz.]. In: Howard Schwartz, Anthony Rudolf (Hrsgg.), Voices within the dark. The modern jewish poets. New York 1980;

  28. Geräuschlos hüpft ein Griffel. Prosafragment aus dem Nachl. In: NLit (1980), H. 11, S. 63f.;

  29. [Gedd.]. In: Adolf Opel (Hrsg.), Anthology of modern austrian literature. London 1981;

  30. [Gedd.]. In: Ulf Diederichs (Hrsg.), Dein aschenes Haar, Sulamith. Ostjüd. Geschichten. Düsseld. 1981;

  31. Anabasis. [Ged.]. In: FAZ, 13.08.1983;

  32. Todesfuge/Death Fugue. [Ged.]. In: Frederick Ungar (Hrsg.), Austria in Poetry and History. Bilingual. New York o. J. [C 1984], S. 306–309;

  33. [2 Gedd. (Zürich, zum Storchen; Psalm), 2 Übersetzz. v. Gedd.]. In: 100 Jahre S. Fischer. 1886–1986. Das klass.Progr. Ein Lesebuch. Ffm 1985, S. 275ff.;

  34. Ein Knirschen von eisernen Schuhn. In: FAZ, 19.01.1985;

  35. [Gedd.]. In: Gerhard Kaiser (Hrsg.), Augenblicke deutscher Lyrik. Von Martin Luther bis Paul Celan. Ffm 1986;

  36. Todesfuge. In: FAZ, 17.02.1990;

  37. Zürich, Zum Storchen. [Ged.]. In: NZZ, 23.11.1990;

  38. Gedichte aus dem Nachlaß. [Notgesang. Zeitlücke. Oder es kommt. Mit dem rotierenden. Das Narbenwahre. Das Seil. Das am Gluteisen hier. Schreib dich nicht. Weihgüsse]. In: FAZ, 20.07.1991 [mit Interpret.];

  39. Der Geist, flüssig. [Ged.]. In: FAZ, 14.08.1991;

  40. [Gedd.]. In: Ossip Mandelstam, Im Luftgrab. Ein Lesebuch. Hrsg. v. Ralph Dutli. Ffm 1992;

  41. Le Périgord. [Ged.]. In: FAZ, 21.08.1993;

  42. Fackelzug. Schwarze Flocken. Es fällt nun, Mutter. [3 Gedd.]. In: Zeit, 27.10.1995;

  43. Die längst Entdeckten. [Ged.]. In: FAZ, 04.11.1995;

  44. Tübingen, Jänner. [Ged.]. In: FAZ, 23.03.1996 [mit Interpret.];

  45. Großes Geburtstagsblaublau mit Reimzeug und Assonanz. [Ged. mit Interpret.]. In: FAZ, 01.06.1996.

Nachlaß

Dt. Lit.archiv Marbach: dichterisches Gesamtwerk, Übertrr. in Handschrr. u. Entwürfen, gesamte Korresp. (darunter Brr. an Ingeborg Bachmann, Henri Michaux u. Nelly Sachs sowie u. a. Brr. v. Beda Allemann, Alfred Andersch, Ingeborg Bachmann, Heinrich Böll, René Char, Klaus Demus, André du Bouchet, Hans Magnus Enzensberger, Erich Fried, David Rokeah, Nelly Sachs, Petre Solomon, Margarete Susman, Peter Szondi u. Vlgskorresp.), Lebensdokumente, Celans Bibl., unveröff. Gedd., Nachdichtungen aus dem Engl., Frz., Ital. u. Russ.

Briefe

Br. v. 02.12.1956 an Jean Firges. In: Mutterspr 72 (1962), S. 266; Brr. u. Auszüge aus Brr. an Freunde in Israel. In: Stimme (1970), Nr. 244 (Juni) u. Nr. 246 (Aug.); Reinhard Federmann, In memoriam Paul Celan. In: PestS 1 (1972), S. 17–21 [darin Brr. v. Paul Celan an R’ F’]; Anton Schwob, Ein unbekannter Brief Paul Celans [Br. an Ludwig v. — Seite — Page 94Ficker, 05.02.1951]. In: KarpR, 06.06.1975; Brr. an Alfred Margul-Sperber. In: NLit (1975), H. 7, S. 50–63; Br. an Hans Bender (v. 10.02.1962). In: Der Georg-Büchner-Preis 1951–1978. Eine Ausstellung des Dt. Lit.archivs Marbach u. der Dt. Akad. für Spr. u. Dichtung Darmst. (Bonn-Bad Godesberg, 11.10.–26.11.1978). [Katalog]. Marbach 1978, S. 132; Brr. an Otto Pögeler. In: ZFÄaKu 25 (1980), S. 202–243; Friedrich Torberg, In diesem Sinne... Brr. an Freunde u. Zeitgenossen. Mnchn, Wien 1981, S. 77–82 [darin Brr. von Paul Celan an F’ T’ und von F’ T’ an C’ T’ (v. 1964)]; Petre Solomon, Briefwechsel mit Paul Celan 1957–1962. Aus dem Rumän. u. Frz. übers. v. Anemone Latzina. In: NLit (1981), H. 11, S. 60–80; Petre Solomon, Zwanzig Jahre danach. Erinnerungen an Paul Celan. Br.wechsel mit Paul Celan 1964–1967. Aus dem Rumän. u. Frz. übers. v. Anemone Latzina. In: NLit (1982), H. 11, S. 23–34; Barbara Wiedemann (Hrsg.), Paul Celan-Nelly Sachs. Br.wechsel. Ffm 1993; Barbara Wiedemann, Franz Wurm (Hrsgg.), Paul Celan – Franz Wurm. Br.wechsel. Ffm 1995. [weitere Brr. vgl. Bibliogr. in Lit. 86]

Literatur

[1960:]

  1. Peter Szondi, Anleihe oder Verleumdung? Zu einer Auseinandersetzung üb. Paul Celan. [zum Vorwurf des Plagiats, vgl. Lit. 2]. In: o. Quelle, o. Dat. [Nov./Dez. 1960] [Exz. ABJ]

1961

  1. W. U., Ehrenrettung für Paul Celan. Der Lyriker vom Vorwurf des Plagiats befreit. [üb. Anschuldigung Claire Golls, Paul Celan habe ihren Mann, Ivan Goll, aufgr.literar. Abhängigkeit plagiiert]. In: [o. Quelle], 07.06.1961 [Exz. ABJ]

1965

  1. Edgar Lohner, Dem Verderben abgewonnen. Paul Celans lyrische Kunst. In: Zeit, 26.02.1965 [mit Foto]

1967

  1. Werner Weber, Zu einem Gedicht von Paul Celan [“Denk Dir”]. In: MB, 07.07.1967 [mit Abdruck des Ged.]

1968

  1. Peter Horst Neumann, Zur Lyrik Paul Celans. Göttingen o. J. [C 1968] [Dass. 2. erw.Aufl.ebd. 1990];

  2. Heinz Politzer, Das Schweigen der Sirenen. Studien zur dt. und österr. Literatur. Stuttg. 1968, S. 394 u. 429;

  3. Renate Böschenstein-Schäfer, Anmerkungen zu Paul Celans “Gespräch im Gebirg” [vgl. Beitr. 6]. In: NZZ, 20.10.1968

1969

  1. Peter Horst Neumann, Wort-Konkordanz zur Lyrik Paul Celans bis 1967. Mnchn 1969;

  2. Klaus Weissenberger, Die Elegie bei Paul Celan. Bern, Mnchno. J. [C 1969]

1970

  1. [FAZ,] Die magische Formel. Zum Tode von Paul Celan. In: FAZ, 06.05.1970 [mit Foto];

  2. Karl Krolow, Zum Tode Paul Celans. In: Tsp, 07.05.1970;

  3. Dietlind Meinecke (Hrsg.), Über Paul Celan. Ffmo. J. [C 1970] [Dass.ebd. 1983];

  4. Wb. [d. i. Werner Weber], Paul Celan. [Nachr.]. In: NZZ, 10.05.1970;

  5. Ha., Der Dichter. [Nachr.]. In: FAZ, 11.05.1970;

  6. Wb. [d. i. Werner Weber], “Einkanter: Rembrandt”. [Interpret. des Ged.]. In: FAZ, 07.06.1970;

  7. Ulrich Greiner, Sind noch Lieder zu singen? Zur Lyrik Paul Celans. In: FAZ, 20.06.1970 [mit Foto u. Abdruck verschied. Gedd.];

  8. Jürgen P. Wallmann, Diskussion mit der Welt: “Claire Goll verleumdet Celan”. In: Welt, 06.11.1971;

  9. Jürgen P. Wallmann, Das schicksalhaft Einmalige. Über Paul Celan. In: Zwende 41 (1970), Nov./Dez., S. 416–420 [darin u. a. auch üb. Plagiatsvorwurf v. Claire Goll];

  10. Dietlind Meinecke, Wort und Name bei Paul Celan. Zur Widerruflichkeit des Gedichts. Bad Homburg v. d. H., Bln, Zürich o. J. [C 1970]

1971

  1. Gesellschaft “Internationale Studentenfreunde” e. V. (Hrsg.), Drei Deutungen von Alfred Kelletat. Huchel – Celan – Uhlmann. Hamb.o. J. [1971];

  2. Hans Mayer, Erinnerung an Paul Celan. In: Ders., Der Repräsentant und der Märtyrer. Konstellationen der Literatur. Ffm 1971, S. 169–188

1972

  1. Roland Els— Seite — Page 95ner, Semantische Analyse des Gedichts “Corona” von Paul Celan. Ein linguistisch-literar. Experiment. Braunschweig o. J. [1972];

  2. Werner Bauer, Renate Braunschweig-Ullmann, Helmtrud Brodmann, Monika Bühr, Brigitte Keisers, Wolfram Mauser, Text und Rezeption. Wirkungsanalyse zeitgenöss. Lyrik am Bsp. des Ged. “Fadensonnen” von Paul Celan. Ffmo. J. [C 1972];

  3. Peter Szondi, Celan-Studien. Ffmo. J. [C 1972] [Dass. in: Peter Szondi, Schriften II. Ffm 1978, S. 321–398]

1973

  1. Hans Mayer, Lenz, Büchner und Celan. Anmerkgg. zu Paul Celans Georg Büchner-Preis-Rede “Der Meridian” v. 22. Okt. 1966. [Vortr. vor dem Celan-Kolloquium des Goethe-Hauses in Paris, Sept. 1972]. In: Ders., Vereinzelt Niederschläge. Kritik-Polemik. Pfullingen o. J. [C 1973], S. 160–171;

  2. Evangelische Akademie Hofgeismar (Hrsg.), Protokoll Nr. 97/73. Paul Celan. Symposien vom 11. bis 13. Febr. 1972 u. vom 7. bis 9. Sept. 1973. o. O. [Hofgeismar] o. J. [1973];

  3. Hans-Georg Gadamer, Wer bin Ich und wer bist Du? Ein Kommentar zu Paul Celans Gedichtfolge “Atemkristall”. Ffm 1973 [Dass.rev. u. erg.Aufl.ebd. 1986];

  4. Jerry Glenn, Paul Celan. New York o. J. [C 1973]

1974

  1. Hermann Burger, Paul Celan. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache. Zürich, Mnchn 1974 [Dass.Ffm 1989];

  2. Adelheid Rexheuser, Sinnsuche und Zeichen-Setzung in der Lyrik des frühen Celan. Linguistische u. lit.wissenschaftl. Untersuchungen zum Gedichtbd “Mohn u. Gedächtnis” [W. 3]. Bonn 1974;

