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Basileios Lakapenos

Βασίλειος

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
20925
Namensvariante
Nothos (Beiname: “Bastard”); Lakapenos (Familienname); Lekapenos (Variante; s. Lakapenos); Parakoimomenos (Beiname bzw. Titel); barakimuns: al-bārākimūns (arab.); barakamus: barākamūs (arab.)
Klerus / Laie
Laie
Geschlecht
Eunuch
Zeit
10. Jh.
Erste Erwähnung
925
ethnos
Byzanz; Skythen
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Parakoimomenos; Patrikios; Proedros Synkletos; Baiulos, megas; Megas Baiulos; Protobestiarios des Konstantinos VII.; Paradynasteuon Synkletos; Mätresse: Pallake (# 20925A); Pallake: Mätresse (# 20925A); Sklavin: doule (# 20925A); doule Sklavin (# 20925A); Basilikos; barakimus: barākimūs (arab.), auch barakimūs (arab.) = Parakoimomenos; barakimunus: bārākimūnus (arab.) = Parakoimomenos; barakimunins: bārakimūmins (arab.) = Parakoimomenos
Name normalisiert
Basileios
Ort
Barbaru: oikos tu Barbaru (Kpl.); Kpl.: oikos tu Barbaru; Samosata = Sumaysāṭ (arab.); Kpl.: Hippodrom; Hippodrom (Kpl.); Longias (Kilikien); Drize (Kilikien oder Kappadokien); Bulgarien; Sumaysat: Sumaysāṭ (arab.) = Samosata; Podandos (Kilikien); Anazarbos (Kilikien); Kpl.: Hiereia; Hiereia (Kpl.); H.-Basileios-Kloster (Kpl.); Kpl.: H.-Basileios-Kloster; Bosporos; Stenon (Bosporos); Chrysopolis; Kpl.: Kaiserpalast; Kaiserpalast (Kpl.)
Quelle
Konst. Porph., DAI; ZN; Matthäus von Edessa; Vita Ioannis et Euthymii hiberica; Theoph. cont. 6; Ps.-Symeon; Skylitzes; Zonaras; Georg. mon. cont. (Muralt); Inscriptions (Guillou); Actes d’Iviron (Nr. 7); Leon Diakonos, Historia; Symeon log. (Cod. Vat. gr. 163); Niketas Magistros, Epp.; Liudprand, Legatio; Svoronos, Novelles; Abū Šuǧā‘; Yaḥyā; Michael Psellos, Chronographia; Michael Psellos, Historia Syntomos; Konst. Porph., De cerim.; Michael syr.; Chronik v. 1234; Inschrift (Limburger Staurothek); Tesoro San Marco; Ibn al-Qalānisī; Ibn Šahrām; Kamāladdīn; Konst. Porph., Demegoria; Ibn al-Ğawzī; Weitzmann, Byz. Buchmalerei; Abū Firās (Ḫalawayh); Ius (Zepos); Theodoros Skutariotes, Synopsis; Cheynet–Morrisson; Kleinchroniken; Lied auf Theophano; Rhoby, Epigramme; Jordanov, Preslav; Jordanov, Corpus III; Anonymus, Naumachika; Laurent, Orghidan

N: Beinamen: Nothos (“Bastard”) — νόθος (Zonaras); Lakapenos (Familienname); Parakoimomenos (Titel). Benennung in den arabischen Quellen: al-barākimūs (für Parakoimomenos bei Kamāladdīn) bzw. barakimūs (Abū Šuǧā‘), al-bārākimūnus (Yaḥyā) und al-bārakimūmins (Abū Firās).

T: Protobestiarios (des Konstantinos VII. Porphyrogennetos); von Konstantinos VII. zu einem unbekannten Zeitpunkt nach dessen Machtantritt im Januar 945 zum Patrikios und Parakoimomenos ernannt, außerdem zum Paradynasteuon der Synkletos (des Senats) — προεχειρίσατο Βασίλειον τὸν πρωτοβεστιάριον αὐτοῦ ... πατρίκιον καὶ παρακοιμώμενον καὶ παραδυναστεύοντα τῆς συγκλήτου (1). In Inschriften und auf Siegeln sind folgende Titel bezeugt: Basilikos, Megas Baiulos und Parakoimomenos (z. B. Inschrift auf Stephanos-Reliquiar: βασιλικὸς ... καὶ βαΐουλος μέγας καὶ παρακοιμώμενος); Endoxotatos Proedros der Synkletos und Parakoimomenos des philochristos Despotes (Siegel). Der Titel eines Proedros (des Senats) wurde B. laut Leon Diakonos im Sommer 963 von Nikephoros II. Phokas nach dessen Thronbesteigung verliehen (2).

V: B. war ein unehelicher Sohn des Kaisers Romanos I. Lakapenos mit einer Konkubine. Offenbar ist er schon relativ kurz nach seiner Geburt, deren Zeitpunkt nicht genau zu bestimmen ist, entmannt worden (3).

Michael Psellos charakterisiert B. eher positiv, sowohl in physischer wie intellektueller Hinsicht als auch in seinem Auftreten: Ὁ δὲ ἀνὴρ οὗτος ἀξίωμα μέγιστον τῇ βασιλείᾳ Ῥωμαίων ἐτύγχανε γεγονώς, κατά τε φρονήματος ὄγκον, καὶ σώματος μέγεθος, καὶ μορφὴν τυράννῳ προσήκουσαν (4).

Romanos I. bestimmte ihn zum Protobestiarios für Konstantinos VII. Porphyrogennetos. B. scheint in seiner Stellung als Protobestiarios das Vertrauen Konstantinos’ gewonnen zu haben, der ihn als eine der ersten Maßnahmen nach seinem Machtantritt zum Parakoimomenos erhob und ihn zum Patrikios, Paradynasteuon und möglicherweise zum Protos des Senats ernannte. B. wird von Theoph. cont. als fähig und dem Kaiser treu ergeben bezeichnet: οὗτος δὲ ἦν ἐχέφρων καὶ λόγιος, καὶ τῷ βασιλεῖ ἐν πᾶσιν ὑπηρέτει αἰσίως καὶ πρεπόντως (5).

Wahrscheinlich ist B. in dieser Zeit auch Megas Baïulos des Kaisersohnes Romanos (II.) gewesen, wie aus einer Inschrift auf einem Stephanosreliquiar hervorgeht, die als Stifter einen Basileios nennt, der die Titel/Ämter eines Basilikos, eines Megas Baïulos und eines Parakoimomenos führte (6). In jedem Fall spricht diese Karriere für ein enges Vertrauensverhältnis zwischen B. und Konstantinos VII.

Möglicherweise, wenngleich wohl eher unwahrscheinlich, ist B. auch jener nicht namentlich genannte Parakoimomenos, der unter Konstantinos VII. und Romanos II. (ἐπὶ Κωνσταντίνου καὶ Ῥωμανοῦ) sowohl bei einem Empfang arabischer Unterhändler (# 30370) im Palast zugegen war, der am 31. Mai der 4. Indiktion, wahrscheinlich des Jahres 946, stattfand, als auch bei einem weiteren Empfang des Emirs von Amida, Delemikes (# 21448), am 30. August desselben Jahres (7).

