Nungesser, Michael

Orozco, José Clemente

K. G. Saur | 2020
EintragstypEntry Type
fulltext
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Thieme-Becker Name
Orozco, José Clemente
Vollmer Name
Orozco, José Clemente
Weitere Namen
Orozco, José Clemente; Orozco, Jose Clemente; Orozoco Flores, José Clemente Angel
Geschlecht
männlich
Beruf
Maler; Wandmaler; Grafiker; Zeichner; Karikaturist
GEO-Nachweis
Mexiko-Stadt; New York; San Francisco (California)
Staat
Mexiko
Geburtsdatum
1883.11.23
Geburtsort
Zapotlán el Grande (Jalisco) / Ciudad Guzmán (Jalisco)
Todesdatum
1949.09.07
Todesort
Mexiko-Stadt; Ciudad de Méjico (D.F.); Mexico City; Villa de Nuestra Señora de Guadalupe; Ciudad de México (D.F.); Mexiko (Distrito Federal)
Fundstelle
AKL XCIII, 2017, 470; ThB XXVI, 1932, 55; Vollmer III, 1956, 524
Thieme-Becker Name
Orozco, José Clemente
Vollmer Name
Orozco, José Clemente
Further Names
Orozco, José Clemente; Orozco, Jose Clemente; Orozoco Flores, José Clemente Angel
Gender
male
Occupation
painter; muralist; graphic artist; master draughtsman; caricaturist
Geographical data
Mexiko-Stadt; New York; San Francisco (California)
Country
Mexico
Date of birth
1883.11.23
Place of birth
Zapotlán el Grande (Jalisco) / Ciudad Guzmán (Jalisco)
Date of death
1949.09.07
Place of death
Mexiko-Stadt; Ciudad de Méjico (D.F.); Mexico City; Villa de Nuestra Señora de Guadalupe; Ciudad de México (D.F.); Mexiko (Distrito Federal)
Location
AKL XCIII, 2017, 470; ThB XXVI, 1932, 55; Vollmer III, 1956, 524
InhaltsverzeichnisTable of Contents

Artikel

Vita

Orozco (O. Flores), José Clemente (O. Flores, José Clemente Angel), mex. Maler, Wandmaler, Zeichner, Grafiker, Karikaturist, *23.11.1883 Zapotlán el Grande/Jalisco (heute Ciudad Guzmán), †7.9.1949 Mexiko-Stadt. Großvater des Grafikers José Clemente Gae O. Farías (*1960 Mexiko-Stadt).

