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Symeon Neos Theologos

Συμεών

Ralph-Johannes Lilie, Claudia Ludwig, Beate Zielke and Thomas Pratsch
EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
27488
Namensvariante
neos theologos (Beiname)
Klerus / Laie
Klerus
Geschlecht
Eunuch
Zeit
10. Jh.
Erste Erwähnung
949
ethnos
Byzanz
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Mönch; Presbyteros; Hegumenos Mamas-Kloster; Autor ; Hymnograph; Hagiograph; Spatharokubikularios; Synkletikos; Senator; Monachos; Koitonites (# 27488C)
Name normalisiert
Symeon
Ort
Studioskloster (Kpl.); Kpl.: Studioskloster; Galate (Paphlagonien); Paphlagonien; Hagios-Mamas-Kloster (Kpl.); Kpl.: Mamas-Kloster
Quelle
Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692); Sym. Theol., Catech.; Sym. Theol., Theologika kai ethika; Sym. Theol., Hymn.

N: Taufname: Georgios (Sym. Theol., Catech. 22); Mönchsname: Symeon; Beiname: “der Neue Theologe” — novus theologus, ὁ νέος ἐν θεολόγοις (Titel der Hymnen) oder “der Jüngere”; Studites — στουδίτης (Vita Sym. Novi Theologi [BHG 1692] cap. 108,2, p. 150).

T: Spatharokubikularios, Synkletikos — εἷς τοῦ συγκλήτου βουλῆς (Senator), Mönch, Presbyteros und Hegumenos des Hagios-Mamas-Klosters, Kalligraph, bedeutender Autor (Hymnograph, Hagiograph).

V: Er wurde 949 in der Ortschaft Galate in Paphlagonien als Sohn des Basileios (# 20936) und der Theophano (# 28124) geboren und vermutlich auf den Namen Georgios getauft (cf. dazu unten). Seine Eltern werden in seiner Vita als wohlgeboren und wohlhabend dargestellt. Ein angeheirateter Verwandter (γαμβρός), der in der Vita des S. erwähnt wird, war der epi ton deeseon Ioannes (# 23129). Als S. das entsprechende Alter erreicht hatte, also etwa 955, wurde er von seinen Eltern zu Verwandten nach Konstantinopel geschickt und dort von einem Grammatistes (# 31398) in der Propaideia unterwiesen. In Konstantinopel wurde S. von einem Onkel (s. unten) väterlicherseits (πρὸς πατρὸς αὐτοῦ θεῖος) aufgenommen, der für seine Ausbildung sorgte und ihn anschließend am kaiserlichen Hof unterbrachte, wo S. nach der (zweifelhaften) Darstellung der Vita anscheinend als recht junger Mann in den Rang eines Spatharokubikularios erhoben und Mitglied des Senats wurde.

Als der Onkel im Jahre 963 überraschend verstarb, wollte S. die Gelegenheit ergreifen und in das Studioskloster in Konstantinopel eintreten, in dem sein Bekannter Symeon Eulabes (# 27479) Mönch war. Symeon Eulabes verwehrte ihm jedoch aufgrund seines noch jugendlichen Alters diesen Wunsch, denn S. war gerade einmal 14 Jahre alt. S. lebte anschließend weiter im Haus des verstorbenen Onkels (Vita Sym. Novi Theologi [BHG 1692] cap. 4,13, p. 6) – nach Darstellung der Vita in sehr frommer und gottgefälliger Weise – und stand im kaiserlichen Dienst (Vita Sym. Novi Theologi [BHG 1692] cap. 6,15, p. 12). In zwei seiner Katechesen (Sym. Theol., Catech. 16 und 22) berichtet S. von zwei jungen Männern, einem Hypotaktikos (Novizen) und einem Georgios, die beide von großer Verehrung für ihren geistlichen Vater erfüllt waren und beide wunderbare Lichterscheinungen hatten. Bereits die älteren Scholiasten, die allerdings nicht vor dem 14. bzw. 15. Jh. geschrieben haben können, hatten diese Personen ohne Zögern mit S. und dessen geistlichem Lehrer Symeon Eulabes identifiziert. Die Forschung hat dies weitgehend übernommen und die Lichterscheinungen, von denen in den Katechesen berichtet wird, mit den Lichterscheinungen des S. gleichgesetzt, die dieser laut Aussage seiner Vita hatte. Dabei muß freilich offen bleiben, wie viele Lichterscheinungen und zu welchen Zeitpunkten S. genau hatte. Für diese Annahmen gibt es keinen echten Beweis, sie besitzen aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Folgt man diesem Ansatz, ergibt sich, daß S. im Alter von 20 Jahren (Sym. Theol., Catech. 22,22), also im Jahre 969/70, im Hause eines Patrikios (# 31504), in dessen Dienst er stand, eine erste Lichterscheinung hatte, in der ihm Symeon Eulabes erschien. Er wandte sich daraufhin wiederum mit der Bitte an Symeon Eulabes, ihn doch zum Mönch zu scheren und in das Kloster aufzunehmen. Dieser hielt jedoch den rechten Zeitpunkt noch immer nicht für gekommen und lehnte das Begehren erneut ab.

