Skip to content
BY-NC-ND 4.0 license Open Access Published by De Gruyter

Theodoros Studites

Θεόδωρος

Ralph-Johannes Lilie, Claudia Ludwig, Beate Zielke and Thomas Pratsch
EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
7574/corr.
Namensvariante
Studites (Beiname)
Klerus / Laie
Laie; Klerus
Geschlecht
Unklar
Zeit
8. Jh.
Erste Erwähnung
759
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Monachos Sakkudionkloster; Hypodiakonos; Diakonos; Presbyteros; Abbas (älterer Mönch); Hegumenos Studioskloster; oikumenikos Didaskalos; Patrikios (# 7574A); Autor; Dichter; Lehrer
Name normalisiert
Theodoros
Ort
Symbolakloster (Bithynien); Bithynien; Konsta: ta Konsta (Kpl.); Boskytion (Bithynien); Sakkudionkloster (Bithynien); Sakkudion (Ort in Bithynien); Thessalonike; Studioskloster (Kpl.); Katharakloster (Bithynien); Hagios-Christophoros-Kloster (Bithynien); Tripylianakloster (Bithynien); Chalke (Prinzeninsel); Prinzeninseln; Rom; Bulgarien; Metopa (Festung in Bithynien); Boneta (Anatolikon); Anatolikon (byz. Thema); Smyrna (Asia); Prinkipo (Prinzeninsel); Chalkedon (Bithynien); Tryphonkloster (Kap Akritas); Akritas (Kap in Bithynien); Ioannes-Prodromos-Kirche (Kpl., im Studioskloster); Ioanneskirche (Kpl., im Studioskloster); Hagios-Tryphon-Kloster (Kap Akritas)
Quelle
Vita Nicet. Medic. (BHG 1341); Vita Nicet. Medic. (BHG 1342); Anastasius Bibliothecarius; Vita Nicolai Stud. (BHG 1365); Laurent, Corpus V; Theod. Stud., Epigr.; Theod. Stud., Ep.; Synodikon georg.; Konstantopulos (JIAN 5–10); Theophanes; Catal. patr. (Fischer); Vita Theodorae imp. (BHG 1731); Synax. Cpl.; Symeon log.; Leon gr.; Theod. mel; Zonaras; Symeon sl.; Kedrenos; Theoph. cont.; Typicon Messinense; Skylitzes; Ps.-Symeon; Theod. Stud., Laud. Plat. (BHG 1553); Horos der Synode von 843 ; Handschriften bzw. Handschriftenkataloge; Theod. Skut.; Vita Theodorae imp. (BHG 1734a); Antonij von Novgorod; Narratio amplior de Theophili absolutione; Genesios; Georg. mon. (Muralt); Narratio de Theophili absolutione (BHG 1732); Translatio Theodori Studitae et Josephi (BHG 1756t); Georg. mon. cont. (Muralt); Michael syr.; Georg. mon.; Theod. Stud., Laud. matris (BHG 2422); Vita Euthymii Sard. (BHG 2146); De Schismate; Men. Basilii; Vita C Theod. Stud. (BHG 1755d); Vita B Theod. Stud. (BHG 1754); Methodios, Fragmenta [enthält auch: Methodios, Periorismos]; Naucratii encyclica; Typicon Mateos; Bees (Siegel); Theod. Stud., Testamentum; Vita Ioannic. (Sabas; BHG 935); Vita A Theod. Stud. (BHG 1755); Konstantopulos (Siegel; kleinere Publikationen); Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692); Niketas Stethatos, Epp.; Vita Ioannic. (Petros; BHG 936); Bar Hebraeus; Synodicon vetus; Vita Petri Atroënsis (BHG 2364); Typika Dmitrievskij; Synodikon der Orthodoxie (BHG 1392); Vita Ioannic., Metaphr. (BHG 937); Glykas; Vita Petri Atroënsis retractata (BHG 2365); Patria; Analecta Hymnica Graeca; Schlumberger, Sceaux; Vita Mich. Syncell. (BHG 1296)

Achtung: Dieses Lemma enthält gegenüber der gedruckten Fassung Veränderungen und Zusätze ohne Auswirkung auf die Angaben zur Person.

