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Anthimos

Ἄνθιμος

Ralph-Johannes Lilie, Claudia Ludwig, Beate Zielke and Thomas Pratsch
EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
20460
Namensvariante
Georgios Pais (irrtüml.); Anthymos (Lesung Agati)
Klerus / Laie
Laie
Geschlecht
Mann
Zeit
10. Jh.
ethnos
Byzanz
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Kopist ; Kalligraphos (Kopist)
Name normalisiert
Anthimos
Ort
Süditalien; Unteritalien
Quelle
Hutter, Corpus byz. Miniaturhss.; Coxe, Bodleian Catalogue; Agati, Minuscola “bouletée”

T: Kalligraphos; Kopist.

V: A. schrieb – vielleicht in Süditalien – den Cod. Oxon. Auct. D.4.1, einen Psalter mit Katene in reiner Minuskel, und zwar ca. 950, denn es findet sich in der Handschrift (fol. 34v) eine Reihe von Tabellen zur Berechnung des Osterfestes in den Jahren 951–956 (6459–6464 a. m.). Die Subskription des A., die selbst keine Datierung enthält, findet sich auf fol. 35r.

Aus der Akrostichis und zwei weiteren hervorgehobenen Buchstabenreihen (neben dem ersten Buchstaben eines jeden Verses auch noch der mittlere Buchstabe und der letzte Buchstabe) eines zwölfzeiligen Gedichtes auf fol. 36v geht hervor, daß Georgios (# 22138) der Autor des Gedichtes sowie der Auftraggeber der Handschrift war, die dem Euthymios (# 21936) zugedacht war.

Q: — (Ms.): Subskription im Cod. Oxon. Auct. D.4.1, fol. 35r: τὸν εὔλαλον τέτιγγα τῆς ἐκκλησίας | τὸν μουσικὸν νοῦν. τὸν παρ᾿ ἡμῖν ὀρφέα | Δαυὶδ τὸν ἐσθλόν. ἐν προφήταις τὸν μέγα | τέτευχε. θερμῶς. Ἄνθιμος καλιγράφος | εἰς κλέος. εἰς καύχημα τῶν ὀρθοδόξων (zitiert nach Hutter, p. 27); abgedruckt auch bei Coxe und Agati 33.

L: Coxe, Bodleian Catalogue I, 621–624 (Codices miscellanei, Nr. 5); Vogel-Gardthausen 82 (unter falschem Kopistennamen: Georgios Pais); Wilson, Bookhands 17f. (Nr. 24); Hutter, Corpus byz. Miniaturhss. I, 27f. (Nr. 18) mit Abb. 105–108; Spatharakis, Corpus 12 (Nr. 11); Gamillscheg–Harlfinger I 37 (Nr. 21); Agati, Minuscola “bouletée” 32f. 345.

P: Früher wurde als Name des Kopisten auch der Name Georgios angenommen, weil die Akrostichis eines Gedichts auf fol. 36v diesen Namen ergibt, doch handelt es sich bei Georgios (# 22138) um den Autor der Verse und Auftraggeber der Handschrift, nicht um den Kopisten, cf. Wilson, Bookhands 17.

QuelleSource