  3. Klaus Voswinckel, Paul Celan: verweigerte Poetisierung der Welt. Versuch einer Deutung. Heidelb. 1974

1976

  1. Marlies Janz, Vom Engagement absoluter Poesie. Zur Lyrik u. Ästhetik Paul Celans. Ffm 1976;

  2. Klaus Weissenberger, Zwischen Stein und Stern. Mystische Formgebung in der Dichtung v. Else Lasker-Schüler, Nelly Sachs u. Paul Celan. Bern, Mnchno. J. [C 1976];

  3. Gerhard Buhr, Celans Poetik. Göttingen 1976;

  4. Joachim Schulze, Celan und die Mystiker. Motivtypologische u. quellenkundliche Kommentare. Bonn 1976

1977

  1. George Gutu, Die rumänische Koordinate der Lyrik Paul Celans. Lpz. 1977 [vgl. Rez. zu W. 52];

  2. Georg-Michael Schulz, Negativität in der Dichtung Paul Celans. Tüb. 1977;

  3. Harald Weinrich, Bruder Celan. In: Marcel Reich-Ranicki (Hrsg.), Frankfurter Anthologie, 2. Bd. Gedd. u. Interpretationen. Ffm 1977, S. 204ff.;

  4. Bernhard Böschenstein, Leuchttürme. Von Hölderlin bis Celan. Wirkung u. Vergleich. Studien Ffm 1977;

  5. J. E. Jackson, Le judaïsme divisé de Paul Celan. Paris 1977

1978

  1. Karsten Hvidfelt Nielsen, Harald Pors, Index zur Lyrik Paul Celans. o. O. [Aarhus] o. J. [1978] [Dass.Mnchn 1981]

1979

  1. Heinz Michael Krämer, Eine Sprache des Leidens. Zur Lyrik von Paul Celan. Mnchn, Mainz 1979;

  2. Israel Chalfen, Paul Celan. Eine Biogr. seiner Jugend. Ffm 1979 [weitere Ausg. 1983];

  3. Peter Horst Neumann, Was muß ich wissen, um zu verstehen? Annäherungsversuche. [Rez. zu Lit. 43]. In: Zeit, 08.06.1979;

  4. Herbert Freeden, Spuren Celans. Eine Biogr. seiner Jugend. [Rez. zu Lit. 43]. In: BAjW, 20.07.1979;

  5. Georg-Michael Schulz, Individuation und Austauschbarkeit. Zu Paul Celans “Gespräch im Gebirg’”. In: DVJS 53 (1979), H. 3, S. 463–477

1980

  1. Peter Härtling, Der Poet der Todesfuge. Erinnerungen an Paul Celan. In: FAZ, 30.04.1980 [mit Foto];

  2. Rolf Schneider, Vom Tod umfangen. In: Marcel Reich-Ranicki, Frankfurter Anthologie, 5. Bd. Gedd. u. Interpretationen. Ffm 1980, S. 228f.;

  3. Winfried Menninghaus, Paul Celan. Magie der Form. Ffmo. J. [C 1980];

  4. Ursula Vogt, “II nome, il nome, la mano, la mano”. Paul Celan traduttore di Giuseppe Ungaretti. Urbino 1980;

  5. — Seite — Page 96Walter A. Bauer, Ein Grab in der Seine. Paul Celan – einer der bedeutendsten Lyriker der Gegenwart. In: BAjW, 28.11.1980 [mit Foto];

  6. Lawrence E. Langer, The Holocaust and the literary imagination. New Haven/Conn. 1980 [darin auch üb. Paul Celan];

  7. Wilhelm Höck, Lieder jenseits der Menschen. Zum 10. Todestag von Paul Celan. In: Trib (1980), H. 75, S. 146–159;

  8. Gershom Schocken, Paul Celan in Tel Aviv. In: NR 91 (1980), H. 2/3, S. 256–259;

  9. George Steiner, The loud silences of Paul Celan. In: JewQuarterVol. 28 (1980/81), No 4, S. 49f.

1981

  1. Holger Pausch, Paul Celan. Bln 1981;

  2. Esther Beatrice Cameron, Paul Celan, Dichter des Imperativs. Ein Br. In: BulletinLBl (1981), Nr. 59, S. 55–91;

  3. Christoph Schwerin, Bitterer Brunnen des Herzens. Erinnerungen an Paul Celan. In: Mt (1981), Nr. 279, S. 73–81

1982

  1. Robert Foot, The Phenomenon of Speachlessness in the Poetry of Marie Luise Kaschnitz, Günter Eich, Nelly Sachs and Paul Celan. Bonn 1982;

  2. Roland Elsner, Semantische Analyse des Gedichts “Corona” von Paul Celan. Ein linguistisch-literar. Experiment. Wiesb. 1982;

  3. Ria Endres, Ich höre, es wird gar nicht später. Zur Lyrik Paul Celans. In: FR, 31.12.1982 [mit Abdruck des Ged. “Todesfuge”]

1983

  1. Hermann Burger, Vom Genicht zum Gedicht. In: Marcel Reich-Ranicki, Frankfurter Anthologie, 7. Bd. Gedd. u. Interpretationen. Ffm 1983, S. 218ff.

1984

  1. [Anonym.,] Paul Celan und seine Verbindungen zur rumänischen Lyrik. In: ZfKunstaust (1984), H. 1;

  2. Ruth Dinesen, Helmut Müssener (Hrsgg.), Briefe der Nelly Sachs. Ffm 1984 [Paul Celan in zahlr.Brr. erwähnt];

  3. Claire Oshetsky, Die Rose der Schönheit soll nicht sterben: Paul Celans Translations of Shakespeare’s Sonnets. Stanford/Kalif. 1984;

  4. Martin Pollack, Nach Galizien. Von Chassiden, Huzulen, Polen u. Ruthenern: eine imaginäre Reise durch die verschwundene Welt Ostgaliziens u. der Bukowina. Wien 1984 [darin auch üb. Paul Celan]

1985

  1. Ulrich Konietzny, Sinneinheit und Sinnkohärenz des Gedichts bei Paul Celan. Bad Honnef 1985;

  2. Michael Fleischer, Nomenhäufigkeitsverteilungslisten zur Lyrik von Paul Celan. Statistik der Substantive u. ihrer Komposita. Essen 1985;

  3. Roland Groß, Das Deutsche war seine Sprache. Ein Gespr. mit Friedrich Schuller über den jungen Paul Celan. In: BAjW, 26.07.1985;

  4. Jacob Allerhand, Jüdische Elemente in den Werken A. Schnitzlers, F. Kafkas, J. Roths und Paul Celans. In: KairosNF 27 (1985), H. 3/4, S. 324–329;

  5. Cord Barkhausen, Moshe Barash über Paul Celan. Ein Interview. In: Sprache und Literatur in Wissenschaft und Unterricht, 55. Paderborn 1985, S. 93–107;

  6. John Felstiner, Paul Celan: The strain of Jewishness. In: CommentVol. 79 (1985), No 4, S. 44–55

1986

  1. Anat Jütte, Lyrik nach Auschwitz. Das P’-C’-Symposium an der Universität Haifa. In: BAjW, 31.01.1986;

  2. Anonym., Dreharbeiten für Film über Paul Celan begonnen. In: BAjW, 13.06.1986;

  3. Gerhart Baumann, Erinnerungen an Paul Celan. Ffm 1986;

  4. Otto Pöggeler, Spur des Worts. Zur Lyrik Paul Celans. Freib. i. Br., Mnchn 1986;

  5. Jacques Derrida, Schibboleth. Für Paul Celan. Graz, Wien 1986;

  6. Theo Buck, Wachstum oder Wunde: zu Paul Celans Judentum. In: Gunter Grimm, Hans-Peter Bayerdörfer (Hrsgg.), Im Zeichen Hiobs. Jüd. Schriftsteller u. Deutsche Lit. im 20. Jh.Ffm 1986, S. 338–360

1987

  1. Amy D. Colin (Hrsg.), Argumentum e Silentio. International Paul Celan Symposium. [dt./engl.]. Bln, New York 1987;

  2. Chaim Shoham, Bernd Witte (Hrsgg.), Datum und Zitat bei Paul Celan. Akten des Internat. Paul Celan-Kolloquiums Haifa 1986. Bern, Ffm, New York, Paris 1987;

  3. Joseph P. Strelka (Hrsg.), Psalm und Hawdalah. — Seite — Page 97Zum Werk Paul Celans. Akten des Internat. Paul Celan-Kolloquiums New York 1985. Bern, Ffm, New York, Paris 1987;

  4. Petre Solomon, Paul Celan. Dimensiunea Româneasca. Bukarest 1987;

  5. Karl Menges, Das Private und das Politische. Bemerkgg. zur Studentenlit., zu Handke, Celan und Grass. Stuttg. 1987;

  6. Klaus Manger, Wider die These der Hermetik. Interpretationsvorschläge zu Paul Celans Lyrik. In: NZZ, 04.12.1987;

  7. Wolfgang Böhme (Hrsg.), Zu dir hin. Über mystische Lebenserfahrung. Von Meister Eckhart bis Paul Celan. Ffm 1987

1988

  1. Werner Harnacher, Winfried Menninghaus (Hrsgg.), Paul Celan. Ffm 1988 [mit Bibliogr.; 3. Aufl. 1996];

  2. Theo Buck, Lyrik nach Auschwitz: zu Paul Celans Todesfuge. In: Hans Otto Horch (Hrsg.), Judentum, Antisemitismus und europäische Kultur. Tüb. 1988, S. 375–402

1989

  1. Peter Koppel, Zur Sprache der modernen Lyrik. Celan – Mallarmé. Baden/Schweiz 1989;

  2. Harald Pors, Rückläufiges Wortregister zur Lyrik Paul Celans. Mnchn 1989;

  3. Thomas Sparr, Celans Poetik des hermetischen Gedichts. Heidelb. 1989;

  4. Otto Lorenz, Schweigen in der Dichtung: Hölderlin – Rilke – Celan. Studien zur Poetik deiktisch-elliptischer Schreibweisen. Göttingen 1989;

  5. Arnold Stadler, Das Buch der Psalmen und die deutschsprachige Lyrik des 20. Jahrhunderts. Zu den Psalmen im Werk Bertolt Brecht u. Paul Celans. Köln, Wien 1989;

  6. Edmond Jabès, Des verstorbenen Freundes gedenkend – Wie ich Paul Celan lese. [üb. die Frz. Übersetzz. Paul Celans]. In: FAZ, 22.04.1989

1990

  1. Ralf Zschachlitz, Vermittelte Unmittelbarkeit im Gegenwort. Paul Celans kritische Poetik. Ffm, Bern, New York, Paris 1990;

  2. Ernst Mannheimer, Du wirfst mir Ertrinkendem Gold nach. Vor zwanzig Jahren nahm sich der jüd. Dichter Paul Celan in Paris das Leben. In: AjW, 24.05.1990;

