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Konstantinos–Kyrillos

Κωνσταντῖνος

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
3927/corr.
Namensvariante
Kyrillos (Mönchsname); Philosophos (Beiname)
Klerus / Laie
Klerus
Geschlecht
Mann
Zeit
9. Jh.
Erste Erwähnung
826
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Monachos; Presbyteros; Skeuophylax Hagia Sophia <Kpl.; Missionar Slawen; Autor; Chartophylax Patriarchatsbibliothek <Kpl.
Name normalisiert
Konstantinos
Ort
Thessalonike; Patriarchatsbibliothek (Kpl.); Hagia Sophia (Kpl.); Bosporos (Kpl.); Magnaura bzw. Magnaurapalast (Kpl.); Samarra (Irak); Olymp (Bithynien); Bithynien; Chazarien; Cherson (Krim); Mäotischer See; Kaspische Pforten; Phulica (s. Phuloi auf der Krim); Phullai (s. Phuloi auf der Krim); Phuloi (Krim); Apostelkirche (Kpl.); Mähren; Pannonien; Rom; Venedig
Quelle
Vita Constantini-Cyrilli (VC); Anastasius Bibliothecarius; Vita Methodii Thess. (VM); Vita Constantini-Cyrilli (Ivanov); Konstantinos, Slovo; Vita Clementis (BHG 355); Gauderich, Vita Constantini cum translatione Clementis (BHL 2073); Mansi; Vita Nahumi (BHG 1316z); Vita Nahumi brevior (BHG 1317); Vita Clementis (BHG 356); Legenda Cyrilli et Methodii (Legenda Moravica) (BHL 2073 z); Legenda Cyrilli et Methodii (BHL 2075. 2076); Legenda de Cyrillo et Methodio (BHL 2071 r); Translatio Clementis (BHL 2076d); Pochvalnoje slovo Kirillu i Mefodiju; MGH, Epp.

Achtung: Dieses Lemma enthält gegenüber der gedruckten Fassung Veränderungen und Zusätze ohne Auswirkung auf die Angaben zur Person.

N: Mönchsname: Kyrillos, lat.: Cyrillus; daher in der Forschung im allgemeinen als “Konstantinos–Kyrillos” bezeichnet; Beiname: Philosophos.

T: Mönch, Presbyteros, Skeuophylax an der Hagia Sophia (Konstantinopel) oder Chartophylax an der Patriarchatsbibliothek (Konstantinopel), Missionar der Slawen, sog. “Slawenapostel”.

V: Trotz der Bedeutung K.s und seines Bruders Methodios (# 4975) sind die Nachrichten über ihr Leben zum großen Teil unsicher; fast jede Angabe ihrer Viten und anderer Quellen ist in der Forschung umstritten. Grundlegend bleiben jedoch die Arbeiten von F. Dvornik, wenn sie auch in Einzelheiten zu modifizieren sind. Konstantinos genießt zusammen mit seinem Bruder Methodios wegen der Schaffung der slawischen Schrift und der altkirchenslawischen Sprache besonders bei den Slaven bis heute besondere Verehrung; beide Brüder werden als Heilige verehrt (in der orthodoxen Kirche am 11. Mai, in der katholischen Kirche am 7. Juli).