N: Beiname: Studites.

T: Mönch; Hypodiakonos; Diakonos; Presbyteros; Abbas (Methodios); Hegumenos des Studiosklosters in Konstantinopel; oikumenikos Didaskalos — διδάσκαλος τῆς οἰκουμένης (Vita B Theod. Stud. 296B) bzw. Kirchenlehrer — τῆς Ἐκκλησίας διδάσκαλος (Vita Nicet. Medic. cap. 35, p. XXV); ὁ οἰκουμενικὸς διδάσκαλος (Naucratii Encyclica 1828A).

V: T. wurde gegen Ende des Jahres 759 in Konstantinopel geboren (1). Er stammte aus einer sehr angesehenen und wohlhabenden Familie, deren weltlicher Zweig in der kaiserlichen Finanzverwaltung in Konstantinopel eine herausragende, wenn nicht gar dominierende Stellung einnahm (2). Sein Vater Photeinos (# 6232) war basilikos Sakellarios, vermutlich im Range eines Patrikios, und damit (neben dem genikos Logothetes) einer der beiden ranghöchsten Finanzbeamten am Kaiserhof (3). Seine Mutter Theoktiste (# 8023) wird in den Quellen als energische und fromme Frau beschrieben. T. war das älteste der vier Kinder der Familie. Er hatte zwei Brüder namens Ioseph (# 3448) und Euthymios (# 1844) sowie eine Schwester (# 6232A).

Der Darstellung seiner Vita zufolge wurde er vom siebten Lebensjahr an unterrichtet: Nach der Elementarausbildung sei er besonders in Grammatik, Dialektik, Rhetorik und vor allem Theologie unterwiesen worden. Die Vita bringt jedoch gerade in diesem Punkt eine Reihe literarischer Topoi, so daß sich über die genaue Art seiner Bildung nichts mit Sicherheit sagen läßt. Es ist anzunehmen, daß er – aufgrund der Stellung seiner Familie und als erstgeborener Sohn – eine überdurchschnittlich gute Bildung erhielt, auch wenn wir nicht wissen, wie diese Bildung konkret aussah (4).

Auf Drängen von T.s Onkel Platon (# 6285), der Mönch und Abt des Symbolaklosters war, verschrieb sich die Familie um 780 dem monastischen Leben. T. ging etwa im Frühjahr/Sommer des Jahres 781 unter Führung Platons gemeinsam mit den anderen männlichen Familienmitgliedern (Vater, Brüder, Onkel usw.) auf den Landsitz der Familie nach Boskytion und war dort am Umbau des Landsitzes in ein Kloster (das Sakkudionkloster, benannt nach einer nahegelegenen Ortschaft) beteiligt. Der erste Abt dieses (familiären) Klosters, T.s Onkel Platon, weihte ihn dann zum Mönch (5), machte ihn zu seinem engsten Mitarbeiter und sorgte dafür, daß T. etwa 789/90 vom Patriarchen Tarasios (# 7235) zum Priester geweiht wurde. Im Jahre 794 ließ Platon (wohl unter dem Vorwand einer Krankheit) seinen Neffen T. von den Mönchen zu seinem Nachfolger im Amt des Hegumenos des Sakkudionklosters wählen. Platon scheint sich anschließend der Askese gewidmet und die Amtsgeschäfte als Abt weitgehend T. überlassen zu haben (6).

Im Januar 795 verstieß Kaiser Konstantin VI. seine Frau Maria (# 4727) und beabsichtigte, in zweiter Ehe die Hofdame Theodote (# 7899) zu heiraten, die eine Cousine T.s war. Im August (vielleicht am 15., Mariä Himmelfahrt?) des Jahres 795 wurde das Paar von Ioseph (# 3447), dem Priester und Oikonomos der Hagia Sophia, eingesegnet. T. protestierte, unterstützt durch seinen Onkel Platon, heftig gegen diese Eheschließung und bezeichnete sie als “Ehebruch” (μοιχεία). Dies führte zur Konfrontation mit dem Kaiserhaus und schließlich zur Festnahme und Bestrafung T.s und Platons im Jahre 796/97 (7). Platon wurde in Konstantinopel interniert; Theodoros wurde zusammen mit anderen Mönchen (wohl im wesentlichen den übrigen Verwandten) nach Thessalonike verbannt (8).

