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Accessible Published by De Gruyter Oldenbourg 2021 (Print 1998)

Dubnow, Simon

Auch: Also: Semyon Markowitsch; Kritikus

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Geschlecht
m
Geburtsdatum
10.09.1860
Geburtsort
Mstislawl/Weißrußland
Sterbedatum
08.12.1941
Sterbeort
Riga
Beruf
Historiker; Publizist
Namen
Semyon Markowitsch
Pseudonym
Kritikus
Wirkungsort
Berlin; Mstislawl/Weißrußland; Odessa; Riga; St. Petersburg; Wilna
Steininger-Sammlung
IV 74:8–75:20
InhaltsverzeichnisTable of Contents

10.09.1860 Mitislaw/Weißrußland – 08.12.1941 Riga/Lettland (ermordet), jüd.

Vater: Meir-Jacob Dubnow (1833–1887), Holzhändler, jüd.;

Mutter: Sheyne Dubnow (gest. 1901), Inhaberin eines kleinen Glas- u. Porzellanwarengeschäftes, jüd.;

Großvater: Bentsion Dubnow (1804–1891), Rabbiner in Mitislaw;

Eheschließung: Ida Freidlin (gest. 1934);

Kinder: 2 Töchter, 1 Sohn: Sophie Erlich (auch: Sofija Semanova Dubnova-Erlich, Zofja Ehrlich) (geb. 1885), Schriftstellerin, Emigr. in die USA (New York); Olga; Yakov;

Schwester: Ze’ev (1858–1940), Lehrerin, Zionistin, unterstützte Simon Dubnow bei seinen histor. Recherchen;

Bruder: Wolf, Isaak; insgesamt fünf Schwestern u. vier Brüder, von denen einer noch als Kind starb.

Ausbildung

Cheder; 1874 Staatliche Jüdische Sch. in Mitislaw; 1876/77 örtliche Kreissch.; bestand Aufnahmeprüfung am Realgymn. in Dvinsk Anf. 1878 nicht; autodidakt. Weiterbildung.

Lebensstationen

seit 1880 als Journalist u. Lit.kritiker in St. Petersburg; 1884 Rückk. nach Mitislaw; 1887 Reise nach Warschau; 1890–1903 in Odessa; dort Präsident des Komitees der Nationalisierung gegen die Assimilation unter der russisch-jüdischen Intelligenz; Beginn der Beschäftigung mit Fragen des russ. Nationalismus; 1897 Reise nach Galizien (Lemberg) u. Podolien; 1903–1906 Wohnsitz in Wilna; 1905 Wahl in die Wilnaer Sektion des Verbandes zur Erzielung der Gleichberechtigung des jüdischen Volkes in Rußland; 1906–1922 Wohnsitz in Petersburg; dort Lektor für jüd.Gesch. an der Freien Univ. von Prof. Lesgoft: „An dieser Hochschule für Naturwissenschaften, unter deren Hörern sich viele Juden und Jüdinnen befanden, die zum Universitätsstudium nicht zugelassen waren, war [...] eine Fakultät für Sozialwissenschaften mit Geschichte als Hauptfach eröffnet worden. Ihr sollte noch ein Lehrstuhl für jüdische Geschichte und Literatur angegliedert werden.“ [W. 10, S. 179]; 1906 Mitbegr. der Jüdischen Volkspartei, einer Vereinigung zur nationalen u. kulturellen Autonomie der Juden im zaristischen Rußland; 1908 Mitbegr. u. Mitgl. im Zentralausschuss der Jüdischen Literarischen Gesellschaft u. der Historisch-Ethnographischen Gesellschaft; während des Ersten Weltkriegs Mitarb. im Hilfskomitee für jüdische Kriegsopfer; seit 1917 Doz. an der Jüdischen Volkshochschule in Petersburg; Verhaftung durch die Bolschewiki aufgrund seiner antirevolutionären Haltung; im April 1922 zum Verlassen des Landes gezwungen u. Umzug nach Kowno/ Litauen; Herbst 1922–1933 in Bln; August 1933 Ausweisung nach Riga; lehnte eine Emigr. nach Palästina oder in die USA ab. – Seit 1995 S’-D’-Inst. f. jüd.Gesch. u. Kultur in Lpz.

Freundeskreis

S. A. Abramowitsch, Schalom Alejchem, Mordechai Ben-Ami, Chaim Nachman Bialik, Jakob Dinesohn, Meir Dizengoff, Simon Frug, Isaak Goldberg, Achad Ha’am, Abraham Harkavy, Adolf Landau [Hrsg. Woschod], Shmarya Levin, J. H. Ravnitzky, Mendele Mocher Sforim, Mordechaj Spektor, Chaim Tschernowitz.