K. wurde in Thessalonike ca. 826/827 in vornehmer Familie geboren; sein Vater war der Drungarios Leon (# 4424); der Name seiner Mutter (Maria, # 4734) ist nur in einer Quelle bezeugt. Laut Vita Constantini-Cyrilli (im folgenden VC) II 2 war er das jüngste Kind; neben Methodios hatte er fünf weitere Geschwister (# 4424A). Seine Mutter war möglicherweise slawischer Herkunft, er selbst soll angeblich Grieche gewesen sein (1). Laut Vita Constantini-Cyrilli brevior (Ivanov) 284 waren seine Eltern “Bulgaren” (d. h. Slaven). Laut Vita Methodii Thess. (im folgenden VM) V 8 konnten sowohl er wie sein Bruder wegen ihrer Herkunft aus Thessalonike slawisch (pure Slovenice) sprechen; vermutlich wuchsen sie zweisprachig auf. Schon in früher Jugend soll er durch seine hervorragende Intelligenz aufgefallen sein. Laut VC III 22-23 weigerte sich jedoch ein umherziehender Grammatiklehrer (# 11574), ihn zu unterrichten. Ca. 842 reiste er nach Konstantinopel und machte dort die Bekanntschaft des Eunuchen und Logothetes Theoktistos (# 8050), der es ihm angeblich ermöglichte, mit dem jungen Kaiser Michael III. zusammen unterrichtet zu werden. Nicht unumstritten ist die Nachricht, daß er Unterricht in Geometrie durch Leon Mathematikos (# 4440) erhielt (2); außerdem soll er in Rhetorik, Arithmetik, Astronomie, Musik und anderen “hellenischen” Fächern unterrichtet worden sein. Ein angebliches Streitgespräch über die Bilderverehrung mit dem Patriarchen Ioannes VIII. Grammatikos (# 3199), nach VC cap. V (3), wird meist für legendär gehalten (4). Der Logothetes Theoktistos holte ihn wegen seiner herausragenden Fähigkeiten in den Kaiserpalast, ließ sich von ihm in philosophischen Fragen belehren und wollte ihm eine weltliche Karriere als Strategos eröffnen, die K. jedoch ablehnte. Statt dessen ließ er sich zum Priester weihen und erhielt eine Stellung als Skeuophylax (in den bisherigen ungenügenden Ausgaben der VC: vivlotikari, lat. bibliothecarius, früher meist gedeutet als Chartopylax an der Patriarchatsbibliothek) (5) in der Hagia Sophia unter dem Patriarchen Ignatios (# 2666). Nach einiger Zeit ging er aber heimlich in ein Kloster am Bosporos (6), von wo er nach sechs Monaten zum Professor für Philosophie an die Magnaura-Schule berufen wurde (7). 851 (855/56?) nahm er in Begleitung des Asekretis Georgios (# 10259), laut einigen Quellen unter Führung des späteren Patriarchen Photios (# 6253), an einer Gesandtschaft zu den Arabern (# 10261) nach Samarra teil, wo er über den Glauben diskutiert haben soll (8). Er verließ nicht lange danach, nach der These Dvorniks nach der Ermordung des Theoktistos (Ende 855), den Staatsdienst, lebte wahrscheinlich eine Zeitlang in einem Kloster und besuchte einige Zeit später seinen Bruder Methodios auf dem Olymp (VC cap. VII) (9). Nachdem er, vielleicht im Laufe des Jahres 859, nach Konstantinopel zurückgekehrt war (Dvornik, Légendes 147), reiste er im Auftrag des Kaisers im Dezember 860 mit Methodios (CM IV 1) nach Chazarien und missionierte dort (VC cap. VIII–XII) (10). Unterwegs lernte er Hebräisch und Samaritanisch und las ohne Schwierigkeiten ein Evangelium und einen Psalter “in