Biogramm

O. stammt aus einer begüterten Fam. span. Abkunft. 1885 Übersiedelung mit der Fam. nach Guadalajara, 1890 nach Mexiko-Stadt. Bald darauf abendliche Zeichenkurse an der Acad. de S.Carlos als Alumno extraordinario. Studierte 1897-1903 zunächst mit Stip. Landwirtschaft an der Esc. Nac. de Agricultura y Veterinaria, ebd. 1903 bei einem Experiment Verlust der linken Hand. 1906-14 Stud. an der Acad. de S.Carlos u.a. bei Antoni Fabrés Costa, Germán Gedovius und Leandro Izaguirre, beide ebd. (1911 Teiln. am mehrmonatigen Streik der Studenten gegen veraltete Lehrmethoden). Brotarbeit als topografischer Zeichner und im Archit.-Büro von Carlos Herrera. Ab 1906 Freundschaft mit Gerardo Murillo (Dr.Atl), der für eine Erneuerung der mex. Kunst eintritt, und 1910 Mitgl. der von ihm geleiteten Gruppe Centro Artístico, die sich um Wandbildaufträge bemüht. Nach Ausbruch der Revolution im Nov. 1910 v.a. als Karikaturist für versch Ztgn und Zss. tätig, z.B. Panchito (1911), El Ahuizote (1911/12), La Vanguardia (1915, Orizaba/Veracruz, Ltg Dr.Atl), El Heraldo (1920) und L'ABC (1925-26). 1915 Ausf. eines Historienbildes für das ehem. Mus. der Festung S.Juan de Ulúa in Veracruz. 1917-19 in San Francisco Entwurfszeichner für Filmplakate. 1919 Reise nach New York und Rückkehr nach Mexiko. 1923 Mitgl. des Sindicato de Obreros Técnicos, Pintores y Escultores (Unterzeichner des Manifests und 1924 Karikaturen für deren Zs. El Machete). 1924 graf. Gest. von Reg.-Publikationen. 1927-34 in den USA ansässig und 1929-31 in New York enger Kontakt mit dem phil.-lit. Delphischen Zirkel um Eva Sikelianos, Frau des griech. Dichters Angelos Sikelianos, und der Journalistin und Kunsthändlerin Alma Reed. 1932 dreimonatige Europareise mit Museumsbesuchen, u.a. in London, Paris, Mailand, Florenz, Rom, Barcelona und Madrid. 1935 als Delegierter der Liga de Escritores y Artistas Revolucionarios Teiln. am Künstlerkongress in New York. 1940 dort Aufenthalt, um für das MMA ein mehrteiliges Wandbild zu malen. 1943 Gründungs-Mitgl. des Colegio Nac. und Ehren-Mitgl. der Soc. de Arquitectos Mex., 1947 korr. Mitgl. der Acad. Nac. de BA in Buenos Aires. Ausz.: u.a. 1946 Premio Nac. de Artes y Ciencias. Nach seinem Tod wird O. im Pal. de BA aufgebahrt und in der Rotonda de los Hombres Ilustres auf dem Dolores-Friedhof in Mexiko-Stadt beigesetzt. - O. zählt zu den bedeutendsten lateinamer. Künstlern des 20.Jh. und mit David Alfaro Siqueiros und Diego Rivera, den beiden and. "tres grandes" der sog. Mex. Renaiss., zu den Begründern der Wandmalereibewegung (Muralismo) in den 20er Jahren, die aus der Mex. Revolution als öff. Erziehungsmedium hervorgeht. Im Gegensatz zu Rivera und Siqueiros vertritt O. weitgehend ein pessimistisches und fatalistisches Weltbild, künstlerische Anregungen reichen u.a. von El Greco, Goya, Toulouse-Lautrec, Georges Rouault bis zu Picasso. Er ist der "Maler der Tragödie der Menschheit" (Paul Westheim), der wie der stilistisch verwandte Max Beckmann in seinem Werk die "Last der Gesch." (Hans Haufe) mit expressiv-grotesken, bisweilen aggressiv-dramatischen Mitteln verarbeitet. Menschen werden als Opfer von Unterdrückung gezeigt, Gesch. scheint ohne Gewalt und Zerstörung nicht möglich. O. wird schon in den 30er Jahren in den USA bekannt, in Europa trägt erst die 1979-81 in Ost und West gezeigte Wander-Ausst. zum 30. Todestag zu einer intensiven Rezeption bei. O.s Frühwerk aus der Zeit der Mex. Revolution besteht v.a. aus Arbeiten auf Papier. Themen seiner Bleistift-Zchngn und Aqu. sind das Milieu der Freudenhäuser und Kaschemmen als den Schattenseiten der alten Ges. (Serie La casa de las lágrimas oder Las casas del llanto) sowie Schulmädchen (Serie Colegialas, beide 1912-13, z.T. Mus. de Arte Carrillo Gil, Mexiko-Stadt). Die Bordellbilder zeichnen sich durch trübe Farben und verzerrte Körperformen aus. Selten heiter (Baile de pepenches; Juego de prostitutas), zeigen sie eher Streit, Schmerz und Gewalt (El despojo; La deseperada; El telón del dolor). Einen zweiten Schwerpunkt dieser Jahre bilden Karikaturen. Angeregt u.a. durch Goyas graf. Werk, den mex. Symbolismus und José Guadalupe Posada, dessen Grafik-Wkst. auf seinem täglichen Schulweg lag, zeichnen sie sich durch stilistische Vielfalt aus. Neben eher humoristischen Darst. zu Theater, Sport und Stierkampf, Porträts, Calaveras und comic-ähnlichen Bildergeschichten richten sich die zahlr. polit. Karikaturen mit ätzender Schärfe und Sarkasmus gegen einzelne Fraktionen der Revolution. Diese wird gefeiert (¡Gloria a la revolución!) und zugleich gefürchtet (Yo soy la revolución, la destructora!, beide La Vanguardia, 1915). Die Beiträge für El Machete (1924) sind v.a. antiklerikal ausgerichtet und vermutl. O.s letzte in der Presse veröff. Karikaturen. Deren kritisch-satirische Sichtweise überträgt er anschl. aber auf große Teile seines übrigen Werkes. Nach der