Stellung zum Judentum

forderte anfänglich eine „Erneuerung des Judentums auf zwei Wegen: durch bürgerliche Emanzipation einerseits und durch religiöse Selbstemanzipation andererseits“ [W. 10, S. 58]; lehnte es damals noch ab, die Juden als Nation zu betrachten, sah sie lediglich als eine konfessionelle Gemeinschaft; später ein Anhänger der „Naturalisation [...] Mit anderen Worten: von der abstrakten ‚Menschheit’ gelangte ich [...] — Seite — Page 18zur konkreten Menschheit als Inbegriff verschiedener Nationen.“ [Ebd. S. 58]; erkannte seit 1887, „daß mein Weg zum universellen hin mich eben durch jenes Gebiet des Nationalen führen mußte, auf dem ich bereits zu arbeiten angefangen hatte. Von der Zeit an begann meine Hinneigung zu den großen Themen der jüdischen Geschichte.“ [Ebd. S. 73]; vertraute seinem Tagebuch mit Eintrag v. 01.01.1892 an: „Das Ziel meines Lebens steht heute klar vor mir: Verbreitung der historischen Kenntnis des Judentums und insbesondere die Erforschung der Geschichte der russischen Juden. Ich bin gleichsam ein Missionar der Geschichte geworden.“ [Ebd. S. 97]; seit 1888 Beschäftigung mit dem Chassidismus; Antizionist; betonte die besondere Bedeutung der Diaspora für die kulturelle u. autonome Entwicklung der jüd., historisch-kulturellen Gemeinschaft; kritisierte die polit. Idee eines eigenen jüd. Staates in Palästina sowie die Ablehnung der Diaspora durch den Zionismus, begrüßte aber das Aufbauwerk in Palästina als eine gesamtjüdische Angelegenheit.

Journalistische Tätigkeit

schrieb seit 1880 für russ. Ztgg.; 1881–1883 fester Mitarb. von Razsvet; 1882–1908 historische u. literaturkritische Beitrr. für Woschod, das „Zentralorgan der russisch-jüdischen Literatur“ [W. 10, S. 56]; Russkij Jewrej [darin ersch. 1880 sein erster Art. üb. die Geburtsstadt Mitislaw], Budusznost, Jewrejskij Mir, Jewrejs-kaja Nedelja, Jewrejskaja Starina, Jewrejskaja Zizu, Literaturnaja Letopis, Nedelnaja Chronika Woschoda, Nowyj Woschod, Westnik Jewrejskoj Obsziny.

Einzelbeiträge [Auswahl]

  1. The Leading Motives in Modern Jewish History. In: Jew-Rev, 1911, S. 11–20;

  2. Die Apotheose des Geistes in der Poesie Bialiks. In: JR, 1922, Nr. 103;

  3. Drei Stufen des Nationalismus. Sammelbuch zu Ehren Nathan Birnbaums: Vom Sinn des Judentums. Ffm 1925, S. 44–47;

  4. Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Palästina u. der orientalischen Diaspora im 2. bis 6. Jh. der christlichen Ära. In: Menorah IV (1926), Nr. 4, S. 205ff. [Ausz. aus W. 6, Bd 3];

  5. Great Moments in Jewish History. The Karaites. In: JewTrib, 02.07.1926;

  6. Das alte u. das neue Judentum.Übers. v. E[lias] Hurwicz. In: Jude. Sonderheft: Judentum u. Deutschtum. Bln 1926, S. 32ff.;

  7. Der Schwarzbart-Prozeß u. die jüdische Öffentlichkeit. In: JE, Nr. 41, 1927;

  8. Aus meinem Tagebuch. In: Menorah V (1927), Nr. 1, S. 14f. [Tageb.aufzz. aus dem Jahre 1917];

  9. Zur Frage der jüdischen Siedlung in der Krim. in: Menorah V (1927), Nr. 1, S. 15f. [Replik auf Rene Fülöp-Miller, Geist u. Gesicht des Bolschewismus];

  10. Der Schutz des jüdischen Rechtes. In: WAZ, 08.07.1927;

  11. Autonomismus. In: JL, Bd 1, 1927, Sp. 615–617;

  12. Jüdische Geschichtsschreibung. In: JL, Bd II, 1928, Sp. 1081–1085;

  13. A Sociological Conception of Jewish History. In: MenorahJour, 1928, Nr. 3, S. 257–267 [Gekürzte Einl. zu W. 6, Bd 1];

  14. Beitrr. üb. Diaspora, Graetz, Josephus Flavius, Jewish Autonomy. In: ESocSc, New York 1931/32;

  15. Autonomie. In der jüdischen Geschichte. In: EJ, Bd III, 1929, Sp. 749ff.;

  16. Chassidismus. In: EJ, Bd V, 1930, Sp. 359ff.;

  17. Volkspartei, Jüdische in Rußland. In: JL, Bd V, 1930, Sp. 1243;

  18. An Essay in the Philosophy of History. In: Michael A. Meyer (Hrsg.), Ideas of Jewish History. New York 1974, S. 247ff. [vgl. W. 11];

  19. The Sociological View of Jewish History. In: Ebd. S. 259ff. [vgl. W. 11];

  20. The Beginnings: The Baal Shem Tov (Besht) and the Center in Podolia. In: Gershon David Hundert (Hrsg.), Essential Papers on Hasidim. Origins to Present. New York, London 1991, S. 25ff.

