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Leon

Λέων

Ralph-Johannes Lilie, Claudia Ludwig, Beate Zielke and Thomas Pratsch
EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
4440/corr.
Namensvariante
Megas (Beiname); Philosophos (Beiname); Mathematikos (Beiname); Iatrosophistes (Beiname); Maïstor (Beiname)
Klerus / Laie
Laie; Klerus
Geschlecht
Mann
Zeit
9. Jh.
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Archiepiskopos Thessalonike; Philosophos; Mathematikos; Iatrosophistes ?; Autor; Dichter; Episkopos
Name normalisiert
Leon
Ort
Thessalien; Andros (Insel); Kalifat; Babylon bzw. Bagdad (Mesopotamien); Thessalonike; Tarsos (Kilikien); Kilikien; Magnaura bzw. Magnaurapalast (Kpl.)
Quelle
Vita Constantini-Cyrilli (VC); Anthologia Palatina; Vita Constantini-Cyrilli (Ivanov); Konstantinos Sikelos; CCAG; Michael Glykas, Antapologetikon; Manuel Komnenos; Leon philosophos; Synax. Cpl.; Symeon log.; Leon gr.; Theod. mel; Zonaras; Symeon sl.; Theoph. cont.; Skylitzes; Ps.-Symeon; Photios, Epp. (Laourdas–Westerink); Theod. Skut.; Genesios; Georg. mon. cont. (Bonn); Georg. mon. cont. (Muralt); Typicon Mateos; Georg. mon. cont. (Istrin); Synodikon der Orthodoxie (BHG 1392); Glykas

Achtung: Dieses Lemma wird ergänzt durch die Lemmata Leon Philosophos (# 24313) und Leon Iatrosophistes (# 24312).

N: Beinamen: Megas und Philosophos — Λέων ἐκεῖνος ὁ μέγας τε καὶ φιλόσοφος (Theoph. cont. IV 26, p. 185,10); auch: Mathematikos; auch Sophos (Hss.).

T: Archiepiskopos von Thessalonike (840–843), Philosophos, Mathematikos, evtl. Iatrosophistes.

V: L. wurde ca. 790 in Thessalien geboren und war ein Neffe des Ioannes Grammatikos (# 3199). Er erhielt seine Schulbildung unter anderem auf Andros (so nach Skylitzes), unternahm einige Reisen und kam nach Konstantinopel, wo er zur Zeit des Kaisers Theophilos (829–842) und des Bardas (# 791) als Philosoph, Mathematiker und Astrologe bezeugt ist. Er war Lehrer in Konstantinopel, seine Schüler waren u. a.: Theodoros (# 7693), Theodegios (# 7277), Sergios (# 6671), ein Anonymus (# 11605), Arethas von Kaisareia (s. Abt. II) und Konstantinos Sikelos (s. Abt. II); laut der Vita Constantini-Cyrilli unterrichtete er auch Konstantinos-Kyrillos (# 3927) in Geometrie (dagegen Lemerle, Byz. Humanism 185–191). Die Kunde von seinem übergroßen Wissen soll bis zu den Arabern gedrungen sein, so daß der Kalif al-Ma’mūn (# 4689) versucht haben soll, ihn nach Bagdad zu holen, was aber von Kaiser Theophilos verhindert worden sei, der dafür sorgte, daß L. von Ioannes Grammatikos zum Archiepiskopos von Thessalonike ernannt wurde. Dies müßte demnach zwischen 837 und 842 geschehen sein (1). Er wurde wahrscheinlich Amtsnachfolger des Ioannes (# 3234). Nach dem Tod des Theophilos und der Rückkehr zur Ikonenverehrung im Jahre 843 verlor L. dieses Amt dann wieder (2). Sein Amtsnachfolger wurde Antonios (# 556) (Zonaras XVI 4, p. 402,3-5).

