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Sargent, John Singer

Putz, Nele
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Thieme-Becker Name
Sargent, John Singer
Weitere Namen
Sargent, John Singer; Sargent, John-Singer
Geschlecht
männlich
Beruf
Maler; Lithograf; Grafiker; Porträtmaler; Genremaler; Landschaftsmaler; Aquarellmaler; Zeichner
GEO-Nachweis
Florenz; Paris; London; Dresden; Nizza; Madrid; Venedig; Giverny; Boston; New York
Staat
Italien; Großbritannien; Frankreich; Vereinigte Staaten
Geburtsdatum
1856.01.12
Geburtsort
Florenz; Firenze; Florence; Florencia
Todesdatum
1925.04.14 / 1925.04.15
Todesort
London; Londres; Londra
Fundstelle
AKL CI, 2018, 180; ThB XXIX, 1935, 466
Thieme-Becker Name
Sargent, John Singer
Further Names
Sargent, John Singer; Sargent, John-Singer
Gender
male
Occupation
painter; lithographer; graphic artist; portrait painter; genre painter; landscape painter; watercolourist; master draughtsman
Geographical data
Florenz; Paris; London; Dresden; Nizza; Madrid; Venedig; Giverny; Boston; New York
Country
Italy; Great Britain; France; United States of America
Date of birth
1856.01.12
Place of birth
Florenz; Firenze; Florence; Florencia
Date of death
1925.04.14 / 1925.04.15
Place of death
London; Londres; Londra
Location
AKL CI, 2018, 180; ThB XXIX, 1935, 466
InhaltsverzeichnisTable of Contents

Artikel

Vita

Sargent, John Singer, US-amer. Maler, Zeichner, Grafiker, *12.1.1856 Florenz, †14./15.4.1925 London.