  21. The Maggid of Miedzyrzecz, His Associates, and the Centre in Volhynia (1760–1772). In: Ebd. S. 58ff. [zahlr.Beitrr. in russ., hebr. u. jidd.]

— Seite — Page 19Archivalien

Central Archive for the History of the Jewish People, Jerusalem; CZA, Jerusalem (Archiv Leopold Berger [Brr. v. Simon Dubnow]).

Briefe

  1. Br.wechsel mit Sa’ul Pinhas Rabinowitz. [in hebr.] in: Sefer Simon Dubnow. T. 2: Brr. London 5714 [1953/54], S. 392–401;

  2. Simon Rawidowicz (Hrsg.), Simon Dubnow In Memoriam. Essays and Letters. London, Jerusalem, Waltham/Mass. 1954 [in hebr.] [Brr. Simon Dubnows an Ahad Ha’am, M. b. H. Hakohen, J. H. Ravnitzky, H. N. Bialik, S[alomon] Buber, H. Ben-Yaakov, P. Goodman, Y. L. Goldberg, B. Dubnov, A. Drujanov, S. A. Horodetzky, The Editor of „Haolam“ J. Hasanowitz, P. Torberg, L. Jaffe, A. Lubarsky, A. Levinsohn, S. Linik, J. Meisl, F. Margolin, S. J. Feigin, I. Friedlaender, D. Frishman, S. Rabinowitz, S. Rawidowicz];

  3. Moshe Davis, Jewry, East and West. The Correspondence of Israel Friedlaender and Simon Dubnow. In: Yivo IX (1954);

  4. Br. von Albert Einstein an Simon Dubnow vom 08.04.1929. In: NewsYIVO, 150, 1979, S. 1f.

Literatur

  1. Israel Friedlaender, Dubnows Theory of Jewish Nationalism. In: Ders., Past and Present. Selected Essays. Cincinatti 1919 [Neuaufl. New York 1961, S. 247–274];

  2. Leo Strauß, Biblische Geschichte u. Wissenschaft. In: JR, 10.11.1925;

  3. Albert Einstein, An Appeal by Einstein, Freud, Dubnow and other Jewish Scholars to Support YIVO. In: NewsYIVO, 31, 1930;

  4. Ismar Elbogen, Josef Meisl, Mark Wischnitzer (Hrsgg.),Festschr. zu Simon Dubnows siebzigstem Geb.tag (2. Tischri 5691), Bln 1930 [mit Beitrr. von Ismar Elbogen, A. S. Steinberg, Israel Rabin, Simon Rawidowicz, Rahel Wischnitzer-Bernstein, Martin Buber, N. M. Gelber, Adolf Kober u. a. sowie ausführlicher Bibliogr. zusammengestellt v. Josef Meisl];

  5. Anonym.,Prof. Simon Dubnow 70 Jahre. In: HIF, 18.09.1930;

  6. rau, Simon Dubnows 70. Geburtstag. In: VZ, 25.09.1930;

  7. Anonym., Simon Dubnow 70 Jahre alt. In: JlibZ, 25.09.1930;

  8. Anonym., Der 70. Geburtstag von Prof. Simon Dubnow. In: JR, 10.10.1930;

  9. Anonym., Feier des 70. Geburtstages Prof. S. D’s. In: JR, 01.10.1930;

  10. Ernst Simon [Rez.: Feschr. zu Simon Dubnow siebzigstem Geb.tag]. In: BT, 09.12.1930;

  11. egf., Simon Dubnow In: Menorah, Nov./Dez. 1930, S. 601;

  12. Anonym., Simon Dubnow von den Nazis in Riga hingerichtet. Der repräsentative jüd. Historiker dieser Zeit. [Nachr.] In: Aufb, Vol. IX, 18.06.1943, No. 25, S. 3 u. 6;

  13. Anonym., Lehrer u. Schüler. Wie Simon Dubnow ermordet wurde. In: Aufb, Vol. XI, 05.01.1945, No. 1, S. 1 [Augenzeugenbericht üb. das Massaker an den Juden von Riga Anfang Dez. 1941];

  14. S. Charney-Niger, Simon Dubnow as a Literary Critic. In: Yivo I (1946), S. 305–318;

  15. Koppel S. Pinson, The National Theories of Simon Dubnow. In: JewSocStud X (1948);

  16. Sofija Semenova Dubnova-Erlich, Zizú i tvorcestvo S. M. Dubnova. N’ju-Jork 1950 [üb. Leben u. Werk Simon Dubnows] [eine jidd. Übersetz. v. Moshe Ferdman ersch. 1952 u. d. T.: Dos Lebn un shafn fun Shimen Dubnow];