Sechs Jahre später, also 976, sollte S. in kaiserlichem Auftrag, genauer im Auftrage des Demosion, also des Fiskus (Vita Sym. Novi Theologi [BHG 1692] cap. 9,6f., p. 16), in seine Heimat, also nach Paphlagonien, reisen. Als er vor Antritt seiner Reise das Studioskloster besuchte, um sich zu verabschieden, eröffnete ihm Symeon Eulabes, daß nunmehr der Zeitpunkt gekommen sei, in den Mönchsstand zu treten. S. mußte jedoch zuvor den kaiserlichen Auftrag erfüllen und reiste nach Paphlagonien, wo er sich etwa ein Jahr aufhielt. Dort traf er auch auf seinen bei dieser Gelegenheit bereits als Greis beschriebenen Vater. Seine Mutter wird an dieser Stelle nicht erwähnt, so daß sie möglicherweise schon verstorben war. Nach seiner Rückkehr im Jahre 977 trat er auf Empfehlung des Symeon Eulabes in das Studioskloster unter dem Hegumenos Petros (# 26473) ein. Bei seinem Klostereintritt überreichte S. dem Hegumenos Petros zwei Litrai Gold aus seinem Privatvermögen. Im Anschluß wurde er von Symeon Eulabes in das Mönchsleben eingeführt, wohnte in dessen Mönchszelle und war dessen persönlicher Schüler.

Bereits nach kurzer Zeit und noch während S.s Noviziat kam es zu heftiger Kritik an S. durch andere Mönche und Laien. Nach Darstellung der Vita sei Neid die Ursache gewesen; es wird jedoch deutlich, daß man wohl an dem anscheinend zu innigen Lehrer-Schüler-Verhältnis von Symeon Eulabes und S. Anstoß nahm. Der Hegumenos Petros führte ein Gespräch mit S., in dem er ihm zunächst androhte, ihn von seinem Lehrer zu trennen und zu seinem eigenen Schüler zu machen, verwies ihn aber schließlich des Klosters. Symeon Eulabes sorgte dafür, daß sein Schüler im nahegelegenen Hagios-Mamas-Kloster unter dem Hegumenos Antonios (# 20503) aufgenommen wurde. Im Hagios-Mamas-Kloster erteilte Symeon Eulabes S. schließlich auch die Mönchsweihe (Vita Sym. Novi Theologi [BHG 1692] cap. 24, p. 34) und wird daher stets als geistlicher Vater (πνευματικὸς πατήρ) des S. bezeichnet. S. war im Hagios-Mamas-Kloster von Beginn an mit Schreibarbeiten betraut (cap. 27, p. 38).

Nachdem der Abt Antonios des Hagios-Mamas-Klosters im Jahre 980 verstorben war, wurde S. vom Patriarchen Nikolaos II. Chrysoberges (# 26019) zum Priester geweiht und anschließend von den Mönchen des Klosters zum Hegumenos gewählt. S. war zu diesem Zeitpunkt 31 Jahre alt. Laut Aussage der Vita reorganisierte S. das Hagios-Mamas-Kloster ganz nach den Vorbild des Studiosklosters, sowohl in Hinsicht auf die Klosterordnung als auch auf Tracht und Sitten (Vita Sym. Novi Theologi [BHG 1692] cap. 44, p. 58). S. hatte zahlreiche Jünger, von denen seine Vita etliche mit Namen nennt, einige auch ausführlicher vorstellt.

