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Ioannes Damaskenos

Ἰωάννης

Ralph-Johannes Lilie, Claudia Ludwig, Beate Zielke and Thomas Pratsch
EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
2969/corr.
Namensvariante
Mansur (Beiname); Chrysorrhoas (Beiname); Damaskenos (Beiname); Hagiopolites (Beiname); Manṣūr (Beiname); Damascenus (Beiname)
Klerus / Laie
Klerus
Geschlecht
Mann
Zeit
8. Jh.
Erste Erwähnung
730
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Presbyteros; Monachos; Autor
Name normalisiert
Ioannes
Ort
Damaskos (Syrien); Syrien; Sabaskloster (bei Jerusalem); Palästina; Kalifat
Quelle
Suda; Calendrier palestino-géorgien; Johannes von Damaskos; Vita Ioannis et Cosmae (BHG 395); Vita Cosmae et Ioannis (BHG 394); Vita Cosmae hymnographi (BHG 394a); Vita Ioannis Damasceni (BHG 884); Mansi; Vita Ioannis Damasceni arab.; Theophanes; Constantinus Acropolita; Vita Ioannis Damasceni georg.; Synax. Cpl.; Symeon log.; Leon gr.; Theod. mel; Zonaras; Symeon sl.; Kedrenos; Ps.-Symeon (Cod. Paris. 1712); Passio Petri Capitol.; Vita Ioannis Damasceni (BHG 885b); Ps.-Symeon; Vita Cosmae hymnographi (BHG 394b); Vita Ioannis Damasceni (BHG 885c); Theod. Skut.; Eustathius Thess., Exegesis; Stephan von Novgorod; Zosima Diakon; Synax. äthiop.; Georg. mon. (Muralt); CCAG; Ioannes Phokas; Georg. mon. cont. (Muralt); Michael syr.; Daniel Igumen, Choždenie ; Maximos Symaios (in: Papadopulos-Kerameus, Analekta); Synaxaire éthiopien; Nikephoros; Men. Basilii; Ioannes Mauropus; Michael Glykas, Antapologetikon; Manuel Komnenos; Symeon von Thessalonike; Typicon Mateos; Vita Steph. iun. (BHG 1666); Typika Dmitrievskij; Chronik v. 1234; Vita Steph. iun., Metaphr. (BHG 1667); Agapius

Achtung: Dieses Lemma enthält inhaltliche Veränderungen zur Person gegenüber der gedruckten Fassung.

N: Beiname laut Theophanes (428,10f.): Mansur (Ἰωάννην τὸν Χρυσορρόαν Δαμασκηνὸν τὸν Μανσούρ); ähnlich Nikephoros 66,5-10 (Mango 72,12-17): Ἰωάννην τὸν ἀπὸ Δαμασκοῦ τῆς Συρίας τὸ ἐπίκλην Μανσούρ. S. auch Eustathius, Exegesis 508B, der behauptet, der Beiname Mansur sei I. von Kaiser Konstantinos V. beigelegt worden, um ihn wegen seiner angeblich syrischen Herkunft zu diskriminieren. Dagegen vertritt Auzépy (in: TM 12 [1994] 194 Anm. 84; 197) mit guten Gründen die Meinung, daß Manṣūr der Eigenname und Ioannes der (spätere) Mönchsname sei. Für diese Annahme spreche der Umstand, daß sich in der Familie, soweit bekannt, die Namen Manṣūr und Sergios abwechselten. Theophanes 417,18-21 (cf. dazu auch Mango, Theophanes, p. 579 Anm. 7) gibt die Bedeutung des arabischen Manṣūr mit “der Gerettete” wieder: Μανσούρ, ὃ ἑρμηνεύεται λελυτρωμένος. Davon abhängig ist sicher Kedrenos I 799,10f.: Ἰωάννης... ὁ Χρυσορρόας ὁ τοῦ Μανσούρ, ὃ ἑρμηνεύεται Λέντραβος. Das sonst nicht belegte Λέντραβος ist sicher verderbt und in λελυτρωμένος zu korrigieren. Cf. auch Synax. Cpl. 277/278,46-48, wo sich am Ende der Zusatz findet: Ἐκαλεῖτο δὲ Μανσοὺρ τῶν προγόνων αὐτοῦ τὴν τοιαύτην ἐχόντων τὴν ἐπίκλησιν; Typika Dmitrievskij I 204 Anm. 4 (4. Dezember; τοῦ ἁγίου Ἰωάννου τοῦ Μανσοῦρ). Weitere Beinamen sind: Damaskenos, Hagiopolites (so die Vita Cosmae et Ioannis [BHG 394] cap. 4, p. 273,3f.) und Chrysorrhoas (Theophanes).