  17. S. A. Horodetzky, The Genealogy of Simon Dubnow. In: Yivo VI (1951), S. 9–18 [originally published in: YivoHiShr 2 (1937)];

  18. S. Breiman, The Polemics between Lilienblum and Ahad Ha-am and Dubnow. Jerusalem 1951 [in hebr.];

  19. Simon Rawidowicz (Hrsg.), Simon Dubnow In Memoriam. Essays and Letters. London, Jerusalem, Waltham/Mass. 1954 [in hebr.; mit Beitrr. von S. Rawidowicz, J. Meisl, S. Dubnow-Ehrlich, D. Weinryb, A. Tartakover, R. Mahler, N. Rotenstreich, M. Wishnitzer, M. Wachsman, J. Lestschinsky, A. Levinson, J. Rosenthal, E. R. Malachi];

  20. Y.I.V.O. Institute for Jewish Research (Hrsg.), Catalogue of the Exhibition „Simon Dubnow (1860–1941). The Life and Work of a Jewish Historian“. New York 1961;

  21. Aaron S. Steinberg (Hrsg.), Simon Dubnow. L’Homme et son Oeuvre. Publié à l’occasion du centenaire de sa naissance (1860–1960) sous la rédaction de Aaron Steinberg. Edité par la Section Francaise du Congrès Juif Mondial/The Man and his Work. — Seite — Page 20A Memorial Volume on the Occasion of the Centenary of his Birth (1860–1960). Paris 1963 [mit Beitrr. v. Sophie Erlich-Dubnow, Salo W. Baron, Nathan Rotenstreich, Hermann Levin Goldschmidt, André Neher u. a.];

  22. Aaron S. Steinberg, Simon Dubnow. [in jidd.] In: DGK, Nr. 39, 1961;

  23. Ephraim Shmueli, Historical Consciousness in the Culture of the Enlightenment. [in hebr.] In: Kivunim, 7 (1980), S. 27–42 [üb. Simon Dubnow, Heinrich Graetz u. Isaak Markus Jost];

  24. Michael Reuven, Jost, Graetz and Dubnow on the Singularity of Jewish History. [in hebr. with english Summary] In: Shmuel Almog u. a. (Hrsgg.), Transition and Change in modern Jewish History. Essays Presented in Honor of Shmuel Ettinger. Jerusalem 1987, S. 501–526.

Bibliographien

  1. Josef Meisl, Simon Dubnow-Bibliogr. In: Ismar Elbogen, Josef Meisl, Mark Wischnitzer (Hrsgg.), Festschr. zu Simon Dubnows siebzigstem Geb.tag. Bln 1930, S. 266–295 [bereits ersch. in: SonBll. I, S. 223ff.];

  2. Auto-Bibliography Simon Dubnow. Chronological List of my Books and Articles in Russian and other Languages (1881–1939). In: Aaron Steinberg (Hrsg.), Simon Dubnow. The Man and His Work. A Memorial Volume on the Occasion of the Centenary of his Birth (1860–1960). Paris 1963, S. 225ff. [mit einer erg.Bibliogr. der nach 1939 v. Simon Dubnow veröffentl. Werke].

Archiv BJ Ffm

Bibl., Rezz., Beitrr.

Werke in Auswahl

  1. Die jüdische Geschichte. Ein geschichtsphilosophischer Versuch. Autoris. Übersetz. aus dem Russ. von I[srael] F[riedlaender]. Bln 1898 (Vlg v. S. Calvary & Co.), VI, 89 S. – Vorw. v. Simon Dubnow [ohne Seitenang.]: „Was ist die jüdische Geschichte? Was bietet sie zunächst in quantitativer und qualitativer Beziehung, nach Umfang und Inhalt, und was zeichnet sie in diesen beiden Beziehungen vor der Geschichte anderer Völker aus? Was ist, fragen wir dann, der eigentliche Sinn oder der Geist der jüdischen Geschichte [...]“.

    Dass. 2. Aufl.Ffm 1921 (J. Kauffmann Vlg), VIII, 111 S. [Übersetzz. in engl. u. hebr.]

  2. Die Grundlagen des Nationaljudentums. Übers. v. I[srael] Friedlaender, mit e. Vorrede des Verf.Bln 1905 (Jüd. Vlg), 69 S.

  3. History of the Jews in Russia and Poland. From the Earliest Times until the Present Day. Translated from the Russian by I[srael] Friedlaender. 3 Bde. Philadelphia 1916–1920 (The Jewish Publication Society of America). – Bd 1: From the Beginning until the Death of Alexander I. (1825). 1916, 413 S. – Vorw. des Übersetzers, S. 3–7 [u. a. Danksagung an Henrietta Szold für ihre großzügige Kooperation]. – Bd 2: From the Death of Alexander I. until the Death of Alexander III. (1825–1894). 1918, 429 S. – Vorw. des Übersetzers, S. 5–7. – Bd 3: From the Accession of Nicholas II. until the Present Day. With Bibliography and Index. 1920, 411 S. [In einer Notiz wird auf die Ermordung des 1876 geb. Übersetzers, Prof. Israel Friedlaender, Anfang August 1920 in der Ukraine, hingewiesen.]