Die Verbannung T.s währte nur etwa ein halbes Jahr. Nachdem im August 797 Konstantin VI. geblendet und gestürzt worden war, hob Kaiserin Eirene (# 1439) die Strafe auf. Im Anschluß, wahrscheinlich im Jahre 798, wurde T. zum Abt des Studiosklosters in Konstantinopel erhoben. Dadurch entstand ein Klosterbund unter Vorherrschaft des Studiosklosters, dem unter anderem auch das Sakkudion-, das Kathara-, das Hagios-Christophoros- und das Tripylianakloster angehörten. Die folgenden Jahre, die T. im Studioskloster in Konstantinopel verbrachte, scheinen zu den produktivsten Jahren seines Lebens zu zählen. Er bemühte sich vorrangig um die Organisation des monastischen Lebens und verfaßte in dieser Zeit wohl auch einen Großteil seiner Schriften (9).

Im Jahre 806 bahnte sich eine weitere Krise an, als Platon und T. gegen die Wahl des Nikephoros (# 5301) zum Patriarchen von Konstantinopel protestierten (10). Während dieser Konflikt noch beigelegt werden konnte, traten wenig später neue Spannungen auf, als Patriarch Nikephoros auf Empfehlung des Kaisers im Jahre 806 auf einer Synode den Oikonomos Ioseph wieder als Priester einsetzte. Platon, T., sein Bruder Ioseph und andere Studitenmönche protestierten gegen diese Entscheidung. Der Konflikt gipfelte im Jahre 809 in einer Verurteilung und Anathematisierung der Studiten durch eine Synode (11). Im Anschluß wurden Platon, T. und Ioseph vom Kaiser auf die Prinzeninseln (ein jeder auf eine andere) verbannt und das Studioskloster aufgelöst. Von der Insel Chalke aus (12) hielt T. den Kontakt mit den zerstreuten Studiten vor allem durch Briefe aufrecht und legte damit den Grundstein für sein ansehnliches Briefkorpus. Er schrieb auch an Papst Leo III. (# 4239) nach Rom, um seinen Standpunkt darzulegen. Während Platon noch zu Lebzeiten des Kaisers Nikephoros, wohl im Winter 810/11, aus dem Exil zurückkehren durfte, war dies nach dem Tode des Nikephoros im Jahre 811 auch T. möglich, als Kaiser Michael I. eine Einigung zwischen den Studiten und ihren Gegnern (insbesondere Patriarch Nikephoros) herbeiführen konnte (13).

T. übernahm wieder das Studioskloster und genoß unter Kaiser Michael I. (811–813) für kurze Zeit die Gunst des Kaisers. Er trat als Ratgeber des Kaisers in politisch-militärischen Angelegenheiten auf, wobei er bei Michael I. unter anderem für den Krieg gegen die Bulgaren eintrat und sich zum Umgang mit Häretikern äußerte (14). Mit der Abdankung Michaels I. im Jahre 813 verlor er diese privilegierte Stellung (15).

Kaiser Leon V. (813–820) begann im Jahre 814, das erneute Verbot der Ikonenverehrung vorzubereiten. Nach dem Bericht seiner Vita hielt T. im Dezember 814 eine lange Rede gegen den Ikonoklasmus vor dem Kaiser (16). Um Ostern 815 wurde der Patriarch Nikephoros abgesetzt und verbannt. An seiner Statt wurde Theodotos I. (# 7954) zum Patriarchen erhoben, der die ikonoklastische Politik Leons V. unterstützte. Eine Synode, an der T. und andere ikonophile Äbte nicht teilnahmen, hob die Beschlüsse des 7. Ökumenischen Konzils von Nikaia 787 auf und billigte die Beschlüsse des ikonoklastischen Konzils von Hiereia aus dem Jahre 754. Im April 815 wurde T. in die bithynische Festung Metopa verbannt. Als Abt des Studiosklosters wurde der Studitenmönch Leontios (# 4589) eingesetzt. Im Frühjahr 816 wurde Theodoros zusammen mit seinem Jünger Nikolaos (# 5576) in die Festung Boneta in Zentralkleinasien (Thema Anatolikon) verlegt, schließlich im Jahre 819 nach Smyrna (17).