Skylitzes zeichnet ein etwas negativeres Bild von B.: Zusammen mit seiner Halbschwester, der Augusta Helene (# 22574), mit der ihn ein besonderes Vertrauensverhältnis verbunden zu haben scheint, sei er dafür verantwortlich gewesen, daß Ämter nicht mehr nach Leistung, sondern gegen Kauf vergeben worden seien. Ebenso erklärt Skylitzes, daß B. erst auf Befehl Konstantinos’ VII. entmannt worden sei (8).

B. war offenbar ein Gegner des 956 geweihten Patriarchen Polyeuktos (# 26715), gegen den er Kaiser Konstantinos VII. mit Erfolg einzunehmen suchte. Begründet wird dies in den Quellen zum Teil damit, daß Polyeuktos die Geldgier der Verwandten Romanos’ I. angeprangert habe (9).

Im Jahre 958 leitete B. zusammen mit Ioannes Tzimiskes einen siegreichen Feldzug gegen Sayfaddawla (# 26998), auf dem Samosata (Sumaysāṭ) eingenommen und das ḥamdānidische Heer geschlagen wurde (10). Die entscheidende Schlacht zwischen den Byzantinern und dem Heer Sayfaddawlas, in der die Byzantiner siegten und eine große Anzahl von Gefangenen machten, unter denen sich auch Familienmitglider des Sayfaddawla befanden, fand im Ša‘bān 347 a. h. (18.10. – 15.11.958) statt. Laut Yaḥyā wurden 1.700 Berittene gefangengenommen und nach Konstantinopel gebracht, wo sie auf ihren Pferden und bewaffnet dem Volk vorgeführt wurden. Vom Triumphzug im Hippodrom in Konstantinopel berichten auch die byzantinischen Quellen (11).

Beim Tod des Kaisers Konstantinos VII. am 15. November 959 soll B., ebenso wie Kaiserin Helene und die Kinder des Konstantinos, zugegen gewesen sein (12). Während der Bestattungsfeierlichkeiten hüllte er, wie es Brauch war, den kaiserlichen Leichnam in die Grabgewänder: ... Βασίλειος τὸ πανάγιον αὐτοῦ σῶμα ταῖς οἰκείαις, ὡς ἔθος τοῖς νεκροῖς ποιεῖν, λαζαρώσας (13).

Romanos II. ernannte bald nach seinem Amtsantritt den Ioseph Bringas (# 23529) zum Paradynasteuon, Protos der Synkletos (des Senats) und Parakoimomenos. Ob B. zuvor diese Ämter und Titel abgeben mußte, teilt Theoph. cont. nicht mit, es dürfte jedoch wahrscheinlich sein. In jedem Fall scheint B. unter Romanos II. in der Politik keine Rolle gespielt zu haben. Ob diese Zurücksetzung nun B. persönlich betraf oder im Rahmen des allgemeinen Revirements zu Beginn der Regierungszeit Romanos’ II. zu sehen ist, von dem die Quellen berichten, ist nicht mehr zu entscheiden (14).

Machtstellung zwischen 963 und 976

Nach dem Tod Romanos’ II. wandte B. sich gegen Bringas und unterstützte den Domestikos der Scholen Nikephoros II. Phokas, als dieser, gestützt auf seine Armee, den Thron beanspruchte und gegen Konstantinopel zog. B. bewaffnete seine Diener und Gefolgsleute (οἰκογενεῖς), angeblich 3.000 an der Zahl, und griff mit ihnen und mit Leuten aus der Bevölkerung die Häuser des Ioseph Bringas und von dessen Anhängern an, zerstörte und plünderte sie. Dann zog er in den Hafen und veranlaßte die Schiffsbesatzungen, auf die Seite des Nikephoros überzuwechseln, was diesem ermöglichte, Konstantinopel in Besitz zu nehmen. Ioseph Bringas blieb nichts, als in der Hagia Sophia Asyl zu suchen, während B. die kaiserliche Dromone und andere Schiffe rüstete und auf ihnen Nikephoros von Chrysopolis nach Konstantinopel brachte, wo dieser feierlich gekrönt wurde (15). Zum Dank ernannte Nikephoros II. Phokas nach seiner Krönung B. zum Proedros (16).

Liudprand von Cremona (# 23645), der sich im Sommer 968 als Gesandter des “westlichen” Kaisers Otto I. (# 26211) in Konstantinopel aufhielt, erwähnt u. a. eine Unterhaltung mit verschiedenen byzantinischen Würdenträgern, in der B. zu den Wortführern gehörte (17).

Die konkreten Machtbefugnisse B.s unter Nikephoros II. sind unklar. Laut Leon Diakonos war er ein enger Freund des Ioannes Tzimiskes, dessen Verschwörung er unterstützte und von dem er wiederum zum Parakoimomenos ernannt wurde. Dies könnte darauf hindeuten, daß er trotz seiner anfänglichen Parteinahme für Nikephoros II. während dessen Regierungszeit an Bedeutung verlor und von anderen in den Hintergrund gedrängt wurde. Hierbei wäre wohl besonders an Leon Phokas (# 24423) zu denken, der als Kuropalates und Logothetes des Dromos unter Nikephoros II. anscheinend die zweite Stelle im Staate eingenommen hatte und von seinem Bruder möglicherweise auch als Nachfolger auf dem Thron angesehen wurde. Die Parteinahme B.s für Ioannes Tzimiskes wäre dann als Versuch zu deuten, die Rechte der beiden legitimen Kaiser Basileios II. und Konstantinos VIII. zu wahren, deren Onkel B. war.

An der Ermordung des Nikephoros II. Phokas hatte B. keinen direkten Anteil, sondern hielt sich aus dem Geschehen heraus, indem er, wie Leon Diakonos behauptet, zunächst Krankheit vortäuschte, dann aber auch wirklich erkrankte. Er schloß sich aber nach der Tat sofort Ioannes Tzimiskes an und beriet ihn bei den ersten Maßnahmen zur Herrschaftssicherung. Zunächst ließen sie laut Leon Diakonos in der ganzen Stadt bekannt machen, daß niemand Unruhe stiften (νεωτερίζειν) oder plündern (ἐπὶ διαρπαγὰς ἀποκλίνειν) dürfe. Dieses Verbot hatte Erfolg, und alles blieb ruhig, was Leon Diakonos zufolge diesen Machtwechsel sehr von dem Regierungsantritt des Nikephoros II. abhob, der von Unruhen geprägt gewesen sei (18).

Während der Herrschaft des Tzimiskes hatte B. eine herausragende Position inne. Er scheint vor allem in der Finanzverwaltung das Sagen gehabt zu haben, während der Kaiser sein Augenmerk mehr auf die Außenpolitik und auf große militärische Unternehmungen richtete (19).

Allerdings begleitete er den Kaiser auch auf dem großen Feldzug 971 gegen den russischen Fürsten Svjatoslav (# 27440), wobei er das Hauptheer mit dem Troß befehligt zu haben scheint, während der Kaiser mit einer schnellen Elitetruppe vorausmarschierte (20).