  4. Die Neueste Geschichte des Jüdischen Volkes (1789–1914). Dt. v. Alexander Eliasberg (Bde I u. II) u. v. E[lias] Hurwicz (Bd 3). 3 Bde. Bln 1920–1923 (Jüd. Vlg). – Bd I: Erste Abt.: Das Zeitalter der Emanzipation (1789–1815). Bln 1920, 334 S. – Inh.: Einl.: I. Die jüdische Welt am Vorabend des Jahres 1789, S. 7ff.; II. Die Hauptpro— Seite — Page 21zesse der neueren Geschichte der Juden, S. 66ff.; Erste Abt.: Das Zeitalter der ersten Emanzipation (1789–1815); I. Kap.: Die Emanzipation der Juden in Frankreich unter der Revolution u. dem Kaiserreich, S. 77ff.; II. Kap.: Die Emanzipation der Juden in den Ländern französischer Herrschaft; III. Kap.: Emanzipationstendenzen u. kultureller Umschwung in Deutschland, S. 179ff.; IV. Kap.: Die Stabilität der alten Ordnung in Österreich-Ungarn, S. 234ff.; V. Kap.: Das jüdische Polen während der letzten Teilungen, S. 256ff.; VI. Kap.: Das neue jüd. Zentrum in Rußland, S. 278ff. – Bd II: Zweite Abt.: Das Zeitalter der ersten Reaktion (1815–1848); Dritte Abt.: Das Zeitalter der zweiten Emanzipation (1848–1881). Bln 1920, 518 S. – Inh.: Zweite Abt.: Das Zeitalter der ersten Reaktion (1815–1848); I. Kap.: Politische Reaktion u. der Kampf um Gleichberechtigung in Deutschland, S. 7ff.; II. Kap.: Die Reform u. die geistige Bewegung unter den dt. Juden, S. 69ff.; III. Kap.: Die bürgerliche Rechtlosigkeit u. der Kulturkampf in Österreich-Ungarn, S. 118ff.; IV. Kap.: Das System der Bevormundung u. Unterdrückung im rußländischen Zentrum der Judenheit, S. 153ff.; V. Kap.: Die kleineren Zentren der Judenheit inner- u. außerhalb Europas, S. 255ff.; Dritte Abt.: Das Zeitalter der zweiten Emanzipation (1848–1881); I. Kap.: Die Emanzipation u. ihre Verwirklichung in Deutschland, S. 309ff.; II. Kap.: Die Emanzipation in Österreich-Ungarn, S. 354ff.; III. Kap.: Übergang von der Unterdrückung zu Reformen in Rußland, S. 384ff.; IV. Kap.: Kleinere Zentren der Judenheit, S. 454ff.; Quellen u. Lit.nachweis, S. 499ff. – Bd III: Vierte Abt.: Die Epoche der zweiten Reaktion (1881–1914). Bln 1923, II, 586 S. – Vorw. zur dt.Ausg. v. Simon Dubnow, S. Vf.: „Als zu Beginn des Sommers 1914 nach dem Erscheinen des ersten Bandes des vorliegenden Werkes in russischer Sprache, der Jüdische Verlag sich an mich mit dem Anerbieten wandte, es in deutscher Übersetzung herauszugeben, gab ich gern meine Zustimmung. Es schien mir notwendig, die der vorliegenden Arbeit zugrunde liegende historische Konzeption jenen Kreisen der westlichen Judenheit mitzuteilen, die die Entwicklungsprozesse unserer neuesten Geschichte ganz anders auffassen. Daß diese Konzeption volle wissenschaftliche Objektivität mit Recht für sich beanspruchen kann, habe ich bereits wiederholt dargelegt [...]. Ich für mein Teil kann nur mit reinem Gewissen feststellen, daß bei meiner Darstellung der historische Stoff in seiner ganzen Kompliziertheit und Mannigfaltigkeit meine Anschauungen bestimmte, nicht aber umgekehrt.“Inh.: 1. Kap.: Der Antisemitismus in Deutschland (1881–1900), S. 3ff.; 2. Kap.: Der Antisemitismus in Österreich-Ungarn (1881–1900), S. 60ff.; 3. Kap.: Pogrome u. Rechtlosigkeit in Rußland unter Alexander III. (1881–1894), S. 106ff.; 4. Kap.: Die kleineren Zentren des Judentums in Europa vor dem Ende des XIX. Jahrhunderts, S. 234ff.; 5. Kap.: Die große Wanderung u. die neuen Zentren in Amerika u. Palästina (1881–1900), S. 291ff.; 6. Kap.: Die nationale Bewegung (1897–1905), S. 327ff.; 7. Kap.: Die Juden in Rußland unter Nikolaus II. bis zum Ende der Revolution von 1905–1906, S. 386ff.; 8. Kap.: Die jüdische Welt im Beginn des XX. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Weltkriegs, S. 458ff.; Quellen u. Lit., S. 578ff. – Rezz.: v. Robert Hirschfeld in: JlibZ, 27.06.1924: „Mit dem vorliegenden Bande schließt Dubnow [...] seine neueste Geschichte des jüdischen Volkes ab, in der er seine großen Kenntnisse über die Ereignisse insbesondere der letzten Jahrzehnte und seine Fähigkeit, in die Quellen einzudringen, die in slawischer und jid— Seite — Page 22discher Sprache geschrieben sind, sehr gut benutzt. [...] Ich glaube nicht, daß ich schon einmal ein Geschichtswerk gelesen habe, das so einseitig orientiert ist. Für den Verfasser gibt es nur drei Arten von Juden: Nationaljuden, an denen eigentlich alles gut und schön ist [...], Orthodoxe, die zumeist recht spöttisch von oben herab behandelt werden, und dann die Assimilanten. [...] Von dem, was uns liberale Juden bewegt, von religiösem Judentum, von einer Erneuerung unserer Religion, wie wir sie zu verbreiten versuchen, scheint der Verfasser keine Ahnung zu haben oder haben zu wollen. [...].“; H. Stern in: CV-Z, 12.07.1923; v. J. K. in: BT, 09.03.1924.