Am 25. Dezember 820 wurde Leon V. ermordet. Sein Nachfolger Michael II. hob die Strafen, die sein Vorgänger über die Anhänger der Ikonenverehrung verhängt hatte, auf, wollte jedoch die kirchliche Doktrin nicht antasten und hielt am strikten Verbot der Ikonenverehrung zumindest in der Hauptstadt fest. T. wurde folglich Anfang 821 aus der Haft entlassen, konnte jedoch nicht in das Studioskloster nach Konstantinopel zurückkehren. Er zog daraufhin, angeblich an jeder Station von seinen Anhängern begeistert empfangen, durch das nordwestliche Kleinasien. Der Aufstand von Thomas dem Slawen (# 8459) zwang ihn im Jahre 821 zur Flucht zunächst auf die Insel Prinkipo und dann über Chalkedon (18) weiter nach Konstantinopel. Er hielt sich anschließend eine Zeitlang im Tryphonkloster am Kap Akritas auf, wo er am 11. November 826 starb (19). Beigesetzt wurde er auf der Insel Prinkipo. Am 26. Januar 844, nach der Wiederherstellung der Orthodoxie (der Aufhebung des Verbots der Ikonenverehrung), wurden seine sterblichen Überreste von Prinkipo nach Konstantinopel überführt und dort in Anwesenheit der Kaiserin Theodora (# 7286) und des Patriarchen Methodios (# 4977) im Narthex der Ioannes-Prodromos-Kirche des Studiosklosters beigesetzt, wo bereits sein Onkel Platon († 814) die letzte Ruhe gefunden hatte. T. wird am 10. bzw. 11. November als Heiliger verehrt.

Zusätzliche hagiographische Mitteilungen: — Begegnungen mit anderen Heiligen: Vita Ioannic. (Sabas; BHG 935) cap. 28, p. 357B; Vita Ioannic. (Petros; BHG 936) cap. 36, p. 404C–405B; Vita Ioannic., Metaphr. (BHG 937) cap. 62, col. 68B; Vita Petri Atroënsis (BHG 2364) cap. 37,19-46, p. 145–147; Vita Petri Atroënsis retractata (BHG 2365) cap. 37, p. 110f.; cap. 41, p. 117. — Wunder, besonders Heilungswunder: Vita A Theod. Stud. (BHG 1755) 208C–217D; Vita B Theod. Stud. (BHG 1754) 305B – 316A; Vita C Theod. Stud. (BHG 1755d) 293,1 – 298,18.