Bürgerkriegsphase der Mex. Revolution gehört O. ab den frühen 20er Jahre zu den Wandmalern der ersten Stunde, und seine häufig mon., in die Archit. integrierten Fresken (insgesamt ca. 4600 m²), denen zahlr. Skizzen in versch. Techniken vorausgehen, bilden das Zentrum seines Gesamtwerkes. In seiner Autobiogr. nennt O. die "Wandmalerei die höchste, folgenrichtigste und stärkste Form der Malerei". Er beginnt 1922 im Auftrag des Erziehungsministers José Vasconcelos in der Esc. Nac. Preparatoria (ehem. Jesuitenkolleg), der Geburtsstätte des mex. Muralismo, einen Bilderzyklus u.a. mit Los elementos, La lucha del hombre con la naturaleza und Cristo destruye su cruz (ein Motiv, das er später in Wand- und Tafelbild erneut aufgreift). Wegen ihres allg.-symbolischen Char. übermalt er ihn später wieder, außer die an Botticelli anknüpfende Maternidad, die an Maria und Jesus denken lässt, aber Mutter und Kind nackt zeigt. Die and. 1923/24 ausgef. und nach einer wegen öff. Proteste entstehenden Unterbrechung erst 1926/27 fortgesetzten, über drei Stockwerke in den Arkadengängen eines Innenhofes befindlichen Gem. bilden eine laufende Abfolge von Szenen. Er befreit sich hier von Traditionalismen und prägt char. Züge seiner Wandmalerei aus: zum Visionär-Symbolischen neigende Ausdruckskraft, gepaart mit satirischen Elementen, Heraushebung einzelner Personen, karge Lsch. und düster- dramatische Farbigkeit. Seine Szenen beziehen sich im Untergeschoß, teils relig. Ikonogr. abwandelnd, allegorisch auf die Mex. Revolution (La trinchera; La huelga; La destrucción del viejo orden), meist mit skeptischer Tendenz, z.B. im Bild des handlungsunfähigen Bündnisses aus Arbeiter, Bauer und Soldat (La trinidad revolucionaria) oder der sich streitenden Arbeiter (El banquete de los ricos). Im 1.Stock dominieren karikaturenhafte Szenen, die sich gegen die konservativ-bürgerliche Ges. und Demagogen richten (Las fuerzas reaccionarios; Los líderes falsos), Abzeichen jeglicher Ideologien als Müllhaufen der Gesch. (Basura política) und ges. Gerechtigkeit als Opfer von Korruption und Heuchelei zeigen (La ley y la justica; El jucio final). Im 2.Stock bezieht sich O. in ruhigen, streng komponierten Bildern auf die Auswirkungen der Revolution auf dem Land: einsamer Pflug, brennender Bauernhof, sich ausruhender Totengräber, Abschied des Soldaten von der Mutter. Im angrenzenden Treppenhaus sind an Decken und Wänden die vorspanische Zeit (Las antiguas razas guerreras), die Konquista in Mexiko und der Aufbau einer neuen Ordnung dargestellt (El conquistador edificador y el trabajador indio; drei Szenen mit Indios und Franziskanermönchen in karitativer Funktion). Die neue Ges. wird symbolisiert durch die Verbindung von weißem Eroberer und Indiofrau, die als nacktes Herrscherpaar erscheinen (Cortés y Malintzín). Auf Grund mangelnder Aufträge in Mexiko geht O. 1927 in die USA. Im Pomona College in Claremont/Cal. malt er im Auftrag von José Pijuán 1930 an der Stirnwand des großen Speisesaales Prometeo als nackte übergroße Zentralgestalt, als Heros, der den Göttern das Feuer entwand, vor einer aufgewühlten nackten Menschenmasse. Es folgen politisch-symbolische Wandbilder in streng geometrisch gebauten, an der Theorie der dynamischen Symmetrie von Jay Hambidge orientierten Komp. in einem Speisesaal (heute Seminarraum) der neu errichteten New School for Social Research in New York. An den Seitenwänden sind symbolhaft aktuelle internat. Konflikte in Indien (Gandhi. La lucha en el oriente), Mexiko und der Sowjetunion (Carrillo Puerto, Lenin. La lucha en el occidente) dargestellt. Auf der zentralen Stirnwand versammelt O. Vertreter aller Rassen um einen Tisch als Hoffnungsvision auf die Vereinigung der Völker (La mesa de la fraternidad universal). Im Lesesaal der Baker Libr. des Dartmouth College in Hanover/N.H., eines der ältesten Erziehungs-Inst. der USA, widmet sich O. auf zwei hintereinander liegenden Wänden in laufender Bildfolge der Gesch. des amer. Kontinents: Hist. de la civilización amer. (1932-34). Im Zentrum der prähispanischen Epoche stehen die Blütezeit der Azteken (La edad del oro) und der Mythos von Quetzalcóatl, gefolgt von Hernán Cortés und einem das Kreuz umarmenden Priester (La conquista) sowie die von der Maschine dominierte Moderne (La edad mecánica). Eine Lehrerin symbolisiert Anglo-América, ein bewaffneter Bauernrebell Hispano-América, die Alma Mater wird als auf Büchern lagerndes totgebärendes Skelett karikiert (La educación mod.). Daneben bezeichnen Einzelbilder eingangs die hist. Anfänge (Migraciones; Antiguo sacrificio humano), am Ende verspotten sie militärischen und relig. Opfertod (Sacrificio mod.; Cristo destruye su cruz). Nach seiner Rückkehr nach Mexiko erhält O. in einer Zeit des stürmischen Aufschwungs des mex. Muralismo unter Präs. Lázaro Cárdenas den Auftrag für Catarsis (1934) als Teil der Wandbild-Gal. des Pal. de BA in Mexiko-Stadt, der vor der Revolution als Nat.