  3. Eleonore Frey, Im Herzsinn. Zum Ereignis des ’Sprachwahren’ in Celans Gedichten. In: NZZ, 23.11.1990;

  4. Thomas Sparr, Das Gespräch im Gedicht. Paul Celans Ged. ’Zürich, Zum Storchen’. In: NZZ, 23.11.1990;

  5. Esther Cameron, Die ausgebliebene Antwort. Zur Wirkungsgesch. Paul Celans. In: BulletinLBl (1990), Nr. 85, S. 33–42

1992

  1. Frank König, Heimatfremden. Atemwenden. Sprachgitter. In memoriam Paul Celan. In: NZZ, 13.03.1992;

  2. Jürgen Wertheimer, Paul Celans Sprachsuche nach der Shoah. In: Ortwin Breitbart, Ulf Abraham (Hrsgg.), Einige werden bleiben. Und mit ihnen das Vermächtnis. Der Beitr.jüd. Schriftsteller zur dt.sprachigen Lit. des 20. Jhs. Bamberg 1992, S. 105–123

1993

  1. Monika Schmitz-Emans, Poesie als Dialog. Vergleichende Studien zu Paul Celan und seinem literar. Umfeld. Heidelb. 1993;

  2. Jean Bollack, Deine trockne, immer noch sternsüchtige Seele. Ein unbekanntes Ged. [“Le Périgord”] von Paul Celan u. die Bedingungen seines Entstehens. In: FAZ [Beil.], 21.08.1993;

  3. Thomas Steinfeld, Geisterfahrer auf Sternenstraßen. Der Br.wechsel zw. Paul Celan und Nelly Sachs. In: FAZ, 05.10.1993;

  4. Peter Hamm, Das Leben hat die Gnade, uns zu zerbrechen. Zum Br.wechsel Nelly Sachs – Paul Celan. In: Zeit, 08.10.1993 [mit Fotos];

  5. Albert von Schirnding, Sternstunden und Dunkelzeiten. Zum Br.wechsel von Paul Celan u. Nelly Sachs. In: SZ, 03.11.1993;

  6. Helmut Böttiger, Der Zusammenhang von radikaler Ästhetik und politischer Haltung. Drei neue Studien [Edith Silbermann, Erinnerungen an Paul Celan, Jean Bollack, Herzstein, Maurice Blanchot, Der als letzter spricht] üb. Paul Celan und sein Br.wechsel mit Nelly Sachs. In: FR, Weihnachten 1993;

  7. Ernest Wichner, Herbert Wiesner (Hrsgg.), In der Sprache der Mörder. Eine Lit. aus Czernowitz, Bukowina. — Seite — Page 98Ausstellungsbuch. Bln 1993, S. 163ff., 203ff., 249ff.;

  8. Klaus Werner, Czernowitz. Zur bukowinischen Dichtung im 20. Jh. In: ZfGermNF 3 [1993], H. 1, S. 61–79;

  9. James K. Lyon, Der Holocaust und nicht-referentielle Sprache in der Lyrik Paul Celans. In: CelanJb 5 (1993), S. 247–270

1994

  1. Jorge Semprún, Ihr Grab ist in den Wolken, da liegt man nicht eng. Die Rede von J’ S’, dem Friedenspreisträger des Börsenvereins des Dt. Buchhandels 1994, in der Frankfurter Paulskirche. In: FAZ, 10.10.1994 [darin üb. “Todesfuge”];

  2. Anne Rose Katz, Distanzierter Dichter. Auf den Spuren des Schriftstellers Paul Celan. In: SZ, 05.12.1994 [zu Dokumentarfilm üb. Paul Celan: “Erst jenseits der Kastanien ist die Welt”, v. Hilde Bechert u. Klaus Dexel, im Süddt. Rundfunk];

  3. Ilana Schmueli, Denk dir. Paul Celan in Jerusalem. In: Jakob Hessing (Hrsg.), Jüdischer Almanach 1995 des Leo Baeck Instituts. Ffm 1994, S. 9–36;

  4. Amit Eshel, Zeit der Zäsur. Über Dan Pagis u. Paul Celan. In: Ebd., S. 37–48

1995

  1. Helmut Böttiger, Diese merkwürdige, gemeinsame Wellenlänge. Ein Besuch bei Franz Wurm, dem Br.partner Paul Celans. [mit Fotos]. In: FR, 22.04.1995;

  2. Sabine Könnecker, “Sichtbares, Hörbares”. Die Beziehung zw. Sprachkunst u. bildender Kunst am Beispiel Paul Celans. Bielefeld 1995;

  3. John Felstiner, Paul Celan. Poet, Survivor, Jew. New Haven, London 1995;

  4. Heinrich Stiehler, Schwarze Flocken. Neues über P’ Antschel-Celan: Das Arbeitslager Tabarasti u. drei frühe Gedd. In: Zeit, 27.10.1995;

  5. Marina Dmitrieva-Einhorn, Wo ich mit meinen Gedanken bin. “Vom winzigen Worthaufen”: Unbekannte Brr. Paul Celans an Erich Einhorn, einen Jugendfreund aus Czernowitz. In: Zeit, 27.10.1995;

  6. Hans-Ulrich Treichel, Immerwährender Exodus. In: FAZ, 25.11.1995

1996

  1. A. Eshel, Th.[omas] Sparr, Zur Topographie der Herkunft in der Lyrik von D. Pagis und P. Celan. In: Mark H. Gelber, Hans Otto Horch, Sigurd Paul Scheichl (Hrsgg.), Von Franzos zu Canetti. Jüd. Autoren aus Österr. Neue Studien. Tüb. 1996.

Dissertationen

  1. Johann Firges, Die Gestaltungsgeschichten in der Lyrik Paul Celans ausgehend vom Wortmaterial. Phil. Diss. Köln 1959;

  2. Peter Mayer, Paul Celan als jüdischer Dichter. Diss. phil. Landau/Pfalz o. J. [1969];

  3. Andre Siepmann, Aspekte des Elegischen in der Lyrik Paul Celans. Phil. Diss. Bochum [masch.schriftl.] 1988;

  4. James Karl Lyon, Nature: Its Idea and Use in the Poetic of Ingeborg Bachmann, Paul Celan and Karl Krolow. Phil. Diss. Cambridge/Mass. 1963 [masch.schriftl.];

  5. Dorothea Kim, Paul Celan als Dichter der Bewahrung. Versuch einer Interpretation. Phil. Diss. Aarau 1969;

  6. Margrit Schäfer, Negationen im Werke Paul Celans. Phil. Diss. Zürich 1975;

  7. Michael Herrmann, Die Büchner-Preis-Rede und das “Sprachgitter”: Untersuchungen zur Strukturierung der lyrischen Sprache durch Paul Celan. Phil. Diss. Erlangen [masch.schriftl.] 1975;

  8. Henriette Beese, Nachdichtung als Erinnerung. Allegorische Lektüre einiger Gedd. von Paul Celan. Phil. Diss.Darmst. 1976;

  9. Christoph Parry, Mandelstam der Dichter und der erdichtete Mandelstam im Werk Paul Celans. Versuch zur Beleuchtung einer literar. Beziehung. Phil. Diss. Marburg 1978;

  10. John E. Jackson, La question du sujet. Un aspect de la modernité poétique européenne. T. S. Elliot – Paul Celan – Yves Bonnefoy. Phil. Diss. Neuchâtel 1978;

  11. Heinrich Stiehler, Paul Celan, Oscar Walter Cisek und die deutschsprachige Gegenwartsliteratur Rumäniens. Ansätze zu einer vergleichenden Lit.soziologie. [Phil. Diss.]. Ffm, Bern, Cirencester/U.K. 1979;

  12. Lielo Anne Pretzer, Geschichts- und sozialkritische — Seite — Page 99Dimensionen in Paul Celans Werk. Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung avantgardistisch-surrealistischer Aspekte. [Phil. Diss.]. Bonn 1980;

  13. Amy Diana Colin, Paul Celan: His Poetic Traditions. [Phil. Diss.]. o. O. [Yale] 1982;

  14. Germional Civikov, Interpretationsprobleme moderner Lyrik am Beispiel Paul Celans. Phil. Diss. Amsterdam 1984;

  15. David Brierley, “Der Meridian”. Ein Versuch zur Poetik u. Dichtung Paul Celans. Phil. Diss.Ffm, Bern, New York 1984;

  16. Wulf H. Ahlbrecht, Paul Celans späte Gedichte. Versuch an den Grenzen eurozentrischer Wirklichkeit. [Phil. Diss.]. Bonn 1985;

  17. Barbara Wiedemann-Wolf, Antschel Paul – Paul Celan. Studien zum Frühwerk. [Phil. Diss. 1983]. Tüb. 1985;

  18. Leonard Moore Olschner, Der feste Buchstab. Erläuterungen zu Paul Celans Ged.übertragungen. [Phil. Diss. 1983]. Göttingen, Zürich 1985;

  19. Gabriele Sevenich, Sprache in Person. Versuche authentischen Sprechens am Beispiel Paul Celan. Phil. Diss.Düsseld. 1985;

  20. Dorothee Kohler-Luginbühl, Poetik im Lichte der Utopie. Paul Celans poetologische Texte. Phil. Diss. Bern, Ffm, New York 1986;

  21. Irène Elisabeth Kummer, Unlesbarkeit dieser Welt. Spannungsfelder moderner Lyrik u. ihr Ausdruck im Werk von Paul Celan. [Phil. Diss.]. Ffm 1987;

  22. Andre Siepmann, Aspekte des Elegischen in der Lyrik Paul Celans. Phil. Diss. Bochum [masch.schriftl.] 1988;

  23. Richard Reschika, Poesie und Apokalypse. Paul Celans “Jerusalem Gedichte” aus dem Nachlaßbd “Zeitgehöft”. Phil. Diss. Pfaffenweiler 1991;

  24. Vivian Liska, Die Nacht der Hymnen. Paul Celans Gedd. 1938–1944. Phil. Diss. Bern, Ffm, New York 1993.

Bibliographien

  1. Christiane Heuline, Bibliographie zu Paul Celan. Werke u. Sek.lit. In: ZfKunstaust 32 (1982), S. 245–285;

  2. Paul Celan. [Bibliogr.]. 2. erw.Aufl.Mnchn 1984;

  3. Jerry Glenn, Paul Celan: Eine Auswahlbibliographie der Sekundärliterarur 1986 [Fortsetz. der Bibliogr. in CelanJb 1]. In: Hans-Michael Speier (Hrsg.), CelanJb 2 (1988). Heidelb. 1989 [weitere Jahrbb.]; Bibliogr. [bis 1988] in: Lit. 86, S. 345–359.

Archiv BJ Ffm

zahlr.Exzz.

Werke

  1. Der Sand aus den Urnen. Gedd. Mit 2 Orig.lithogrr. v. Edgar Jené. Wien 1948 (Vlg A. Sexl), 62 S., 20,7 x 14,5 cm, BE. – Inh. [Hauptkapp.]: An den Toren [17 Gedd.], S. 3–23; Mohn u. Gedächtnis [30 Gedd.], S. 24–56; Todesfuge, S. 59ff. [vgl. W. 3]

  2. Übers.: Jean Cocteau, Der goldene Vorhang. Br. an die Amerikaner. Bad Salzig, Düsseld.o. J. [1949] (Karl Rauch), 53 S., 20,1 x 12,4 cm, brosch.

  3. Mohn und Gedächtnis. [Gedd.]. Stuttg. 1952 (Dt. Vlgs-Anstalt), 79 S., 18,8 x 11,8 cm, geb.Inh. [Hauptkapp.]: Der Sand aus den Urnen [25 Gedd.], S. 5–34; Todesfuge, S. 35–40; Gegenlicht [17 Gedd.], S. 41–60; Halme der Nacht [13 Gedd.], S. 61–67. [weitere Aufll., 13. Aufl. 1994] [vgl. W. 1; teilw. oder kompl. Wiederabdr. in verschied. W.]

