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Preisträger

Der Preis für Zukunftsgestalter in Bibliotheken wird bereits seit 2012 vergeben. Jedes Jahr werden eine Einzelperson und ein Team ausgezeichnet. Beide Preisträger erhalten € 500 sowie ein Anerkennungszertifikat. Zusätzlich erhalten sie die Möglichkeit, in der Zeitschrift Bibliothek Forschung und Praxis über ihre Arbeit zu berichten. Einen Link zu edm Beitrag finden Sie stets unterhalb der jeweiligen Preisträgervorstellungen auf dieser Seite.

Die Preisträger aus dem Jahr 2017

Die Preisträger

Die Sieger sind das Team der Mediathek der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW Basel – HGK FHNW (Tabea Lurk, Jürgen Enge) sowie das Makerspace-Team der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden – SLUB (Lukas Oehm, Uta Fröhner, Melanie Kaiser, Paul Schwanse, Miriam Walther, Daniela Dobeleit, Ramona Ahlers-Bergner).

Der «integrierte Katalog» der Mediathek der HGK FHNW Basel vereint die wichtigsten Informationsquellen der Hochschule. Die spartenübergreifende Suche ermöglicht ein eigenes Datawarehouse mit Volltextindex, Discovery- und Datamining-Mechanismen und einer Softwareschicht für das digitale Kuratieren im Hintergrund. Hier sollen künftig auch Schnittstellen zu Lern- und Forschungssystemen implementiert werden. Die Nutzeroberfläche wurde leicht-bedienbar aber ästhetisch gestaltet. Der Katalog überträgt dabei jene Form des kreativen Browsens ins Digitale, welche die Raumgestaltung der Mediathek im Physischen gestalterisch vorgibt. Die eigene Software-Suite mit Tools für die RFID-basierten Systeme und der Zugriff auf die eigene Datenbasis erlauben sowohl die Inventurdaten und den 3D-Stellplan als auch die Regalbeschriftungen und sogar die Überwachung der Gates in Echtzeit zu kontrollieren.

Unter dem Motto „Wissen kommt von Machen!“ stellt die SLUB Dresden Räume und Dienstleistungen bereit, die die klassische Bibliothek um Angebote im Bereich der nichttextuellen Wissensproduktion und -vermittlung erweitern. Als einer der ersten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland hat sie in Zusammenarbeit mit der TU Dresden, dem Fraunhofer IWU und dem FabLab Dresden einen Makerspace eröffnet. Das Makerspace-Team der SLUB kümmert sich um den Betrieb, die Organisation und die Weiterentwicklung von Angeboten im Bereich Werkstatt (z.B. 3D Drucker, Lasercutter), 3D-Visualisierung sowie Bild- und Ton (Schallplattendigitalisierung, Videoproduktion). Unterstützt wird der Makerspace durch eine abteilungsübergreifende „Arbeitsgruppe Makerspace“ und einen wissenschaftlichen Beirat aus Professoren der TU Dresden. Als neuer Baustein bietet der SLUB-Makerspace den Nutzern die Möglichkeit, sich schöpferisch-kreativ Wissen anzueignen.

 

Die Preisträger aus dem Jahr 2016

Das Preisträger-Team

Die Sieger sind die Stadtbücherei Münster, die 2014 die „JuWel“ eröffnet hat: Die „Junge Welt“, lädt als attraktiver Wohlfühlbereich junge Menschen ab 12 Jahren zum Chillen, Treffen, Gamen, Entspannen und Lesen ein; das ganz Besondere sind Plätze für das gemeinsame Gaming an Konsolen und Gaming-PCs. Ein zentraler Baustein der „Jungen Welt“ ist die Begleitung der Jugendlichen durch einen neu eingestellten Medienpädagogen, der den jungen Menschen zur Seite steht. Mit seiner Unterstützung können Jugendliche auch Workshops und Gaming-Turniere für Gleichaltrige durchführen. So entwickeln sie spielerisch Medienkompetenz und Kooperationsfähigkeit. Beitrag in der Zeitschrift BFP

