BY-NC-ND 4.0 license Open Access Published by De Gruyter

Boris I. Michael

Βώγωρις

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
21197
Namensvariante
Bogoris (Variante); Bogaris (Variante); Borises (Variante); Michael (Taufname); Borys (altkirchensl.); Borys-Michał (Sekundärliteratur); Boris-Michail (Sekundärliteratur)
Klerus / Laie
Laie
Geschlecht
Mann
Zeit
9. Jh.
Erste Erwähnung
852
ethnos
Bulgarien
Religion
Konvertit (pagan zu orthodox)
Titel / Beruf
Archon Bulgarien; Khan Bulgarien; Zar Bulgarien; Bulgar.: Zar, Khan, Archon; knez Blgarskyi: knęz' Blъgar’skyi (mbulg.)
Name normalisiert
Boris
Ort
Bulgarien; Pliska; Preslav
Quelle
Konst. Porph., DAI; Theophylact. Achrid., Hist. mart.; MGH Epp.; Photios, Epp.; Theoph. cont. 4; Skylitzes; Genesios; Zonaras; Leon gr.; Theod. mel.; Symeon log.; Symeon sl.; Kleinchroniken; Ps.-Symeon; Georg. mon. cont. (Bonn); Georg. mon. cont. (Muralt); Georg. mon. cont. (Istrin); Beševliev, Prot. Inschriften; Beševliev, Spätgriechische und spätlateinische Inschriften; Symeon log. (Wahlgren); Annales Fuldenses; Reginonis Chronicon; Liber Pont.; Vita Clementis (BHG 355); Vita Nahumi slav. 2; Vita Nahumi slav. 3; Vita Nahumi slav. 1; Vita Clementis (BHG 356); Vita Constantini et Methodii brevior slav.; Vita Nahumi (BHG 1316z); Vita Nahumi brevior (BHG 1317); Symeon log. ; Mušmov, Monetite; Kanones Deusdedit

Kombinationsartikel: Boris I. Michael (# 1035).

N: Βώγωρις (Theoph. cont.); Βόγορις (Skylitzes); Βόγαρις (Ps.-Symeon 664,5f.); Γόβορις (ibidem 665,12); Borises — Βωρίσης bzw. Βωρίς (Theophylact. Achrid.; DAI) bzw. Βορίσης (Passio XV Martyrum Tiberiopoli; Vita Clementis). Zur Etymologie des Namens Boris cf. Božilov, Bălgarite p. 234; Taufname: Michael — Μιχαήλ (Beševliev, Prot. Inschriften; nur so bei Symeon log. und Georg. mon. cont.); ebenso in den lat. Quellen: s. die Briefe des Papstes Iohannes VIII. (# 23470). Altkirchenslaw. Borysь (Vita Constantini et Methodii brevior slav.).

T: Archon Bulgarias — ἄρχων Βουλγαρίας, Khan bzw. Zar der Bulgaren (852–889, † 2. Mai 907); mbulg.: knęz' Blъgar’skyi (bulgarischer Fürst; Symeon sl.).

V: Bulgarischer Herrscher; Sohn des Persian (# 5906) und Vater des Vladimir (# 8589), eines weiteren Sohnes sowie des späteren Zaren Symeon (# 27467). Theoph. cont., Genesios und Skylitzes berichten von bulgarischen Angriffsplänen unter seiner Herrschaft, die von der Kaiserin Theodora (# 7286) mit geschickter Diplomatie abgewendet worden seien und die folglich zwischen 852 und 856 zu datieren sind.

