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BY-NC-ND 4.0 license Open Access Published by De Gruyter

Hugo Capet

Ralph-Johannes Lilie, Claudia Ludwig, Beate Zielke and Thomas Pratsch
EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
22638
Namensvariante
Capet (franz. Dynastie)
Klerus / Laie
Laie
Geschlecht
Mann
Zeit
10. Jh.
Erste Erwähnung
987
ethnos
Frankreich
Religion
Lateiner
Titel / Beruf
rex (Frankreich); König (Frankreich)
Name normalisiert
Hugo
Ort
Frankreich
Quelle
Gerbert von Reims, Briefe

T: König von Frankreich (3.7.987 – 24.10.996).

V: In der Briefsammlung des Gerbert von Reims, der später als Papst den Namen Silvester II. (# 27075) annahm, ist ein Brief überliefert, den er für den französischen König Hugo Capet schrieb. In diesem Brief bat H. die gemeinsam regierenden Kaiser Basileios II. und Konstantinos VIII. um die Hand einer byzantinischen Prinzessin für seinen Sohn Robert. Der Brief wurde nach der Krönung Roberts am 30. Dezember 987 geschrieben, wohl zu Anfang des Jahres 988. Ob er je abgeschickt worden ist, ist in der Forschung umstritten. In anderen Quellen ist von Verhandlungen zwischen H. und Byzanz nirgends die Rede. Außerdem heiratete Robert noch im selben Jahr Rosala-Suzanne, die Witwe des Grafen Arnulf II. von Flandern. Ebenso ist unklar, welche Prinzessin für den 970 geborenen Robert gewünscht wurde. Möglich wären die purpurgeborene Anna (# 20436), die wenig später Vladimir I. von Kiew (# 28433) heiraten sollte, oder Eudokia (# 28508), die älteste Tochter Konstantinos’ VIII. Die beiden jüngeren Töchter des Konstantinos waren 988 noch zu jung, um als Braut in Frage zu kommen.

Q: — (lat.): Gerbert von Reims, Briefe, Nr. 111, p. 139,8 – 140,5.

L: Zu dem Brief cf. die in der Edition p. 139 Anm. 4 angegebene Lit. (zu der Streitfrage, ob der Brief abgeschickt wurde oder nur als literarische Stilübung anzusehen ist); zu den Beziehungen zwischen Hugo Capet und Byzanz cf. auch Vasiliev, in: DOP 6 (1951) 227–251; Poppe, in: DOP 30 (1976) 228f.; zu dem angeblichen Heiratsvorschlag cf. zuletzt Panagopoulou, Gamoi 170–172.

QuelleSource