B. scheint während der Regierungszeit des Ioannes große Reichtümer angehäuft zu haben. So gehörten ihm ganze Ortschaften, die in den jüngst erworbenen Gebieten im Südosten des Reiches lagen. Leon Diakonos erwähnt die Ortschaften Longias und Drize, Skylitzes die Region zwischen Anazarbos und Podandos. Als Ioannes I. bei dem Rückmarsch aus Syrien im Herbst 975 diese Besitzungen sah, soll er Pläne gefaßt haben, gegen B. vorzugehen. B. habe davon erfahren und seinerseits Vorbereitungen getroffen, den Kaiser zu beseitigen. Laut Leon Diakonos wurde Ioannes wenig später im Haus des Romanos Lakapenos (# 26842) vergiftet. Skylitzes schreibt in seiner verkürzten Darstellung, daß B. den Mundschenk (# 31589) des Kaisers dazu angestiftet habe, Ioannes einen vergifteten Wein zu reichen, der zu dem langsamen Tod des Kaisers geführt habe. Laut Ibn al-Qalānisī wurde Ioannes während seines Feldzuges in Syrien und Palästina von B. vergiftet. Abū Šuǧā‘ berichtet, daß der Kaiser, nachdem er von B. vergiftet worden war, nach Konstantinopel zurückkehren wollte, jedoch auf dem Weg dorthin starb (21).

Machtstellung ab 976

Nach dem Tod des Ioannes I. Tzimiskes am 10. Januar 976 übernahm B., der als Eunuch nicht selbst Kaiser werden konnte, die Regierungsgeschäfte vollständig und damit de facto die Macht im Staat. Zur Begründung geben die Quellen an, daß die eigentlichen Kaiser Basileios II. und Konstantinos VIII. noch zu jung und unerfahren gewesen seien, um die Regierungsgeschäfte selbst zu leiten. Tatsächlich waren beide zwar mündig (geb. 958 und 960), hatten aber nicht mehr als zeremonielle Rollen gespielt, so daß die Ausübung der Macht fast automatisch B. zufiel, der ja schon unter Ioannes I. Tzimiskes die Innenpolitik maßgeblich bestimmt hatte (22).

Unmittelbar nach der Machtübernahme ließ B. Theophano, die Mutter der beiden Kaiser, aus der Verbannung zurückrufen und brachte sie in den Kaiserpalast zurück (23).

Das erste Problem der neuen Regierung war der Aufstand des Bardas Skleros (# 20785). Wie Skylitzes berichtet, bekleidete Bardas Skleros das Amt eines Domestikos des Ostens. Da B. offenbar seinen Einfluß in der Armee fürchtete, berief er ihn von diesem Amt ab und ernannte ihn zum Dux der im Thema Mesopotamia stationierten Tagmata. Zum Nachfolger des Bardas Skleros als Domestikos wurde der Stratopedarches Petros (# 26496) ernannt, der als früherer Gefolgsmann (δοῦλος) des Nikephoros II. Phokas zum Kreis der Phokasfamilie gehört zu haben scheint, aber auch unter Ioannes I. Tzimiskes als Truppenbefehlshaber eingesetzt wurde. Außerdem ernannte B. den Michael Burtzes (# 25253) zum Dux von Antiocheia, um ihn auf diese Weise aus der Umgebung des Bardas Skleros zu entfernen. Letzterer fühlte sich durch die von B. getroffenen Maßnahmen verletzt und entschloß sich zur Rebellion (24).

B. befahl daraufhin dem Stratopedarches Petros, mit den treu gebliebenen Truppen nach Kaisareia (Kappadokien) zu marschieren. Petros sollte versuchen, offene Auseinandersetzungen zu vermeiden und stattdessen die Straßen bewachen, damit der Rebell nicht Kontakt mit den anderen Provinzen aufnehmen konnte (25).

Da Bardas Skleros seinen Einflußbereich trotzdem weiter ausdehnte, beschlossen Kaiser Basileios II. und B., gegen ihn als Oberbefehlshaber mit allen Vollmachten, die praktisch denen eines Kaisers entsprachen, den Protobestiarios Leon (# 24532) einzusetzen und ihm als Berater einen gewissen Patrikios Ioannes (# 23125) an die Seite zu stellen. Jedoch wurde Leon nach anfänglichen Erfolgen entscheidend geschlagen und selbst von Bardas Skleros gefangengenommen (26). Da nach diesen Siegen ein Vorstoß des Aufständischen auf Konstantinopel selbst drohte, ernannte B. den Patrikios Theodoros Karantenos (# 27765) zum Admiral (ναύαρχος) und beauftragte ihn damit, die unter dem Kommando des Michael Kurtikios (# 25261) stehende Flotte der Rebellen zu vernichten. Zu Lande wurde Manuel Erotikos (# 248785) zum Befehlshaber von Nikaia ernannt. Zwar konnte Theodoros Karantenos die Flotte der Rebellen schlagen, Nikaia jedoch konnte nicht gehalten werden (27).

In dieser Notlage entschloß B. sich, auf Bardas Phokas (# 20784) zurückzugreifen, der 970 gegen Ioannes I. Tzimiskes rebelliert hatte, aber von Bardas Skleros zur Aufgabe genötigt worden war. Bardas Phokas schien der einzige zu sein, der Bardas Skleros ein ebenbürtiger Gegner sein könnte. Man ließ ihn schwören, daß er sich nicht gegen die Kaiser wenden würde, und ernannte ihn unter reichen Geschenken zum Domestikos der Scholen mit dem Ehrentitel eines Magistros (28).

Es gelang Bardas Phokas, den Rebellen zu schlagen und dazu zu zwingen, auf islamisches Gebiet überzutreten und in Bagdad Zuflucht zu suchen (979). In den folgenden Jahren entspann sich ein lebhafter Gesandtschaftsverkehr zwischen Konstantinopel und Bagdad um die Auslieferung des Bardas Skleros. Am ausführlichsten informiert hierüber der Bericht des arabischen Gesandten Ibn Šahrām, der auch Licht auf die Machtkämpfe in Konstantinopel zu Beginn der 80er Jahre wirft. Es scheint, daß mit der Rückkehr des Bardas Phokas als Domestikos der Scholen auch die anderen Angehörigen dieser Familie wieder ihre alten Positionen einnahmen. So wurde Leon Phokas (# 24423), der Vater des Bardas, der 971 geblendet und verbannt worden war, wieder nach Konstantinopel zurückgerufen und trat, mit seinem alten Kuropalatestitel ausgestattet, auch in außenpolitischen Verhandlungen wieder in Erscheinung. Offenbar hatte B. sich mit den Phokaden arrangiert, um die eigene Machtausübung weiter zu sichern. Nicht ausgeschlossen ist dabei, daß die Phokaden ihrerseits auf eine günstige Gelegenheit warteten, um Bardas Phokas auf den Kaiserthron zu heben. Jedenfalls betrieben sie eine eigene Außenpolitk, die der offiziellen Haltung Konstantinopels teilweise zuwiderlief. In diesem Machtgeflecht spielte auch Kaiser Basileios II. eine Rolle, der sich einerseits gegen die anderen Machtgruppierungen in Konstantinopel auf B. stützte, andererseits aber auch selbst mit aller Vorsicht versuchte, sich der Bevormundung durch B. zu entledigen und mit Hilfe eigener Vertrauter, unter ihnen besonders Nikephoros Uranos (# 25617), der von Ibn Šahrām als engster Vertrauter des Kaisers in dieser Zeit und zugleich als erbitterter Feind B.s bezeichnet wird, seine Emanzipation von B. und seine selbständige Regierung vorzubereiten. Bezeichnend sind die verschiedenen Haltungen gegenüber den aus Bagdad vorgebrachten Forderungen: Für die Auslieferung des Bardas Skleros forderten die Araber die Übergabe verschiedener Festungen und Städte im Grenzgebiet sowie die Überlassung von Steuern und Abgaben. Basileios II. wäre hierauf eingegangen, da für ihn die Beseitigung der von Bardas Skleros ausgehenden Bedrohung offenbar höchste Priorität hatte. Die anderen, unter ihnen auch B., lehnten weitergehende Zugeständnisse für die Auslieferung des Bardas Skleros ab, sei es, daß sie ihn als Faustpfand gegenüber dem Kaiser behalten wollten oder aber die von ihm ausgehende Bedrohung für nicht so groß hielten. Die Verhandlungen wurden von B. geleitet. Erst als er wegen Krankheit ausfiel, gelang es dem arabischen Gesandten, auch direkt mit dem Kaiser zu verhandeln. Im Jahre 982 kam es schließlich zu einem Friedensvertrag, der auch eine Auslieferung des Bardas Skleros vorsah. Der Vertrag wurde aber – aus welchen Gründen auch immer – nicht in Kraft gesetzt. Bardas Skleros blieb noch bis 987 in Bagdad (29).