Konst. Porph., DAI, berichtet von einem erfolglosen Einfall der Bulgaren unter B. in das dalmatinische Kroatien, der zwischen 854 und 860 stattgefunden haben könnte. Nach derselben Quelle unternahm er, offenbar recht bald nach dem Tod des Serbenherrschers Vlastimir (# 8590), einen Feldzug gegen die Serben, um seinen Vater zu rächen, der ebenfalls einen erfolglosen Feldzug gegen die Serben unternommen hatte. Auch dieser neue Feldzug sollte allerdings im Desaster enden, denn die Serben konnten sogar seinen Sohn Vladimir und zwölf Großboiladen (# 10654) gefangennehmen. Dadurch wurde B. zum Friedensschluß mit den Serben gezwungen. Ihm wurde freies Geleit bis zur Grenze bei Ras (Raška) gewährt, und der Serbenherrscher Mutimir (# 5207) stellte dazu seine beiden Söhne Bran (# 1039) und Stephanos (# 7088) als Geiseln. Anscheinend tauschten die beiden Herrscher anschließend Geschenke aus, und der Rücktausch ihrer Kinder bekräftigte einen Friedensvertrag (πάκτον) zwischen beiden.

Nach einigen byzantinischen Chroniken (1) soll Boris durch seine zeitweilig in Konstantinopel gefangengehaltene Schwester (# 1035A) bzw. durch einen byzantinischen Gefangenen in Bulgarien, Theodoros Kupharas (# 7723), in das Christentum eingeführt und anschließend durch einen eigens hierfür nach Bulgarien entsandten Bischof (# 12035) getauft worden sein. Danach hätten beide Seiten einen dauerhaften Frieden geschlossen, bei dem die Bulgaren die Landschaft Zagora erhalten hätten (2). Nach anderen Chroniken fand die Taufe des B. und seiner Megistanes (# 10665) unter der Bedrohung eines byzantinischen Angriffs während einer Hungersnot in Bulgarien statt. Skylitzes und Theoph. cont. datieren dies fälschlich noch in die Zeit der Regentschaft Theodoras und damit in das Patriarchat des Ignatios (# 2666) (3). Es ist jedoch als sicher anzusehen, daß B. von Patriarch Photios (# 6253) und zur Zeit der Alleinherrschaft Michaels III., der sein Taufpate war, getauft wurde. Beševliev datiert die Taufe in das Jahr 865/66 (Weltjahr 6374) (4). Nach einem Brief des Photios von etwa 864 wurde B. von Photios auf den Namen Michael getauft, cf. Ep. 1,2: πνευματικῷ υἱῷ. Anschließend erhielt er einen langen Brief des Photios, worin einerseits die Beschlüsse aller bisherigen ökumenischen Konzilien bis zum 7. Konzil von Nikaia im Jahre 787 sowie die Grundsätze des christlichen Glaubens erläutert, andererseits Ratschläge für die Herrschaft (Fürstenspiegel) erteilt wurden. Er stand auch später weiterhin im Briefwechsel mit Photios; zwei weitere Briefe des Photios an ihn aus den Jahren zwischen 877 und 886 sind erhalten. Der letzte Brief vom Sept. 886 entstand unmittelbar nach dem Tod Basileios’ I. und fordert B. zum Einvernehmen mit den neuen Kaisern, Leon VI. und Alexandros, auf, die ebenfalls von Photios getauft worden waren (5).

In diese Zeit fallen auch die bulgarischen Versuche, mit Hilfe Roms die kirchliche Eigenständigkeit Bulgariens durchzusetzen. Papst Nicolaus I. (# 5248) entsandte denn auch mehrere Bischöfe, die das Land im römischen Sinne missionieren sollten (s. im folgenden).

Über die Regierungszeit des B. nach 867 liegen in den griechischen Quellen keine sicheren bzw. genau datierbaren Nachrichten vor. Im Jahre 889 dankte er ab; Nachfolger wurde sein ältester Sohn Vladimir (# 28432). 893 wurde sein jüngerer Sohn Symeon (# 27467) Zar. Ein Bruder Dox (# 21601) wird wahrscheinlich in einem Brief (Nr. 70) des Papstes Iohannes VIII. erwähnt.