Auf Anregung L.s wurden von Kaiser Theophilos zwei aufeinander abgestimmte, gleichgehende Uhren in einem Kastell bei Tarsos (Kilikien) und im Palast in Konstantinopel aufgestellt und außerdem eine Reihe von Feuertelegraphen zwischen beiden Orten eingerichtet, so daß durch eine Kombination von Zeichen und Uhrzeit drohende Angriffe der Araber frühzeitig und mit Einzelheiten gemeldet werden konnten. Diese Einrichtung funktionierte noch im Jahre 866 unter Kaiser Michael III., der sie abgeschafft haben soll (3).

Später, sicherlich nach seiner Absetzung als Archiepiskopos von Thessalonike, wurde L. von Bardas (# 791) – laut Symeon log. (= Ps.-Symeon) schon von Theophilos – an die von diesem gegründete “Universität” im Magnaurapalast als Lehrer für Geometrie bzw. Mathematik berufen. Weitere “Professoren” waren Kometas (# 3667) und Theodegios (# 7277), die Grammatik und Astronomie unterrichteten (zur Datierung s. unter P). Verdienste erwarb sich L. vor allem in der Überlieferung der antiken Mathematik. In seinem Besitz befanden sich eine Reihe von Handschriften, u. a. der Cod. Vat. gr. 1594 (ein Ptolemaios-Almagest; cf. Hunger, Literatur II 238).

L. stand im Ruf, die Zukunft vorhersagen zu können: So sagte er Bardas dessen Tod und Basileios als Nachfolger Michaels III. voraus (4) und war auch sonst berühmt für die Präzision seiner Voraussagen (5). Er soll in seiner Zeit als Erzbischof von Thessalonike eine Hungersnot beendet haben, indem er aus den Sternen die richtige Zeit zur Aussaat festlegte (6).

Eine Reihe von Schriften zur Mathematik und Philosophie werden ihm zugeschrieben; seine Autorschaft ist aber z. T. zweifelhaft (7). Er war Adressat eines Briefes des Photios (# 6253). L. verfaßte einige Epigramme, die in der Anthologia Graeca überliefert sind, und astrologische Schriften (s. unter W). Aus seiner Zeit als Metropolit ist eine Homilie L.s auf Mariae Verkündigung erhalten (8). Medizinische Schriften, vor allem eine Σύνοψις ἰατρική, gehen unter dem Namen eines Leon Iatrosophistes bzw. Leon Philosophos (s. Hunger, Literatur II 305), der wohl aber doch von L. zu unterscheiden ist (s. P). Vielleicht sind L. auch die unter dem Namen eines Λέων μαΐστωρ überlieferten liturgischen Dichtungen zuzuschreiben (Follieri, Initia V 1, 291). Er war Zeuge des Erdbebens vom Januar 869 und starb möglicherweise nicht lange danach.

Wenn mit Leon Philosophos im Synax. Cpl. dieser L. gemeint ist, wird sein Gedächtnis am 30./31. Oktober gefeiert (cf. dazu auch G. Garitte, in: Calendrier palestino-géorgien 249). Nach seinem Tode distanzierte sich sein früherer Schüler Konstantinos Sikelos (s. Abt. II) scharf von ihm und bezichtigte ihn wegen seiner Beschäftigung mit den antiken Philosophen, Euklid und Ptolemaios, Homer, Hesiod und Aratos des Abfalls vom Christentum (9).