Wohl 985, spätestens 986 wurde B. von Basileios II. aus seinen Ämtern entfernt. Da er sich mit der Absetzung nicht abfand, verbannte der Kaiser ihn an den Bosporos (Skylitzes: ἀνὰ τὸ Στενόν) und zog sein Vermögen ein (30).

Wohl unmittelbar nach dem Sturz des B. verfügte Kaiser Basileios II. (cf. Dölger–Müller, Regesten Nr. 768f [774]), daß sämtliche zwischen dem Beginn seiner Kaiserherrschaft und dem Sturz des B. ausgestellten Chrysobulle ungültig sein sollten, wenn sie nicht nach einer Überprüfung vom Kaiser mit dem Vermerk ἐτηρήθη (“wurde bestätigt“) versehen würden (31). Als Basileios II. diese Anordnung ca. zehn Jahre später im Januar 996 in einer (erhaltenen) Novelle über verschiedene Themen (cf. Dölger–Müller, Regesten Nr. 778) noch einmal wiederholte, verwies er im Gesetzestext ausdrücklich darauf, daß zwischen 976 und dem Sturz des B. nur B. allein alle Entscheidungen getroffen habe, während das, was er selbst für gut gehalten habe, nicht geschehen sei (32).

Kurze Zeit nach seinem Sturz ist B. gestorben. Sein Tod wurde laut Leon Diakonos (# 24547) angeblich von einem Kometen angekündigt, der über seinem Palast niederging und von Leon Diakonos selbst gesehen wurde (33). Dieser Palast ist wohl mit dem “Haus des Aspar” zu identifizieren, von dem in den Patria Konstantinupoleos die Rede ist (34). Nach dem DAI bewohnte er unter Konstantinos VII. das “Haus des Barbaros” (οἶκος ... ὁ τοῦ Βαρβάρου λεγόμενος, ὁ νῦν Βασιλείου τοῦ παρακοιμωμένου οἶκος, DAI 43,66f.) in Konstantinopel, das einst einem anderen Parakoimomenos, Konstantinos Barbaros (# 23820), gehört hatte (35). Außerdem ließ B. in Konstantinopel ein äußerst prächtiges, dem hl. Basileios geweihtes Kloster erbauen, das von Kaiser Basileios II. zwar nicht ganz abgerissen, aber doch sehr reduziert wurde (36).

B. als Kunstmäzen

B. war ein bedeutender Kunstmäzen und Auftraggeber von Handschriften (37).

Zur Regierungszeit des Kaisers Konstantinos VII. stiftete B., der sich in der Inschrift als “Schwager des Herrschenden”, als Megas Baiulos und als Parakoimomenos bezeichnet, ein Reliquiar mit der Schädelreliquie des des hl. Stephanos (Protomartys) (38).

In seiner Zeit als Proedros stiftete B. Kirchengerät für eine Kirche in Konstantinopel, unter anderem eine Patene (Hostienteller) und ein Poterion (Kelch) aus gelbem Jaspis, die sich heute in San Marco in Venedig befinden. In der Invokationsinschrift am Fuße des Kelches wird er als Stifter genannt (39).

Die Limburger Staurothek, ein äußerst prächtiges Reliquiar für eine größere Keuzpartikel mit Emaillen und Edelstein- und Perlenbesatz auf Gold, die in ihrer ersten Gestalt durch eine Inschrift (40), als eine Stifung des Kaisers Konstantinos VII. ausgewiesen wird, wurde von B., als dieser schon den Proedros-Titel trug, “verschönert” (ἐκαλλώπισε) (41). Das bedeutet, daß die heutige künstlerische Ausgestaltung der Staurothek auf B. als Stifter zurückgeht.

An der Identifizierung des Stifters (der in der Inschrift als Basilikos Basileios bezeichnet wird) eines Reliquiars des Symeon Stylites mit B. (42) äußerte Mango, in: BZ 91 (1998) 130, wohl zu Recht Zweifel (Schrift nicht älter als 12. Jh.!).

Von den Handschriften, die mit B. in Verbindung gebracht werden, läßt sich der Cod. Athous Dionysiu 70 mit Homilien des Ioannes Chrysostomos zum ersten Korintherbrief mit absoluter Sicherheit als Auftragsarbeit des B. nachweisen. Die Subskription des Kopisten Nikephoros (# 25604) aus dem Jahre 955 (13. Indiktion; unter Kaiser Konstantinos VII.) benennt den Auftraggeber als “berühmtesten Basileios, Patrikios und Parakoimomenos des Kaisers Konstantinos VII.” (43).

Eine Notiz im Cod. Vat. Ross. 169 (einst Nr. 5 [VIII 108] des Jesuitenkollegium Wien) weist B. als den Auftraggeber dieser Ioannes-Chrysostomos-Handschrift (Homilien zu den Römerbriefen) aus, die am 30. September 961 von dem Kopisten Basileios (# 20979) vollendet wurde.

Das Widmungsgedicht vor einer Abhandlung über Seefahrtsterminologie und maritime Strategie im Cod. Mediol. Ambros. B 119 sup. (Naumachika) feiert B.s erfolgreiche militärische Operation gegen Samosata (44).

Der Cod. Petropol. Bibl. publ. gr. 55, eine Handschrift mit den vier Evangelien und den Paulusbriefen, kann ebenfalls mit B. in Verbindung gebracht werden. Auf fol. 1v, einem vor die erste Lage eingebundenen Einzelblatt von derselben Hand, das zweifellos zum Origininalzusammenhang der Handschrift gehört, findet sich ein Widmungsepigramm in 20 Zwölfsilbern. Aus v. 1 geht hervor, daß der Stifter der Handschrift ein Basileios war (45).

In jüngerer Zeit ist B. ferner als Auftraggeber der auf ca. 963–969 zu datierenden Leipziger Hs. von Konst. Porph, De cerim. (Cod. Lips. UB Rep. I) in Erwägung gezogen worden (46).

A. Schminck brachte B. auch noch als Auftraggeber des sog. “Taktikon Beneševič” und damit als möglichen Auftraggeber von dessen einzigem Textzeugen, dem Cod. Hieros. Sancti Sepulcri 24, ins Spiel (s. unter P).