Im DAI wird berichtet, daß B. mit den Kroaten ohne Erfolg Krieg geführt habe. Er habe daher schließlich Frieden geschlossen, und es seien gegenseitig Geschenke ausgetauscht worden. Dieser Feldzug wird etwa in die Zeit zwischen 854 und 860 datiert.

Ebenso versuchte B. in Serbien einzugreifen, erlitt aber auch dort eine Niederlage und schloß Frieden. Wenig später kam es laut dem DAI in Serbien zu einem Bürgerkrieg, in dem sich Mutimir (# 25465) gegen seine Brüder Stroïmir (# 27401) und Goïnik (# 22316) durchsetzen konnte. Mutimir setzte seine Brüder gefangen und schickte sie nach Bulgarien, damit sie dort unter Aufsicht festgehalten würden. Stroïmir hatte einen Sohn, Klonimir (# 23719), der seinen Vater begleitete. Mit diesem Sohn verheiratete B. eine Bulgarin (# 23719A), wohl um ihn auf diese Weise fester an sich zu binden.

Unter B. traten die Bulgaren zum Christentum über (beginnend ab 864, verstärkt gegen Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre). Hierbei kam es zu einem erbitterten Wettstreit zwischen dem Papst in Rom und Byzanz, die beide die Bulgaren in ihren jeweiligen Einflußbereich ziehen wollten. Im Rahmen dieser Versuche wurde von Papst Johannes VIII. (# 25197) auch der Bischof von Nona Theodosius (# 27956) nach Bulgarien entsandt, hatte mit seinen Bemühungen aber keinen Erfolg. Nachdem B. seinerseits zunächst versucht hatte, beide Kirchen gegeneinander auszuspielen, entschied er sich schließlich für die byzantinische Seite. Im Jahre 869/70 hatte er seinen Vertrauten Petros (# 26433) mit einer offiziellen Anfrage nach Konstantinopel geschickt, wem die bulgarische Kirche laut Kirchenrecht zugehöre. Die Frage wurde im Anschluß an des Konzil verhandelt, das die Absetzung des Photios sanktioniert hatte. Da keine Einigung zu erzielen war, wurde die Entscheidung gegen den Widerstand der römischen Legaten schließlich den Vertretern der drei Orientpatriarchate übertragen, die sich nach längeren Diskussionen für eine Zugehörigkeit der bulgarischen Kirche zum Patriarchat von Konstantinopel entschieden. Von den römischen Legaten wurde die Entscheidung allerdings nicht akzeptiert, und die Querelen dauerten auch in den nächsten Jahren fort (6).

B. wurde (laut BHG 355) von Methodios (# 25062) mit seinen Untertanen zum Christentum bekehrt (6377 a. m. = 868/69) und unterrichtet (7). Zu B. schickt Radislav (# 26800), der Bori Tarkan von Belgrad, 886 die aus Mähren vertriebenen Klemes (# 23704), Naum (# 25501) und Angelarios (# 20422). B. empfing sie, stattete sie mit Kleidung und Häusern aus und schickte sie auf deren eigenen Wunsch zur Missionierung seiner Untertanen in die verschiedenen Teile seines Reiches (8). B. setzte Dometas (# 21579) als Verwalter von Kutmičinica ein und stellte ihm Klemes als Bischof zur Seite. Er schenkte Klemes außerdem Häuser in Devol, in Achrida (Ohrid) und in Glavinica. Er soll (laut BHG 355 cap. 67) sieben Kirchen gebaut haben (9). Er zog sich ins Kloster zurück, wo er später auch starb, und übergab seinem Sohn Vladimir die Herrschaft (Theophylact. Achrid., Hist. mart. 201BC).

B. selbst scheint sich mit dem Christentum so weit identifiziert zu haben, daß er sich im Jahre 889 scheren ließ und die Mönchskutte nahm (10). Auch als Mönch betätigte er sich weiterhin aktiv im Kirchenbau und veranlaßte die Translation von Reliquien. Mit dem Komes Taridenas (# 27565) stand ihm dabei ein hoher Militär zur Verfügung, und es ist anzunehmen, daß weiterhin Truppen seinem direkten Kommando unterstellt waren.