  4. Übers.: E. M. Cioran, Lehre vom Zerfall. Essays. Hamb. 1953 (Rowohlt), 215 S., 20,2 x 13 cm, brosch.

  5. Mitübers. u. Elisabeth Schnack: Pablo Picasso, Wort und Bekenntnis. Die gesammelten Zeugnisse u. Dichtungen. Mit Beitrr. v. Nikolai Berdiajew, C. G. Jung und — Seite — Page 100D. H. Kahnweiler. Berechtigte Übertragung von Paul Celan (Drama u. Gedd.) u. E’ Sch’ (Bekenntnisse). Zürich o. J. [C 1954] (Die Arche), 128 S., 19,2 x 11,5 cm, geb.

    Dass. Berechtigte Übertragung von Paul Celan (Drama u. Gedd.), Elisabeth Schnack (Bekenntnisse), Oswalt v. Nostiz (Dichtung 1939–1941 u. Gespräche u. Erinnerungen 1939–1946 v. Jaime Sabartés) u. Kurt Leonhard (Ged. v. 13.05.1941). Ffm 1957 (Ullstein), 189 S., 17,6 x 11,8 cm, brosch. = Gestalten u. Wege, Bd 3. – Übersetzz. v. Paul Celan: Gedichte 1935, S. 49–64; Wie man Wünsche beim Schwanz packt. Drama in 6 Akten [vgl. W. 40], S. 77–114.

  6. Von Schwelle zu Schwelle. Gedd.Stuttg.o. J. [C 1955] (Dt. Vlgs-Anstalt), 68 S., 18,9 x 11,7 cm, geb.Widm.: “Für Gisèle”.Inh.: Sieben Rosen später: Ich hörte sagen, S. 9; Im Spätrot, S. 10; Leuchten, S. 11; Gemeinsam, S. 12; Mit Äxten spielend, S. 13; Das Schwere, S. 14; Ein Körnchen Sands, S. 15; Strähne, S. 16; Aus dem Meer, S. 17; Zwiegestalt, S. 19; Lernen, S. 19; Wo Eis ist, S. 20; Von Dunkel zu Dunkel, S. 21; In Gestalt eines Ebers, S. 22; Bretonischer Strand, S. 23; Gut, S. 24; Zu zweien, S. 25; Der Gast, S. 26; Mit wechselndem Schlüssel: Grabschrift für Francois, S. 29; Aufs Auge gepfropft, S. 30; Der uns die Stunden zählte, S. 31; Assisi, S. 32; Auch heute Abend, S. 33; Vor einer Kerze, S. 34; Mit wechselndem Schlüssel, S. 36; Hier, S. 37; Stilleben, S. 38; Um das Schöne, S. 39; Waldig, S. 40; Abend der Worte, S. 41; Die Halde, S. 42; Ich weiß, S. 43; Die Felder, S. 44; Andenken, S. 45; Inselhin: Nächtlich geschürzt, S. 49; Auge der Zeit, S. 51; Flügelnacht, S. 52; Welchen der Steine du hebst, S. 53; Im memoriam Paul Eluard, S. 54; Schibboleth, S. 55; Wir sehen dich, S. 57; Kenotaph, S. 58; Sprich auch du, S. 59; Mit zeitroten Lippen, S. 60; Argumentum e silentio, S. 62; Die Winzer, S. 64; Inselhin, S. 65. [weitere Aufll.] [teilw. oder kompl. Wiederabdr. in verschied. W.]

  7. Übers.: Georges Simenon, Maigret und die schrecklichen Kinder. Kriminalroman. Ungek. Lizenzausg. o. O. [Gütersloh] 1955 (o. Vlg) [Bertelsmann Lesering], 204 S., kl. 8°.

    Dass. Ungek. Ausg. Köln, Blno. J. [1955] (Kiepenheuer u. Witsch).

  8. Übers.: Georges Simenon, Hier irrte Maigret. Kriminalroman. Ungek. Lizenzausg. o. O. [Gütersloh] 1955 (o. Vlg) [Bertelsmann Lesering], 206 S., kl. 8°.

    Dass. Ungek. Ausg. Köln, Blno. J. [1955] (Kiepenheuer u. Witsch).

  9. Übers.: Jean Arthur Rimbaud, Das trunkene Schiff. Wiesb. 1958 (Insel-Vlg), 12 Bl., gr. 8°.

  10. Übers.: Alexander Block, Die Zwölf. Übersetz. aus dem Russ. Ffm 1958 (S. Fischer), 23 S., 21 x 14,2 cm, geb.Vorw. v. Paul Celan, S. 5.

  11. Gedichte. Eine Ausw.Ffmo. J. [C 1959] (S. Fischer) [C 1948 Paul Celan u. 1955 Dt. Vlgs-Anstalt, Stuttg.], 78 S., 18,2 x 11 cm, brosch. = S. Fischer Schulausgg. Texte mod. Autoren. – Inh.: Der Pfeil der Artemis, S. 5; Flügelrauschen, S. 6; Umsonst malst du Herzen, S. 7; Todesfuge, S. 10; Die Hand voller Stunden, S. 10; Espenbaum, S. 11; Das Gastmahl, S. 12; Chanson einer Dame im Schatten, S. 13; Spät — Seite — Page 101und Tief, S. 15; Corona, S. 17; Auf Reisen, S. 18; In Ägypten, S. 19; Die Krüge, S. 20; Ich bin allein, S. 21; Nachts, wenn das Pendel, S. 22; Der Tauben weißeste, S. 23; Brandung, S. 24; Landschaft, S. 25; Zähle die Mandeln, S. 26; Ich hörte sagen, S. 27; Nächtlich geschürzt, S. 28; Der Gast, S. 29; In Gestalt eines Ebers, S. 30; Leuchten, S. 31; Aus dem Meer, S. 32; Von einer Kerze, S. 33; Hier, S. 35; Die Winzer, S. 36; Mit wechselndem Schlüssel, S. 37; Welchen der Steine du hebst, S. 38; Assisi, S. 39; Der uns die Stunde zählte, S. 40; Argumentum e silentio, S. 41; Inselhin, S. 43; Die Felder, S. 44; Schibboleth, S. 45; Zuversicht, S. 47; Stimmen, S. 48; Tenebrae, S. 51; Weiß u. Leicht, S. 52; Sprachgitter, S. 54; Matiére de Bretagne, S. 55; Windgerecht, S. 57; Köln, Am Hof, S. 58; Allerseelen, S. 59; Entwurf einer Landschaft, S. 60; Engführung, S. 61; Ein Auge, offen, S. 68; Oben, geräuschlos, S. 69; Sommerbericht, S. 71; Niedrigwasser, S. 72; Biogr. Notiz, S. 74. [weitere Aufll.]

  12. Übers.: Ossip Mandelstam, Gedichte. Aus dem Russ. übertr. von Paul Celan. Ffm 1959 (S. Fischer), 68 S., 20,8 x 13,4 cm, geb. – Notiz des Übers., S. 65f.: “[...] Der mit diesem Buch dem deutschsprachigen Leser vorgelegten Auswahl [...] soll zunächst die Chance gegeben sein, die unter den vielen, die erst jeder Dichtung bleibt: die des bloßen Vorhandenseins. 9. Mai 1959. P. C.”

    Dass.Ffm 1983 (Fischer-TB-Vlg), brosch.

  13. Übers.: Jean Bazaine, Notizen zur Malerei der Gegenwart. Ffm 1959 (S. Fischer), 61 S., 19,8 x 13 cm, brosch.

  14. Sprachgitter. Gedd.Ffm 1959 (S. Fischer), 67 S., 21,1 x 13,1 cm, geb. [weitere Aufll.] [teilw. oder kompl. Wiederabdr. in verschied. W.]

  15. Mitübers. u. Johannes Hübner, Lothar Klünner, Jean-Pierre Wilhelm: René Char, Poésies. Bd 1. Hrsg. v. Jean-Pierre Wilhelm unter Mitarb. v. Christoph Schwerin. Vorw. v. Albert Camus, Übersetz. des Vorw. v. Kurt Leonhard. Ffm 1959 (S. Fischer), 387 S., 24,2 x 15,5 cm, geb.Übersetzz. v. Paul Celan: Hypnos, Aufzchngn aus dem Maquis, S. 117–202; Einer harschen Heiterkeit, S. 267–298. [vgl. W. 46 u. 54]

  16. Übers.: Paul Valéry, Die junge Parze. Wiesb. 1960 (Insel-Vlg), 34 S., 33,4 x 21 cm, brosch.“Dieser Übersetzung liegt die Fassung in dem Band ’Poésies’ (Paris 1942, Gallimard zugrunde).”

    Dass.Ffm 1964 (Insel-Vlg), 55 S., 18,4 x 12 cm, geb.

  17. Übers., Hrsg.: Sergej Jessenin, Gedichte. Ffm 1961 (S. Fischer), 63 S., 21 x 13,6 cm, geb.

  18. Der Meridian. Rede anläßlich der Verleihung des Georg Büchner-Preises Darmstadt, 22. Okt. 1960. Ffm 1961 (S. Fischer), 24 S., 21 x 13,6 cm, brosch. [vgl. Beitr. 11, Wiederabdr. in verschied. W.]

  19. Mitübers.: Robert Frost, Gedichte. Hrsg. v. Eva Hesse mit Übertrr. v. Paul Celan, Eva Hesse, Hans Leip, Kurt Erich Meurer, Dagmar Nick, Robert R. Schnorr, Georg v. d. Vring u. Dieter E. Zimmer. Ebenhausen b. Mnchno. J. [C 1963] (Langewiesche-— Seite — Page 102Brandt), 98 S., 20,8 x 13,3 cm, geb.Übersetz. v. Paul Celan: Der unbegangene Weg, S. 48f.

  20. Mitübers. u. Johannes Hübner, Lothar Klünner, Jean-Pierre Wilhelm, Franz Wurm: René Char, Hypnos und andere Dichtungen. Eine Ausw. des Autors. Hrsg. v. Klaus Wagenbach. Ffm 1963 (Fischer doppelpunkt), 124 S., 18,7 x 11,5 cm, geb.Übersetzz. v. Paul Celan: Hypnos. Aufzchngn aus dem Maquis (1943–44), S. 7–60; Der Schlange zum Wohl, S. 89–92.

  21. Die Niemandsrose. Ffm 1963 (S. Fischer), 95 S., 20,9 x 13,4 cm, geb.Widm.: “Dem Andenken Ossip Mandelstamms.”Inh.: I. Es war Erde in ihnen, S. 9; Das Wort vom Zur-Tiefe-Gehen, S. 10; Bei Wein u. Verlorenheit, S. 11; Zürich, Zum Storchen, S. 12; Selbdritt, selbviert, S. 14; Soviel Gestirne, S. 15; Dein Hinübersein, S. 16; Zu beiden Händen, S. 17; 12 Jahre, S. 18; Mit allen Gedanken, S. 19; Die Schleuse, S. 20; Stumme Herbstgerüche, S. 21; Eis, Eden, S. 22; Psalm, S. 23; Tübingen Jänner, S. 24; Chymisch, S. 25; Einer Gauner- u. Ganovenweise, S. 27; II. Flimmerbaum, S. 31; Erratisch, S. 33; Einiges Handähnliche, S. 34;...rauscht der Brunnen, S. 36; Es ist nicht mehr, S. 36; Radix, Matrix, S. 37; Schwarzerde, S. 39; Einem, der vor der Tür stand, S. 40; Mandorla, S. 42; An niemand geschmiegt, S. 43; Zweihäusig, Ewiger, S. 45; Sibirisch, S. 46; Benedicta, S. 47; A la pointe à acérée, S. 48; III. Die hellen Steine, S. 53; Anabasis, S. 54; Ein Wurfholz, S. 56; Hawdalah, S. 57; Le Menhir, S. 58; Nachmittag mit Zirkus u. Zitadelle, S. 59; Kermorvan, S. 60; Bei Tag, S. 61; Ich habe Bambus geschnitten, S. 62; Kolon, S. 63; IV. Wohin mir das Wort, S. 71; Les Globes, S. 72; Huhediblu, S. 73; Hüttenfenster, S. 76; Die Silbe Schmerz, S. 78; La Contrescarpe, S. 80; Es ist alles anders, S. 82; Und mit dem Buch aus Tarussa, S. 85; In der Luft, S. 88. [weitere Aufl. 1964]

    Dass. Lizenzausg. Bln 1983 (Vlg Volk u. Welt), 94 S., 22 cm, kart.