russischen Buchstaben” (VC cap. VIII 159) (11) und fand am 30. Januar 861 die Reliquien des hl. Clemens auf einer Insel im Meer (12). Laut BHL 2073 und Konstantinos, Slovo, cap. 2 halfen ihm dabei der Erzbischof von Cherson, Georgios (# 10294), und der Dux von Cherson, Nikephoros (# 5331). Er brachte einen Feldherrn der Chazaren (# 12030), der Cherson belagerte, dazu, unverrichteterdinge wieder abzuziehen und zu versprechen, sich taufen zu lassen, und besänftigte die Ungarn (# 10286), die ihn töten wollten. Er reiste dann weiter zum Mäotischen See und zu den Kaspischen Pforten, wo er zuerst mit dem Abgesandten (# 10287) der Chazaren, dann vor dem Khagan (# 12023) der Chazaren mit Juden (# 10288), und dann mit Moslems (# 10289) diskutierte und ca. 200 Personen (# 10291) bekehrt haben soll. Mit einem Brief des Khagans an den Kaiser und mit 200 befreiten byzantinischen Gefangenen (# 10292) kehrte er nach Konstantinopel zurück (13). Auf dem Rückweg war er bei dem erwähnten Erzbischof Georgios von Cherson zu Gast und bekehrte in Phulica (Phullai?) Heiden (# 11812), die einen hl. Baum verehrten (VC cap. XII). Nach seiner Ankunft in Konstantinopel besuchte er zuerst den Kaiser und lebte dann in der Apostelkirche. Er deutete angeblich eine Prophezeiung auf dem Kelch Salomons in der Hagia Sophia (VC cap. XIII) (14). Er unterhielt gute Beziehungen zu Photios, hatte aber auch Auseinandersetzungen mit ihm (15). Kaiser Michael III. wollte ihn 862 in Anwesenheit des Bardas (# 791) auf Anforderung von Rastislav (# 10270) nach Mähren schicken, was aber vorerst noch am Fehlen einer slawischen Schrift scheiterte. Er erfand das glagolitische Alphabet (composuit litteras, slawisch: abije slož pismena), übersetzte möglicherweise das Johannesevangelium (VM cap. XIV 14, p. 201), reiste dann 863 im Auftrag des Kaisers (und vermutlich des Patriarchen Photios) (16) zusammen mit Methodios (VM cap. V 11) mit einem Brief des Kaisers (VC cap. XIV 15–19) nach Mähren, bildete dort Schüler aus, baute den Klerus auf und führte die Liturgie im östlichen Ritus gegen den Widerstand von lateinischen und fränkischen Geistlichen ein. Er hielt sich (laut VC cap. XV 18) 40 Monate in Mähren auf (17) und ging dann (vielleicht 866) nach Pannonien zu Kocel (# 3663), bei dem er 50 Schüler unterrichtete. Von Kocel und Rastislav erreichte er angeblich die Freilassung von 900 Gefangenen (VC cap. XV). Im Jahre 867 reiste er mit seinem Bruder (laut VM auf Wunsch des Papstes Nicolaus I., # 5248) nach Rom. In Venedig wurde er von Klerikern angegriffen, die auf dem Festhalten an den drei biblischen Sprachen (Hebräisch, Griechisch und Latein) bestanden und seine Bibelübersetzung ins Altkirchenslawische kritisierten. K. verteidigte daraufhin seine Übersetzungen ins Slawische (VC cap. XVI). In Rom (Ankunft: Dezember 867 oder Januar 868) wurde er von Papst Hadrianus II. empfangen und brachte die Reliquien des hl. Clemens in die Clemenskirche. Er erkrankte, wurde am nächsten Tag Mönch unter dem Namen Cyrillus (Kyrillos) und starb nach 10 Tagen (18) am 14. Februar 869 im Alter von 42 Jahren (19); er wurde bestattet in San Clemente rechts neben dem Altar (20).