Im September 892 traf eine Gesandtschaft des ostfränkischen Königs Arnulf (# 20578) bei B.s Nachfolger Vladimir in Pliska ein, um das 862 von Ludwig “dem Deutschen” (# 24754) mit Bulgarien geschlossene Bündnis zu erneuern. Sie kehrte im Mai 893 wieder zurück. Offensichtlich sollte damit eine politische, aber auch eine religiöse Abkehr von Byzanz vollzogen werden (11). Diese scheint in der Verfolgung besonders griechisch-byzantinischer Geistlicher gegipfelt zu haben, die schließlich B. veranlaßte, aus dem Kloster zurückzukehren und diese Versuche einer Anbindung an das ostfränkische Reich mithilfe gleichgesinnter Adliger zu zerschlagen. Vladimir wurde gefangengenommen, geblendet und eingekerkert (12). Über sein Todesdatum ist nichts bekannt.

Von einer Art Volksversammlung, die B. 893 in Preslav einberufen haben soll, da in Pliska die antichristlichen Anhänger Vladimirs noch starken Einfluß gehabt hätten, soll schließlich dessen Bruder Symeon zum Zaren gewählt worden sein. Weiters soll auf dieser Versammlung noch die Verlegung der Hauptstadt Bulgariens von Pliska nach Preslav sowie die Einführung des Altkirchenslawischen anstelle des Griechischen als Sprache der Kirche beschlossen worden sein. Allerdings dürfte es sich bei dieser in der Sekundärliteratur regelmäßig genannten, aber in keiner einzigen Quelle aufzuspürenden Volksversammlung oder Synode um ein bloßes Konstrukt handeln (13).

905 veranlaßten und unterstützten B. und sein Sohn Symeon Naum, den Schüler des Methodios, bei Diabolis (Devol) am Ohrid-See eine Kirche zu Ehren des Erzengels Michael zu gründen (14).