    [teilw. oder kompl. Wiederabdr. in verschied. W.]

  22. Übers.: Drei russische Dichter. Alexander Block – Ossip Mandelstam – Sergej Jessenin. Ffm, Hamb. 1963 (S. Fischer), 142 S., 17,9 x 10,5 cm, brosch.

    Dass.u. d. T.: Übertragungen aus dem Russischen. Alexander Blok, Ossip Mandelstam, Sergej Jessenin. Ffm 1986 (S. Fischer), 156 S., 21 cm, gew.

  23. Atemkristall. Bibliophile Ausg. von 75 Exempll. Mit 8 Radierungen von Gisèle Celan-Lestrange. Paris 1965 (Brunidor), 72 S. – Inh.: Du darfst; Von Ungeträumtem; In die Rillen; In den Flüssen; Vor dein spätes Gesicht; Die Schwermutschnellen hindurch; Die Zahlen; Wege im Schatten-Gebräch; Weißgrau; Mit erdwärts gesungenen Masten; Schläf nzange; Beim Hagelkorn; Stehen; Dein vom Wachen; Mit den Verfolgten; Fadensonnen; Im Schlangenwagen; Harnischstriemen; Wortaufschüttung; Ich kenne dich; Weggebeizt. [vgl. W. 26]

    Dass.u. d. T.: Atemkristall. Schwarzmaut. Radierungen v. Gisèle Celan-Lestrange. 2 Bde in Kassette. Fks. der Ausg. Vaduz/Liechtenstein, Brunidor. Limitierte u. num.Aufl.Ffm 1990 (Suhrkamp).

  24. — Seite — Page 103Hrsg.: Henri Michaux, Dichtungen. Schriften I. Aufgr. der von H’ M’ unter Mitwirkung v. Christoph Schwerin getroffenen Ausw. in Übertr. v. Kurt Leonhard u. eigenen Übertrr.hrsg. v. Paul Celan. Ffm 1966 (S. Fischer), 547 S. (zweispr.), 20,8 x 13,9 cm, geb.Beitrr. v. Paul Celan: Wer ich war [bis auf “Der große Kampf”, S. 43–47 v. K’ L’], S. 9–47; Aus “Meine Besitzungen”: Gedd., S. 170–181; “Die Verlangsamte”, S. 408–425; “Fürst der Nacht”, S. 465.

  25. Übers.: William Shakespeare, 21 Sonette. Ffm 1967 (Insel-Vlg), 47 S., 18,3 x 12 cm, geb.Rez.: v. Johannes Kleinstück in: FAZ, 03.02.1968: “Die 154 Sonette, die 1609 in London unter Shakespeares Namen erschienen, sind die am meisten diskutierte Gedichtsammlung der englischen Literatur. [...] Zahlreiche Übersetzer haben sich an Shakespeares Sonetten versucht. [...] Paul Celan hat jetzt einundzwanzig Sonette übertragen. Ein Prinzip der Auswahl ist nicht erkennbar, es sei denn das negative des Weglassens: Von den an die dunkle Dame gerichteten Sonetten ist keines übersetzt u’ nur wenige von den berühmten Anthologiestücken. [...] Er [Celan] hat die strenge Form des Originals, die zum Reim, Metrum u’ Konzentration [sic] zwingt, beizubehalten gesucht: Shakespeare soll wie Shakespeare sprechen u’ braucht sich nicht der freien, an keine unpersönliche Norm gebundenen lyrischen Diktion Celans anzupassen.”

  26. Atemwende. [Gedd.]. Ffm 1967 (Suhrkamp), 111 S., 20,8 x 13,3 cm, geb. – [Vlgsbemerkg:] “Von den Gedichten dieses Bandes erschien der 1. Zyklus unter dem Titel ’Atemkristall’ mit 8 Radierungen von Gisèle Celan-Lestrange in einer einmaligen bibliophilen Ausgabe von 75 Exemplaren im Herbst 1965 bei ’Brunidor’, Paris. [W. 23].” – Inh.: I. Du darfst, S. 7; Von Ungeträumtem, S. 8; In die Rillen, S. 9; In den Flüssen, S. 10; Vor dein spätes Gesicht, S. 11; Die Schwermutschnellen hindurch, S. 12; Die Zahlen, S. 13; Wege im Schatten-Gebräch, S. 14; Weißgrau, S. 15; Mit erdwärts gesungenen Masten, S. 16; Schläf nzange, S. 17; Beim Hagelkorn, S. 18; Stehen, S. 19; Dein vom Wachen, S. 20; Mit den Verfolgten, S. 21; Fadensonnen, S. 22; Im Schlangenwagen, S. 23; Harnischstriemen, S. 24; Wortaufschüttung, S. 25; Ich kenne dich, S. 26; Weggebeizt, S. 27; II. Vom großen, S. 31; Singbarer Rest, S. 32; Flutender, S. 33; Zwanzig für immer, S. 34; Keine Sandkunst mehr, S. 35; Helligkeitshunger, S. 36; Als uns das Weiße anfiel, S. 37; Hoheles Lebensgehöft, S. 38; Über drei, S. 39; Am weißen Gebetriemen, S. 40; Erblinde, S. 41; Engholztag, S. 42; Heute, S. 43; Mittags, S. 44; Unter die Haut, S. 45; Das Stundenglas, S. 46; Hafen, S. 47; III. Schwa, S. 53; Hammerköpfiges, S. 54; Landschaft, S. 55; Die Gauklertrommel, S. 56; Wenn du im Bett, S. 57; Hinterm kohlgezinkten, S. 58; In Prag, S. 59; Von der Orchis her, S. 60; Halbzerfressener, S. 61; Aus Fäusten, S. 62; Schwirrhölzer, S. 63; Abends, S. 64; Bei den zusammengetretenen, S. 65; Das aufwärtsstehende Land, S. 66; Das umhergestoßene, S. 67; Aschenglorie, S. 68; IV. Das Geschriebene, S. 71; Cello-Einsatz, S. 72; Frihed, S. 73; Den verkieselten Spruch, S. 75; Wo?, S. 76; Königswut, S. 77; Solve, S. 78; Coagula, S. 79; Schädelsenken, S. 80; Osterqualm, S. 81; Kaimauer-Rast, S. 82; Erhört, S. 83; Schaufäden, Sinnfäden, S. 84; Ein Dröhnen, S. 85; Irrennäpfe, S. 86; Lichtenbergs zwölf, S. 87; Give the — Seite — Page 104Word, S. 89; Vom Anblick der Amseln, S. 90; V. Große, glühende Wölbung, S. 93; Schieferäugige, S. 94; Schlickende, S. 95; Du, das, S. 96; Der mit Himmeln geheizte, S. 97; Dunstbänder-, Spruchbänder-Aufstand, S. 98; Ruh aus in deinen Wunden, S. 99; VI. Einmal, S. 103. – Rezz.: v. Karl Krolow in: Tsp, 15.10.1967; v. Jost Nolte in: WeltLit, 09.11.1967.

    Dass.Ffm 1982 (Suhrkamp), 103 S., 18 cm, kart. [weitere Aufll., 7. Aufl. 1994]

    Dass.Hrsg. v. Gerhard Buhr. o. O.o. J. [1990] (Könighausen u. Neumann), 350 S., brosch.

    [teilw. oder kompl. Wiederabdr. in verschied. W.]

  27. Übers.: Giuseppe Ungaretti, Das verheißene Land. Das Merkbuch des Alten. Aus dem Ital. v. Paul Celan. Ffm 1968 (Insel-Vlg), 125 S., 21,1 x 12,8 cm, geb. [zweisprachig]. – Rez.: v. Karl Krolow in: Tsp, 22.12.1968: “Celan ist unter den deutschen Lyrikern wahrscheinlich wie kein anderer prädestiniert, solche Spannung übersetzend, übermittelnd weiterzuleiten. Allein das Aufeinandertreffen von Ungaretti u’ Celan ist ein Vorgang, der erheblichen literarischen Genuß verschafft: der sprachliche Reiz ist so groß, daß es sekundär bleibt, über Grenzen der Übersetzung im einzelnen (die vorhanden sind) zu rechten.”

  28. Ausgewählte Gedichte. Zwei Reden. Nachw. v. Beda Allemann. Ffm 1968 (Suhrkamp), 174 S., 17,6 x 10,8 cm, brosch.Inh.: Mohn und Gedächtnis: Marianne, S. 7; Die Hand voller Stunden, S. 8; Der Sand aus den Urnen, S. 9; Das Gastmahl, S. 10; Dunkles Aug im September, S. 12; Chanson einer Dame im Schatten, S. 12; Lob der Ferne, S. 14; Spät und tief, S. 15; Corona, S. 17; Todesfuge, S. 18; Auf Reisen, S. 20; In Ägypten, S. 21; Brandmal, S. 22; Kristall, S. 23; Ich bin allein, S. 24; Die Krüge, S. 25; Nachts, S. 26; Der Tauben weißeste, S. 27; Schlaf und Speise, S. 28; Unstetes Herz, S. 29; Zähle die Mandeln, S. 30; Von Schwelle zu Schwelle: Ich hörte sagen, S. 33; Zwiegestalt, S. 34; Fernen, S. 35; Der Gast, S. 36; Aufs Auge gepfropft, S. 37; Assisi, S. 38; Vor einer Kerze, S. 39; Stilleben, S. 41; Nächtlich geschürzt, S. 43; Flügelnacht, S. 45; Welchen der Steine du hebst, S. 46; Schibboleth, S. 47; Die Winzer, S. 49; Inselhin, S. 50; Sprachgitter: Stimmen, S. 53; Zuversicht, S. 56; Schliere, S. 57; Tenebrae, S. 58; Sprachgitter, S. 60; Schneebett, S. 61; Matière de Bretagne, S. 62; In Mundhöhe, S. 64; Entwurf einer Landschaft, S. 65; Sommerbericht, S. 66; Engführung, S. 67; Die Niemandsrose: Soviel Gestirne, S. 77; Zu beiden Händen, S. 78; Psalm, S. 79; Chymisch, S. 80; Es ist nicht mehr, S. 82; Radix, Matrix, S. 89; Mandorla, S. 85; Sibirisch, S. 86; Anabasis, S. 87; Le Menhir, S. 89; Hinausgekrönt, S. 90; Die Silbe Schmerz, S. 92; Und mit dem Buch aus Tarussa, S. 94; In der Luft, S. 97; Atemwende: Du darfst, S. 101; In den Flüssen, S. 102; Die Zahlen, S. 103; Stehen, S. 104; Fadensommer, S. 105; Wortaufschüttung, S. 106; Weggebeizt, S. 107; Vom großen, S. 108; Singbarer Rest, S. 109; Am weißen Gebetriemen, S. 110; Hafen, S. 111; Landschaft, S. 114; Die Gauklertrommel, S. 115; In Prag, S. 116; Aschenglorie, S. 117; Cello-Einsatz, S. 118; Frihed, S. 119; Give the Word, S. 121; Schlickende, S. 122; Der mit Himmeln geheizte, S. 123; Ansprache anläßlich der Entgegennahme des Literaturpreises der Freien Hansestadt Bremen, S. 125; Der — Seite — Page 105Meridian. Rede anläßl. der Verleihung des Georg Büchner-Preises. [vgl. Beitr. 11], S. 131; Nachw., S. 149; Bibliogr., S. 167; Inh.verzchn., S. 169. [17. Aufl. 1994]