T: Finanzbeamter, später Presbyteros und Mönch — πρεσβύτερος καὶ μοναχός.

V: Über das Leben des I. gibt es kaum gesicherte Nachrichten. Früheste Mitteilungen über ihn finden sich außer in seinen eigenen Werken (s. unter W) in den Akten des Konzils von Nikaia 787 (Horos der Synode von Hiereia 754), den Chroniken des Theophanes und des Nikephoros sowie in der Vita Steph. iun. (BHG 1666). Folgende Daten aus dem Leben des I. lassen sich als einigermaßen gesichert feststellen:

Geboren wurde er in Damaskos ca. 675 (1) in einer christlichen Familie; sein Großvater hieß Manṣūr, sein Vater Sergios ibn Manṣūr (# 6510), ein Verwandter (Neffe) war Stephanos (# 6912). Lehrer des I. war Kosmas (# 4097), von dem er zusammen mit seinem Adoptivbruder Kosmas von Maïumas (# 4089) erzogen wurde. Laut BHG 394 und 394a wurden beide von diesem Lehrer christlich getauft. Nach dem Tod seines Vaters blieb I. in Damaskos als Sekretär (Vita Johannis Damasceni [BHG 884], cap. 13, col. 449B: πρωτοσύμβουλος) des Kalifen (vermutlich ‘Abd al-Malik: # 18): τὰ πρῶτα φερομένῳ παρὰ τῷ ἄρχοντι, während die Vita Ioannis Damasceni arab. ihn als Sekretär des Emirs von Damaskos bezeichnet (2), ging aber dann nach Jerusalem und wurde ca. 720 (laut Sahas) Mönch im Sabaskloster bei Jerusalem. Er soll laut seiner Vita von Patriarch Ioannes V. von Jerusalem (# 2952) zum Priester geweiht worden sein; die Identität des Patriarchen ist aber fraglich. Als Theologe war I. ein scharfer Gegner der Ikonoklasten und gehört bis heute zu den wichtigsten Theologen der Bilderverehrung. Seine Gegnerschaft zu Kaiser Leon III. (Theophanes 408,25-27), über den er zusammen mit den orientalischen Bischöfen das Anathema verhängt haben soll (Theophanes 408,29-31: Ἰωάννης σὺν τοῖς τῆς ἀνατολῆς ἐπισκόποις τοῖς ἀναθέμασι τὸν ἀσεβῆ καθυποβάλλει), trug ihm im Gegenzug die Verurteilung auf der Synode von Hiereia im Jahre 754 ein (3). Er wurde indessen schon auf dem Konzil von Nikaia 787 wieder rehabilitiert (Mansi XIII 357A-D. 400C).