-Theater begonnen, nun als allg. Kulturzentrum eingeweiht und weitere Fresken and. Malern aufnehmen wird. O.s Gem. zeigt vor einem Flammenmeer im Zentrum einen tödlichen Kampf zweier Männer über nackt ausgestreckten Prostituierten, flankiert von einem apokalyptischen Vernichtungsszenario übereinanderstürzender Menschen und Maschinen. In der 2.H. der 30er Jahre entstehen drei bed. Freskenzyklen in Guadalajara. In der Aula der Univ., einem mod. historistischen Gebäude, malt O. 1936 auf die Bühnenwand La falsa ciencia y el problema humano als Allegorie auf die Verführung der Massen durch bärtige, theoriegläubige Demagogen. An schmalen Seitenwänden tauchen die gekauften Büttel der Macht (Trabajadores y soldado) und die vom Hungertod bedrohten Entrechteten auf (Los pobres). Das mon. Kuppelbild feiert den Menschen, genauer: den Mann, als Schöpfer mit Attributen aus Wiss. und Technik (El hombre creador). Im Pal. de Gobierno läßt O. 1937 im Treppenhaus über einer sich wechselseitig niedermetzelnden Menschenmasse (Los parias) den Unabhängigkeitshelden des 19.Jh., Miguel Hidalgo y Costilla, mit einer Fackel in der Hand als alles überragende, dem Betrachter gleichsam entgegenstürzende Riesengestalt aufsteigen, die sich fast über das gesamte Deckengewölbe hinzieht. Auf den beiden Seitenwänden finden sich eine düster-groteske Darst. politisch reaktionärer Kräfte (Las fantasmas de la religión en alianza con el militarismo) und eine burleske Abrechnung mit Demagogen jeglicher Couleur (El carnaval de las ideologías). In der ehem. Kirche des Waisenhauses Hospicio Cabañas (heute Centro Cult. Cabañas) ist O.s zentrales Thema 1938/39 die span. Konquista in Mexiko. In Deckengewölben sind u.a. La España mistica de Felipe II, Cortés y la victoria und Escenas de guerra zu sehen, in Lünetten Conquistadores castellanos und El Greco/Miguel Cervantes. Hier neigt O. im Unterschied zu Rivera u.a. nicht zu einer Verklärung der altmexikanischen Welt vor der Conquista, sondern schildert ohne Moralisieren das ungeheure Drama des Zusammenpralls zweier Gesellschaftssysteme. Das Gewalttätige der Eroberung macht Mensch und Tier zu mechanischen Wesen und die Konquista auch bildlich zur Vernichtungsmaschinerie. Auf Seitenwänden des Längsschiffs finden sich teils symbolhaft-abstrakte, auf wenige Farben reduzierte Anspielungen auf zeitgen. internat. politische Machtdemonstrationen in Form entmenschter Marschblöcke vor Stacheldraht (Los demagogos; El despotismo), die Lage der Welt erscheint am Vorabend des 2.WK aussichtslos (La humanidad doliente). Über Allegorien der Künste als Grisaille-Malerei in der Trommel wird die Kuppel von liegenden männlichen Akten gerahmt, während der aufsteigende Mann im Zentrum sich im Feuer seiner Schöpferkraft verzehrt (El hombre en llamas; die span. Bez. hombre bedeutet Mann und Mensch zugleich). 1948/49 kommt im Salón de Sesiones del Poder Legislativo del Estado de Jalisco des Pal. de Gobierno noch das Decken-Gem. La gran legislación revolucionaria mex. hinzu, in dem wiederum Hidalgo y Costilla im Zentrum steht. 1940 malt O. im Auftrag des Präs. Cárdenas in einer zur Bibl. umgewandelten Kirche in dessen Geburtsort Jiquilpan de Juárez/Michoacán, der Bibl. Gabino Ortiz, auf der ehem. Altarwand die nat. Allegorie Madre patria, an den Seitenwänden sind Szenen aus der Revolution zu sehen, die in ihrer zeichnerischen Anlage seinen Karikaturen und Grafiken gleichen (z.B. Combate; El fusilado; Las fuerzas brutas; La masa). Im selben Jahr gestaltet er für das MoMA in New York das sechsteilige transportable Fresko Dive bomber and tank, das als grausiges Stillleben von Fragm. mod. Massenvernichtungswaffen auf den 2.WK Bezug nimmt. 1941 entsteht O.s Wandbildzyklus im Suprema Corte de Justicia von Mexiko-Stadt. Im zweiteiligen Bild La justicia zeigt er diese schlafend als Denkmal inmitten einer kriminellen Welt, während zwei wie aus Flammen hervorschießende Rachefiguren dem Treiben Einhalt gebieten wollen. In der ehem. Kirche des Hospital de Jesús Nazareno stellt O. 1942-44 Szenen aus der Apokalypse des Hl. Johannes dar. Nach einer Ser. transportabler burlesker Wandbilder für den Turf Club (1945, heute Mexico City College) malt O. 1948 für das MN de Hist. im Schloß Chapultepec das transportable Mon.-Bild Retrato de Benito Juárez y alegoría de la Reforma (oder Juárez, el clero y los imperialistas), eine Hommage auf den ersten indigenen Präs. Mexikos im 19.Jh. und Begründer der Trennung von Staat und Kirche, dessen riesiger Kopf beschwörend das allegorische Historienspektakel dominiert. 