Als Symeon Eulabes im Jahre 986/87 verstarb, führte S. anscheinend unmittelbar nach dessen Tod im Hagios-Mamas-Kloster in Konstantinopel die kultische Verehrung des Symeon Eulabes als eines Heiligen ein. Zu diesem Zwecke schrieb er Hymnen und Enkomia auf ihn sowie eine Vita und hielt eine jährliche Gedenkfeier zu seinen Ehren ab. Zwischen 996 und 998 erhoben sich 30 Mönche (τριάκοντα ἄνδρες [# 30536]) seines Klosters eines Tages gegen S. Während der abendlichen Unterweisung durch den Hegumenos standen sie in der Kirche plötzlich auf, zerrissen ihr Mönchsgewand und beschimpften und bedrohten S. Dann verließen sie lärmend die Kirche, zerstörten die Schlösser und Riegel des Klostertores (anscheinend um eine mögliche Aussperrung durch ihren Abt zu verhindern) und zogen in das Patriarcheion zu Patriarch Sisinnios II. (# 27118). Dieser hörte sie an und bestellte am folgenden Tag S. zu sich, um dessen Standpunkt anzuhören. Nachdem er beide Standpunkte gehört hatte, entschied der Patriarch, daß die ungehorsamen Mönche mit Verbannung aus ihrem Kloster bestraft werden sollten. Die Mönche wurden vertrieben, einige gingen in andere Kirchen und Klöster, andere hielten sich irgendwo in der Stadt auf. In den folgenden Tagen suchte S. einen jeden von ihnen auf, führte ein Gespräch mit ihnen, erteilte ihnen Vergebung und führte sie nach Darstellung der Vita alle wieder heim in sein Kloster. Man nimmt in der Forschung an, daß die Empörung der Mönche im Zusammenhang stand mit dem Kult des Symeon Eulabes, den S. im Hagios-Mamas-Kloster eingeführt hatte. Über die Rechtmäßigkeit dieses Kultes entspann sich etwa um das Jahr 1000 eine Kontroverse zwischen S. und Vertretern des hohen Klerus (1). Patriarch Sergios II. (# 27044) nahm 1002/03 eine Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Kultes vor (2). Zu diesem Zwecke führte er zunächst eine Befragung des S. durch und ließ sich anschließend die Hymnen und Enkomia auf Symeon Eulabes sowie dessen Vita zeigen, die S. verfaßt hatte. Nach Darstellung der Vita des S. fand Sergios an den liturgischen Werken nichts auszusetzen und ermutigte S. geradezu dazu, den Kult des Symeon Eulabes weiterhin zu pflegen und seine Gedächtnisfeier regelmäßig abzuhalten. Sergios habe sogar Kerzen und Weihrauch für die Gedächtnisfeier zur Verfügung gestellt. Im weiteren Verlauf der Vita wird jedoch deutlich, daß nicht lange nach dem Jahr 1000 eine Kontroverse um die Verehrung des Symeon Eulabes ausgebrochen war, in die dann auch Sergios als Patriarch involviert war. In der Schilderung dieser Kontroverse wird Sergios dann jedoch nicht mehr namentlich, sondern nur noch in seiner Funktion als Patriarch genannt (3). Als solcher führte Sergios den Vorsitz des Synodalgerichts, das sich – wohl 1002/03 – mit der Frage der Heiligenverehrung des Symeon Eulabes befaßte. Als Vertreter der Anklage (κατήγορος) fungierte Stephanos (# 27315), Metropolites von Nikomedeia und Synkellos des Patriarchen von Konstantinopel. Der Vorwurf, den man S. machte, war der, daß er etwas Unübliches oder Fremdartiges der Tradition der Kirche hinzugefügt habe (4). Sergios versuchte des öfteren, zwischen beiden Parteien zu vermitteln, zum Beispiel, indem er S. aufforderte, den Kult des Symeon Eulabes auf die Bruderschaft des Hagios-Mamas-Klosters zu beschränken (5). Er hatte jedoch mit seinen Vermittlungsbemühungen keinen Erfolg. Daher wurden auf Anordnung des Patriarchen zunächst alle Ikonen des Symeon Eulabes aus dem Hagios-Mamas-Kloster entfernt und vernichtet (was der Verfasser der Vita zum Anlaß nimmt, diese Aktionen mit dem Ikonoklasmus des 8./9. Jh.s zu vergleichen). Anschließend wurde S. verurteilt, als Hegumenos des Hagios-Mamas-Klosters abgesetzt und aus Konstantinopel verbannt. Ein Schiff brachte ihn über die Propontis vorbei an Chalkedon an einen Ort namens Palukiton (bei Chrysopolis, cf. Vita Sym. Novi Theologi [BHG 1692] cap. 141, p. 206–208). An anderer Stelle der Vita werden die Ereignisse dann so dargestellt: Nach 25 Jahren als Hegumenos des Hagios-Mamas-Klosters, also im Jahre 1005, legte S. seinen Hegumenat – nach Darstellung seiner Vita – gleichzeitig auf Entscheid des Patriarchen Sergios II. und freiwillig nieder (6). Sein Jünger Arsenios (# 20609) wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Aus diesem Anlaß richtete S. eine abschließende Unterweisung (διδασκαλία καὶ ὑποτύπωσις) an die Mönche des Klosters, vor allem aber an Arsenios. Er legte darin noch einmal fest, daß das Hagios-Mamas-Kloster genau nach dem Vorbild des Studiosklosters zu führen sei.