Anmerkungen: — (1) Theoph. cont.; Symeon log. (Cod. Vat. gr. 163) 2,1-5; der Titel eines Paradynasteuon des Senats ist sehr ungewöhnlich. Möglicherweise handelt es sich hier um eine Zusammenziehung der Titel Paradynasteuon und Protos des Senats. — (2) Leon Diakonos, Historia III 8, p. 49,8-10. — (3) Das Geburtsdatum ist umstritten: 925 laut ODB I 270; Brokkaar nimmt ca. 910–915 an; zu seiner Entmannung im Kindesalter cf. Michael Psellos, Chronographia: Basileios 3, p. 10,11f.; allerdings sind die Informationen des Psellos nicht durchgehend zuverlässig; so hält er B. z. B. für einen Sohn Konstantinos’ VII. und nicht Romanos’ I. Lakapenos. Dennoch dürfte die Entmannung im Kindesalter historisch sein, da Kastrationen in der Regel zwischen dem Säuglingsalter und dem siebten Lebensjahr vorgenommen wurden. Auch die von Psellos bezeugte Körperlänge des B. ist ein Indiz dafür, daß er als Kind, vor dem Beginn der Pubertät, kastriert wurde, cf. dazu Ringrose, Servant 59 und 227 mit Anm. 29. — (4) Michael Psellos, Chronographia: Basileios 3,7-9; 21. — (5) Theoph. cont. VI 9, p. 442,18 – 443,1; Symeon log. (Cod. Vat. gr. 163) 2,1-6; Georg. mon. cont. (Muralt) 1193A; Ps.-Symeon 754,18 – 755; der Zeitpunkt der Beförderung zum Parakoimomenos ist umstritten. Brokkaar, Basil Lacapenus 205–211, nimmt das Jahr 948 an, da bis dahin Theophanes (# 28087) Parakoimomenos gewesen sei, der diesen Titel erst nach seiner Verschwörung zugunsten Romanos’ I. verloren habe. Jedoch stützt diese Hypothese sich nur auf ein zweifelhaftes argumentum e silentio. Laut Theoph. cont. wurde B. zum Paradynasteuon des Senats ernannt. Diese Titelkombination ist unsinnig, so daß man hier wohl eine Zusammenziehung verschiedener Titel erwarten kann, wobei der Titel eines Protos bzw. Proedros des Senats am wahrscheinlichsten sein dürfte; cf. in diesem Sinn auch Beck, Ministerpräsident 328 Anm. 1. — (6) Inschrift (Stephanosreliquiar), cf. unter Q und Anm. 38. Da B. auch als Gambros des Kaisers (γαμβρὸς κρατοῦντος) angeführt wird, müßte er dieses Amt (oder diesen Ehrentitel) gleichfalls in den 40er Jahren erhalten haben, da er nur zu Konstantinos VII. in einem derartigen Verwandtschaftsverhältnis stand. Ioannes Tzimiskes dürfte als Gatte einer Nichte B.s. weniger in Frage kommen. Dieser Titel dürfte vor 954 (Mündigkeit Romanos’ II.) verliehen worden sein. — (7) Konst. Porph., De cerim. II 15, p. 585,7f.; 594,11-14 (Reiske). Da B. wahrscheinlich erst 947/48 zum Parakoimomenos erhoben worden ist (so Brokkaar), wäre der hier (ohne Namen) erwähnte Parakoimomenos mit Theophanes zu identifizieren; cf. in diesem Sinne auch Kresten, Staatsempfänge 18f. Anm. 57. — (8) Skylitzes, Konstantinos (2) 3, p. 237,18-20; 238,44f.; Zonaras XVI 21, p. 482,14-16; 483,12-16; zu der Wertung des Skylitzes cf. auch Brokkaar, Basil Lacapenus 201–203, der sich zu Recht gegen eine so späte Entmannung wendet, allerdings den negativen Wertungen des Skylitzes doch vielleicht zu viel Vertrauen schenkt. — (9) Skylitzes, Konstantinos (2) 11, p. 244,9-13; Zonaras XVI 22, p. 487,2-8. — (10) Matthäus von Edessa I, cap. 2, p. 19 (Dostourian) liefert als Datum für die Eroberung von Samosata das Jahr 407 armenischer Ära (= 958/59 a. d.), spricht aber irrtümlich von einer Niederlage des B. und einer arabischen Eroberung von Samosata. — (11) Theoph. cont. VI 44, p. 461,9 – 462,4; Symeon log. (Cod. Vat. gr. 163) 12,1-13; Erwähnung in einer Rede des Kaisers Konstantinos VII., s. Konst. Porph., Demegoria 1, p. 81,17-22; cf. dazu Ahrweiler, in: TM 2 (1967) 396; ebenso feiert die Lehrschrift eines Anonymus (# 31417) über den Seekrieg den Sieg B.s, s. Epigramm zu den Naumachika 284 (ed. Kyriakides) bzw. in: Anonymus, Naumachika, p. 522 (ed. Jeffreys); Michael syr. III 127 (hält B. fälschlich für den Sohn Konstantinos’ VII.); Chronik v. 1234: cap. 229, p. 29 (mit dem falschen Namen Romanos); Kamāladdīn 128,3-6; Yaḥyā [p. 77] p. 775 (PO 18,5); 7:16f., p. 93 (Pirone); Abū Firās (Ḫalawayh) II 278,3 – 279,9; Ibn al-Ǧawzī XIV 114,6-8 (ohne Nennung des B., jedoch mit der Erwähnung, daß Amida und Martyropolis angegriffen und viele byzantinische Festungen eingenommen wurden). Die griechischen Quellen nennen nur B. als Feldherrn und schweigen über die Beteiligung des Ioannes Tzimiskes, der bei ihnen zum ersten Mal 963 Erwähnung findet. — (12) Theoph. cont. VI 52, p. 466,19 – 467,3. Als – wenn auch unehelicher – Sohn Romanos’ I. Lakapenos zählte B. zur kaiserlichen Familie. — (13) Theoph. cont. VI 53, p. 468,9-11; Symeon log. (Cod. Vat. gr. 163) 14,35-38. — (14) Theoph. cont. VI 1, p. 469,17 – 470,1. — (15) Leon Diakonos, Historia III 7, p. 46,18 – 47,14; verkürzt bei Zonaras XVI 24, p. 498,1-15; Konst. Porph., De cerim. I 96, p. 437,20 – 438,2, reduziert die von B. gespielte Rolle. Ihm zufolge erhielt er nach dem Sieg des Nikephoros zusammen mit dem Praipositos Ioannes (# 23096) den schriftlichen Befehl, sich zusammen mit einigen namentlich aufgeführten Würdenträgern zum Palast von Hiereia zu begeben und dort den Kaiser zu treffen, was er auch getan habe. Von einem aktiven Eingreifen des B. zugunsten des Nikephoros ist hier nicht die Rede. Dies wäre vor allem dann interessant, wenn B., wie von Featherstone, Further Remarks 117f., angenommen, selbst der Autor dieses Kapitels gewesen ist. — (16) Leon Diakonos, Historia III 8, p. 49,8-10; die Siegel, die ihn mit dieser Funktion zeigen, wären demzufolge zwischen 963 und 985 zu datieren. Für eine Einführung durch Nikephoros II. Phokas spricht ebenfalls Konst. Porph., De Cerim I 97, p. 440,13 – 443,22 (Reiske), wo von der Ernennung des Proedros des Senats die Rede ist. Dieses Kapitel steht in direktem Anschluß an den Bericht über die Krönung des Nikephoros, und man könnte daher annehmen, daß es sich um das – anonymisierte – Protokoll der Ernennung des B. handelt. Diese Anonymisierung konkreter Vorgänge ist im Zeremonienbuch nicht ungewöhnlich, selbst wenn man mit Featherstone, Furter Remarks 117f., annimt, daß B. selbst dieses Kapitel geschrieben hat oder für seine Abfassung verantwortlich gewesen ist. — (17) Liudprand, Legatio 15–19, p. 183,34 – 185,17. — (18) Leon Diakonos, Historia VI 1, p. 94,2 – 95,4; ein wahrscheinlich Ende 970 entstandenes satirisches Lied auf Theophano erwähnt die Beteiligung B.s an der Verbannung Theophanos und der Heirat des Ioannes Tzimiskes mit Theodora (# 27604), s. Morgan, in: BZ 47 (1954) 293,2 (ohne Namensnennung, überzeugende Identifizierung mit B. durch Morgan, ibidem 296). — (19) S. z. B. Leon Diakonos, Historia VI 3, p. 97,20-23; Skylitzes, Ioannes 1, p. 284,97-11; Zonaras XVII 1, p. 520,1-5. — (20) Leon Diakonos, Historia VIII 4, p. 132,20-23; Skylitzes, Ioannes 9, p. 295,22-26; 296,56-58; Zonaras XVII 2, p. 528,17 – 529,2. — (21) Leon Diakonos, Historia X 11, p. 176,14-24; Skylitzes, Ioannes 22, p. 311,95 – 312,23; Zonaras XVII 4, p. 536,16 – 537,17; Ibn al-Qalānisī 14,13f.; Abū Šuǧā‘ 13,16-18; laut Bar Hebraeus 175 soll Ioannes Tzimiskes von einer Schwester der Kaiserin Theophano vergiftet worden sein; zu den Ortschaften cf. Hild–Hellenkemper, Kilikien 178–185 (Anazarbos). 