    Dass., 2., verbess.Aufl.Bln 1929.

  5. An Outline of Jewish History. 3 Bde. New York 1925 (Max Maisel) – Bd 1: 313 S.; Bd 2: 228S.; Bd 3: 324 S.

  6. Weltgeschichte des jüdischen Volkes. Von seinen Uranfängen bis zur Gegenwart. Übers. v. A[aron] Steinberg. 10 Bde. Bln 1925–1929 (Jüd. Vlg) [Hauptwerk; die Bde I, II u. III behandeln die Orientalische Periode seit der Entst. des Volkes Israel in d. Jhh. v. der christl. Ära, die Bde IV u. V die Europ. Periode seit den Anfängen der abendländischen Diaspora, die Bde VI u. VII die Neuzeit seit dem 16. Jh. u. die Bde VIII, IX u. X die Neueste Gesch. seit 1789] [weitere Aufll.] – Rezz.: v. J. K. in: BT, 09.05.1926: „[...] In allen bisherigen Darstellungen der Schicksale der Juden war das jüdische Volk als solches nur gleichsam Objekt der Geschichtsschreibung. Dubnow hingegen hat das Bestreben, es zum Subjekt seiner Darstellung zu machen.” [Bd 1]; v. Prof. Dr. I. Elbogen in: CV-Z, 11.12.1925: „[...] Volle Anerkennung verdient die Uebersetzung von A. Steinberg. [...] Man wird nicht mit allen Anschauungen des Verfassers übereinstimmen, aber man wird von tiefer Ehrfurcht vor dieser ernsten Arbeit und von Bewunderung für die Gestaltungskraft erfüllt.“ [Bde 1 u. 2]; v. Anonym. in: SW, 04.06.1926 [Bd 3]; v. Wilhelm Stein in: JR, 29.03.1927: „Aus vielen Quellen strömt das Interesse der nationaljüdischen Bewegung für die Geschichte. Da wirkt zunächst die Sehnsucht nach mehr jüdischer Wirklichkeit, nach farbigerem und kräftigerem Leben, nach Inhalten und Gestaltungen [...] Mit seiner ‚Weltgeschichte des jüdischen Volkes’ hat Simon Dubnow diese Sehnsucht zu erfüllen unternommen. [...] Nicht Herausarbeiten des Naturhaften an der jüdischen Existenz, wie es Dubnow im Banne seiner Anschauung tut, und nicht Übersteigern der sittlich-religiösen Zielsetzungen, wie es die assimilatorische Geschichtsschreibung geübt hat, sondern das wechselvolle und doch sinnhafte Geschehen auf dem Wege zur Verwirklichung, zur lebendigen Einheit des Naturhaften als des Stoffes und des Religiössittlichen als des organisierenden Prinzipes ist der Inhalt der von uns ersehnten Geschichtsdarstellung.“ [Bde 1–5]; v. W. U. in: HIF, 04.04.1928: „[...] Mit großem Interesse sieht man dem weiteren Erscheinen des D’schen Werkes entgegen [...].“ [Bde 5 u. 6]; v. Anonym. in: Sti, 12.09.1929 [Bd 10]; v. Adolf Kober in: MGWJ 74 (1930), S. 81f.: „[...] Dubnow selbst beklagt, daß es bisher keine zusammenfassende Geschichte der Juden in Deutschland gibt und daß noch viele Lücken in den Darstellungen der einzelnen deutschen Gebiete vorhanden sind. Aber er selbst ist ja fast lediglich nur, soweit es den Osten anbetrifft, zu den Quellen herabgestiegen; für unser Gebiet [die Gesch. der Juden in Dtschld] aber scheint ihm die Zeit zum eingehenden Quellenstudium [...] gefehlt zu — Seite — Page 23haben. Sowohl die wirtschaftlichen wie die religiösen Momente hätten eingehender gewürdigt werden müssen. Ich glaube daher nicht, daß Dubnows Ausführungen über die Geschichte der Juden in Deutschland – mit Ausnahme der neuesten Geschichte – einen wesentlichen Fortschritt für unsere Forschung darstellen. [...]“. [Gesamtrez.] [Übersetzz. in hebr., jidd., span. u. engl.]