  29. Übers.: André du Bouchet, Vakante Glut. Ffmo. J. [C 1968] (Suhrkamp), 108 S., 20,7 x 13,3 cm, geb.Rez.: v. Bernhard Böschenstein in: [o. Quelle], 07.09.1969 [Exz. ABJ]: “Paul Celan hat hier nicht eine eigene Dichtung aus dem Geist des Originals, doch mit neugeschaffenen Entsprechungen, geben wollen [...], sondern mit hingebender Treue jede Wendung überaus exakt verdeutscht, niemals poetisierend, vielmehr mit entsagender Selbstprüfung seine Erfindungskraft streng überwachend u’ nüchtern dem Original anpassend. Das Prosanahe der französischen Sprache hat er fast noch stärker herausgebracht, fast immer Knappheit umständlicherer Umschreibung vorziehend [...].”

    Dass.u. d. T.: Vakante Glut. Dans la chaleur vacante. [zweispr.]. 1. Aufl.Ffm 1989 (Suhrkamp), 187 S., 18,2 x 11,8 cm, geb.

  30. Übers.: Jules Supervielle, Gedichte. Ffm 1968 (Insel-Vlg), 56 S., 18,3 x 12 cm, geb.

  31. Fadensonnen. [Gedd.]. Ffm 1968 (Suhrkamp), 128 S., 20,8 x 13,3 cm, geb.Inh.: I. Augenblicke, S. 7; Frankfurt, September, S. 8; Gezinkt der Zufall, S. 9; Wer herrscht?, S. 10; Die Spur eines Bisses, S. 11; In der ewigen Teufe, S. 12; Sichtbar, S. 13; Umwegkarten, S. 14; Sackleinen-Gugel, S. 15; Spasmen, S. 16; Deine Augen im Arm, S. 17; Hendaye, S. 18; Pau, nachts, S. 19; Pau, später, S. 20; Der Hengst, S. 21; Die Unze Wahrheit, S. 22; In den Geräuschen, S. 23; Lyon, les Archers, S. 24; Die Köpfe, S. 25; Wo bin ich, S. 26; Die längst Entdeckten, S. 27; All deine Siegel erbrochen? Nie, S. 28; II. Schlafbrocken, S. 31; Die Wahrheit, S. 32; Aus den nahen, S. 33; Ausgeschlüpfte, S. 34; Ewigkeiten, S. 35; Der puppige Steinbrech, S. 36; Die zwischenein, S. 37; Der geglückte, S. 38; Auf überregneter Fährte, S. 39; Weißgeräusche, S. 40; Die teuflischen, S. 41; Die Dunkel-Impfinge, S. 42; Die zweite, S. 43; Das ausgeschachtete Herz, S. 44; Die fleißigen, S. 45; Die kollidierenden, S. 46; Eingehimmelt, S. 47; Wenn ich nicht weiß, nicht weiß, S. 48; Eingewohnt, entwohnt, S. 49; Riesiges, S. 50; Gewieherte Tumbagebete, S. 51; Die Ewigkeiten tingeln, S. 52; Müllschlucker-Chöre, S. 53; III. Entteufelter Nu, S. 57; Hüllen, S. 58; Die Liebe, S. 59; Du warst, S. 60; Zur Rechten, S. 61; Die abgewrackten Tabus, S. 62; Wutpilger-Streifzüge, S. 63; Stille, S. 64; Die Eine, S. 65; Bei Glüh- u. Mühwein, S. 66; Schief, S. 67; Die herzschriftgekrümelte, S. 68; Unverwahrt, S. 69; Das unbedingte Geläut, S. 70; Die Ewigkeit, S. 71; Spät, S. 72; Die Sämlinge, S. 73; Die Hügelzeilen entlang, S. 74; Komm, S. 75; Entschlackt, S. 76; Seelenblind, S. 77; Anrainerin, S. 78; Möwenküken, S. 79; IV. Irisch, S. 83; Die Stricke, S. 84; Tau, S. 85; Üppige Durchsage, S. 86; Ausgerollt, S. 87; Ölig, S. 88; Ihr mit dem, S. 89; Aus Engelsmaterie, S. 90; Die freigeblasene Leuchtsaat, S. 91; Kleide die Worthöhlen aus, S. 92; Die Hochwelt, S. 93; Die brabelnden, S. 94;...aus keinerlei, S. 95; Nah, im Aortenbogen, S. 96; Wirf das Sonnenjahr, S. 97; Weil du den Notscherben fandst, S. 98; Es ist gekommen die Zeit, S. 99; Lippen, Schwellgewebe, S. 100; V. Mächte, Gewalten, S. 103; Tagbewurf, — Seite — Page 106S. 104; Fortgewälzter, S. 108; Als Farben, S. 109; Die Rauchschwalbe, S. 110; Weiß, S. 111; Unbedeckte, S. 112; Der Schweigestoß, S. 113; Haut Mal, S. 114; Das taubeneigroße Gewächs, S. 115; Angewintertes, S. 116; Draußen, S. 117; Wer gab die Runde aus?, S. 118; Heddergemüt, S. 119; Kein Name, S. 120; Denk dir, S. 121.

    Dass. 1. Aufl. [dieser Ausg.] Ffm 1993 (Suhrkamp), 120 S., 18 cm, kart. [teilw. oder kompl. Wiederabdr. in verschied. W.]

  32. Lichtzwang. [Gedd.]. Ffm 1970 (Suhrkamp), 108 S., geb.Rezz.: v. Anonym. in: NZZ, 14.06.1970: “Die Sammlung [...] ist der letzte noch von Celan selbst zusammengestellte Gedichtband. Er enthält 81 Gedichte, die in den Jahren 1968–1970 entstanden sind. Mit letzter Konsequenz hat sich Celans lyrisches Werk von Gedichtband zu Gedichtband entfaltet u’ dabei eine äußerste Grenze des Mittelbaren erreicht.”; v. Hans Dieter Schäfer in: WeltLit, 06.08.1970: “Der Schock, das Unbegreifliche nicht ins Wort bannen zu können, ist sowohl in der christlichen Mystik wie in der jüdischen Kabbala verbreitet u’ bezeichnet den Gegenpol zum plötzlich einsetzenden Sprachrausch. Nicht ohne Zufall griff Celan in seinem letzten Gedichtband auch auf Meister Eckeharts Predigt ’Surge, illuminare’ (’Es werde Licht’) zurück. Lichtwerdung ist immer eine Rede am Rande des Schweigens. Sprachnot u’ Sprachmagie schließen einander nicht aus, sondern sind eine dialektische Bedingung.”; v. Karl Krolow in: DtAS, 30.08.1970; v. Jürgen P. Wallmann in: Tsp, 15.11.1970, [weitere Aufll.]

    Dass. 1. Aufl. [dieser Ausg.] Ffm 1994 (Suhrkamp), 108 S., geb., 18,1 x 11,6 cm. – Inh. [VI Kap. o. Titel; u. a.]: I.: Hörreste, Sehreste; Muschelhaufen; Mit der Aschenkelle geschöpft; Tretminen; Aus Verlornem; II.: Beilschwärme; Todtnauberg; Einem Bruder in Asien; Wie Du; Highgate; III.: Die Entsprungenen; Streubesitz; Schneid die Gebetshand, Ich kann Dich noch sehn; Die lehmigen Opfergüsse; IV.: Die Ewigkeiten; Die Irin; Die mir Hinterlassne; Fertigungs-Halle; In der Blasenkammer; Kein Halbholz; V.: Oranienstraße 1; Brunnenartig, Mit Traumantrieb; Schalltotes Schwestergehäus; Auch mich; Allmählich Clowngesichtig; Unter der Flut; VI.: Sperriges Morgen; Merkblätter-Schmerz; Schwanengefahr; Schaltjahrhunderte; Du sei wie Du; Wirk nicht voraus.

    Dass. 1. Aufl. [dieser Ausg.] Ffm 1994 (Suhrkamp TB), 102 S., 19 cm, Pb. [weitere Aufl. 1996]

    [teilw. oder kompl. Wiederabdr. in verschied. W.]

  33. Schneepart. Letzte Gedichte. Ffm 1971 (Suhrkamp), 96 S., geb.Rezz.: v. Karl Krolow in: Tsp, 20.06.1971: “Im Nachlaß fand sich ein fertig konzipiertes Skript. Die Geschlossenheit ist wiederum eine Geschlossenheit im C’schen Verstande. Was ’Schneepart’ [...] freilich geschlossen wirken läßt, sind Stufungen fast unkenntlicher Art, Nuancierungen eines über die Jahre hin zu verfolgenden In-sich-gekehrt-Seins, das sich nun wohl zum letztenmal bestätigt. [...] Die ’Schneepart’-Gedichte entstanden in den Jahren 1967 u’ 1968.”; v. Rudolf Hartung in: FAZ, 25.09.1971.

    Dass. Das Fks. der Handschr. Ffm 1995.

    [teilw. oder kompl. Wiederabdr. in verschied. W.]

  34. — Seite — Page 107Gedichte in zwei Bänden. Hrsg. v. Beda Allemann. Ffm 1975 (Suhrkamp), 18,5 x 11,8 cm, geb. – 1. Bd: 301 S. – Inh.: Mohn und Gedächtnis; Von Schwelle zu Schwelle; Sprachgitter; Die Niemandsrose; 2. Bd: 445 S. – Editorisches Nachw., S. 419ff.: “[...] Bonn, im Dezember 1974 / Beda Allemann.”Inh.: Atemwende; Fadensonnen; Lichtzwang; Schneepart; Anh.; Nachw., S. 419; Lebensdaten Paul Celans; Alphabetisches Verzchn. der Ged.titel bzw. -anfänge. – Rez.: v. Harald Weinrich in: FAZ, 15.11.1975. [weitere Aufll.]