K. wird bereits seit dem 10. Jh. von der slawisch-orthodoxen Kirche am 14. Febuar, seinem Todestag, als Heiliger gefeiert; die katholische Kirche feiert ihn am gleichen Tag. Er wird auch zusammen mit Methodios am 6. April gefeiert. In der orthodoxen, auch der griechisch-orthodoxen Kirche, wird sein Gedenken auch zusammen mit sechs anderen Heiligen (Methodios, Klemes [# 3655], Naum [#5231], Gorazd, Sabbas und Angelarios bzw. Laurentios) als einer der “7 Heiligen” (griechisch Heptarithmoi, slawisch sedmočislenici) am 17. Juli und 26. November begangen (21).

K. ist Verfasser von Werken in griechischer und in slawischer Sprache (s. unter W). Laut VM cap. XV 4 hat er zusammen mit Methodios den Psalter, das Evangelium mit der Apostelgeschichte und ausgewählte kirchliche Bücher übersetzt. Anastasius bibliothecarius, Epistula ad Gaudericum episcopum (BHL 2072) 437,28-33, berichtet von zwei Schriften des Konstantinos, die er, also Anastasius, ins Lateinische übersetzt habe (möglicherweise sind diese aber unecht), und einer Hymne K.s auf den hl. Clemens, die er wegen des Versmaßes nicht habe entsprechend übersetzen können.