Anmerkungen: — (1) Cf. Fatouros 5* mit Anm. 16. — (2) Cf. Pratsch, Theodoros 45–67. — (3) Pratsch, Theodoros 17–25. — (4) Pratsch, Theodoros 67–69. — (5) Pratsch, Theodoros 71–76. — (6) Pratsch, Theodoros 76–81. — (7) Die Festnahme erfolgte durch den Domestikos der Scholen, Bardanios (# 771), und den Komes des Opsikion, Ioannes (# 3112); s. auch dort. — (8) Cf. zu den Einzelheiten Pratsch, Theodoros 83–114, zum Ort der Internierung Platons ibid. 109 mit Anm. 132. — (9) Zu diesen Ereignissen cf. Pratsch, Theodoros 115–134. — (10) Theophanes 481,19-32; Georg. mon. 774,10-18; Catal. patriarch. (Fischer) 291,12-21; Georg. mon. (Muralt) 976A; Synodicon vetus, Appendix II, cap. 153,4-12, p. 193; Kedrenos II 34,5-14; Zonaras XV 14, p. 305,2-14; cf. dazu Pratsch, Theodoros 135–146. — (11) Theophanes 484,19-28; Georg. mon. 774,16-18; Kedrenos II 36,10-17; Synodicon vetus, cap. 153,10f., p. 128; Appendix II, cap. 153,12-17; zu den Ereignissen cf. Pratsch, Theodoros 147–178. — (12) Cf. Theod. Stud., Epigr. 98–101. — (13) Theophanes 494,17-20; Zonaras XV 17, p. 313,11 – 314,1; cf. Pratsch, Theodoros 179–183. — (14) Theophanes 498,14 – 499,5 (mit scharfem Tadel an T.); Theoph. cont. I 5, p. 12,22 – 13,7; Genesios I 10, p. 9,84-90; Skylitzes I 6, p. 12,12-23; Kedrenos II 52,8-20; Zonaras XV 17, p. 316,2-8; Michael syr. III 26; Bar Hebraeus 125; cf. dazu Pratsch, Theodoros 179–196. — (15) Cf. Pratsch, Theodoros 196–201. — (16) S. auch Georg. mon. 779,18 – 780,3; Georg. mon. cont. (Muralt) 984B-C; Symeon log. (Leon gr. 209,7-11. 15; Theod. mel. 143,12-16. 19f.; Symeon sl. 91,16-20. 22); Ps.-Symeon 608,17-22; 609,1; cf. dazu Pratsch, Theodoros 215–223. — (17) Zu den Einzelheiten cf. Pratsch, Theodoros 203–261. — (18) Cf. Theod. Stud., Ep. 475. — (19) Nach der Vita Nicolai Stud. (BHG 1365) 900B; dagegen laut Cod. Petropolitanus gr. 219 fol. 344v am 12. November der 5. Indiktion des Weltjahres 6335 (= 826 n. Chr.), einem Montag; zu T.s letzten Jahren unter Michael II. cf. Pratsch, Theodoros 265–291.

W: S. den vollständigen Überblick über die erhaltenen wie auch die verlorenen Werke bei Fatouros 21*–38*; ferner Beck, Kirche 491–493; Karayannopulos–Weiß 356; Tusculum-Lexikon 778–780; ODB III 2044f.; LdMA VIII (1997) 640f.