334 (Longias bzw. Longinias); Hild–Restle, Kappadokien 172 (Drize bzw. Drizion). 261f. (Podandos). — (22) Skylitzes, Basileios 1, p. 314,52-57; Michael Psellos spricht angesichts der Machtübernahme davon, daß Basileios II. sich freiwillig der Anleitung des B. unterworfen habe, der von ihm zum Leiter der Staatsgeschäfte berufen worden sei, da Basileios II. sich noch zu jung und unerfahren gefühlt habe. Man wird hier aber kaum von einer bewußten Entscheidung Basileios’ II. sprechen können; s. Michael Psellos, Chronographia Basileios 3, p. 10,1-7; ähnlich, aber kürzer: Michael Psellos, Historia Syntomos 106, p. 106,36-42. — (23) Skylitzes, Basileios 1, p. 314,57-59. — (24) Skylitzes, Basileios 1, p. 314,59 – 315,86; Zonaras XVII 5, p. 539,11 – 540,2. — (25) Skylitzes, Basileios 3, p. 317,38 – 318,59; Zonaras XVII 5, p. 541,9-11. — (26) Skylitzes, Basileios 5, p. 320,22-29. — (27) Skylitzes, Basileios 7, p. 322,86 – 323,31. — (28) Skylitzes, Basileios 8, p. 324,32-38; verkürzt und mit falschen Einzelheiten: Michael Psellos, Chronographia: Basileios 5–7, p. 14,15 – 16,14. — (29) Abū Šuǧā‘ 933–942 [918–933] (Amedroz, Embassy); zu den Verhandlungen cf. auch Brokkaar, Basil Lacapenus 230f.; Beihammer, Bardas Skleros; zu den Bestimmungen des Vertrags cf. auch Dölger–Müller, Regesten Nr. 767e (Beihammer); offen ist, ob die Behauptungen Ibn Šahrāms wirklich in allen Einzelheiten zuverlässig sind. Der Bericht hat die Aufgabe, den Erfolg seines Autors in den Verhandlungen mit Byzanz herauszustellen, und man kann daher nicht ausschließen, daß er an einigen Stellen übertreibt, Gerüchte wiedergibt und zugunsten Ibn Šahrāms formuliert ist. — (30) Skylitzes, Basileios 17, p. 335,58-67; Yaḥyā [p. 209] p. 417 (PO 23,3); 10:136, p. 191f. (Pirone). Skylitzes spricht davon, daß B. nach der Flucht des Bardas Skleros nach Syrien abgesetzt worden sei, also nach 979/80. Aus Abū Šuǧā‘ geht hervor, daß er 983 noch im Amt war, während Michael Psellos, Chronographia: Basileios 19–22, dem Zonaras XVII 7, p. 554,9 – 555,3 folgt, die Absetzung erst nach den Tod des Bardas Phokas, also 989, datiert. Letzteres dürfte Psellos aber eher aus dramaturgischen Gründen so dargestellt haben (Abschluß der Bürgerkriege, Beginn der selbständigen Herrschaft Basileios’ II., Veränderung des Charakters des Kaisers infolge der Bürgerkriege). Brokkaar, Basil Lacapenos 229–233, befaßt sich auführlich mit der Frage der Datierung von B.s Sturz und kommt zu dem Schluß, daß Yaḥyās Datierung (zeitgleich mit der byzantinischen Belagerung von Balanias, also Winter 985/86) am wahrscheinlichsten sein dürfte. Er gibt auch zu bedenken (p. 233), daß Basileios II. wohl erst nach dem Sturz B.s auf seinen Bulgarienfeldzug des Jahres 986 aufgebrochen sein dürfte, um B. nicht die Kontrolle der Hauptstadt während seiner Abwesenheit zu überlassen. Das würde einen terminus ante quem von August 986 ergeben. — (31) Dies geht aus der erhaltenen Novelle des Basileios II. vom 1. Januar 996 (Dölger–Müller, Regesten, Nr. 778) hervor, in der der Kaiser diese Anordnung erwähnt und sie noch einmal ausdrücklich bestätigt, ed. Svoronos, Novelles, Nr. 14A, l. 198-211, p. 214; Nr. 14, Version II, l. 234-247, p. 215; cf. Svoronos, Novelles, p. 198. Cf. auch Michael Psellos, Chronographia: Basileios 20,1-11. — (32) ... οὐ τὰ δοκοῦντα ἡμῖν ἐγίνετο, ἀλλ᾿ ἡ ἐκεῖνου ἐν πᾶσι θέλησις ἐνηργεῖτο καὶ πρόσταξις, in: Svoronos, Novelles, p. 214,201f.; p. 215,237f. — (33) Leon Diakonos, Historia X 8, p. 172,14-17. Dieser Komet wird bei Leon Diakonos nicht datiert und auch mit keinem anderen der von ihm erwähnten Kometen identifiziert, sondern nur als Beispiel (τοιοῦτόν τι) für einen Kometen als Vorboten von Unglück angeführt. Zur Stelle cf. auch Brokkaar, Basil Lacapenus 233. — (34) Patria II 71, p. 188,17f.: Ὁ δὲ οἶκος τοῦ Ἄσπαρος ἦν, ὅνπερ εἶχεν Βασίλειος ὁ παρακοιμώμενος. — (35) Konst. Porph., DAI 43,66f. — (36) Michael Psellos, Chronographia: Basileios 20,11-22; Zonaras XVII 7, p. 554,16-18; Theodoros Skutariotes, Synopsis 152,23-25; cf. auch Janin, Églises 58f. — (37) Zu dem Mäzenatentum B.s. cf. auch Brokkaar, Basil Lacapenus 219; Bura, in: Κωνσταντῖνος Ζ´ 397–434. — (38) Cf. oben Anm. 6. Zur Inschrift s. Lauxtermann, Poetry 163–165; Follieri, in: Byz 34 (1964) 455–464; Rhoby, Epigramme Ikonen 212–214 (Nr. Me44). Zum Reliquiar s. auch Belting–Cavallo, Bibel des Niketas 26; Bura, in: Κωνσταντῖνος Ζ´ 407–409. — (39) Inscriptions (Guillou) Nr. 75. — (40) S. Inschrift 1, ed. Koder, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 37 (1985) 12; ed. Rhoby, Epigramme Ikonen 166 (Nr. Me8). — (41) S. Inschrift 2, ed. Koder, op. cit. [vorherige Anm] 18; ed. Rhoby, Epigramme Ikonen 166f. (Nr. Me9). Zur Limburger Staurothek s. Rauch, in: Das Münster 8 (1955) 201–234; Wilm, in: Das Münster 8 (1955) 234–240; Frolow, Vraie croix 233–237 (Nr. 135); Michel, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 28 (1976) 23–43; J. Pick, Dom und Domschatz in Limburg an der Lahn und St. Lubentius in Dietkirchen, Königstein i. T. (ohne Jahr), 26–31; Koder, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 37 (1985) 11–31; Koder, in: Κωνσταντῖνος Ζ´ 165–184; Flusin, Construire une nouvelle Jérusalem 59; Klein, “Wahres” Kreuz 105–112; Rhoby, Epigramme Ikonen 163–169 (Nr. Me8–Me9). — (42) Cf. Follieri, in: Byz 35 (1965) 62–82, bes. 75; Inscriptions [Guillou] Nr. 16; Rhoby, Epigramme Ikonen 219–221 (Nr. Me50). — (43) ... τῷ ἐνδοξοτάτῳ Βασιλείῳ πατρικίῳ καὶ παρακοιμωμένῳ τοῦ φιλοχρίστου καὶ ἁγίου ἡμῶν βασιλέως Κωνσταντίνου τοῦ πορφυρογεννήτου ..., cf. Weitzmann, Byz. Buchmalerei 22 Anm. 122, sowie unter Nikephoros (# 25604). — (44) Cf. ODB II 1441; Epigramm zu den Naumachika 284 (ed. Kyriakides) bzw. in: Anonymus, Naumachika, p. 522 (ed. Jeffreys); Gedicht auch abgedruckt bei Bura (Μπούρα), in: Κωνσταντῖνος Ζ´, 405; ital. Übersetzung bei Mazzucci, in: Aevum 52,2 (1978) 302. — (45) Die Hs. stammt laut Belting–Cavallo, Bibel des Niketas 26, aus demselben Atelier wie der Cod. Athous Dionysiu gr. 70, was eine Identifikation des Stifters Basileios mit B. ebenso wahrscheinlich mache wie die Bemerkung von den Verdiensten des Stifters für den Kaiser (v. 16). Zum Epigramm im Cod. Petropol. gr. 55 s. Belting–Cavallo, Bibel des Niketas 25f.; Bura, in: Κωνσταντῖνος Ζ´ 397–434, bes. 401–404 u. Abb. 3; Lauxtermann, Poetry 354. — (46) Zum Cod. Lips. s. Featherstone, Further Remarks 113–121; Schminck, in: FM 11 (2005) 301 Anm. 211; zur Datierung s. auch Kresten, in: BZ 93 (2000) 475 Anm. 6.