I. ist Verfasser einer großen Zahl theologischer Schriften, darunter Polemiken gegen den Ikonoklasmus, gegen die Manichäer und andere Häresien sowie gegen den Islam, wobei die Autorschaft z. T. unsicher ist. Als sein Hauptwerk gilt die Πηγὴ γνώσεως, die er seinem Adoptivbruder Kosmas widmete. I. verfaßte auch eine Reihe von hagiographischen Schriften, darunter Hymnen und Homilien auf Maria. Umstritten ist die Autorschaft des Romans “Barlaam und Josaphat”. Gegen Ende seines Lebens überarbeitete er seine Werke (4). Laut Symeon von Thessalonike (um 1400) erneuerte I. das Typikon der Sabaslaura und legte es schriftlich nieder (5)

Gestorben ist I. ca. 750 (6). Laut dem Menologium (in: PG 94, 501C) wurde er 104 Jahre alt, wäre also erst erheblich später als 750 gestorben. S. Vailhé (7) datierte seinen Tod auf den 4. Dezember 749, jedoch wird dieses Datum neuerdings angezweifelt (8). I. wurde in der Sabaslaura bestattet (laut BHG 394a).

I. wurde später als Heiliger verehrt (9); sein Gedenktag war der 27. März (auch in der katholischen Kirche, dort zunächst am 6. Mai) (10), im Synax. Cpl. wird er am vierten Dezember zusammen mit seinem Adoptivbruder, Kosmas, Bischof von Maïumas (# 4089), aufgeführt. In arabischen Synaxaren wird er am 3. Dezember gefeiert (11), am 29. November im Men. Basilii und im Typicon Mateos. Im georgischen Synaxar wird er auch am 9. Dezember gefeiert (12). Schriften von I. wurden ins Arabische, Georgische und Kirchenslawische übersetzt.

Seine Reliquien in der Sabaslaura wurden im Jahre 1106 von dem russischen Abt Daniel gesehen (13), sein Grab wird von Ioannes Phokas in dessen Beschreibung Palästinas im Jahre 1177 erwähnt (14). Im Jahre 1283 befanden sich die Reliquien bereits in Konstantinopel (15), später dort im Kloster Theotokos Kecharitomene, wo sie im 15. Jh. Pilgern gezeigt wurden (16). 1890 wurde I. von Papst Leo XIII. zum pater Ecclesiae erklärt.

Um die Person des I. ranken sich einige Legenden (17). Am verbreitetsten ist die Legende über das Wiederanwachsen seiner rechten Hand, die ihm angeblich auf Anstiften eines byzantinischen Kaisers (meist Leons III., in einigen Versionen Konstantinos' V.) oder seines Lehrers auf Befehl eines Kalifen abgeschnitten worden war, durch ein Wunder der Theotokos. Sie ist in einigen hagiographischen Quellen (18), außerdem in lateinischen, französischen, spanischen, englischen, niederländischen und niederdeutschen Versionen überliefert (19) und hat auch ihren Niederschlag in der bildenden Kunst gefunden (20). Einer Version dieser Legende (21) zufolge hat sich I. nach seiner Heilung und der Bekehrung des Emirs am Ende seines Lebens nach Konstantinopel begeben, um dort den Ikonoklasmus zu bekämpfen, und sei auch dort gestorben; ähnliches berichtet (wohl unabhängig von BHG 885c) (22) die Version des Men. Basilii. M.-F. Auzépy vermutet einen wahren Kern in der Legende von der abgehauenen Hand, d. h. die Verwicklung des I. in eine politische Affäre (23).

