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BY-NC-ND 4.0 license Open Access Published by De Gruyter

Anastasia

Ἀναστασία

  • Ralph-Johannes Lilie , Claudia Ludwig , Beate Zielke and Thomas Pratsch

V: Tochter Kaiser Leons VI. und der Zoe Zautzina (# 28505), möglicherweise ältere Schwester der Anna (# 20430). Halbgeschwister aus den anderen Ehen ihres Vaters waren Eudokia (# 21755), Basileios (# 20914), Helene (# 22576), Maria (# 24921) und Konstantinos VII.

Nach dem Zeremonienbuch war sie gemeinsam mit ihrer Schwester in einem Sarkophag aus prokonnesischem Marmor im Heroon Konstantins des Großen in der Apostelkirche beigesetzt.

Q: — (Fs.): Konst. Porph., De cerim. II 42, p. 643,15-17 (Reiske); Anonymus, Lists 37,12; 40,13 (Downey) (dort nur eine Anna genannt).

L: Ohnsorge, in: BZ 51 (1958) 78–81; zu A. cf. zuletzt, Kresten, Heirat bes. 187f. mit Anm. 62; 209f. (Nr. l).

P: Laut Kresten, Heirat 209, “ausschließlich hypothetisch angesetzt, unter der Annahme, daß die Angabe in De cer. II 42 (λάρναξ ..., ἐν ᾧ ἀπόκειται Ἄννα καὶ Ἄννα αἱ θυγατέρες τοῦ μακαρίου Λέοντος καὶ Ζωῆς [643,15-17 Reiske]) in Ἄννα καὶ Ἀναστασία zu verbessern ist”; Kresten, Heirat 187f. mit Anm. 62, nimmt an, daß A. schon kurz nach der Geburt verstorben war. In Ep. 32 des Nikolaos Mystikos ist nur von einer einzigen Tochter Leons VI. die Rede, mit der Anna gemeint ist, die mit Ludwig III. von der Provence (# 24756) verlobt werden sollte. Wenn man von zwei Schwestern ausgeht, müßte Anastasia vorher gestorben sein. — In den beiden von Downey herausgegebenen Begräbnislisten wird nur einmal Anna genannt, so daß man annehmen kann, daß der Schreiber die (angebliche) Dublette bemerkt und deshab stillschweigend die “zweite” Anna getilgt hat. Freilich ist auch eine versehentliche Dublette nicht auszuschließen. In diesem Fall wäre A. zu streichen. Sollte der Eintrag (mit Ausnahme der versehentlichen Doppelung des Namens Anna) korrekt sein, wäre folgendes zu überlegen: Nach den üblichen Gepflogenheiten war die erstgeborene Tochter Leons VI. nach ihrer Großmutter Eudokia benannt worden. Die späteren Töchter wurden höchstwahrscheinlich nach den nächsten weiblichen Verwandten einer Vorgängergeneration in der väterlichen Linie benannt. Da “Eudokia” bereits vergeben, der Name der ersten Frau Basileios’ I., “Maria”, wohl aus dynastischen Gründen von vornherein nicht in Frage gekommen war und Basileios anscheinend keine Schwestern hatte, kamen nunmehr die Schwestern Leons VI., also die Tanten seiner Töchter, als Namenspatroninnen in Frage: Anastasia, Anna, Helena und Maria. Die Übertragung der Namen der Schwestern Leons auf seine Töchter ist durch “Anna” in gewisser Weise gestützt. Je nachdem, ob wir glauben, die erste oder die zweite “Anna” aus dem Text des Zeremonienbuches ersetzen zu müssen, kämen also sowohl “Anastasia” für die erste Anna und damit als ältere Schwester der Anna oder “Helena” für die zweite Anna als jüngere Schwester der Anna in Frage. Die wahrscheinlichste Lösung ist die, daß die Schwester Annas den Namen Anastasia trug und Annas ältere Schwester war: “Anastasia” könnte am leichtesten zu “Anna” verderbt oder verlesen worden sein. Freilich setzen diese Überlegungen Krestens voraus, daß die Vornamen nur aus der väterlichen Linie genommen worden sind. Der Name der Großmutter (# 27406A) mütterlicherseits ist nicht bekannt.

QuelleSource

Downloaded on 28.2.2024 from https://www.degruyter.com/database/PMBZ/entry/PMBZ22434/html
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