Anmerkungen:(1) Für die slawische Herkunft plädierte I. Dujčev, in: Symposium Methodianum 89.; cf. auch K. Nichoritis, in: Cyrillomethodianum 10 (1986) 11 Anm. 11. Jedoch hat BHL 2071r: nacione Grecus; für die griechische Herkunft der beiden Brüder tritt ein A.-E. Tachiaos, L'origine de Cyrille et de Méthode. Vérité et légende dans les sources slaves, in: Cyrillomethodianum 2 (1972–1973) 98–140. — (2) Cf. dazu I. Ševčenko, in: AHR 79 (1974) 153; Lemerle, Byz. Humanism 281f. — (3) Cf. Dvornik, Légendes 571–579. — (4) Dessen Historizität vertritt aber D. Gones, in: Leben und Werk der byzantinischen Slavenapostel Methodios und Kyrillos. Beiträge eines Symposions der Griechisch- deutschen Initiative Würzburg im Wasserschloß Mitwitz vom 25.-27. Juli 1985 zum Gedenken an den 1100. Todestag des hl. Methodios, hrsg. v. E. Konstantinou, Münsterschwarzach 1991, 21–32; idem, in: Epistemonike epeteris theologikes scholes panepistimiu Athenon 29 (1994) 253–264. — (5) Cf. ausführlich Dvornik, Légendes 49–67; zur Deutung als Skeuophylax cf. Ch. Hannick, in: Kirchengeschichte als Missionsgeschichte, II: Die Kirche im frühen Mittelalter. 1, hrsg. K. Schäferdiek, München 1978, 294 (lehnt die Deutungen Chartophylax und Bibliophylax ab); Ziffer, Ricerche sul testo e la tradizione 90–94; idem, Hagiographie und Geschichte 144 (beides wie unten). — (6) Dvorník, Légendes 68–71. — (7) Dvornik, Légendes 79–84) — (8) Dvorník, Légendes 85–111; idem, Missions 285–295; C. M. H. Versteegh, Die Mission des Kyrillos im Lichte der arabisch-byzantinischen Beziehungen, in: ZDMG 129 (1979) 233–262; F. Dvornik, in: To Honor Roman Jakobson. Essays on the occasion of his seventieth Birthday, The Hague – Paris 1967, 569–576; I. Dujčev, in: Gorski vijenac. A Garland of Essays offered to Prof. Elizabeth Mary Hill, Cambridge 1970, 100–104. — (9) Dvornik, Légendes 112–147. — (10) Cf. dazu Dvornik, Légendes 176–205; T. Morijasu, Chazarskaja missija Konstantina, in: Starobălgarska literatura 9 (Sofia 1981) 39–51; D. Gones, in: Πρακτικὰ συνεδρίου ... 217– 251 (wie unten); G. Ziffer, in: Die Welt der Slaven 35 (N. F. 13) (1989) 354–361; O. Pritsak, in: Christianity among the Slavs 295–298 (wie unten unter L). — (11) Die Deutung der Stelle ist umstritten; meist deutet man sie jetzt auf syrische Schrift; cf. dazu u. a. J. Bujnoch, in: Zwischen Byzanz und Rom. Leben und Wirken der Slavenapostel Kyrillos und Methodios nach den Pannonischen Legenden und der Klemensvita ... Übers., eingel. u., erkl., Graz u. a. 1972 [Slavische Geschichtsschreiber I]), 197f.; Dvornik, Légendes XX; Georgiev, L'état de la problématique scientifique de Cyrille et Méthode 24f. (wie unten); Birnbaum, in: To Hellenikon II 13 (mit Lit.). — (12) VC cap. VIII 16–18; Konstantinos, Slovo; Anastasius bibliothecarius, Epistula ad Gaudericum espicopum (BHL 2072); BHL 2073; s. dazu Dvornik, Légendes 190-197; möglicherweise in der Kosakenbucht bei Cherson, cf. dazu A. Esser, in: Cyrillo-Methodiana (1964) 126–147. — (13) Dvornik, Missions 65–69. — (14) Cf. zu den legendären Elementen der cap. 9–13 der VC: M. van Esbroeck, Le substrat hagiographique de la mission khazare de Constantin-Cyrille, in: AnBoll 104 (1986) 337– 348. — (15) Cf. dazu F. Grivec, in: Cyrillo-Methodiana (1964) 156–158; Dvorník, Légendes 136–147. 313–330; idem, Photian Schism 33f. 52. — (16) Cf. P. C. Christou, Who sent Cyril and Methodius to Central Europe: The Emperor or the Patriarch?, in: The Legacy of Saints Cyril and Methodius 109–114 (wie unten). — (17) Laut VM cap. V 13 blieben K. und Methodios drei Jahre, laut BHL 2073 und 2073z 4 1/2 Jahre in Mähren; cf. dazu G. Ziffer, in: Rhythmus und Saisonalität 146 (richtig: drei Jahre). — (18) Laut BHG 355; aber laut der VC cap. XVIII 6 und nach BHL 2073 50 Tage nach seiner Einkleidung als Mönch. — (19) VC cap. XVII 13: quadraginta duos annos natus, mensis februarii decimo quarto die, indictione secunda, a creatione mundi sexies millesimo trecentesimo septuagesimo septimo anno (= 6377); BHL 2073: XVI kal. Martias. — (20) Cf. dazu J. Krüger, in: Leben und Werk der byzantinischen Slawenapostel Methodios und Kyrillos 105–126; Kirilo-Metodievska enciklopedija I (1985) 548f. Zu seinem Aufenthalt in Rom s. auch Sansterre, Moines I 90. 143f. 161. 184. 201. 204 (s. auch Register 238). — (21) Cf. Nichoritis, in: Cyrillomethodianum 10 (1986) 13–27; ibidem 251–267: Akoluthie auf die 7 Heiligen (zum 17. Juli); ibidem 319–351: Akoluthie auf die 7 Heiligen zum 26. November (von 1720); Petit, Acolouthies grecques 231 (Patres VII Ecclesiae Bulgaricae) (zum 17. Juli).