Anmerkungen: — (1) Hoeck: 650; Sahas: ca. 655. — (2) Zu seiner Funktion cf. Le Coz 52f. — (3) Mansi XIII 356C-D; Theophanes 417,14-21; 428,6-12; Nikephoros 66,5-10 (Mango 72,12-17); Kedrenos II 11,3-6; Michael syr. II 520; Chronik v. 1234: cap. 183, p. 263. — (4) Laut BHG 884, cap. XXXI, col. 484B, was auch durch die Überlieferung bestätigt wird, s. Kotter, in: Johannes von Damaskos, Schriften II, XXVI. — (5) Περὶ τῆς θείας προσευχῆς, cap. 102. 103, in: PG 155, 556D; s. auch idem, Responsa ad Gabrielem Pentapolitanum, Quaestio 52, ibidem 897B. — (6) Laut BHG 885b im Alter von 70 Jahren in Damaskos an einem 4. Dezember, laut Maximos Symaios im 18. Jahr Leons III., also 734. — (7) In: EO 9 (1906) 28–30. — (8) Hoeck 5 mit Anm. 1. — (9) S. dazu Nasrallah 132–135. — (10) Martyrologium Romanum; s. dazu Nasrallah 134; Richter 23f. — (11) S. Nasrallah 132. — (12) Cf. Garitte, in: Calendrier palestino-géorgien 406. — (13) Daniel Igumen, Choždenie (Khitrowo) 35; (Itineraria rossica) 59. — (14) Ioannes Phokas, Descriptio terrae sanctae, cap. 16, 948C. — (15) Georgios Pachymeres, De Andronico Palaiologo I, cap. 13, in: Georgii Pachymeris de Michaele et Andronico Paleologis libri tredecim. Rec. I. Bekker, II, Bonn 1835, 40,17 – 41,8; cf. dazu Nasrallah 128f.— (16) S. Majeska 298; Janin, Eglises 190. — Zu seinem Nachleben vom 10. bis 16. Jh. s. Richter 32–62. — (17) Nasrallah 114–116. — (18) BHG 394, BHG 395, BHG 884, BHG 885, BHG 885c, BHG 885k, BHG 885m, BHG 1076q, Vita Johannis Damasceni arab.; s. auch BHL 5373. — (19) Nasrallah 76–80; F. C. Tubach, Index exemplorum. A Handbook of Medieval Religious Tales, Helsinki 1969 (FF communications 204), 191 Nr. 2419; D. B. Price – N. J. Twombly, The Phantom Limb Phenomenon. A Medical, Folkloric, and Historical Study. Texts and Translations of 10th to 20th Century Accounts of the Miraculous Restoration of Lost Body Parts, Washington, D. C. 1978, 183–192. 239–271, nennen 31 Versionen der Legende. — (20) Colafranceschi, in: Bibl. Sanct. 6 (1965) 739f. — (21) BHG 885c, cap. 9, p. 381. — (22) Cf. Gero, in: AnBoll 113 (1995) 292. — (23) In: TM 12 (1994) 199–203.