  35. Zeitgehöft. Späte Gedd. aus dem Nachlaß. Ffm 1976 (Suhrkamp), 67 S., 21,2 x 13,2 cm, geb. – Nachbemerkg des Vlgs: “Die hier vorgelegten spätesten Gedichte Paul Celans wurden vom Autor nicht mehr für den Druck vorbereitet. Sie bilden den Textbestand von drei nachgelassenen Konvoluten, deren ersteres die Aufschrift ’Zeitgehöft’ trägt. Die Gedichte sind chronologisch geordnet, mit Ausnahme von Mandelnde (S. 33), das vom 2. September 1968 datiert ist. Die übrigen Gedichte sind zwischen dem 25. Februar 1969 u’ dem 13. April 1970 entstanden.”Inh.: I. Zeitgehöft: Wanderstaude, S. 7; Gehässige Monde, S. 8; Gold, S. 9; Von der sinkenden Walstirn, S. 10; Du liegst hinaus, S. 11; Das seidenverhangene Nirgend, S. 12; Die Weinbergsmauer erstürmt, S. 13; Erst wenn ich dich, S. 14; In der fernsten, S. 15; Eingeschossen, S. 16; Alle die Schlafgestalten, S. 17; Zwei Sehwülste, S. 18; Vor mein, S. 19; Du wirfst mir, S. 20; Das Flüsterhaus, S. 21; Kleine Nacht, S. 23; An die Haltlosigkeiten, S. 24; Ich albere, S. 25; Dein Uhrengesicht, S. 26; Ich lotse dich, S. 27; Meine, S. 28; Ein Stern, S. 29; Kleines Wurzelgeträum, S. 30; II. Mandelnde, S. 33; Es stand, S. 34; Die Glut, S. 35; Wir, die wie der Strandhafer Wahren, S. 36; Ein Ring, zum Bogenspannen, S. 37; Das Leuchten, S. 38; Du gleißende, S. 39; Komm, S. 40; Einen Stiefelvoll, S. 41; Die Posaunenstelle, S. 42; Die Pole, S. 43; Der Königsweg, S. 44; Es kommt, S. 45; Ich trink Wein, S. 46; Es wird, S. 47; Das Nichts, S. 48; Im Glockigen, S. 49; Wie ich, S. 50; Das Fremde, S. 51; Umlichtet, S. 52; III. Fort gesalbt, S. 55; Ortswechsel, S. 56; Die Welt, S. 57; Was bittert, S. 58; Die gesenkten, S. 59; Krokus, S. 60; Rebleute, S. 61. – Rezz.: v. Barbara Bondy in: SZ, 09.10.1976: “Paul Celan, seit über sechs Jahren nun freigestellt vom Leben, das er nie erobern wollte, durchaus auch nicht mit dem Wort, auch nicht durchschreiten wollte als Zeuge für das ewig unaufhebbare Grauen, kann unter den Dichtern der Weltgeschichte nicht eingeordnet werden, auch nicht ehrerbietig [...] in Hölderlins Nähe geschoben werden. [...] Er bleibt durchaus ein unergründliches Rätsel, ein Widersacher aller Welt u’ aller Ausdruckswelt, u’ je mehr man ihn dem Rätsel überläßt, auf mörderische Freilegungen von Sinn, Bezug, Verbindlichkeit verzichtet, desto unzerstörbarer wird es sein.”; v. Rudolf Hartung in: FAZ, 14.09.1976. [teilw. oder kompl. Wiederabdr. in verschied. W.]

  36. Paul Celan. [Gedd.]. Hrsg. v. Richard Pietrass. Bln [Ost] 1979 (Vlg Neues Leben), 31 S.

  37. Poems. A bilingual edition. Selected, transl. and introd. by Michael Hamburger. New York 1980 (Persea Books), 307 S. [Text dt. u. engl.]

    — Seite — Page 108Dass. Neuaufl. London 1995 (Anvil Press Poetry), 358 S., 22,3 x 14,2 cm, geb. – Preface, S. 17f.: “To this new edition I have been able to add only two new translations. A third would have been added – if only in the Introduction – if it had not been a poem withheld by Celan from his collections and not available yet for publication either in the original or in translation. [...] My Introduction to this book should make clear why I call these corrections ’crucial’. Every word in Celans later poems is crucial. [...] That is why the correcting of my versions was as slow and gradual process as the translating itself has been. M. H. August, 1994”.Introd., S. 19–34: “[...] M. H. Suffolk, 1979 and 1987.”Inh. [Hauptkapp.]: from Mohn und Gedächtnis (1952), S. 36 [22 Gedd.]; from Von Schwelle zu Schwelle (1955), S. 80 [12 Gedd.]; from Sprachgitter (1959), S. 106 [19 Gedd.]; from Die Niemandsrose (1963), S. 156 [34 Gedd.]; from Atemwende (1967), S. 232 [28 Gedd.]; from Fadensonnen (1968), S. 282 [8 Gedd.]; from Lichtzwang (1970), S. 294 [22 Gedd.]; from Schneepart (1971), S. 326 [12 Gedd.]; from Zeitgehöft (1976), S. 342 [8 Gedd.]; Index of German Titles, S. 355; Index of English Titles, S. 357. [vgl. W. 3]

  38. Die Niemandrose. Sprachgitter. Gedd. 13.–17. Tsd. Ffm 1982 (Fischer TB), 137 S., 18 cm, kart. [weitere Aufll.]

    Dass. Ebd. 1986 (S. Fischer), 157 S., 21 cm, geb. [vgl. W. 14 u. 21]

  39. Gesammelte Werke in 5 Bänden. Hrsg. v. Beda Allemann u. Stefan Reichert unter Mitwirk. v. Rudolf Bücher. Ffm 1983 (Suhrkamp), 21 cm, geb. u. Leder in Kassette. – 1. Bd: Gedichte I. 318 S. – Inh.: Mohn und Gedächtnis; Von Schwelle zu Schwelle; Sprachgitter; Die Niemandrose; 2. Bd: Gedichte II. XII, 446 S. – Inh.: Atemwende; Fadensonnen; Lichtzwang; Schneepart; 3. Bd: Gedichte III. Prosa. Reden. XI, 233 S. – Inh.: Der Sand aus den Urnen; Zeitgehöft; Verstreute Gedd.; Prosa; Reden; 4. Bd: Übertragungen I, zweisprachig. VII, 885 S. – Inh.: Übertrr. aus dem Frz.; 5. Bd: Übertragungen II, zweisprachig. VII, 665 S. – Inh.: Übertrr. aus dem Russ., Engl., Amerikan., Ital., Rumän., Portugies., Hebr. – Rez.: v. Peter Horst Neumann In: Zeit, 02.03.1984. [weitere Aufl. 1992]

    Dass.Ffm 1986 (Suhrkamp TB), [5 Bde in einer Kassette:] 2700 S., brosch. [vgl. W. 3]

  40. Übers.: Pablo Picasso, Wie man Wünsche beim Schwanz packt. Ein Drama. Erw. Neuausg. Zürich o. J. [C 1983] (Arche), 92 S., zahlr. Illustrr., 20 cm, Pappbd. = Neue Arche-Bücherei 1.

    Dass. Lizenzausg. für die DDR. Bln 1985 (Vlg Volk u. Welt), 109 S., Illustrr., 11 cm, Ln. [zuerst abgedr. in W. 5]

  41. Mitübers. u. Fritz Mierau: Hufeisenfinder. Russ. u. dt. [zweispr.]. Mit Auszügen aus Aufss. von u. über Ossip Mandelstam. Nachdichtung von Paul Celan. Hrsg. v. Fritz Mierau, Übertr. der Prosa-Auszüge v. F’ M’. 3. Aufl.Lpz. 1983 (Reclam), 262 S., 18 cm, kart.

    Dass. 6. veränd.Aufl.Lpz. 1993 (Reclam), 223 S., 19 cm, kart. [teilw. in kyrill. Schr.]

  42. — Seite — Page 109Bearb.: Velimir Chlebnikow, Ziehn wir mit Netzen die blinde Menschheit. [Gedd., Versdrama, poetolog. Texte]. Hrsg. u. mit einem Nachw. versehen v. Marga Erb. Nachgedichtet v. Paul Celan. Übers. v. M’ E’. Blno. J. [C 1984]] (Vlg Volk u. Welt), 252 S., 22 cm, kart.

  43. Gedichte 1938–1944 in 2 Bdn. Einmalige num.Aufl. v. 1000 Exempll.Ffm 1985 (Suhrkamp), 21 cm, Ln. in Kassette. – 1. Bd: Fks. der Handschr. [126] S.; 2. Bd: Transkription der Handschr., mit einem Vorw. v. Ruth Kraft. 147 S., Illustrr. – Rezz.: v. Harald Hartung in: FAZ, 20.07.1985; v. Jürgen P. Wallmann in: Tsp, 01.09.1985: “Im Jahre 1940 lernte [Paul Celan] in seiner Heimatstadt Czernowitz Ruth Lackner (heute Ruth Kraft) kennen. Ihr legte er seine Gedichte vor, u’ als er zur Zwangsarbeit in ein Lager deportiert worden war, schickte er ihr von dort seine neu entstandenen Verse. [...] Nach seiner Heimkehr schrieb Celan 97 seiner Gedichte in ein kleines Heft u’ schenkte die kalligraphische Sammlung seiner Freundin. Fünfzehn Jahre nach Celans Freitod nun macht der Suhrkamp Verlag diese frühe Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich – u’ dies ist zweifellos die bislang wichtigste Nachlaß-Publikation Celans, da 85 dieser Gedichte bis jetzt unbekannt waren.”

  44. Übers.: Ossip Mandelstam, Tristia. [Gedd., mit Erinnerungen Ilja Ehrenburgs an O’ M’]. Zweisprachige Ausg. russ. u. dt. Ausgew. v. Fritz Mierau. Nachgedichtet v. Paul Celan. Bln 1985 (Vlg Volk u. Welt), 223 S., 22 cm, kart.

  45. Übers.: Jean Cocteau, Brief an die Amerikaner. Stuttg. 1986 (Klett-Cotta), 52 S., kart. = Cottas Bibl. der Moderne, 54.

  46. Übers.: René Char, Draußen die Nacht wird regiert. Poesien, frz. u. dt. Mit einem Nachw. v. Albert Camus. Ausgew. v. Christoph Schwerin. Ffm 1986 (S. Fischer), 217 S., 21 cm, geb. [Auszug aus W. 15]

  47. Mitübers. u. Kurt Leonhard: Henri Michaux, In der Gesellschaft der Ungeheuer. Ausgew. Dichtungen, frz. u. dt. Mit einem Aufs. von E. M. Cioran. Zusammengestellt v. Christoph Schwerin. Ffm 1986 (S. Fischer), 246 S., 21 cm, geb.

  48. Achtzig Gedichte. Ausw. u. einführendes Nachw. v. Georg-Michael Schulz. Kornwestheim, Gütersloh, Wien, Zug/Schweiz, Bln, Darmst., Wien 1986 (EBG-Vlg, Bertelsmann Club, Buchgemeinsch. Donauland, Buch- u. Schallplattenfreunde, Dt. Buch-Gemeinsch.), 111 S., 21 cm.

  49. Übers.: Jean Cayrol, Im Bereich einer Nacht. Lizenzausg. des Walter-Vlgs. Düsseld. 1986 (Boettcher), 220 S., 21 cm, geb.

    Dass. Ungek. Ausg.Ffm 1990 (Fischer TB).