Wie es scheint, werden hier zwei Tatsachen miteinander vermischt: S. hatte wohl bereits im Jahre 1005, nach 25 Jahren als Abt, den Hegumenat des Hagios-Mamas-Klosters freiwillig – oder aufgrund des äußeren Drucks – niedergelegt, lebte aber vermutlich zunächst weiter in diesem Kloster. Gegen Ende 1008 erfolgte dann die synodale Verurteilung mit offizieller Absetzung und Verbannung; am 3. Januar 1009 (cf. Vita Sym. Novi Theologi [BHG 1692] cap. 151, p. 224) trat er dann seinen Weg in die Verbannung nach Palukiton an. Der Zeitraum von sechs Jahren, in dem Stephanos von Nikomedeia nach Aussage der Vita S. in dieser Angelegenheit verfolgt haben soll, dürfte sich auf den Zeitraum von 1002/03 bis 1008/09 beziehen (7). In Palukiton ließ S. sich in der Nähe bei einer verfallenen Hagia-Marina-Kirche nieder. Das Land, auf dem die Kirche stand, sowie die umliegenden Ländereien gehörten Christophoros Phagura (# 21327), einem Würdenträger aus Konstantinopel, der ein Schüler (μαθητής) bzw. geistlicher Sohn des S. war. Als Christophoros von der Verbannung des S. hörte, bestieg er ein Schiff und besuchte den Abt an seinem Verbannungsort. Er versprach ihm, für alles Notwendige zu sorgen, und vermachte ihm auf seine Bitte hin auch das Grundstück, auf dem die Kirche stand, damit dieser dort ein Kloster gründen könne. S. machte sich nun an den Aufbau des Hagia-Marina-Klosters in Palukiton, was zu Konflikten mit den Besitzern der umliegenden Ländereien führte. Im Laufe der Zeit versammelte er dort eine kleine Bruderschaft, der er als Hegumenos vorstand.

Im Jahre 1010/11 wurde eine Revision des Verfahrens gegen S. vorgenommen und das gegen ihn ergangene Urteil aufgehoben. Er durfte nun nach Konstantinopel zurückkehren und tat dies auch für einen kurzen Besuch. Christophoros Phagura gab zu seinen Ehren einen mehrtägigen Empfang in seinem Haus in Konstantinopel, an dem auch mehrere Würdenträger (# 30584) teilnahmen. Anschließend kehrte S. jedoch nach Palukiton zurück, wo er das Hagia-Marina-Kloster bis zu seinem Tod am 12. März 1022 leitete. Sein Leichnam wurde zunächst auch dort bestattet, aber im Sommer des Jahres 1052 umgebettet (vermutlich nach Konstantinopel entweder in das Studioskloster, wahrscheinlicher aber in das Hagios-Mamas-Kloster).

Anmerkungen: — (1) Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692) cap. 72–73, p. 98–100. — (2) Die Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692) cap. 73, p. 100, erweckt den Eindruck, als hätte die Überprüfung unmittelbar nach dem Tode des Symeon Eulabes im Jahre 986/87 stattgefunden. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch Nikolaos II. Chrysoberges (# 26019) Patriarch von Konstantinopel. Die Chronologie der Vita erscheint an dieser Stelle nicht korrekt. Die wahrscheinlichste Interpretation ist die, daß S. den Kult des Symeon Eulabes bereits 16 Jahre im Hagios-Mamas-Kloster praktiziert hatte, ehe der in der Quelle namentlich genannte Patriarch eine Überprüfung anordnete. Wir kommen damit in das Jahr 1002/03. — (3) Der Verfasser nimmt hier – wie so häufig – Rücksicht auf die Person des Patriarchen. — (4) Cf. cap. 88,6f., p. 120, wo sich S. gegen ebendiesen Vorwurf verteidigt: οὐδὲν ἀσύνηθες ἢ ξένον τῇ παραδόσει τῶν πατέρων καὶ ἀποστόλων πεποίηκα. — (5) Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692) cap. 82, p. 112. — (6) Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692) cap. 59–60, p. 78–80, bes. cap. 59,11f, p. 78: κρίσει οὖν Σεργίου τοῦ πατριάρχου ὑπεξίσταται μὲν ἑκουσίως τῆς ἡγουμενίας αὐτός. — (7) Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692) cap. 87,10, p. 120.