1947/48 schmückt O. das Vestibül der Esc. Nac. de Maestros mit zwei Darst. zur Erziehung des Volkes aus ( Derrota y muerte de la ignorancia; El pueblo se acerca a las aulas de la esc.), in denen reale Darst. aufgereihter Menschen mit abstrakt-archit. Elementen nebeneinanderstehen. Für die haushohe Wand des neu erbauten Freilichttheaters dieser Schule entwirft er eine stilisiert-allegorische Darst. der mex. Nation, in der die hist. Symbole Adler und Schlange mit Zeichen mod. Technik und Industrie kombiniert sind. Dieses und ein letztes unvoll. Mauerbild (La primavera, 1949) für den Multifamilar Presidente Alemán, beide in Äthylsilikat, z.T. mit Metall, Steininkrustation und getöntem Zement ausgef., gehören zu den ersten wegweisenden Außenwandbildern in Mexiko. O. ist auch ein bed. Staffeleibildmaler, Zeichner und Grafiker, der im kleinen Format die einfache, große Form übernimmt. Die alltäglichen Ereignisse und Folgen der Revolution, meist auf dem Land, stehen bei seinen Gem. in Öl/Lw. im Zentrum. Frühe Werke A. der 20er Jahre zeigen gespenstische Szenen in Schwarzbraun von Tod und Trauer (La casa blanca; El niño muerto, 1922), Männer und Frauen in einfachen voluminösen Formen füllen das Bild aus und erscheinen meist gesichtslos, von hinten gesehen (Combate, 1920, MAM, Mexiko-Stadt; Las soldaderas, 1926, MAM, Mexiko-Stadt). Auch in zahlr. teils aquarellierten Tusche-Zchngn stellt O. 1926-28 oft mit satirischer Tendenz Feiern und Triumphe des Bürgerkrieges 1913-17 dar (La cucaracha; Baile aristocrático; El saqueo; El reaccionario), aber auch Grausamkeiten (Campo de batalla; El ahorcado; El fusilado) und schreckliche Opfer (Heridos; Fosa común), z.T. in starken Helldunkelkontrasten und kühnen Perspektiven. Auch während seines USA-Aufenthaltes entstehen zahlr. Ölbilder, und seine ersten Lith. (1928-30) zeigen mex. Motive. Unter den von Dunkelbraun und Rot beherrschten Gem. finden sich v.a. archetypische Lsch. mit einsamen Häusern, Menschen und Agaven (Cementerio, 1931; El maguey; Pueblo mex., beide 1932) sowie Darst. der Anführer der Bauernrebellion (Zapata, 1930, Art Inst., Chicago; Desfile zapatista; Pancho Villa, beide 1931). Häufig stellt O. in Gem. auch New York dar, meist als technikdominierte Bauwüste (The subway, MMA, New York; Eight Avenue; Elevado, Mus. de Arte Carrillo Gil, Mexiko-Stadt, alle 1928; Puente de Queensborough, 1932, ibid.) oder in visionärer Sicht als Ansammlung zerberstender Wolkenkratzer (Los muertos, 1931, Mus. de Arte Carrillo Gil, Mexiko- Stadt). Menschen erscheinen in Zeiten der Großen Depression als anonyme verschlossene Einzelgänger (Obreros; The curb, Gouache, beide 1929-30; Desocupados, Lith., 1932), die reiche Oberschicht als snobistisch und heuchlerisch (Successful people, 1931; The committee on art, Tusche, 1933; Turistas y aztecas, Lith., 1935). Mehrere Bilder aus dieser Zeit weisen surreale Züge auf (Vigil, 1929; That night, 1930; Mannikins, 1931). Im letzten Lebensjahrzehnt wieder mehr der Tafelmalerei zugewandt, entstehen zahlr. Gem. mit Szenen aus Zirkuswelt und Prostituiertenmilieu (Cabaret popular, 1940; Riña en un cabaret, 1944), mit satirischen, antiklerikalen und antimilitaristischen Themen (La victoria, 1944; Demagogo, 1946; El tirano, 1947). Beide Sujets finden sich auch in Tusche- und Kohle-Zchngn wieder (Serien La verdad, 1945; Demagogía, beide 1948). Hinzu kommen Bilder mit relig. Inhalt (z.B. El Gólgata, 1942; El martirio de S.Estéban, 1943, Tempera; Resurrección de Lázaro, 1947), zu denen eines seiner Hw. zählt: Cristo destruye su cruz (1943, Mus. de Arte Carrillo Gil, Mexiko-Stadt). In dieser eigenwilligen, schon in Wandbildern erprobten Neuschöpfung wird Christus zum Rebell, der angesichts brennender Bücher und stürzender Bauten mit dem Beil sein Kreuz zerstört und gleichsam seinen vergeblichen Opfertod rückgängig macht. Höhepunkt in O.s Spätwerk bildet die Ser. Los teules (Pyroxilin/Masonit, 1947-49, meist Mus. de Arte Carrillo Gil, Mexiko-Stadt) über die von den indianischen Frühkulturen als weiße Götter angesehenen Eroberer mit grausigen, expressiv-flächigen Bildern in dumpfen Farbtönen von Vernichtung und Tod (Desmembrado; Cabeza flechada; Indio vendado) und rituellen Symbolen der Azteken (Piel en azul; Máscara con mariposa). Hinzu kommen fast abstrakte, rätselhafte Komp. symbolischen Char. (Mano; Paisaje metafísico, beide Inst. Cult. Cabañas, Guadalajara; Vela, alle Pyroxilin/Masonit, 1948). Unter O.s Gem. finden sich nur wenige Selbstbildnisse, das bekannteste von 1946 (Mus. de Arte Carrillo Gil, Mexiko-Stadt) zeigt ihn als Büste mit strengem Blick, den Kopf von einem hell leuchtenden Dreieck hinterfangen. Zu seinen wichtigsten Porträts zählen Eva Sikelianos (1928), der guatemaltekische Dichter und Kunsthistoriker Luis Cardoza y Aragón (1940), der Kunsthistoriker Justino Fernández (1942), Arzobispo Luis Martínez, (1944) und Carmen Torres de Carrillo Gil (1944), die Frau seines bed. Sammlers. Außerdem schuf O. Bühnenbilder für das Ballett und wenige Ill. für Bücher, z.B. The under dogs (N.Y. 1929) von Mariano Azuela und The pearl (N.Y. 1947) von John Steinbeck, denen Tusche-Zchngn zugrunde liegen.