Das Preisträger-Team

Die Universitätsbibliothek Rostock: „Lernraum Bibliothek 2015“ ist ihr Beitrag zur Verbesserung von Studium, Lehre und Weiterbildung der Universität. Im Dialog mit Studierenden und vielen anderen Partnern hat sie partizipative Methoden erprobt, wie die Bibliothek der Zukunft gestaltet werden kann. Das Projekt entwickelte dank seines gemischten Projektteams aus Mitarbeitern und Studierenden eine kreative Eigendynamik, die nicht nur wichtige Impulse für den geplanten Neubau einer geisteswissenschaftlichen Campusbibliothek liefert, sondern bereits jetzt die noch provisorischen Räume der Universitätsbibliothek verändert. Die Bibliothek ist ein attraktiver Lernraum geworden, an dessen Gestaltung die Studierenden aktiv mitwirken. Beitrag in der Zeitschrift BFP

 

Die Preisträger aus dem Jahr 2015

Die Preisträgerin

Dr. Franziska Klatt, Die Bibliothek Wirtschaft & Management der Technischen Universität Berlin unter der Leitung von Beate Guba
Der "Information Expert Passport" vermittelt den ca. 3.800 Studierenden der Fakultät Wirtschaft und Management der TU Berlin Informationskompetenz. Das überlegte didaktische Konzept verbindet einen Blended-Learning-Ansatz mit wenigen gemeinsamen Unterrichtsstunden. Damit nimmt es Rücksicht auf die begrenzten zeitlichen Ressourcen der Studierenden. Das Sammeln von Stempeln für den Passport ist ein Anreiz zum Mitmachen, das zugleich den Lernfortschritt dokumentiert. Die vorbildlich gestalteten E-Learning-Materialien stehen über YouTube und auf der Webseite der Bibliothek für die Studierenden aber ebenso für andere Bibliotheken auch nach und außerhalb der Kurse zu Übernahme zur Verfügung. Beitrag in der Zeitschrift BFP

Das Preisträger-Team

Das Bibliotheksteam des Max-Planck-Instituts (MPI) Bonn zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern von Regina Goldschmitt mit Jessica Beyer, Paul Frühauf und Daniel Zimmel: "JournalTouch" ist ein innovatives, interaktives und intuitives Tool, das Wissenschaftlern schnelles, zielgerichtetes Finden in digitalen Zeitschriften unter Verwendung von Web-Informationen ermöglicht. Die Einbindung von JournalTouch in die Arbeitsabläufe der Wissenschaftler am Institut war das wichtigste Ziel des Projekts. Vom Stöbern, Filtern, Finden, Auswählen von Aufsätzen, Ausdrucken des PDFs, Zusenden oder Bestellen, bis zur persönlichen Weiterverwendung der ausgewählten Informationen und Übernahme der Metadaten in Literaturverwaltungsprogramme verlaufen alle Aktionen ohne Medienbruch oder manuelle Applikationswechsel. Kreative gestaltet "JournalTouch" ein Dienstleistungsszenario neu, das sich auf alle Bibliotheken, die einer Zielgruppe digitale Inhalte greifbar präsentieren wollen, übertragen lässt. Eine Nachnutzung von JournalTouch ist ausdrücklich erwünscht. Beitrag in der Zeitschrift BFP

 

Die Preisträger aus dem Jahr 2014

Der Preisträger

Raffael Ammann von der Bibliothek der Universität St. Gallen beschreitet mit seinem Projekt „StudyKing – Das Einchecksystem der Bibliothek der Universität St. Gallen“ ebenfalls neue Wege der Interaktion mit Benutzern. StudyKing ermöglicht einfaches Einchecken an einem Arbeitsplatz in der Bibliothek mit den Benutzerangaben von Facebook. Die Nutzer erhalten z.B. den exakten Standort eines Mediums, aktuelle Veranstaltungshinweise oder eine Übersichtskarte, die befreundete Personen anzeigt. Diese in der Bibliothekslandschaft neuartige Dienstleistung erhöht die Sichtbarkeit der Bibliothek und bietet die Möglichkeit den Nutzen der Bibliothek zu steigern. Beitrag in der Zeitschrift BFP