Q: — (Hist.): Theophanes; Symeon log. (Leon gr.; Theod. mel.; Symeon sl.); Theoph. cont.; Genesios; Skylitzes; Georg. mon. 779,18 – 780,5; Georg. mon. (Muralt); Georg. mon. cont. (Muralt), zusätzlich 965C–968A; Kedrenos; Zonaras; Glykas 531,9-11; 535,5-9; Theod. Skut. 131,10f. — (Conc.): Synodicon vetus; Horos der Synode von 843, p. 297,116. — (Ep.): Theod. Stud., Epp.; Niketas Stethatos, Epp. p. 376, cap. 12,10. — (Hag.): Vita A Theod. Stud. (BHG 1755); Vita B Theod. Stud. (BHG 1754); Vita C Theod. Stud. (BHG 1755d); Theod. Stud., Laud. Plat. (BHG 1553) bes. cap. 21, 824B; cap. 23, 825C; cap. 25, 828B; cap. 31, 833B; cap. 32, 833D–836A; cap. 35, 837C; cap 43, 845C–848B; Theod. Stud., Laud. matris (BHG 2422) cap. 6, 889C; cap. 7, 892B; cap. 9, 893D–896A, cap. 10, 896B; cap. 12, 900B; Translatio Theodori Studitae et Josephi (BHG 1756t); Naucratii encyclica; De Schismate; Kanon auf T. (u. a): ed. A. Kominis, in: Analecta Hymnica Graeca III 318–330 (11. November), s. ibidem, 600–602; Synax. Cpl. 213/214,37 – 215/216,34; 214,6 – 216,8 (11. November); 209/210,28 (10. November); 444,3f.; 819/820,36; Men. Basilii 156A-C (11. November); Typicon Mateos I 98,15f. (11. Nov.); Typicon Messinense 52,2 (11. Nov.); Typika Dmitrievskij I 22. 310 (11. Nov.); III 33 (10. Nov.); Narratio de Theophili absolutione (BHG 1732) 31,27f.; Narratio amplior de Theophili absolutione (BHG 1733) 32,3-5; Vita Theodorae imp. (BHG 1734a) cap. 3, p. 31; Vita Theodorae imp. (Regel; BHG 1731) 8,1 (= Vita Theodorae imp. [Markopulos; BHG 1731] cap. 6,7f., p. 232); Vita Euthymii Sard. (BHG 2146) cap. 16, p. 78,5-23; Vita Mich. Syncell. (Cunningham; BHG 1296) p. 58,20-25; Vita Nicet. Medic. (BHG 1341) § 35, p. XXV; § 36, p. XXV; Vita Nicet. Medic. (BHG 1342) 43. 47; Vita Ioannic. (Sabas; BHG 935) cap. 28, p. 357B; Vita Ioannic. (Petros; BHG 936) cap. 36, p. 404C–405B; Vita Ioannic., Metaphr. (BHG 937) cap. 62, col. 68B; Vita Petri Atroënsis (BHG 2364) cap. 37,19-46, p. 145–147; cap. 38, p. 147–149; Vita Petri Atroënsis retractata (BHG 2365) cap. 37, p. 110f.; cap. 38, p. 111f.; cap. 41, p. 117; Vita Nicolai Stud. (BHG 1365) 869B-C. 877A. 881A-C. 884A-D. 885A–888A. 888C. 892B–893A. 900A-B. 904A-B. 921D; Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692) cap. 61, p. 82; cap. 63, p. 86; cap. 136, p. 198; Vita Nili (BHG 1370) cap. 47, p. 91. — (Fs.): Synodikon der Orthodoxie (BHG 1392) Z. 127, p. 53; Patria III 81, p. 245,8-12; Catal. patriarch. (Fischer). — (Sonst.): Methodios, Periorismos 99; Methodios, Fragmenta 33–37. 51–53. 55. 57; Cod. Petropolitanus bibl. pub. gr. 219, fol. 344 v (s. Granstrem, in: VV 16 [1959] 233f.). — (lat.): Anastasius Bibliothecarius, ep. 18, in: MGH Epp. VII, p. 442,5-13.— (georg.): Synodikon georg. 310. — (syr.): Michael syr.; Bar Hebraeus.— (sl.): Antonij von Novgorod 22 (Loparev). — (Sg.): Schlumberger, Sceaux 36 (Datierung: 11.–12. Jh.) = Konstantopulos (JIAN 5) 28: Θεοδώρῳ ἡγουμένῳ τῶν Στουδιτῶν (Datierung: 10. Jh.) = idem, in: Hemerologion tes Megales Hellados, 1926, p. 482–493 = Bees, in: JIAN 10 (1907) p. 356f. = Laurent, Corpus V 1194 (sicher richtige Datierung: 9. Jh.; dort sind alle älteren Editionen und ihre verschiedenen Lesungen vermerkt; es handelt sich nur um ein einziges Siegel): Θεοδώρῳ ἡγουμένῳ τῶν Στουδίου. — (Inscr.): Theod. Stud. Epigr. Eine Übersicht über die wichtigste Quellenliteratur findet sich bei Fatouros 3*–5*; Pratsch, Theodoros 6–16.