Werke

Berlin, AK. Buenos Aires, Fund. Proa. Cambridge/Mass., Harvard Univ. AM. Chicago, Art Inst. Claremont/Cal., Pomona College Mus. of Art. Cleveland/Ohio, Mus. of Art. Cuernavaca, Centro Cult. Muros, Col. Gelman. Dallas/Tex., Meadows Mus. Detroit/Mich., Inst. of Arts. Guadalajara, Casa Mus. J. C. O. - Inst. Cult. Cabañas. Hanover/N.H., Hood Mus. of Art. Havanna, MNBA. Los Angeles, County Mus. of Art. Madison/Wis., Madison MCA. Mexiko-Stadt, Colegio Nac. - MAM. - MN de Arte. - MN de la Estampa. - Mus. de Arte Carrillo Gil. Monterrey, Col. FEMSA (Col. Fomento Económico Mex., S.A.). Nagoya, City AM. New York, MoMA. - Metrop. Mus. Oberlin/Ohio, Allen Memorial AM. Philadelphia, Mus. of Art. - Univ. of Pennsylvania, Arthur Ross Gall. Princeton/N.J., Univ. AM. San Francisco, MMA. Victoria, AG of Greater Victoria. Washington/D.C., AM of the Americas. - Libr. of Congress. - Smithsonian Amer. AM. - Weitere Wandbilder (meist Fresko): Mexiko-Stadt, Casa de los Azulejos (heute Sanborn's): Omnisciencia, 1925. Orizaba, Esc. Industrial (heute Centro Educativo Obrero): Revolución social, 1926.