Anmerkungen: — (1): Symeon log. (Leon gr. 225,4-16; Theod. mel. 155,29 – 156,12; Symeon sl. 98,14-24); Ps.-Symeon 640,3-16; Georg. mon. cont. (Bonn) 806,2-14; Georg. mon. cont. (Muralt) 1025A; Zonaras XVI 4, p. 401,9 – 402,3; laut Michael Glykas, Antapologetikon 137,1f., wurde L. von Ioannes Grammatikos eingesetzt. – Symeon log. berichtet, daß der Kalif nach der Einnahme Amorions im Jahre 838 durch einen Schüler (# 11605) L.s von diesem erfahren habe. In diesem Fall müßte es sich bei dem Kalifen um al-Mu‘taṣim (# 5205) gehandelt haben. — (2) Grumel–Darrouzès, Regestes Nr. 423; Theoph. cont. 185,10-14; s. auch Michael Glykas, Antapologetikon 137,2f.: ἅτε τῇ εἰκονομαχίᾳ προσκείμενον. Die Version bei Ps.-Symeon (640,15f.), nach der Leon von Patriarch Methodios (# 4977) als Archiepiskopos von Thessalonike eingesetzt worden sein soll, ist zurückzuweisen; cf. auch B. Zielke, in: Patriarchen (BBS 5) 244 Anm. 258. — (3) Ps.-Symeon 681,21 – 682,16; Lemerle, Byz. Humanism 178–180; sehr skeptisch zu der Möglichkeit eines solchen Feuertelegraphen äußert sich V. Aschoff, Über den Feuertelegraphen und Leon den Mathematiker, in: Deutsches Museum, Abhandlungen 48, Berlin 1980, Heft I; idem, Geschichte der Nachrichtentechnik, Bd. I, Berlin 19892, Kapitel 6; eine Übersicht findet sich im LdMA VI (1993) 999 s. v. “Nachrichtenvermittlung: II. Byzantinisches Reich”. Positiver sind Pattenden, in: Byz 53 (1983) 258–299, sowie ODB I 273f. s. v. “Beacon”. — (4) Genesios IV 22, p. 74,16-21; Theoph. cont. V, p. 232,13-20; Skylitzes 126,68-71; cf. auch Symeon. log. (Leon gr. 243,10f. 21 – 244,1; Theod. mel. 170,7f. 17-19; Symeon. sl. 107,5f. 12f.); Georg. mon. cont. (Bonn) 829,7-9. 18-20; Georg. mon. cont. (Muralt) 1057B-C; Georg. mon. cont. (Istrin) 12,8-14. 27-29; Ps.-Symeon 676,15f.; 677,3f.; Zonaras XVI 4, p. 399,14 – 400,2; 402,6-8. — (5) Zwei Beispiele bei Theoph. cont. IV 28, p. 191,7-22; IV 34, p. 197,1-7; Skylitzes 104,72-82; 107,55-58. — (6) Theoph. cont. IV 28, p. 191,7-20; Manuel Komnenos, Schrift zur Astrologie, in: CCAG V 1, p. 116,28-31; Michael Glykas, Antapologetikon 136,34 – 137,21. — (7) Cf. Hunger, Literatur II 239. 305; Tusculum-Lexikon 471; cf. auch unter P. — (8) BHG 1092m, ed. V. Laurent, in: Mélanges E. Tisserant, II, Città del Vaticano 1964 (Studi e testi 232), 297–302. — (9) Bes. in der aus 22 Distichen bestehenden Invektive gegen Leon, ed. Matranga, Anecdota graeca II 555f.; in: PG 107, p. LXII–LXIV (Ndr. der Ed. von Matranga); ed. Spadaro, in: Siculorum Gymnasium 24 (1971) 198f., II, 2. 12-16; zu dieser Invektive cf. auch Alpers, in: Classical Philology 83 (1988) 353f.

W: Epigramme: Anthologia Palatina IX 200–203, Bd. III, p. 122–124; IX 214, Bd. III, p. 130; IX 361, Bd. III, p. 222; IX 578. 579, Bd. III, p. 352; XV 12, Bd. IV, p. 262; XVI 387c, Bd. IV, p. 508 (in V. 3 redet er sich selbst an); evtl. IX 581, Bd. III, p. 354; cf. Baldwin, in: BMGS 14 (1990) 1–17. — Die “Apologie” in 70 Versen gegen den Vorwurf der Gottlosigkeit (ed. Matranga, Anecdota graeca II, 557–559; in: PG 107, 660B–661D [Ndr. der Ed. von Matranga]; ed. Spadaro, in: Siculorum Gymnasium 24 [1971] 200–202), die in der Handschrift, dem Cod. Vat. gr. 915, als Werk Leons ausgewiesen wird, wurde von Merrcati, in: RSO 10 (1923–25) 235 Anm. 1, Leons Schüler Konstantinos Sikulos zugeschrieben. — Zu den astrologischen Werken cf. die Übersicht bei Hunger, Literatur II 238f. — Homilien: cf. V. Laurent, Une homélie inédite de l'archevêque de Thessalonique Léon le Philosophe sur l'Annonciation, 25 mars 842, in: Mélanges E. Tisserant, II, Città del Vaticano 1964 (Studi e testi 232), 281–302; ed. ibidem 297–302. — Zu weiteren Werken s. Tusculum-Lexikon 471; Hunger, Literatur II 237f. 305. 500 (Reg.); V. Katsaros, in: Science in Western and Eastern Civilization in Carolingian Times, ed. by P. L. Butzer – D. Lohrmann, Basel u. a. 1993, 387f.; cf. auch die unter L angeführten Arbeiten.