Q: — (Hist.): Theoph. cont.; Symeon log. (Cod. Vat. gr. 163); Georg. mon. cont. (Muralt); Ps.-Symeon; Leon Diakonos, Historia; Skylitzes, Kleinchroniken I 16,4, p. 164 (versehentlich unter dem Namen Θεοφάνους παρακοιμωμένου); Michael Psellos, Chronographia; Zonaras; Michael Psellos, Historia Syntomos; Theodoros Skutariotes, Synopsis. — (Ep.): Niketas Magistros, Ep. 22 (ohne Namen). — (Fs.): Konst. Porph., DAI 43,66f.; 50,233f.; idem, De cerim. I 96, p. 437,21f.; II 15, p. 585,7f.; 594,11-14 (Reiske). — (Dok.): Actes d’Iviron, Nr. 7 (Januar 985 [13. Indiktion; 6493 a. m.), l. 19, p. 149 (ohne Namensnennung, nur: τὸν παρακοιμούμενον). — (Vers.): Zu den Buchepigrammen s. unter (Ms.); satirisches Lied auf Theophano (# 28125), ed. Morgan, in: BZ 47 (1954) 293,2. — (Sonst.): Konst. Porph., Demegoria 1, p. 81,17-22; Novelle Basileios’ II. vom 1.1.996, in: Svoronos, Novelles, Nr. 14, Version I, l. 198-211, p. 214; Nr. 14, Version II, l. 234-247, p. 215 = Ius (Zepos) I, Coll. III, Nov. XXIX, p. 270f. (§ 80f.). — (Ms.): Notiz des Basileios Lakapenos, in: Cod. Vat. Ross. 169 (5); Subskription im Cod. Athous Dionysiu 70, fol. 416v (s. unter Nikephoros [# 25604]); Widmungsgedicht (20 vv.), in: Cod. Petropol. 55, fol. 1v, ed. Belting–Cavallo, Bibel des Niketas 25, bes. v. 1 u. v. 16; ed. Bura, in: Κωνσταντῖνος Ζ´ 404, v. 1 u. v. 16 (+ Abb. 3 vor p. 404); Widmungsgedicht im Cod. Mediol. Ambros. B 119 sup. (139) = Epigramm zu den Naumachika, ed. Kyriakides, in: EEPhSTh 3/3 (1939) 283f.; ed. Jeffreys, in: Anonymus, Naumachika, p. 522; abgedruckt auch bei Bura, in: Κωνσταντῖνος Ζ´ 405; ital. Übers. bei Mazzucchi, in: Aevum 52,2 (1978) 302. — (lat.): Liudprand, Legatio. — (arm.): Matthäus von Edessa I, cap. 2, p. 19 (Dostourian) (ohne Namen). — (georg.): Vita Ioannis et Euthymii hiberica § 10, p. 21,6f. 28-30 (Peeters); § 10 [46f.], l.190. 206-208, p. 90 (Martin-Hisard) (ohne Namensnennung). — (syr.): Michael syr. III 127; Chronik v. 1234: cap. 229, p. 29. — (arab.): Yaḥyā; Ibn Šahrām; Abū Šuǧā‘; Abū Firās (Ḫalawayh); Ibn al-Qalānisī; Kamāladdīn; Ibn al-Ǧawzī. — (Sg.): Laurent, Orghidan 186: Βασιλείῳ τῷ ἐνδοξοτάτῳ προέδρῳ τῆς συγκλήτου βουλῆς. 187:Βασιλείῳ τῷ ἐνδοξοτάτῳ προέδρῳ τοῦ συγκλητικοῦ. ZN 795 = Oikonomides, Dated Seals 69: Βασιλείῳ τῷ ἐνδοξοτάτῳ προέδρῳ τῆς συγκλήτου καὶ παρακοιμωμένῳ τοῦ φιλοχρίστου δεσπότῃ. Ein besseres Exemplar befindet sich in der Sammlung Shaw (Nr. 828). Mit dessen Hilfe konnte der Name des Siegelinhabers rekonstruiert werden. Oikonomides, Dated Seals, verweist außerdem auf ein weiteres, schlechter erhaltenes Exemplar in der Sammlung von Dumbarton Oaks. Fünf weitere Exemplare wurden publiziert von Jordanov, Corpus III 257–261, davon die ersten beiden = idem, Preslav 80f. — (Inscr.): Inschrift auf Stephanosreliquiar, ed. Laurent, in: EEBS 23 (1953) 194; ed. Follieri, in: Byz 34 (1964) 456; ed. Rhoby, Epigramme Ikonen 212–214 (Nr. Me44), bes. p. 213 (= Brokkaar, Basil Lacapenus 212; Lauxtermann, Poetry 163); Inschrift auf Kelch in San Marco (Inv.: Santuario 26): Inscriptions (Guillou) Nr. 75 = ed. Follieri, in: Byz 35 (1965) 62–82, bes. 77f. = Tesoro San Marco (Grabar) p. 71 (Catal. Nr. 66); Inschrift auf der Limburger Staurothek, ed. Koder, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 37 (1985) 11–31, bes. p. 18; ed. Rhoby, Epigramme Ikonen 163–169, bes. p. 166f. (Nr. Me9); nicht ganz sicher (viell. auch Basileios I.): Inschrift auf einem Goldring mit einem rautenförmigen Smaragd in der Mitte, in den eine Christusbüste geschnitten ist, (Paris, Bibliothèque nationale, Cabinet des Médailles, Inv.-Nr.: Schl. 126): Κ(ΥΡΙ)Ε ΒΟΗΘ(ΕΙ) ΒΑΣΙΛΕΙΩ ΠΑΡΑΚΟΙΜΟΥ(ΜΕΝΩ) ΤΟΥ ΔΕΣΠ(ΟΤΟΥ) - Κύριε βοήθει Βασιλείῳ παρακοιμωμένῳ τοῦ δεσπότου, cf. J.-C. Cheynet – C. Morrisson, Bague de Basile le Parakoimômène, in: Byzance. L’art byzantin dans les collections publiques françaises (Musée du Louvre, 3 novembre 1992 – 1er février 1993), éd. M.-C. Bianchini, Paris 1992, p. 309 (Nr. 219); fraglich: Inschrift auf Reliquiar des Symeon Stylites, s. Inscriptions (Guillou) Nr. 16; Bura, in: Κωνσταντῖνος Ζ´ 407–409; Rhoby, Epigramme Ikonen 219–221 (Nr. Me50).