W: S. CPG Nr. 8040 bis 8127, cf. CPG V 81–83; s. dazu Hoeck 13–60; Richter (s. unten) 264–266; Beck, Kirche 476–486. Edition in: PG 94; sowie: B. Kotter, Die Schriften des Johannes von Damaskos, Band I-V, Berlin, New York 1968-1988 (Patristische Texte und Studien, 7. 12. 17. 22. 29); georg. Übersetzung der Predigt über die zwei Naturen Christi, in: Cod. Athous Iviron Nr. 10 (s. dazu Blake, in: ROC 3. Ser. 8 [28] [1931/1932] 342 Nr. 18). — Schriften über den Islam: Ed. R. Le Coz, Paris 1992 (SC, 383); Passio Petri Capitol.; Kanon zum Ostersonntag: Incipit: Ἀναστάσεως ἡμέρᾳ· λαμπρυνθῶμεν λαοί ..., in: Τυπικὸν τῆς ἐν Ἱεροσολύμοις ἐκκλησίας ... (1122), in: Papadopulos-Kerameus, Analekta II 191–196. — Dichtungen: Edition in: Christ–Paranikas 117–121. 205–236; s. dazu N. B. Tomadakes, Βυζαντινὴ ὑμνογραφία, Athen3 1965 (Ndr. Thessalonike 1993), 212–216; Follieri, Initia V 1, 273f.; Analecta Hymnica Graeca XIII 373 (Reg.) s. vv. “Giovanni Damasceno” und “Giovanni Monaco”; Émereau, in: EO 22 (1923) 434–439; 23 (1924) 196f.; Eustratiades, in: Nea Sion 26 (1931) 499–512. 610–617. 721–736; 27 (1932) 28–44. 111–123. 165–177. 216– 224. 329–353. 415–422. 450–472. 514–534. 570–585. 644–664. 698–719; 28 (1933) 11– 25. — Astrologische Schriften: S. CCAG I 4 Nr. 4 (Cod. Laur. Plut. 28,27 fol. 46v), CCAG II Nr. 7 (Cod. Venet. 335 fol. 15r-v); cf. auch Michael Glykas, Antapologetikon, in: CCAG V 1, p. 136,21-33; Manuel Komnenos, ibidem 117,7-9 mit Anm. 1. — Moderne Übersetzungen: Johannes von Damaskos, Philosophische Kapitel. Eingel., übers. u. mit Erläuterungen versehen von G. Richter, Stuttgart 1982 (Bibliothek der griechischen Literatur 15); Johannes Damaskenos und Theodor Abu Qurra, Schriften zum Islam. Kommentierte griechisch-deutsche Textausgabe von R. Glei – A. Th. Khoury, Würzburg 1995 (Corpus Islamo-Christianum [CISC], Series graeca, 3). — Zu den in georgischer Sprache überlieferten Werken des I. s. Kekelidze, in: Christianskij Vostok 3 (1914) (erschienen 1915) 132–141; cf. auch Tarchnišvili (s. Register 508).