L : Eine Übersicht über die umfangreiche Literatur zu Leben und Werk des T. bieten Fatouros 3*–38* und 132*–139*; Pratsch, Theodoros 1–4. — ODB III 2044f.; LdMA VIII (1997) 640f.; LThK IX (2000) 1418f.; Beck, Kirche 491–495; Nicol 124; LCI 8 (1994) 446f. — Monographien: Thomas, Theodor; Schneider, Theodor; Gardner, Theodore (besprochen von Marin, in: BZ 17 [1908] 510f.); E. Marin, Saint Théodore (759–826), Paris 1906; Grossu (besprochen von Bonwetsch, in: BZ 18 [1909] 204–206); Dobroklonskij I–II; I. Hausherr, Saint Théodore Studite, Rom 1926; P. Henry, Theodore of Studios: Byzantine Churchman, Ph. D. Diss., Yale Univ. 1968; Pratsch, Theodoros. — Spezialuntersuchungen: Hermann, Heilige 163–177; Komines 120–122; E. Werner, Die Krise im Verhältnis von Staat und Kirche in Byzanz: Theodor von Studion, in: Aus der byzantinistischen Arbeit der Deutschen Demokratischen Republik (BBA 5), Berlin 1957, 113–133; G. Lange, Bild und Wort. Die katechetische Funktion des Bildes in der griechischen Theologie des sechsten bis neunten Jahrhunderts, Würzburg 1969, 217–232; Petit, Acolouthies grecques 192 (Menas, 5); Speck, Konstantin VI. 194–281; Szövérffy II 31–33 u. ö. (s. Register 310 s. v.); Volk 61–67; Niavis, Nicephorus I 312 (Reg.); Parry, in: Byz 59 (1989) 164–183; Cheynet–Flusin, in: REB 48 (1990) 193–211; Rochow, Theophanes 346 (Reg.); Ditten, Ethnische Verschiebungen 27. 90–92; Karlin-Hayter, in: JÖB 44 (1994) 217–232; Matantseva, in: BF 23 (1996) 151–163; Hatlie, in: DOP 50 (1996) 263–287; Lilie, Eirene 434 (Reg.); van de Vorst, in: AnBoll 32 (1913) 26–49 und 439–447; Sideras, Grabreden 97–100; DO Hagiography Database Nr. 37 (zur Vita B [BHG 1754]); Treadgold, History 422–433. 552–559. 909; Cortassa, Lettere 135f.

Angehörige (anonym):

1. Verwandter 7574A

T: Patrikios.

V: Er war ein Verwandter und Adressat eines Briefes des T., cf. ep. 113,5-7. Dobroklonskij I 289 Anm. 4 nahm die Identität mit Niketas (# 5466) an; Fatouros 234* Anm. 310 hält es für möglich, daß er ein Bruder des Niketas war. T. schrieb ihm zwischen 815 und 818, zur Zeit des zweiten Ikonoklasmus, offenbar mit der Absicht, ihn für die ikonodule Partei zu gewinnen. Auch die Identität mit Sergios (# 6658) oder einem der anonymen Patrikioi (# 447A), der Söhne der Anna (# 447), wäre denkbar, läßt sich jedoch nicht mehr klären.

Q: — (Ep.): Theod. Stud., Ep. 113 (Fatouros); 42 (Mai).

L : Dobroklonskij II 234. 289; Fatouros 234*; Pratsch, Theodoros 55.

2. Weitere Verwandte 7574B

V: Es handelt sich um diejenigen Verwandten des T., die die unkanonische Heirat seiner Cousine Theodote (# 7899) mit Kaiser Konstantin VI. um 795/96 billigten und von denen sich Theodoros aus diesem Grunde fernhielt, cf. ep. 4,15-18. Diese Verwandtschaft umfaßte neben Theodote wohl auch den Hegumenos Nikephoros (# 5282), der zwischen Theodoros und den übrigen offenbar zu vermitteln suchte; dagegen gehörten die Brüder des Theodoros, Ioseph (# 3448) und Euthymios (# 1844), sein Onkel Platon (# 6285) sowie sein Vater Photeinos (# 6232), seine Mutter Theoktiste (# 8023) und seine Schwester (# 6232A) diesem Kreis nicht an, da sie die Heirat ebenfalls mißbilligten. Es muß sich demnach um die übrige, wahrscheinlich in Konstantinopel ansässige Familie des T. handeln, die der Theodote und damit dem Hof nahestand. Sie werden 795/96 in einem Brief des T. an den Hegumenos Nikephoros erwähnt, in dem T. gleichzeitig beteuert, daß er sowohl den Kaiser wie auch seine Verwandten liebe.

Q: — (Ep.): Theod. Stud., Ep. 4 (Fatouros); I 4 (PG 99).

L : Fatouros 147*; Pratsch, Theodoros 64.

QuelleSource