  50. Halme der Nacht. Gedd. Mit Orig.-Collagen v. Irene Wedell. Bln 1986 (Ed. Handpresse Gutsch), 23 S., zahlrr. Illustrr. [vgl. W. 3]

  51. Der Meridian und andere Prosa. Ffm 1988 (Suhrkamp), 71 S., 18,1 x 11,6 cm, geb. – Zu dieser Ausg., S. 65f.: “[...] Der Abdruck des Textes Edgar Jené u’ der — Seite — Page 110Traum vom Traume (1948) berücksichtigt Celans Druckfehlerkorrekturen in seinem Handexemplar. [...] Textüberschriften, die nicht von Celan stammen [...] stehen [...] in Klammern. [...] Der Wortlaut der Bremer Ansprache folgt dem Einzeldruck aus dem Jahr 1958. Die Büchner-Preis-Rede Der Meridian wird nach dem Separatdruck von 1961 wiedergegeben, allerdings ohne die abschließenden Dankformeln, die Celan anläßlich des Neudrucks der Rede in den Ausgewählten Gedichten von 1968 [W. 28] ausgeschieden hat. Einer kurzen dritten Rede, der Ansprache vor dem Hebräischen Schriftstellerverband von 1969, die erst nach Celans Tod im Druck erschien, liegt das eigenhändige Redemanuskript zugrunde, wie es 1972 als Faksimile publiziert u’ im vorliegenden Band unter die Abbildungen aufgenommen wurde. [Fks.-Abb. fehlt!]” – Inh.: Prosa: Edgar Jené u. der Traum vom Traume (1948), S. 7; Gegenlicht (1949), S. 17; (Antw. auf eine Umfrage der Librairie Flinker, Paris, 1958), S. 21; Gespräch im Gebirg (1960), S. 23; (Antw. auf eine Umfrage der Librairie Flinker, Paris, 1961), S. 30; (Brief an Hans Bender, 1961), S. 31; (Antw. auf eine Spiegel-Umfrage, 1968), S. 33; La poésie (1970), S. 34; Reden: Ansprache anläßl. der Entgegennahme des Lit.preises der Freien Hansestadt Bremen (1958), S. 37; Der Meridian. Rede anläßl. der Verleihung des Georg-Büchner-Preises (1961), S. 40; (Anspr. vor dem Hebräischen Schriftstellerverband, 1970), S. 63; Anmerkgg., S. 67.

    Dass. 3. Aufl.Ffm 1994 (Suhrkamp), 68 S., 18 cm.

  52. Das Frühwerk. Hrsg. v. Barbara Wiedemann. Ffm 1989 (Suhrkamp), 286 S., 20,3 x 12,5 cm, geb.Inh. [Hauptkapp.]: I. Bukowina, S. 9–147; II. Bukarest, S. 149–199; III. Wien, S. 201–210; Anh.: Übertragungen der rumän. Texte, S. 213–231; Editorisches Nachw., S. 233–237; Anmerkgg., S. 239–267; Alphabet. Verzchn. der Ged.titel u. -anfänge, S. 269–276; Copyrightnachw., S.. 277ff. – Rezz.: v. Alexander von Bormann in: NZZ, [30.]05.1989: “Die Ausgabe umfasst [...] das Werk der Jahre 1938 bis 1948, u’ zwar erstmals so gut wie vollständig: von den 148 Texten sind mehr als ein Viertel weder in den Gesammelten Werken noch in der Faksimile-Sammlung von Ruth Kraft ’Gedichte 1938–1944 [W. 43] enthalten – also weitgehend unbekannt. Die Anmerkungen zu jedem Text bringen die Nachweise, auch Korrekturen u’ Varianten. Zum Nachwort u’ Register treten auch die Übersetzungen der rumänischen Texte (welche weiterhin surrealistischen Einfluss verraten).”; v. Peter von Matt in: FAZ, 16.06.1989; v. Jürgen P. Wallmann in: Tsp, 30.07.1989: “Wenn Barbara Wiedemann in ihrem Nachwort mitteilt, auch ’nichtautorisierte Erstdrucke’ (was immer das heißen mag) seien hier berücksichtigt, ’soweit es sich um separate Drucke in Zeitschriften handelt, nicht aber solche innerhalb von wissenschaftlichen und journalistischen Arbeiten’, so kann diese unsinnige Ausschluß-Klausel nur den einen Grund haben: den Namen u’ die Arbeit des mißliebigen Kollegen George Gutu [vgl. Lit. 36] verschweigen zu können. Gutu nämlich hatte in seiner Arbeit [...] bis dahin unveröffentlichte Celan-Gedichte zugänglich gemacht. U’ im Oktoberheft 1988 der Zeitschrift ’Neue Literatur’ hatte er [...] Gedichte Celans aus den Jahren zwischen 1938 u’ 1947 veröffentlicht. [...] Und eben diese von Gutu mitgeteilten Gedichte bezeichnet — Seite — Page 111Barbara Wiedemann nun in dem Band [...] als hier ’erstmals veröffentlicht’. [...] Mangel an philologischer Sorgfalt ist das mindeste, was man ihr vorhalten muß.”

  53. Werke. Histor.-krit.Ausg. I. Abt.: Lyrik u. Prosa. Hrsg. von Rolf Bücher. Besorgt von der Bonner Arbeitsstelle für die Celan-Ausg.: Beda Allemann, Rolf Bücher, Axel Gellhaus, Stefan Reichert. Ffm 1990ff. (Suhrkamp), geb.Bd 7: Atemwende. Hrsg. v. Rolf Bücher. Bd 7,1: Text. 144 S.; Bd 7,2: Apparat. 265 S. – Rezz.: v. Jürgen P. Wallmann in: Tsp, 30.12.1990; v. Thomas Sparr in: NZZ, 19.04.1991; Bd 8: Fadensonnen. Bd 8,1: Text; Bd 8,2: Apparat. zus. 396 S.; Bd 10: Schneepart. Text- u. Apparatbd. Hrsg. v. Rolf Bücher unter Mitarb. v. Axel Gellhaus, Andreas Lohr-Jasperneite. 1994, 316 S. – Rezz.: v. Harald Hartung in: FAZ [Beil.], 07.03.1992; v. Anonym. in: FAZ, 21.09.1991; v. Anonym. in: FAZ, 10.03.1994; v. Friedmar Apel in: FAZ, 11.06.1994.

  54. Übers.: René Char, Hypnos: Aufzeichnungen aus dem Maquis (1943–1944). Ffm 1990 (Fischer TB), 140 S. [vgl. W. 15]

  55. Eingedunkelt. Und Gedd. aus dem Umkreis von Eingedunkelt. Hrsg. v. Bertrand Badiou u. Jean-Claude Rambach. Ffm 1991 (Suhrkamp), 78 S., 20,9 x 12,9 cm, geb. – Editorisches Nachw., S. 61ff.: “[...] Der vorliegende in drei Teilen [sic] gegliederte Band wird mit jenem aus elf Gedichten bestehenden fragmentarischen Zyklus ’Eingedunkelt’ eröffnet, den Paul Celan [...] zur Veröffentlichung freigab. In der zweiten Abteilung mit dem Titel ’Gedichte aus dem Umkreis von Eingedunkelt’ entsprechen Textgestalt u’ Reihenfolge den 26 Gedichten des Heftes [Konvolut aus Paul Celans Nachl.]. Schließlich besteht die dritte Abteilung (mit *** von der zweiten getrennt) aus den neun übrigen Gedichten, denjenigen also, die nur auf losen Blättern vorkommen u’ die wir chronologisch geordnet haben, da sie dem Konvolut lediglich beigelegt waren. Diese Abfolge führte zwangsläufig zur Wiederholung jener Gedichte aus ’Eingedunkelt’, die hier einige kleine Varianten aufweisen. [...] November 1990 B’ B’ und J’-C’ R’.”Inh.: Eingedunkelt: Bedenkenlos, S. 7; Nach dem Lichtverzicht, S. 8; Deutlich, S. 9; Vom Hochseil, S. 10; Über die Köpfe, S. 11; Wirfst du, S. 12; Angefochtener Stein, S. 13; Eingedunkelt, S. 14; Füll die Ödnis, S. 15; Einbruch, S. 16; Mit uns, S. 17; Gedd. aus dem Umkreis von Eingedunkelt: Füll die Ödnis, S. 21; Einbruch des Ungeschiedenen, S. 22; Mit uns, den Umhergeworfenen, S. 23; Notgesang, S. 24; Zeitlücke, S. 25; Oder es kommt, S. 26; Mit dem rotierenden, S. 27; Das Narbenwahre, S. 28; Nach dem Lichtverzicht, S. 29; Deutlich, weithin, S. 30; Wirfst du, S. 31; Über die Köpfe hinweg-, S. 32; Das Seil, zwischen zwei, S. 33; Vom Hochseil herab-, S. 34; Bedenkenlos, S. 35; Mit Seetang-Geschmeide gefesselt, S. 36; Die leere Mitte, S. 37; Das am Gluteisen hier, S. 38; Erlisch nicht ganz, S. 39; Wildnisse, S. 40; Schreib dich nicht, S. 41; Der Geist, flüssig, S. 42; Weihgüsse, S. 43; Die Zerstörungen?, S. 44; Herbeigewehte, S. 45; Lindenblättrige, S. 46; ***: Um dein Gesicht, S. 49; Flüssiges Gold, S. 50; Angefochtener, S. 51; Eingedunkelt, S. 52; Die Atemlosigkeit des Denkens, S. 53; Kantige, S. 54; Unterhöhlt, S. 55; Vor Scham, S. 56; Im Kreis, S. 57; Anh. [u.a.]: Editorisches Nachw., S. 61; Anmerkgg., S. — Seite — Page 11264; Alphabetisches Verzchn. der Ged.anfänge, S. 71. – Rez. v. Harald Hartung in: FAZ, 08.10.1991: “In Celans Nachlaß [...] fand sich ein größeres Konvolut aus dem Umkreis des ’aufgegebenen’ Werkes: ein Heft mit den Endfassungen von 26 Gedichten, dazu eine Vielzahl loser Blätter mit Gedichten in diversen Fassungen u’ Varianten. Die Texte, fast alle datiert, stammen aus der Zeit zwischen Februar u’ Mai 1966, also aus der Endphase der Arbeit an dem Gedichtband ’Fadensonnen’, und waren – nach einer Notiz des Dichters – ’für das Nach-Fadensonnen-Poem’ bestimmt. Die Relikte dieses nie vollendeten Poems sind jetzt in einem Band zu lesen, der in seiner Aufmachung den von Celan selbst veröffentlichten oder noch vorbereiteten Einzelausgaben folgt. Das leiht der Sache etwas von der Aura des definitiven Werkes u’ überspielt das Beiläufige, Apokryphe einer Nachlaßpublikation. [...] Wir lesen ’Eingedunkelt’ [...] nicht als Erweiterung eines Werks, dessen Bedeutung längst feststeht, sondern als Zeugnis einer tiefen Verstörung, von der der Dichter uns offenbar Kunde geben wollte.”

  56. Die Hand voller Stunden und andere Gedichte. Hrsg. u. mit Nachw. v. Michael Krüger. Mnchn 1991 (Dt. Taschenbuch Vlg), 97. S., 20 cm, kart. [weitere Aufl.]

  57. Werke. Tübinger Ausg.Hrsg. v. Jürgen Wertheimer. Ffm 1995 (Suhrkamp), kart. – 1. Bd: Sprachgitter. Vorstufen – Textgenese – Endfassung. Bearb. v. Heino Schmull unter Mitarb. v. Michael Schwarzkopf. Mit Fkss. ca. 150 S.; Bd 2: Die Niemandsrose. Vorstufen – Textgenese – Endfassung. Bearb. von Heino Schmull unter Mitarb. v. Michael Schwarzkopf. Mit Fkss. [in Vorbereitung: Mohn und Gedächtnis (1996), Von Schwelle zu Schwelle (1996), Der Meridian (1996), Atemwende (1997), Fadensonnen (1997), Lichtzwang (1998), Schneepart (1998), Zeitgehöft (1999).]

    [Werke in zahlr.Übersetzz., u. a. in engl., frz., ital., span. u. dän. Spr.ersch.]

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