Selbstzeugnisse

Autobiografía, Méx. 1945 (Neu-Ausg. 1970; engl. Ausg. Austin, Tex. 1962); J.Fernández (Ed.), Textos de O., Méx. 1955 (Neu-Ausg. 1983); El artista en Nueva York (Cartas a Jean Charlot, 1925-1929, y tres textos inéditos), Méx. 1971 (engl. Ausg. Austin, Tex. 1974); T.del Conde (Ed.), J. C. O. Antología crítica, Méx. 1982. T.Herrero Orozco (Ed.), Cartas a Margarita (1921/1949), Méx. 1987.

Ausstellungen

E: Mexiko-Stadt: 1916 Libr. Biblos; 1934, '47 (Retr.; K), '79 (Retr.; K) Pal. de BA; 1940 Gal. de Arte Mex.; 1945, '48 Colegio Nac. (K); 1977 Gal. J. C. O. (K); 1983 MN de Arte (Retr.; K); 1999 Mus. de Arte Carrillo Gil (K) / Paris: 1925 Gal. Bernheim-Jeune; 1929 Gal. Fermé la Nuit; 1979 MAMVP (Retr.; K) / New York: 1929 Downtown Gall.; Art Students League; 1930, '34 Delphic Studios (K); 1969 Borgenicht Gall. (K); 1979 Queens Mus. (mit D.Rivera; K); 1996 Mary-Anne Martin F.A. (K) / 1939 Philadelphia (Pa.), Boyer Gall. / 1964 Oslo, Kunstnernes Hus (K) / 1970 Florenz, Pal. Strozzi (K) / 1979 Madrid, Centro Cult. de la Villa (Retr., Wander-Ausst.; K) / 1979 Madrid, Centro Cult. de la Villa (K) / 1980 Berlin (Ost), NG (K); Wien, MMK (K); Oxford, MAM (K) / 1981 Berlin (West), Schloss Charlottenburg, Große Orangerie (K); Siena, Pal. Pubblico (K) / 1983 Guadalajara, Inst. Cult. Cabañas (K) / 1986 Greiz, Satiricum (K) / 1997 Oaxaca, Inst. de Artes Gráficas (K) / 2001 Claremont, Pomona College Mus. of Art (K) / 2002 San Diego (Cal.), Mus. of Art (Wander-Ausst.; K) / 2012 Hanover, Hood Mus. of Art (Wander-Ausst., K). - G: 1950 Venedig: Bienn. / 1955 Berlin, AK: Mex. Malerei und Graphik (K) / 1958 Mexiko-Stadt: Bien. Interamer. de Pint., Escult. y Grabado (Einzel-Ausst.) / 1961 São Paulo: Bien. (Einzel-Ausst.; K) / Berlin (West): 1974 Schloss Charlottenburg, Große Orangerie: Kunst der mex. Revolution (K); 1982 Neue NG: Wand Bild Mexico (K) / 1989 Nagoya, City AM: Renacimiento en el arte mex. O., Rivera y Siqueiros (K) / 1995 Lissabon, Fund. das Descobertas Centro Cult. de Bele'm: Muralistas mex. Os grandes mestres. O., Rivera, Siqueiros (K) / 2003 Porto Alegre: Bien. de Artes Visuais do Mercosul.

Bibliographie

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Artikel aus Thieme-Becker

Biogramm

Orozco, José Clemente, Figurenmaler in Méjico, * Zapotlan (Jalisco) 1883, studierte Architektur an der Kunstschule zu Méjico, arbeitete als Zeichner bei d.Archit. Carlos Herrera u. bildete sich seit 1909 autodidaktisch zum Maler aus. Der "mexikanische Goya". Fresken in der Casa de Azulejos u. im Gebäude der Escuela Preparatoria Nacional zu Méjico, in der Kunstgewerbeschule zu Orizaba, im College zu Pomona, Cal., u. in der New School of Social Research zu New York. Lit.: A. Michel, Hist. de l'Art, VI1I/3 (1929) 1095f. - Internat. Studio, 1924 (J. J. Tablada, J. C. O., the Mexican Goya). - Anita Brenner, Idols behind Altars, New York 1929, Kap. 14; dies. in The Arts, Nov. 1927. - Revista de Revistas (Méjico), 1925 (C. Menda). - Forma (Méjico), 1928 (J. Charlot). - Creative Art, Jan. 1929 (E. S. Hamblen); Sept. 1931 (Alma Reed). - Philadelphia Public Ledger, 17. 2. 1929. - Touring Topies, Okt. 1930.- The Studio, 94 (1927) 264. - L'Art et les Artistes,1928/29 p. 212. - La Renaiss. de l'Art fr., 11 (1928) 61/63. - L'Art vivant, 6 (1930) 84, 89. - Alma Reed, J.C.O. (Monogr. mit 210 Abb.), in Vorbereitung. Alma Reed.