Q:(Hist.): Theophanes; Nikephoros; Symeon log. (Leon gr. 179,20-22; Theod. mel. 124,6-8; Symeon sl. 78,27-29); Georg. mon. cont. (Muralt) 928A. 94C-D; Ps.-Symeon, Cod. Paris 1712, fol. 206v (Markopulos 139); Kedrenos I 799,9-17; Zonaras XV 6, p. 270,11-16; Theod. Skut. 124,30. — (Conc.): Mansi XIII 356C-D. 357A-D. 400C. — (Fs.): Suda II 649,28-36; III 162,10f. — (Hag.): Vita Ioannis Damasceni (BHG 884); Constantinus Acropolita, Sermo in Ioannem Damascenum (BHG 885); Vita Ioannis Damasceni (BHG 885b); Vita Ioannis Damasceni (BHG 885c); Vita Cosmae et Ioannis (BHG 394) cap. 1–17, p. 271–286; cap. 20, p. 290,21-24; cap. 27, p. 299,25-31; 300,3-6; Vita Cosmae hymnographi (BHG 394a) 265,19f.; 266,56; 268,111-120; 273–280,305-532. 546f.; 281,550; 283,617; 293– 296,976-1094; Vita Cosmae hymnographi (BHG 394b) 109,112. 119–139; Vita Ioannis et Cosmae (BHG 395) Überschrift, p. 303; cap. 2–23, p. 306,4 – 326,13; cap. 33–44, p. 340,3 – 350,19; Vita Steph. iun. (BHG 1666) 1120A (PG 100); § 28, p. 126,3-11 (Auzépy); Vita Steph. iun. metaphr. (BHG 1667) 104,925-939; Synax. Cpl. (BHG 885e) 263/264,57 (29. November); 278,29 – 279,18 (4. Dezember); 170,22f.; 171/172,34; 395,15. 21; 817,51; Men. Basilii 184B-C (29. November); Menologium, in: PG 94, 501A-C (4. Dezember); Typicon Mateos I 116,9-12 (29. November). 121 app. crit. (Codd. P, Fa und Ox zum 4. Dezember). 122,2f. (4. Dezember); Typika Dmitrievskij I 29 (4. Dezember). 204 Anm. 4 (4. Dezember; τοῦ ἁγίου Ἰωάννου τοῦ Μανσοῦρ); 300,1f. 11f. (2. Dezember!); III 34 (4. Dezember); Symeon von Thessalonike, in: PG 155, 556D. 897B; Ioannes Mauropus, Akoluthie auf I. (unpubliziert): s. dazu Eustratiades, in: Nea Sion 26 (1931) 395f.; Hymnen auf I.: Stephanos Melodos, Kanon auf I.: s. Émereau, in: EO 24 (1925) 174; Follieri, Initia V 2, 170; (s. auch Nasrallah 131f.); Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692) cap. 89, p. 122; cap. 92, p. 126; Vita Nili (BHG 1370) cap. 23, p. 71. — (Sonst.): Maximos Symaios, Patriarchenliste von Jerusalem, in: Papadopulos-Kerameus, Analekta III 3,8. 11-16; Eustathius Thess., Exegesis 505D–517C; Ioannes Phokas, Descriptio terrae sanctae, in: PG 133, cap. 16, 948C. — (lat.): Zu der Legende von der abgehauenen Hand in späteren lateinischen Quellen s. Price–Twombly 175–193. 249–256. 264–272. 335f. — (georg.): Vita Johannis Damasceni georg.; Calendrier palestino-géorgien 108 (4. Dezember). 109 (9. Dezember). — (syr.): Michael syr. II 520; Chronik v. 1234: cap. 183, p. 263. — (arab.): Agapius 533; Vita Ioannis Damasceni arab. — (äthiop.): Äthiopische Vita im äthiopischen Synaxar, in: S. Grébaut, Le Synaxaire éthiopien. IV. Mois de Taḥschasch, in: PO 15 (1927) 683–686. — Reliquien: (sl.): Daniel Igumen, Choždenie (Khitrowo) 34; Zosima Diakon 187; Ot Strannika Stefanovo Novgorodca, in: Majeska 43. — Zu den Quellen cf. auch Richter 2–32.