  7. Weltgeschichte des jüdischen Volkes. Kurzgefaßte Ausg. in 3 Bden. In Verbindung mit dem Verf.bearb. v. A[aron] Steinberg. Bln (Jüd. Vlg) [Bd 3: Jerusalem (Hozaah Ivrith Co. Ltd.)] – Bd 1: Die Orientalische Periode in der Geschichte des jüdischen Volkes. Von der Entstehung des Volkes Israel bis zum Verfall der morgenländischen Hegemoniezentren. Bln 1937, 541 S. – Vorw. v. Aaron Steinberg, S. 5f.: „[...] Der erste Band der vorliegenden dreibändigen Ausgabe umfaßt die ‚orientalische Periode’, die beiden anderen die ‚europäische’, wobei der dritte ganz der neuesten Zeit von 1789–1914 gewidmet ist. Der erste Band entspricht somit den Bänden I–III, der zweite den Bänden IV–VII und der dritte den Bänden VIII–X der zehnbändigen Ausgabe. Aber auch innerhalb der einzelnen Bände dieser Ausgabe entspricht im allgemeinen je ein Buch, ein Kapitel und ein Paragraph einem Band, einem Buch bzw. einem Kapitel der großen Ausgabe. [...]“. – Bd 2: Die europäische Periode in der Geschichte des jüdischen Volkes. Von den Anfängen der abendländischen Diaspora bis zum Ausgang des 18. Jhs. Bln 1937, 555 S. – Bd 3: Die neueste Geschichte des jüdischen Volkes. Von der frz. Revolution bis zum Ausgang des Weltkrieges. Jerusalem 1938, 704 S. [vgl. W. 6].

  8. Von „Jargon“ zu Jiddisch. Literar. Erinnerungen. Wilna 1929 (Vlg B. Kletzkin) – Rezz.: v. [Anonym.] in: DNW, 27.09.1929: „[...] Wie Dubnow selbst erklärt, handelt es sich bei seinem Buch nicht um Literaturkritik, sondern um Erinnerungen an seine Freunde, die in die Ewigkeit eingegangen sind, indem er Episoden erzählt, aus denen die Persönlichkeit der großen literarischen Erscheinungen herauswächst und die Atmosphäre, in der sie geschaffen haben; [...] Dubnow berichtet in seinen Erinnerungen von stimmungsvollen Zusammenkünften mit seinen literarischen Freunden aus guten und schlimmen Tagen; von Sommeraufenthalten am Land und am Meeresufer, von Gesängen, die sie alle anstimmten, mit und ohne Text; von podolischen und wolhynischen Feldern; von Abschiednehmen und Wiederkommen. Derart zeichnet Dubnow ein Stück seines eigenen Lebens. [...]“; v. Sch. Gorelik in: JR, 15.11.1929: „[...] Seinem Erinnerungsbuch hat Dubnow den Titel ‚Von Jargon zu Jiddisch’ gegeben, weil in dem ersten kleineren Teil dieser Erinnerungen der Entwicklungsprozeß, den Jiddisch durchgemacht hat, geschildert wird. Es ist übrigens nur den gründlichen Kennern der jiddischen Literatur die Tatsache bekannt, daß Dubnows Name mit der Anfangsperiode der jiddischen, damals von allen ‚Jargon’ genannten Literatur sehr eng verbunden war. [...] Dubnow gebührt das Verdienst, der erste gewesen zu sein, der die Bedeutung von Jiddisch erkannt hat. [...]“.