W: Sym. Theol., Catech.; Symeon Neos Theologos, Kephalaia, ed. J. Darrouzès, Paris 1957 (Sources chrétiennes 51); Sym. Theol., Theologika kai ethika; Sym. Theol., Hymn.; De confessione (Περὶ ἐξομολογήσεως), in: PG 95, col. 283–304 (früher dem Ioannes Damaskenos zugeschrieben, cf. Tusculum-Lexikon 757); Sym. Theol., Epp.; bisher unediert (cf. dazu Kambylis, Symeon XX): 33 Λόγοι ἐκ τῆς συγγραφῆς, 24 Λογοι ἐν κεφαλαίοις (mit Überschneidungen: sieben Reden finden sich in beiden Sammlungen, cf. dazu PG 120, col. 321–688); verlorene Werke (cf. dazu Kambylis, Symeon XXf.): Vita des Symeon Eulabes (# 27479); Enkomion auf Symeon Eulabes; Logoi apologetikoi kai antirrhetikoi.

Q:(Hag.): Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692); Νικήτα μονάζοντος καὶ πρεσβυτέρου μονῆς τῶν Στουδίου τοῦ Στηθάτου εἰς τὴν βίβλον τῶν θείων ὕμνων τοῦ ὁσίου πατρὸς ἡμῶν Συμεών, ed. Kambylis, Symeon 13–24; verschiedene Epigramme auf S., ed. Kambylis, Symeon 25–33; Epilogus Sym. Novi Theologi (BHG 1692a).

L: ODB III 1987; Tusculum-Lexikon 756–758; Beck, Kirche 584–587. — Hausherr, in: Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692); Laurent, in: EO 28 (1929) 436–441; A. Christophilopulu, Ἡ σύγκλητος εἰς τὸ Βυζαντινὸν Κράτος, Athen 1949 (Ἐπετηρὶς τοῦ Ἀρχείου τῆς Ἱστορίας τοῦ Ἑλληνικοῦ Λαοῦ τῆς Ἀκαδημίας Ἀθηνῶν 2), 51. 70; Kambylis, Symeon XV–XVIII; Grumel–Darrouzès, Regestes Nr. 816. 817; Beck, Umgang mit Ketzern 56f.; Moda, in: Nicolaus N. S. 30 (2003) 219–271; Turner, in: Gained in Translation 236–239; Tougher, Eunuch 168 (Nr. 207); Turner, in: Sym. Theol., Epp. 1–24 (Introduction).

P: Der Titel Spatharokubikularios deutet darauf hin, daß er ein Eunuch war.

Angehörige (anonym):

1. Verwandte 27488 A

V: Verwandte (πρόγονοι) des S. in Konstantinopel, zu denen er etwa 955 zum Zwecke der Ausbildung geschickt wurde. Zu ihnen gehörte auch der erwähnte Onkel (s. unten) väterlicherseits, der sich des S. in besonderer Weise annahm.

Q: — (Hag.): Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692) cap. 2, p. 2.

2. Verwandte 27488 B

V: Verwandte (συγγενεῖς) des S. in Paphlagonien, denen er 976/77 begegnete, als er in kaiserlichem Auftrag seine Heimat besuchte. S. teilte ihnen mit, daß er in den Mönchsstand treten werde.

Q: — (Hag.): Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692) cap. 9,6, p. 16.

3. Onkel 27488 C

T: Koitonites — τὰ τῶν κοιτωνιτῶν διαπρέπων.

V: Er war der Onkel väterlicherseits (πρὸς πατρὸς αὐτοῦ θεῖος) des Symeon Neos Theologos (# 27488) und daher der Bruder des Basileios (# 20936) und lebte in Konstantinopel. Etwa um 955 wurde laut dessen Vita der junge Symeon Neos Theologos zum Zwecke der Ausbildung von seinen Eltern aus Paphlagonien zu ihm nach Konstantinopel geschickt. Er sorgte dafür, daß der junge Symeon zunächst von einem Grammatistes (# 31398) in der Propaideia unterwiesen wurde, und brachte ihn anschließend am kaiserlichen Hof unter, wo Symeon nach Darstellung der Vita in den Rang eines Spatharokubikularios erhoben und Mitglied des Senats wurde.

Q: — (Hag.): Vita Sym. Novi Theologi (BHG 1692) cap. 3, p. 4f.

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