B. starb am 2. Mai 907 (15).

Anmerkungen: (1) Sehr kurz Genesios IV 16, p. 69,42-52; ausführlich Theoph. cont. IV 14/15, p. 162,13 – 165,10 und Skylitzes 90,43 – 92,3; Ps.-Symeon 664,5 – 665,2; Zonaras XVI 2, p. 387,3 – 389,10. — (2) Cf. auch Ps.-Symeon 666,1-7: im vierten Jahr Michaels III. — (3) Symeon log. (Leon gr. 238,10-19; Theod. mel. 166,27 – 167,7; Symeon. sl. 104,29-36); Symeon log. (Wahlgren) 131,215-223; Ps.-Symeon 665,11-18 (viertes Jahr Michaels III.); Georg. mon. cont. (Bonn) 824,14-23; Georg. mon. cont. (Muralt) 1049B-C; Georg. mon. cont. (Istrin) 8,19-27; cf. Kleinchroniken I 110,1, p. 677 (6372 a. m. = 863/64); cf. ibidem 3,2, p. 50; s. auch Schreiner, in: Kleinchroniken II 104f. — (4) Beševliev, Prot. Inschriften (1963) Nr. 15, p. 175; idem, Părvobălgarski nadpisi (1979) Nr. 15, p. 139. — (5) Cf. Photios, Ep. 287,51-57. — (6) Neben anderen Quellen unterrichten über diese Auseinandersetzung auch mehrere Briefe des Papstes Iohannes VIII. an B. und andere Bulgaren sowie an den Patriarchen von Konstantinopel, die 878/79 verfaßt worden sind. Des weiteren gibt es für die Verhandlungen von 870 eine ausführliche Darstellung im Liber Pont. II 108, p. 182,12 – 185,30. Der Liber Pont. II 108, p. 185,21-27, begründet die Entscheidung der Bulgaren für Byzanz damit, daß die Byzantiner die Bulgaren “mit Geschenken und Versprechungen” (donis ac promissionibus) auf ihre Seite gezogen hätten. — (7) Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage darf mit Recht bestritten werden. In Bulgarien dürfte das Christentum schon in Maßen verbreitet gewesen sein, als Methodios und seine Schüler nach ihrer Vertreibung aus Mähren dort anlangten. Gewöhnlich wird das Jahr 865/66 als Zeitpunkt der Bekehrung angesehen. Die Angabe in der Vita Clementis dürfte am ehesten der noch stärkeren Hervorhebung der Taten des Heiligen dienen. — (8) Vita Nahumi (BHG 1316z) 174–191 (Trapp); 180–198 (Bărlieva); Vita Nahumi brevior (BHG 1317) 82–92; Vita Nahumi slav. 2 p. 183 (l. 32) – p. 184 (l. 48); Vita Nahumi slav. 3 p. 186 (l. 24-32). — (9) S. dazu Milev 161 Anm. 155: Drei sind bekannt (in Devol, Achrida und Bregalnica), vermutet werden andere in Preslav, Drăstăr/Dorostolon, Belgrad und Skopje, bleiben aber unsicher. — (10) Theophylact. Achrid., Hist. mart. (BHG 1199) cap. 36, col. 201B. — (11) Annales fuldenses 121f. — (12) Reginonis Chronicon (869) p. 96; die Nachricht über diese Ereignisse wurde von Regino dem falschen Jahr zugeordnet. — (13) Cf. Ziemann, Wandervolk 410. — (14) Vita Nahumi slav. 1 p. 306 (l. 6-11); Vita Nahumi slav. 2 p. 184 (l. 6-11). — (15) Das Todesdatum ergibt sich aus der Verfasserbeischrift einer in mehreren Abschriften erhaltenen altbulgarischen Übersetzung des Tudor Doksov (# 28377) von vier antiarianischen Predigten des Athanasios von Alexandria, deren älteste erhaltene (russische) Abschrift allerdings erst vom Jahr 1489 stammt. Cf. KME I (1985) 231f.; IV (2003) 200f.; SLER 78f.