Q: — Zu den Quellen s. Dvornik, Légendes 339–348; Grivec–Tomšič; K. Nichoritis, Cyril and Methodius in the Greek Literary Tradition, in: Cyrillomethodianum 10 (1986) 11–50. Cf. auch P. Devos, Trois énigmes cyrillo-méthodiennes de la “Légende italique” résolues grace à un document inédit, in: AnBoll 73 (1955) 374–461. Ein Großteil, auch der späteren Quellen, die hier nicht berücksichtigt wurden, ist abgedruckt in Magnae Moraviae fontes historici II. — (Hag.): Vita Clementis (BHG 355) (neue Edition: ed. I. G. Iliev, The Long Life of Saint Clement of Ohrid. A Critical Edition, in: ByzBulg 9 [1995] 62–120 [Text: 81–106]): cap. II 4, p.78,22-29 (Milev); cap. II 4, 33-40, p. 81f. (Iliev); cap. III 8, p. 80,28-31 (Milev); cap. III 8, 66-69, p. 82 (Iliev); cap. III 11– IV 13, p. 84,8 – 86,15 (Milev); cap. III 11 – IV 13,112-154, p. 83f. (Iliev); cap. IV 14, p. 86,17-20 (Milev); cap. IV 14, 156-158, p. 84 (Iliev); cap. XXVIII 76, p. 142,13f. (Milev); cap. XXVIII 76, 1029-1031, p. 104 (Iliev); Vita Clementis (BHG 356) cap. II, p. 174,17f.; cap. V, p. 175,1f.; cap. XIV, p. 180,14 (Milev) (= cap. 2, p. 239; cap. 4, p. 240; cap. 14, p. 243 Georgievski–Iljovski); Vita Nahumi (BHG 1316z) Z. 79f., p. 170; Z. 128-135, p. 172; Z. 139-141, p. 174; Vita Nahumi brevior (BHG 1317) Z. 2-57, p. 183f.; Akoluthie auf die 7 Heiligen (von 1742), in: Cyrillomethodianum 10 (1986) 251-267 (zum 27. Juli); Akoluthie auf die 7 Heiligen zum 26. November (von 1720), ibidem 319–351 (zum 26. November). (Zu den griechischen hagiographischen Quellen cf. F. Grivec, in: Grivec–Tomšič 23–25. 39–42). — (lat.): (s. Grivec, in: Grivec–Tomšič 59–82, s. dazu Grivec, ibidem 42–58; BHL 2071r bis 2076d); Anastasius Bibliothecarius, Epistula ad Gaudericum episcopum (BHL 2072) 436,21 – 437,6. 14-34 (64f. [Grivec–Tomšič]); idem, Epp. 13, in: MGH Epp. VII 430–434; idem, Praefatio in octavum synodum (Mansi XVI 5E–6B [Rede auf der Synode von 869 = Grivec–Tomšič 66f.]); Legenda Cyrilli et Methodii (Legenda Moravica) (BHL 2073z) (cf. dazu Grivec, in: Grivec–Tomšič 57); Legenda Cyrilli et Methodii (BHL 2075) cap. 1, p. 188–190 (als Quirillus); Legenda Cyrilli et Methodii (BHL 2076); Legenda de Cyrillo et Methodio (BHl 2071r); Vita Cyrilli et Methodii (Legenda moravica) (BHL 2073z–2074) cap. 1–7, p. 257–263 (cf. dazu Grivec, in: Grivec–Tomšič 57); Passio Ludmillae (Legenda Bohemica) (BHL 5030) cap 1–3, p. 277–279; Gauderich, Vita Constantini cum translatione Clementis (BHL 2073) (Legenda Italica) (bei Grivec-Tomšič 59–64); Translatio Clementis (BHL 2076d); Eintrag im Reichenauer Verbrüderungsbuch: Das Verbrüderungsbuch der Abtei Reichenau, hrsg. v. J. Autenrieth, D. Geuenich, K. Schmid, Hannover 1979 (MGH, Libri memoriales et necrologia, N. S. 1), 6, B1 (Kyrilos), s. dazu A. Zettler, in: Leben und Werk der byzantinischen Slavenapostel Methodios und Kyrillos 127–139 (wie unten), dessen These aber abgelehnt wird von A. W. Ziegler, in: Land und Reich, Stamm und Nation. Probleme und Perspektiven bayerischer Geschichte. Festgabe für M. Spindler zum 90. Geburtstag, 1. Forschungsberichte Antike und Mittelalter, München 1984, 305–324; B. Dimitrov, Une chronique anonyme du Vatican relatant la mission des frères Cyrille et Méthode en Moravie, in: Palaeobulgarica 2, Heft 3 (1978) 44–50. — (sl.): Vita Constantini-Cyrilli (VC); Vita Methodii Thess. (VM) IV 1-4, p. 154 (lat. 222); V 4-13, p. 155 (lat. 224); VI 1, p. 156 (lat. 224); VII 1-3, p. 157 (lat. 225); VIII 9-10, p.157 (lat. 226); VIII 11, p. 157 (lat. 227); XV 4, p. 164 (lat. 234f.); Vita Constantini-Cyrilli brevior (Ivanov); s. dazu Nichoritis, in: Cyrillomethodianum 10 (1986) 15; Konstantinos, Slovo; Pochvalnoje slovo Kirillu i Mefodiju (Sermo panegyricus in memoriam SS. Cyrilli et Methodii), in: Magnae Moraviae Fontes Historici II 167–176 (Auszüge) (lat. Übers. von F. Grivec, in: Acta Academiae Velehradensis 18 [1947] 2–15); Cirillo e Metodio. Le biografie paleoslave. Introd., trad. e note a cura di V. Peri (Problemi dei cristiani 1), Mailand 1981; Vita Nahumi slav. 2, p. 182f. (Lavrov); Vita Nahumi slav. 3, p. 184f. (Lavrov).