Q: — (Hist.): Theoph. cont. IV 26f., p. 185,9 – 192,23; V 14, p. 232,13-20; Skylitzes 101,80 – 105,97; Genesios IV 17, p. 69,53 – 70,66; Symeon log. (Leon gr., zusätzlich 224,13; Theod. mel., zusätzlich 155,16; Symeon sl., zusätzlich 98,4); Ps.-Symeon, zusätzlich 638,20; 644,11-13; 688,17-21; Georg. mon. cont. (Bonn), zusätzlich 805,9f.; 806,2-14; 840,18-22; Georg. mon. cont. (Muralt); Georg. mon. cont. (Istrin) 10,1; Zonaras loc. cit., zusätzlich XVI 4, p. 400,3-401,16; Glykas 540,4 – 541,6; 543,10-15; Theod. Skut. 135,18;. — (Ep.): Photios, Ep. 208 (II 108 Laourdas–Westerink). — (Hag.): Synax. Cpl. 178,35f. (30. Oktober); 179/180,52. 54 (31. Oktober); Typicon Mateos I 83 app. crit. — (Fs.): Manuel Komnenos, Schrift zur Astrologie: ed. F. Cumont, in: CCAG V 1, 108–125, 116,28-31; Michael Glykas, Antapologetikon, ed. F. Cumont, ibid. 125–140, 136,34 – 137,21 (s. Hunger, Literatur II 242); Synodikon der Orthodoxie (BHG 1392) Appendix IX, p. 114,6. — (Sonst.): Konstantinos Sikulos, s. o. Anm. 9 sowie die “Apologie” in 70 Versen, ed. Matranga, Anecdota Graeca II, 557–559; in: PG 107, 660B–661D (Ndr. der Ed. von Matranga); ed. Spadaro, in: Siculorum Gymnasium 24 (1971) 200–202. — (sl.): Vita Constantini-Cyrilli (VC) IV 2, p. 173; Vita Constantini-Cyrilli brevior (Ivanov) 285. — S. auch unter W.

L : ODB II 1217; LdMA V (1991) 1892; Tusculum-Lexikon 470f.; Karayannopulos–Weiß 149–151; Hunger, Literatur I 18f. 32. 269. 274. 512; II 7. 227. 237–239. 242. 305. 434; Fedalto 424. — Petit, in: EO 4 (1900/01) 217; idem, in: EO 18 (1916/19) 241; Lipšic, in: VV 2 (27) (1949) 106–149; ead., Očerki 338–366; Mango, in: ZRVI 6 (1960) 91ff.; Ostrogorsky, Geschichte 187 (ältere Lit.); Tobias, Basil 141f.; Komines 128f.; Impellizzeri, in: RSBN 6–7 (1969/70) 37–46; Lemerle, Prem. Humanisme 148–176; idem, Byz. Humanism 171–204; Speck, Universität 1–13 u. ö.; Treadgold, Revival 491 (Reg.); idem, in: DOP 33 (1979) 157–197; N. G. Wilson, Scholars of Byzantium, London 1982, 79–84; Katsaros, loc. cit. 383–398 (cf. dazu Schreiner, in: BZ 86/87 [1993/1994] 291 Nr. 1365); Treadgold, History 442. 447. 561ff. 688.; L. Simeonova, Diplomacy of the Letter and the Cross, Amsterdam 1998, 25–28; Ch. Angelidi, Le séjour de Léon le Mathématicien à Andros: réalité ou confusion? in: Mélanges Ahrweiler 1–17.