Das Preisträger-Team

Das Projekt des Gewinnerteams des Instituts für Medienbildung der deutschsprachigen Pädagogischen Hochschule, PH Bern in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Konzeptbüro Reich und Wamser „Verbindende Schritte in eine digitale Zukunft – Ein All-in-One Projekt zur Learning- & Supporting Library für praktizierende Lehrpersonen“ zeigt eindrucksvoll die Umgestaltung der Bibliothek/Mediothek in eine Learning- & Supporting Library. Die Qualitäten einer Bibliothek/Mediothek wurden mit denen eines digital ausgestatteten und vernetzten Experimentier-Ort verbunden. In diesem einmaligen Begegnungs- und Experimentier-Ort finden so erfolgreiche Veranstaltungen zur Medienkompetenz wie Experimentieren – Dokumentieren – Publizieren statt. Beitrag in der Zeitschrift BFP

 

Die Preisträger aus dem Jahr 2013

Das Preisträger-Team

Das Projekt des Gewinnerteams an der Kunstbibliothek Sitterwerk heißt „Dynamische Ordnung dank RFID-Technologie“. Es zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie eine Bibliothek mithilfe von RFID-Technologie (RFID: Radiofrequenzidentifikation) eine dynamische und assoziative Ordnung im Regal und auf dem intelligenten Tisch im Lesesaal ermöglichen kann. Die Idee, dass nicht der Bibliothekar, sondern die Kunden die Bücheranordnung bestimmen und verändern, und hiermit eigene „Wissensspuren“ hinterlassen, hat die Jury besonders begeistert. Diese dynamische Anordnung wird auch vom Bibliothekskatalog visuell präsentiert. Beitrag in der Zeitschrift BFP

Das Preisträger-Team

Das Team der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) beschreitet im Projekt „DigiTABBerlin“ ebenfalls neue Formen der Interaktion. Hier wird erstmals in einer deutschen Bibliothek der Ansatz des Crowdsourcing genutzt, um große Datenmengen effizient und effektiv zu bearbeiten und zu ergänzen. Beim Inhalt dieser später unter einer Creative-Commons-SA-BY-Lizenz für die Weiternutzung frei gegebenen Datensammlung handelte es sich um die digitalisierten Daten aus 300 Adress- und Telefonbücher Berlins, bzw. 150 Millionen Telefoneinträge aus den Jahren 1799 bis 1991. Eine absolut einzigartige Online-Fundgrube für Historiker, Genealogen und andere interessierte Personenkreise. Mehr dazu

 

Die Preisträger aus dem Jahr 2012

Die Preisträgerin

Birgit Fingerle, ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften: „Innovation zum Mitmachen: Die Open Innovation Kampagnen der ZBW“

Frau Birgit Fingerle zeigt anhand des Beispiels der ZBW anschaulich und eindrucksvoll wie die Einbindung von Kundinnen und Kunden in den Innovationsprozess Neuerungen in Bibliotheken fördern kann. Bei der ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft – stellt Open Innovation einen Grundpfeiler des Innovationsmanagements dar. Kundinnen und Kunden sowie andere externe Akteure können sich u. a. in Ideenwettbewerben einbringen und auf diese Weise Veränderungsprozesse nach eigenen Wünschen mit gestalten. Beitrag in der Zeitschrift BFP

Das Preisträger-Team

Prof. Dr. Roland Rosenstock, Angelika Spiecker, Anja Schweiger, Marten Seegers, Jan Krienke, Stadtbibliothek Hans Fallada, Greifswald: „ComputerSpielSchule Greifswald: spielen – entdecken – lernen“

Nach langer Planung, Beratung und Renovierung beherbergt die Stadtbibliothek Hans Fallada, Greifswald in einem ihrer Räume die ComputerSpielSchule Greifswald. Diese ist ein medienpädagogisches Projekt der Stadtbibliothek, des Lehrstuhls für Religions- und Medienpädagogik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der Evangelischen Akademie MV. Mit der ComputerSpielSchule hat die Bibliothek einen Ort der Begegnung geschaffen zwischen Spielern und Nicht-Spielern, zwischen Heranwachsenden und Erwachsenen. Das Ziel ist, Medienkompetenz zu stärken, Konflikte anzusprechen und damit einen kritisch-reflektierten Umgang mit Computerspielen zu vermitteln. Beitrag in der Zeitschrift BFP