L: ODB II 1063f.; LdMA V (1991) 566–568; TRE 17 (1988) 127–132; LCI 7 (1974) 102–104; LThK V (1996) 895–899; BHG 884. 884a. 885. 885b. 885c. 885d. 885e. 885f. 885g. 885h. 885k. 885m; BHL p. 649; BHL Novum Suppl. p. 487f.; CPG III 511–536 Nr. 8040-8127; Tusculum-Lexikon 389f.; Beck, Kirche 300f. 476–486 u. ö.; Nicol 62f. — Petit, Acolouthies grecques 114f.; Graf, in: Der Katholik 12 (1913) 320–331 (zur arabischen Vita); Jugie, in: EO 23 (1924) 137–161; idem, in: EO 28 (1929) 35–41; D. Fecioru, Viaţa sfântului Joan Damaschin. Studia de istorie literară creṣtină, Bukarest 1935; J. Nasrallah, Saint Jean de Damas. Son époque, sa vie, son œuvre, Harissa 1950; Hoeck, in: OCP 17 (1951) 5–60; Garitte, in: Calendrier palestino-géorgien 403. 406; Sauget, in: Bibl. Sanct. 6 (1965) 732–739; Colafranceschi, ibidem, 739f. (Ikonographie); Komines 115f.; Kallis, Handapparat zum Johannes-Damaskenos-Studium, in: Ostkirchliche Studien 16 (1967) 200–213; G. Lange, Bild und Wort. Die katechetische Funktion des Bildes in der griechischen Theologie des sechsten bis neunten Jahrhunderts, Würzburg 1969, 106–140; Szövérffy II 10–14. 289–291 u. ö. 310 (Reg.); Detorakes, Κοσμᾶς ὁ Μελωδός passim, bes. 30–70 (zu BHG 394. 395. 884. 884a); Speck, Artabasdos 179–243; Price–Twombly IX. XXXII. 166– 386; A. Kallis, in: Gestalten der Kirchengeschichte, hrsg. v. M. Greschat u. a. (Alte Kirche, II) Stuttgart 1984, 289–300; G. Richter, in: Johannes von Damaskos, Philosophische Kapitel (s. unter W), Einleitung, 1–83; Detorakes, in: AnBoll 104 (1986) 371–373 (zur abgehauenen Hand); J. N. Svoronos, in: Βυζάντιο καὶ Εὐρώπη. Α ´ Διεθνὴς Βυζαντολογικὴ Συνάντηση, Δελφοί, 20–24 Ἰουλίου 1985, Athen 1987, 115–152; Sahas, in: Studia Patristica 23 (1989) 66–73; Nikolakakes, in: Epistemonike Epeteris Theol. Schol. Panepist. Thessaloniki, N. S., Τμῆμα ποιμαντικῆς 1 (1990) 259–293 (über die Ansichten des I. zum Islam); L. Sweeney, Divine Infinity in Greek and Medieval Thought, New York u. a. 1992, 505–537; Le Coz, in: Jean Damascène, Ecrits sur l'Islam 41–65; D. Sahas, in: Religionsgespräche im Mittelalter, Wiesbaden 1992, (Wolfenbütteler Mittelalter-Studien, 4), 185–205 (zum Dialog mit dem Islam); W. J. Aerts, in: Die Begegnung des Westens mit dem Osten, Sigmaringen 1993, 357–364 (zur Autorschaft des Barlaam-Romans); Montana, in: Koinonia 17 (1993) 61–79 (zum Pfingstkanon des I.); Auzépy, in: TM 12 (1994) 183–218, bes. 193–203; Gahbauer, in: Theologie u. Philosophie 69 (1994) 1–21 (zur Anthropologie); P. Khoury, Jean Damascène et l'Islam. 2e éd. corrigé, Würzburg 1994 (Religionswissenschaftliche Studien, 33); Gero, in: AnBoll 113 (1995) 291f. (zur Datierung von BHG 885c: terminus post quem für die Abfassung im 13. Jh.); A. Th. Khoury, in: Johannes Damaskenos und Theodor Abū Qurra, Schriften zum Islam. Kommentierte griechisch-deutsche Textausgabe von R. Glei – A. Th. Khoury, Würzburg 1995 (Corpus Islamo-Christianum [CISC], Series graeca 3), 37–46 (zu den Schriften zum Islam); Rochow, Theophanes 125f. 151f. 171 (Lit. u. Quellen); Schrekkenberg, Adversus Judaeos 473f. 774; Haldon, Byzantium 354; DO Hagiography Database Nr. 114 (zur Vita BHG 884; cf. Nr. 113 zur Vita BHG 394); Hoyland, Seeing Islam 850 (Reg.); Treadgold, History 354. 360. 390ff. 398; Gkekanu-Mporobilu, in: Byzantina 22 (2001) 67–73 (zu BHG 885b); weitere Literatur in den angegebenen Arbeiten. Eine Dissertation von D. Olewinski, Untersuchungen zur theologischen Argumentationsweise des Johannes von Damaskus in der Bilderfrage, befindet sich in Vorbereitung (laut Mitteilungen aus der Österreichischen Byzantinistik und Neogräzistik 13 [1999] 24).

P: I. werden eine Reihe von Werken fälschlich zugeschrieben; bei weiteren Werken ist die Verfasserschaft zweifelhaft, s. die Hinweise bei Hoeck und Beck. — Georg. mon. (Muralt) 928A behauptet fälschlich, I. sei von Leon III. verbannt und Mansur genannt worden; 941C-D schreibt er letzteres Konstantin V. zu und fügt hinzu, auf dessen Anstiften sei I. die rechte Hand abgehackt worden. Hierbei handelt sich um eine auch in den Viten des I. zu findende Legende (s. dazu auch oben). — Zur (unwahrscheinlichen) Identifizierung mit Ioannes ὁ Ἀρκλᾶς (# 3346) s. dort.

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