P: Skylitzes berichtet, daß L. selbst bei einem gewissen Michael Psellos (# 5092) auf der Insel Andros Schüler gewesen sei, jedoch dürfte dieser Name spätere Erfindung oder ein Kopistenirrtum sein, cf. dort. — Ch. Angelidi vermutet, daß mit Andros nicht die Insel, sondern ein Kloster in der Umgegend Konstantinopels gemeint ist. — Die Geschichte Leons des Philosophen wird bei allen Chronisten in Form einer geschlossenen Episode erzählt, während er in den Geschichtswerken sonst nur sehr punktuell Erwähnung findet, was für eine gemeinsame Vorlage spricht, deren Quellenwert nicht beurteilt werden kann. Insofern ist auch eine zeitliche Einordnung nur schwer möglich. Laut Theoph. cont. IV 29, p. 192,14-17 könnte Leon ca. 840 Erzbischof von Thessalonike geworden sein, wogegen allerdings spricht, daß der arabische Kalif al-Ma’mūn bereits 833 gestorben war. Der Quellentext ist hier allerdings offensichtlich verderbt. Denkbar wäre auch, daß Leon drei Jahre nach seiner Absetzung als Erzbischof, also ca. 846, an die “Universität” berufen worden ist. Jedoch gibt es auch für diese Annahme keine unabhängigen Beweise. Ps.-Symeon 644,11-13 läßt ihn schon unter Theophilos in der Magnaura lehren, zur Zeit des Patriarchen Ioannes Grammatikos. — Entsprechend den unterschiedlichen Datierungen von L.s Lehrtätigkeit ist auch das Datum der Gründung bzw. Erneuerung oder Erweiterung der sogenannten “Universität” in der Magnaura durch Bardas (# 791) umstritten. Früher wurde angenommen, daß Bardas diese Bildungseinrichtung im Jahre 863 neugegründet habe (s. z. B. Irigoin, Survie et renouveau de la littérature antique à Constantinople, Ndr. in: D. Harlfinger [Hrsg.], Griechische Kodikologie und Textüberlieferung, Darmstadt 1980, 180), d. h. nach seiner Erhebung zum Kaisar im Jahre 862 und natürlich vor seinem gewaltsamen Tode im Jahre 866. Dagegen datierten Lemerle, Byz. Humanism 184 Anm. 50, und Wilson, Scholars in Byzantium 70, die Gründung in die Jahre nach 855 bzw. vor 863. Speck, Universität 7 und 9, sprach sich für einen Zeitpunkt “bald nach 843” aus. Treadgold, in: DOP 33 (1979) 187, schließlich plädierte dafür, die Gründung der Bildungseinrichtung im Jahre 838 noch unter Kaiser Theophilos anzusetzen und nur von einer Erneuerung und Erweiterung durch Bardas, und zwar im Jahre 843, auszugehen. Ihm schloß sich auch Alpers, in: Classical Philology 83 (1988) 345, sowie in: Scritture 247, an. — Es ist unsicher, ob L. der Autor aller Werke ist, die unter den Namen L. Mathematikos, L. Philosophos, L. Iatrosophistes bzw. L. Maïstor überliefert sind. — Es ist auch nicht ganz sicher, ob im Synax. Cpl. dieser L. Philosophos gemeint ist oder ein anderer, uns sonst nicht bekannter Leon dieses Beinamens. Letzteres ist jedoch nicht sehr wahrscheinlich. — Wahrscheinlich ist der Medizinschriftsteller Leon Iatrosophistes doch von L. zu trennen, cf. PmbZ II zu Leon Iatrosophistes (# 24312).

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