Artikel aus Vollmer

Biogramm

Orozco, Jose Clemente, rnexik. Maler u. Graph., *23. 11. 1883 Zapotlän, Jalisco, † Sept. 1949 Mexico City. Stud. 1908/15 an d. Akad. in Mexico City. Begann als Zeichner (Karikaturist) Trat dann in Verbindung mit Diego Rivera u. Allzu° Siqueiros. Gr. Wandbild-Aufträge seit 1923, ausgef. z. 'F. unter Mitarbeit Rivera's: Esc. Nac. Preparatoria in Mexico City; Baker Library des Dartmouth College in Hanover, N. H. (15 Bilder, die Entwicklung d. amer. Zivilisation illustr.); Esc. Ind. in Orizaba, Veracruz; News School of Social Research in New York City; Pomona Coll. in Pomona, Calif.; Pal. de B. Artes in Mexico City; Univ. in Guadalajara; Höchster Gerichtshof in Mexico City; Westfront der Jesus-Kap. ebda. 1930/34 Reisen in den USA u. Europa. Seine gesamte kstler. Produktion thematisch bestimmt durch die Ereignisse des langjähr. mexik. Bürgerkrieges u. der mexik. Revolution. Seine Bildform nach dem Monumentalen strebend, gelegentlich sich dem Kubistischen nähernd, ausgesprochen nationalen Charakter aufweisend. Als Graphiker hauptsächl. Lithogr. Hauptblätter : Rear-Guard; Requiem; La Bandera; Mexican Pueblo; Mexican Landscape. Koll.-Ausst. 1916 in Mexico City, 1927 bei Bernheim jeune in Paris, 1929 in d. Gal. Fermé la Nuit ebda u. in d. Gal. Marie Sterner in New York, 19114 in La Porte, Ind., 1947 in d. Gall. Vivienne in New York; posthum : 1951 in d. New Gall. in New York (Zeichngn u. Lith.), 1953 im Inst. of Contemp. Arts in Boston, Mass., u. im Minneapolis Inst., 1954 im Mus. in S. Francisco, Calif. Lit.: Th.-B., 26 (1932). - Who's Who in Latin Amer., 1935. - Who's Who in I.atin Amer., I: Mexico, 1947. - A. Reed, J.C.O., New York 1932. - J.C.O., Autobiografia, Mexico 1945. - Justino Fernandez, J.C.O. Forma y Idea, Mexico 1942. - A. Neu me yer, C.O., in Eine Gabe der Freunde für C.G. Heise z. 28. 6.1950. hg. v. Erich Meyer, Berl. 1950. - Barr, m. Abbn. - T. Craven, Mod. Art, New York 1934. - Haftmann. - G. Hale, Fresco Painting, NewYork 1933. - Kirstein, p. 57, 99 f.,109, Abbn p. 58ff., 79. - México en el Arte, 10/11(1950/51) p. 93f. 128 f., m. Abbn. - Art Digest, 23 (1949) Sept. p. 19 (Nachruf). - The Art News, 48 (1949) Okt. p. 7 (Nachruf). - Aufbau (Berlin), 5 (1949) 319 (Abb.); 10 (1954) 239 (Abb.). - Boll. d'Arte, 1950 p. 284, m. Abb., 286. - Bull. of the Cleveland Mus. of Art (Ohio). 42 (1955) 61f., m. Abb., 138. - Emporium, 107 (1948) 106/14. - Mexican Folkways, 1928 p. 194/98; 1929 p. 9, m. 6 Abbn. - D. graph. Este (Wien), 56 (1933) 75/82, m. 6 Abbn. - D. Est, 67 (= Est f. Alle, 48), 1932/33, p. 138/46, m. 7 Abbn u. 1 Taf. - bild. kst. (Berlin), 2 (1948) H. 3 p. 11. - Bild. Est (Dresden), 1954 H. 2, p. 67. - Est ins Volk (Wien), 2 (1950) 327 (Abb.). - P. Kstwerk (Baden-Baden), 4 (1950) H. 6, p. 63 (Abb.). - The l'rint C.oll.'s Quarterly, 21 (1934) 185/94, m. 5 Abbn. - The Studio, 145 (1953) 196 (Abb.). - The Art Index (New York), 1941 ff. passim. - Kat. d. Ausst. Mexik. Malerei u. Graph., in d. Dtsch. Akad. d. Este, Berlin 1955, p. 55, 62, 67.

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