  9. Geschichte des Chassidismus. 2 Bde. Aus dem Hebr. v. A[aron] Steinberg. Bln 1931 (Jüd. Vlg), 339 u. 335 S. – Rezz.: v. [Anonym.] in: JR, 01.04.1931: „Das Werk geht auf eine ältere Arbeit Dubnows zurück, mit der er vor Jahrzehnten seine schriftstellerische Arbeit begann. Damals veröffentlichte er eine Geschichte des Chassidismus in einer — Seite — Page 24russisch geschriebenen Aufsatzreihe in der Zeitschrift ‚Woschod‘. [...] Dos Buch über Chassidismus, das er jetzt vollendet hat, ist auch darum bemerkenswert, weil es das erste Werk ist, das der Verfasser in hebräischer Sprache geschrieben hat, getreu einem Versprechen, das er einmal Achad Haam gegeben hat. [...] Die ‚Geschichte des Chassidismus’ gibt zum ersten Male eine zusammenfassende streng objektive und chronologische Darstellung der Bewegung, die bisher von den Historikern meist tendenziös behandelt wurde und deren Bedeutsamkeit inzwischen – vor allem dank den Werken von Martin Buber – auch in Westeuropa erkannt worden ist. [...] Durch dieses Werk wird die zehnbändige ‚Weltgeschichte’ Dubnows in der wirksamsten Weise ergänzt. [...]“.; v. Rabb. Dr. Gottschalk in: JlibZ, 13.05.1931: „Von den zahlreichen Schriften über den Chassidismus unterscheidet sich Dubnows Werk durch die Benutzung teilweise neuer Quellen. Der Verfasser will eine sorgfältige geschichtliche Darstellung des Gegenstandes geben und nicht – wie vor allem Buber – das Dogmatische in den Vordergrund stellen. Doch bleibt dieses Dogmatische bei ihm keineswegs unberührt. Auf dem Hintergrund der kurz, aber eindringlich dargestellten Zeitlage erhalten wir ein spannendes Bild dieser so bedeutsamen Epoche der jüdischen Religionsgeschichte.“; v. Gotthelf Jacoby in: HIF, 06.08.1931: „[...] Es geschieht einem nämlich bei Dubnow vielleicht als dem einzigen Historiker, daß man sich bei der Lektüre aufblikkend ins Gedächtnis zurückrufen muß: Dies hier ist Geschichte, Tatsache, Wirklichkeit, nicht bunte, freie, für den Leser geschaffene Legende. So wenig trocken historisch wird Geschichte, wenn Dubnow sie schreibt.“, v. [Anonym.] in: HIF, 01.10.1931: „[...] So sehr ins Einzelne, ins Greifbare und Tatsächliche des chassidischen Lebens Hineingehendes hat man nicht erwartet. Diese Schilderung der chassidischen Seele, der Höfe, des täglichen Lebens in einem Zaddikhaus wird für alle Zeiten zum Schönsten und Wertvollsten gehören, das ein Historiker bei uns geschrieben hat. [...]“; v. Dr. Wolf Rabinowitsch in: JR, 26.04.1932: „[...] Dubnows Werk bietet nicht allein eine Darstellung der Geschichte, Lehre und Entwicklung der chassidischen Bewegung in ihren wichtigsten Phasen und Richtungen, sondern es enthält auch eingehende Betrachtungen über die Stellung des Chassidismus innerhalb der Kulturgeschichte des Judentums, seinen Einfluß auf die verschiedenen Schichten der jüdischen Gesellschaft, die Psychologie des Chassidismus und des Chassid, das Leben der chassidischen Gemeinschaft u. ä. [...] Dubnow versteht es, den geistigen Inhalt und die geschichtliche Bedeutung der chassidischen Lehre auf eine kurze Formel zu bringen und in meisterhafter Weise die dafür erforderlichen Definitionen zu finden. [...] Zusammen mit dem Verfasser freuen wir uns, daß er das Thema seiner Erstlingsarbeiten in einer neuen architektonisch so vollendeten Form behandelt hat.“ – [Simon Dubnow schrieb sämtliche Hauptwerke in russ.; selbst die „Geschichte des Chassidismus“, das einzige Buch, das er zuerst in hebr. publizierte, geht auf in russ. verfaßte Essays zurück.]

    Dass. Unveränd. Nachdr. der Erstausg. Königstein/Ts. 1982 (Jüd. Vlg).

  10. Mein Leben. Hrsg. v. Dr. Elias Hurwicz. Aus dem Russ. übers. v. Dr. Elias Hurwicz u. Dr. Bernhard Hirschberg-Schrader. Bln 1937 (Jüd. Buchvereinigung), 256 S. = Bd 3 der Jahresreihe 1937 der Jüd. Buchvereinigung. – Einl. v. Elias Hurwicz, S. 5–8. [Auszz. aus seiner dreibändigen Autobiogr. (Riga 1934, 1935, 1940) bis zum Jahre 1922.] [Übersetz. in hebr.]

  11. — Seite — Page 25Nationalism and History. Essays on Old and New Judaism. Edited with an Introductionary Essay by Koppel S. Pinson. Philadelphia 1958 (The Jewish Publication Society of America), XII, 385 S. – Widm.: „To the memory of the sainted Jewish scholars and sages who met their death at the hands of the Nazis“Inh.: Editor’s Preface, S. XIf.; Koppel S. Pinson, Simon Dubnow. Historian and Political Philosopher, S. 1ff.; Part I: On Nationalism, S. 73ff. [enthält: 13 Letters on Old and New Judaism u. einen Beitr. üb. Achad Ha’am]; Part II: On History, S. 253ff. [enthält u. a.: Jewish History. An Essay in the Philosophy of History]; Notes to the Biographical Essay, S. 361ff.; Notes to Dubnows Writings, S. 366ff., Index, S. 375ff.

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