Jump to ContentJump to Main Navigation

Der Pschyrembel - eine Erfolgsgeschichte

Banner_PschyrembelFamilieAppsGeschichteKontakt

WIE AUS DEM "WÖRTERBUCH DER KLINISCHEN KUNSTAUSDRÜCKE" DER PSCHYREMBEL WURDE

Ein Nachschlagewerk, das bereits in der 264. Auflage erhältlich ist, muss schon eine besondere Geschichte vorweisen können. Und in der Tat handelt es sich beim Pschyrembel um ein außergewöhnliches Standardwerk der medizinischen Fachliteratur.

Dieser Klassiker hat nicht nur Generationen von Ärzten und andere im medizinischen Bereich Tätige durchs Leben begleitet, er steht auch in fast jeder Fernseh-, Rundfunk- und Zeitungsredaktion, bei Apothekern, Rechtsanwälten, Versicherungen, medizinischem Fachpersonal sowie in unzähligen privaten Bücherschränken, schlicht überall dort, wo profunde und kompetente Information zu medizinischen Fragen gesucht wird.

Wie kommt das Werk zu diesem ebenso unverwechselbaren wie schwer zu buchstabierenden Namen? Der Berliner Arzt und Universitätsprofessor Willibald Pschyrembel (1901−1987) zeichnete 50 Jahre lang, von 1931 bis 1982, als alleiniger Redakteur und Autor für den Inhalt des Wörterbuchs verantwortlich, so dass sein Name fast zwangsläufig zum Synonym des Werkes wurde.
 

Wörterbuch der klinischen Kunstausdrücke

Begonnen hat die Geschichte mit dem Wörterbuch der klinischen Kunstausdrücke, einem 148 Seiten schmalen Büchlein, verfasst von Dr. med. Otto Dornblüth, erschienen 1894.

Die zweite Auflage von 1901 führte bereits den Titel, den das Fachlexikon noch heute hat: Klinisches Wörterbuch, damals mit dem Untertitel Die Kunstausdrücke der Medizin.

Dornblüths Idee, „die gebräuchlichsten Fremdwörter mit kurzer Angabe der Ableitung und der Bedeutung, die wichtigsten Kunstausdrücke und aus den modernen Sprachen eine Anzahl von Wörtern zusammen[zustellen], die in ihrer medizinischen Bedeutung in den allgemeinen Wörterbüchern nicht vertreten sind“, wurde zum Konzept eines Klinischen Wörterbuchs, das eben kein rein auf Vollständigkeit angelegtes medizinisches Wörterbuch ist: Noch immer basiert die redaktionelle Arbeit darauf, diejenigen Begriffe zu erläutern, die in der Praxis des Mediziners und der Klinik besonders wichtig sind.


Pschyrembel Klinisches Wörterbuch

Pschyrembel betonte dieses Prinzip bereits im Vorwort der im Februar 1932 von ihm herausgegebenen 19. Auflage: „Den Fortschritten der medizinischen Wissenschaft entsprechend mußte ... eine größere Zahl kleinerer Änderungen vorgenommen werden. Bei der Auswahl und Anordnung war es oberstes Gesetz, nur unbedingt zuverlässige Angaben zu machen und nur solche, die den praktischen Bedürfnissen der Kliniker dienen.“

Nach Pschyrembels gesetztem Maßstab, sich nicht an der Quantität, sondern der Qualität medizinischer Information zu orientieren, erfolgt noch heute die Eintragsauswahl: Keine Eintagsfliegen, keine abwegigen Theorien, sondern nur gesicherte Daten, die wichtigsten Krankheiten sowie aktuelle Therapien finden Eingang in das Werk.
 

> Mehr zur Pschyrembel-Geschichte