Q: — (Hist.): Theoph. cont.; Skylitzes; Genesios IV 7, p. 61,91-94 (ohne Namensnennung); Symeon log. (Leon. gr.; Theod. mel.; Symeon sl.); Symeon log. (Wahlgren); Georg. mon. cont. (Bonn; Muralt; Istrin); Zonaras; Ps.-Symeon; Kleinchroniken. — (Ep.): Photios, Epp. 1. 271. 287 (I 2; II 220f.; III 113f. Laourdas–Westerink). — (Conc.): Kanones Deusdedit Nr. 434, p. 614,23-27; (Hag.): Theophylact. Achrid., Hist. mart. (BHG 1199) cap. 34, col. 200B; cap. 36–37, col. 201A-D; cap. 40, col. 205B; cap. 47, col. 213A; Vita Clementis (BHG 355) cap. IV 15-16, p. 88,10-31 (Milev), cap. IV 15,178 – 16,186, p. 85 (Iliev); cap. XVI 47-49, p. 120,22 – 122,20 (Milev), cap. XVI 47,675 – 49,710, p. 97 (Iliev); cap. XVI 50, p. 122,22-26 (Milev), cap. XVI 50,712-716, p. 97 (Iliev); cap. XVI 53-56, p. 124,1-29 (Milev), cap. XVI 53-56, p. 98 (Iliev); cap. XIX 60, p. 128,1-8 (Milev), cap. XIX 60,790-797, p. 99 (Iliev); cap. XXIII 67, p. 132,31-35 (Milev), cap. XXIII 67, p. 101 (Iliev); Vita Clementis (BHG 356) cap. 11, p. 178,19f. (Milev) (= p. 242 Georgievski–Iljovski); Vita Nahumi (BHG 1316z); Vita Nahumi brevior (BHG 1317). — (Fs.): Konst. Porph., DAI 31,60-64; 32,44-65. — (lat.): Liber Pont. II 107, p. 164,14 – 165,9; 108, p. 182,12 – 184,23; MGH Epp. VI, Nicolai epp. Nr. 26, p. 293,1-8; Nicolai I. papae epistolae ad res Orientales, praecipue ad causam Ignatii et Photii pertinentes Nr. 99f., p. 568–609 passim (s. auch p. 776 [Reg.] s. v. “Michael [Bogoris]”); MGH Epp. VII, Epp. Iohannis VIII. Nr. 66–67, p. 58–62; Nr. 70, p. 65,14 – 66,7; Nr. 182, p. 146,14-37; Nr. 192, p. 153,36 – 154,26; Nr. 198, p. 158,30 – 159,26; Nr. 298, p. 260,7-21; Nr. 308, p. 266,33 – 267,29; MGH Epp. VII, Fragmenta Registri Iohannis VIII. Nr. 7, p. 277,23-39; Nr. 37, p. 294,20 – 295,8; MGH Epp. VII, Anastasii Bibliothecarii Epp. Nr. 5, p. 410,15-19; 412,18-21; Annales Fuldenses (a. 892) p. 121f.; Reginonis chronicon (869) p. 95f. — (sl.): Vita Nahumi slav. 1; Vita Nahumi slav. 2; Vita Nahumi slav. 3; Vita Constantini et Methodii brevior slav. — (Sg.): Mušmov, Monetite 157 Nr. 242 (datiert 865–888): Θεοτόκε βοήθει Μιχαὴλ ἄρχοντα Βουλγαρίας bzw. Κύριε βοήθει Μιχαὴλ ἄρχοντα Βουλγαρίας. — (Inscr.): Beševliev, Prot. Inschriften Nr. 87,7-9, p. 328; Beševliev, Spätgriechische und spätlateinische Inschriften Nr. 51,7-9, p. 35.

L: ODB I 310; LdMA II (1983) 458; Savvides V 124–127; SSS VII (1986) 509–511; KME I (1985), 222–233; LThK II (1994) 594f.; SLER 78f. — Hergenröther I 601–604; Vogt, Basile 25. 228. 304; Dvornik, Slaves 184–195; Zlatarski, Istorija I/2 29–279; Dvornik, Photian Schism 112; Ostrogorsky, Geschichte 212; Sullivan, in: Studies in Medieval and Renaissance History 3 (1966) 53–139; Tobias, Basil 437–444; Gjuzelev, Boris Părvi; Vlasto, Entry of the Slavs 158–168; Glossar (lat.) II 107-120; Laourdas–Westerink I 1f.; III 113; Sansterre, in: Byz 52 (1982) 375–388; Fine, Early Medieval Balkans 107f. 111–113. 117–131; Treadgold, History 450–456. 463. 556. 562; Geschichte Südosteuropas 47–50. — Zum Bericht des DAI cf. DAI Comm. 128f.; Istorija na Bălgarija II 213–279; Belke–Soustal 170 Anm. 358; 174 Anm. 372–376; Anderson, Biographical Dictionary 79f.; Andreev–Lazarov–Pavlov, Koj koj e 42–49; Curta, Southeastern Europe 166–178. 211–213; Lübke, Das östliche Europa 78–81; Ziemann, Wandervolk 349–421 (für die Zeit nach 867 bes. 389ff.); zu Kutmičinica/Kutmičevica cf. KME II (1995) 487–491; zur Taufe Bulgariens unter B. cf. Podskalsky, Bulgarien und Serbien 50–62. 65–68 (Lit.).

P: Ihm wird noch ein anonymes Siegel zugewiesen von Iordanov, in: Pliska–Preslav 6 (1995) 128–131.

QuelleSource