W: S. Beck, Kirche 529f. 623; Tusculum-Lexikon 450; LdMA V (1991) 1383f. Drei Translationsberichte zu Clemens; Enkomion auf Gregorios Thaumaturgos (nur fragmentarisch in slawischer Spracher erhalten): s. N. Trubetzkoj, in: Zeitschrift für slavische Philologie 11 (1934) 52–54; Brevis historia; Sermo declamatorius; letztere sind slawisch erhalten. Konstantinos, Slovo (ursprünglich griechisch verfaßt, aber nur in der lateinischen Übersetzung des Anastasius Bibliothecarius und in einer slawischen Übersetzung erhalten; cf. dazu Ch. Hannick, in: Christianity among the Slavs 227–236 [wie unten]); Hymnus auf die Auffindung der Reliquien des hl. Clemens: ed. E. Vereščagin, in: Istoričeskij žurnal I/2 (1994) 37–43 (s. BZ 89 [1996] Nr. 2950); Akoluthie auf den hl. Demetrios: s. K. Nichoritis, in: The Legacy of Saints Cyril and Methodius 79–85 (wie unten). — Zusammen mit Methodios übertrug K. das Evangelium, den Psalter und Teile des AT ins Kirchenslawische.

L : (Die umfangreiche Literatur zu K. kann hier nur in Auswahl angeführt werden): ODB I 507; LdMA V (1991) 1382–1385; LThK VI (1997) 556; BHL 2071r – 2076d; BHL 5030; Beck, Kirche 529f. 623; Karayannopulos–Weiß 348f. Nr. 221. — Ostrogorsky, Geschichte 190ff.; Dvorník, Slaves; idem, Légendes; F. Grivec, Konstantin und Method. Lehrer der Slaven, Wiesbaden 1960; Grivec–Tomšič passim; I. Dujčev, Costantino filosofo nella storia della letteratura bizantina, in: Studi in onore di Ettore lo Gatto e Giovanni Maver (Collana di “Ricerche slavistiche” 1), Florenz 1962, 205–222; V. Vavřínek, Staroslověnské životy Konstantina a Metoděje (= Rozpravy Československé akademie věd, řada SV 73,7), Prag 1963 (cf. dazu J. Kurz, in: Bsl 26 [1965] 408–411); Cyrillo-Methodiana (1964); Ostrogorsky–Soulis– Obolensky–Dostál, in: DOP 19 (1965) 1–87, bes. 1–18 (G. Ostrogorsky); Κυρίλλῳ καὶ Μεθοδίῳ τόμος ἑόρτιος ἐπὶ τῇ χιλιοστῇ ἑκατοστῇ ἐπετηρίδι, I, II, Thessalonike 1968; Dvorník, Missions; E. Georgiev, Die Kyrillo-Methodianische wissenschaftliche Problematik zum 1150. Geburtstag Konstantin-Kyrills, in: Bulgarische Sprache, Literatur und Geschichte, hrsg. v. W. Gesemann, K. Haralampieff, H. Schaller. (Bulgarische Sammlung 1 = Südosteuropa-Studien 27), München 1980, 9–47; Glossar (lat.) III 187-197; I. Tot, Konstantin-Kiril i Metodij, Sofia 1981; E. Georgiev, L'état de la problématique scientifique de Cyrille et Méthode vers le 1150e anniversaire de Constantin-Cyrille le philosophe, in: Sbornik Konstantin-Kiril, Velko Trnovo i Rim 1981, 5–27; Konstantin-Kiril Filosof. Materialy ot naučnite konferencii po slučaj 1150- godišninata ot roždenieto mu - Veliko Tărnovo, 10.–11. XI. 1977 g., i Rim, 12.–13. XII. 1977 g., Sofia 1981; V. Vavřínek – B. Zástěrová, in: Bsl 43 (1982) 161–188; Kirilometodievska bibliografija 1940–1980, ed. I. Dujčev u. a., Sofia 1983; Kirilometodievska enciklopedija 1 (Sofia 1985); K. Nichoritis, Službata na sv. Kiril Filosof, in: Cyrillomethodianum 8–9 (1984– 1985) 183–198; S. B. Bernštein, Konstantin-filosof i Metodij. Načalnye glavy iz istorii slavjanskoj pis'mennosti, Moskau 1984; Cyrillomethodianum 10 (1986), dort bes. 11–50: K. Nichoritis (zu Konstantinos und Methodios in der griechischen literarischen Überlieferung); Πρακτικὰ συνεδρίου ἑορταστικῆς ἐκδηλώσεως πρὸς τιμὴν καὶ μνήμην τῶν ἁγίων αὐταδέλφων Κυρίλλου καὶ Μεθοδίου τῶν Θεσσαλονικέων, φωτιστῶν τῶν Σλάβων (10-15 μαΐου 1985), Thessalonike 1986; Symposium Methodianum. Beiträge der Internationalen Tagung in Regensburg (17. bis 24. April 1985) zum Gedenken an den 1100. Todestag des hl. Method, hrsg. v. K. Trost, E. Völkl und E. Wedel, Neuried 1988 (Selecta Slavica 13); Christianity Among the Slavs. The Heritage of Saints Cyril and Methodius. 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