L: ODB I 270; II 1203f. s. v. “Lekapenos”. LdMA I (1980) 1523; Savvides IV 250–252. — Laurent, in: EEBS 23 (1953) 193–205; Beck, Ministerpräsident 327f.; Ross, in: Archaeology 11 (1958) 271–275; Follieri, in: Byz 34 (1964) 447–464 (zur Inschrift auf Stephanos-Reliquiar); Brokkaar, Basil Lacapenus; Mazzucchi, in: Aevum 52 (1978) 267–316; Belting–Cavallo, Bibel des Niketas 10f.; Schminck, in: Κωνσταντῖνος Ζ´ 103–116; Bura, in: Κωνσταντῖνος Ζ´ 397–434; Cosentino, in: Bizantinistica, serie seconda 2 (2000) 243–246; Ringrose, Servant 136; Lauxtermann, Poetry 163–165; Schminck, in: FM 11 (2005) 300–303; Blysidu, in: Symmeikta 17 (2005) 111–129; Tougher, Eunuch 55f. 138 (Nr. 26); Rhoby, Epigramme Ikonen 163–169. 212–214. 219–221 (zu Nr. Me9. Me44. Me50).

P: A. Schminck (in: Κωνσταντῖνος Ζ´ 103–116) sieht B. als Auftraggeber des sog. “Taktikon Beneševič” (ed. Oikonomidès, Listes 243–253), das allein vom Cod. Hieros. Sancti Sepulcri 24 (saec. X–XI) überliefert wird (cf. auch Schminck, in: FM 11 [2005] 300f.). Das “Taktikon Beneševič” wird in der Forschung unterschiedlich datiert: 921–927, 963–965, 921(927)–934 oder 934–944. Da das Taktikon den Proedros-Titel enthält, wurde dieser Titel entweder für eine – nach 963 vorgenommene – Interpolation gehalten oder führte zur Datierung des gesamten Taktikons auf die Zeit nach 963. Schminck schlägt eine Datierung auf 952–956 vor und glaubt, daß B. zu dieser Zeit den Proedros-Titel inoffiziell getragen habe (ihn sich selbst zugelegt habe) und daß dieser Titel von Nikephoros II. dann im Jahre 963 lediglich offiziell anerkannt worden sei. Zum Cod. Hieros. Sancti Sepulcri 24 s. auch Papadopulos-Kerameus, Hierosol. Bibl. I 89–96; Repertorium Hss. byz. Rechts I (weltl. Recht), p. 105–107. — Schminck vermutet B. auch als Redaktor der hinsichtlich ihrer Authentizität sehr umstrittenen Novelle des Basileios II. vom 4. April 988 über die Klöster (Dölger–Müller, Regesten Nr. 772), welche lediglich die Novelle des Nikephoros II. von 963/64 (Dölger–Müller, Regesten Nr. 699) aufhob. Er hält diesen Text für tatsächlich im April 988 entstanden, sieht in ihm aber nur einen Entwurf des B., der dann nicht die Zustimmung des Kaisers gefunden habe, also niemals in Kraft getreten sei, aber in dem Cod. Hieros. Sancti Sepulcri 24, dessen Entstehung Schminck in der Nähe des B. vermutet (s. o.), durchaus überliefert werden konnte (Schminck, in: FM 11 [2005] 298–303).

Angehörige (anonym):

1. Mutter 20925A

V: Nach Theoph. cont. war die Mutter des B. eine Mätresse (παλλακή) des Romanos I. Lakapenos. Skylitzes bezeichnet sie als Sklavin (δούλη). Laut Leon Diakonos soll sie von “skythischer” Herkunft gewesen sein: ὁ Βασίλειος ... νόθος υἱὸς ἐκ Σκύθιδος ... Zu denken wäre wohl an eine bulgarische, vielleicht auch ungarische oder russische Herkunft.

Q: — (Hist.): Theoph. cont. VI 9, p. 442,20f.; Georg. mon. cont. (Muralt) 1193A; Leon Diakonos, Historia III 7, p. 46,21; Skylitzes, Konstantinos (2) 3, p. 238,44f.; Michael Psellos, Chronographia: Basileios 3, p. 10,9-11.

L: Brokkaar, Basil Lacapenus 199f.

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