Biogramm

S. galt zu Lebzeiten als der bedeutendste Porträtmaler seiner Generation und schuf während seiner Karriere über 900 Öl-Gem., mehr als 2000 Aqu. und zahlr. Skizzen und Kohle-Zchngn. - Vor S.s Geburt lebte die Fam. in Philadelphia, wo S.s Vater Fitz William auf Augenheilkunde spezialisiert war. Nach dem frühen Tod von S.s älterer Schwester Mary erlitt seine Mutter Mary S., geb. Singer, einen psychischen Zusammenbruch, weswegen sich die Fam. entschloss, die USA zu verlassen. Sie wählte Paris als neuen Lebensmittelpunkt, zog jedoch im Wechsel der Jahreszeiten an klimatisch günstigere Orte. 1855 reiste das Paar nach Florenz, wo S. am 12.1.1856 als ältestes von fünf weiteren Kindern geb. wurde (Emily, *1857 Rom; Mary, *1861 Nizza; Fitz William, *1867 ebd.; Violet, *1870 Florenz). Die Fam. blieb gewöhnlich nie länger als einige Monate in einer Stadt: Der nomadische Lebensstil war vom Wunsch der Mutter geprägt, extreme Temperaturen zu meiden, so dass sich die Fam. in Frühjahr und Sommer meist in Gebirgsnähe und im Herbst und Winter in südlicheren Regionen Europas aufhielt. Ab M. der 1860er Jahre bewohnten sie mehrere Jahre hintereinander im Herbst und Winter eine Mietwohnung in Nizza, während des Sommers zogen sie jedoch unverändert von Ort zu Ort. Ein regelmäßiges Einkommen durch Aktiendividenden und zwei kleinere Erbschaften seitens der Großeltern mütterlicherseits ermöglichten der Fam. ein bescheidenes Leben. Allerdings machte das unstete Leben der Fam. einen regelmäßigen Schulbesuch der Kinder unmöglich, sodass der Vater selbst für die Erziehung S.s sorgte. Der junge S. zog Aktivitäten in der freien Natur dem trockenen Stud. vor, unterstützt von seiner Mutter, die der Ansicht war, das Reisen durch Europa und die Besuche wichtiger Mus. und Kirchen werde ihren Sohn hinreichend bilden. Dessen künstlerisches Talent dürfte sowohl von der Mutter als auch vom Vater stammen, da erstere sich als Laienkünstlerin hervortat und letzterer selbst gezeichnete Ill. zu seinem 1848 veröff. Fachbuch "On Bandaging, and Other Operations of Minor Surgery" vorlegte. Von früh auf unterstützten die Eltern S.s Talent, stellten ihm Skizzenbücher zur Verfügung und ermunterten ihn zu Zeichenexkursionen. Der junge S. arbeitete mit Hingabe an seinen Zchngn und kopierte v.a. Ill. von Schiffen und Lsch. aus The Ill. London News (zehn Zeichenbücher, 1868-72, Cambridge/Mass., Fogg AM; vier Zeichenbücher, 1869-70, New York, Metrop. Mus.). Im Nov. 1868 gab die Fam. S. Nizza als Winterquartier auf und begab sich nach Rom. Der 13-jährige S. wurde hier kurzzeitig Schüler im Atelier eines Malers, den Fitz William in seinen Briefen und Aufzeichnungen entweder als "Künstlerfreund aus Rom" oder "dt. Landschaftsmaler" bezeichnete und der als Charles Feodor Welsch identifiziert werden kann. Im Sommer 1871 unternahmen Welsch und S. eine gemeinsame Studientour durch Tirol. Im Spätherbst des Jahres entschied die Fam., wegen der renommierten Slgn den Winter in Dresden zu verbringen. Dort bereitete sich S. auf die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium zum Hl. Kreuz vor. Die Fam. kehrte im Sept. 1872 nach Florenz zurück, wo S. erstmals mit zeitgen. amer. Malern zus. traf, die einen Teil ihrer Stud. in den USA und bed. europ. KHS erhalten hatten (Walter Launt Palmer, Edwin White und Frank Fowler [1852]). Trotz S.s ungewöhnlicher und unvoll. Ausb. war er hochgebildet, kosmopolitisch und v.a. in Kunst, Musik und Lit. sehr versiert. Darüber hinaus sprach er fließend Engl., Frz., Ital. und Deutsch. Nach der Rückkehr nach Paris, das noch stark vom Dt.-Frz. Krieg gezeichnet war, begann S. seine Ausb. im Atelier Emile Auguste Carolus-Durans (1874-78); im selben Jahr, 1874, wurde S. bei seinem ersten Versuch in die ÉcBA aufgenommen. Dort nahm er Zeichenunterricht (Anatomie- und Perspektivstudien) und platzierte sich als 37. von 162 Kandidaten. Gleichzeitig verbrachte er viel Zeit in Mus. beim Selbststudium, nahm einige Stunden bei Léon Bonnat (1874), für dessen Werk er sich aufgrund der geteilten Affinität zu den span. Meistern interessierte, und teilte sich 1874-75 ein Studio mit James Carroll Beckwith, der ihm ein enger Freund wurde und für S. eine Verbindung zu and. amer. Künstlern darstellte. Für S.s Malerei erwies sich bes. Carolus-Duran als wichtigster Einfluss: Über Nacht zu Ruhm gekommen war der junge frz. Porträtkünstler v.a. für seine gewagte Technik und mod. Lehrmethoden bekannt. Das Atelier war fortschrittlich organisiert und brach mit den trad. Herangehensweisen. Statt auf Vorzeichnungen zu bestehen, favorisierte der Lehrer die alla prima Methode, der direkten Malerei auf der Lw. im Stil von Diego Velázquez, deren Erfolg auf der nuancierten Applikation der Farbschattierungen beruht. Das recht kleine Atelier Carolus-Durans war bek. für seinen hohen Prozentanteil anglophoner Studenten und für die persönliche Aufmerksamkeit, die der Lehrer seinen Schülern reihum zu Teil werden ließ. Schnell erwarb sich S. aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung den Ruf eines Überfliegers, was durch sein fließendes Frz. noch begünstigt wurde. Durch seine Freundschaft mit Paul Helleu traf er Größen der frz. Kunst, wie Claude Monet, Edgar Degas, Auguste Rodin und James McNeill Whistler. Seine Skizzenbücher (Berg- und Küstenansichten, archit. Elemente, u.a. New York, Metrop. Mus.) bezeugen, dass S.s Interesse zunächst der Landschaftsmalerei und weniger der Porträtkunst galt. Diese wurde erst durch Carolus-Durans Einfluss zu seinem zentralen Interesse und war, da prestigeträchtigere Aufträge für Historiengemälde wesentlich schwerer zu bekommen waren, im Hinblick auf seine Karriere und Salonausstellungen am vielversprechendsten. Das erste größere Porträt, seinen ersten Salonbeitrag, schuf er 1877 von seiner Jungendfreundin Fanny Watts (Öl/Lw., Philadelphia/Pa., MoA). Er wurde inbes. für die hervorragend ausgeführte, elegant lässige Pose der in einem Lehnstuhl Sitzenden gelobt. Sein zweiter Beitrag waren die Oyster Gatherers of Cançale (Öl/Lw., 1878, Washington/D.C., Corcoran Gall. of Art; Boston, MFA), ein impressionistisches Gem., von dem er zwei Versionen erstellte. Eine der Versionen sandte er in die USA, beide fanden gleichermaßen viel Zuspruch. Das eindringliche Porträt seines Lehrers Carolus-Duran (Öl/Lw., 1879, Williamstown/Mass., Sterling and Francine Clark Art Inst.), das von der frz. Presse ausführlich für seine Klarheit, Eleganz und "frz. Qualitäten" gelobt und in L'Illustration reproduziert wurde, erwies sich als wegweisend für seine weitere Karriere. Das im Salon präsentierte Werk war sowohl ein Tribut an seinen Förderer als auch ein von S. ausgehender Künstlerwettstreit mit seinem Lehrer und diente als Werbebild für weitere Porträtaufträge. Das Gem. veranlasste den Schriftsteller Henry James zu der Bemerkung, es sei unheimlich, dass S., obgleich zu Beginn seiner Karriere, nichts weiter dazuzulernen habe, was eindrücklich S.s frühen Erfolg zeigt. In der 2. H. des Jahres 1879 begab sich S. zu einem mehrmonatigen Aufenthalt nach Spanien, um die Werke Velázquez' in Madrid, Granada und Sevilla zu studieren, dessen Technik sich neben der von Frans Hals und jener Thomas Gainsboroughs in seinem weiteren Œuvre stark wiedererkennen lässt. Das Stud. der alten Meister interessierte ihn nicht zuletzt aus Karrieregründen: Wollte er aristokratische Kunden gewinnen, so musste er in der Lage sein, Porträts zu schaffen, die sich einerseits mühelos in eine bereits existierende Ahnengalerie integrieren ließen, andererseits aber auch einer Aktualisierung trad. Porträttheorie standhielten. Während seiner Zeit in Spanien begeisterte er sich zunehmend für span. Musik und Tanz, die in seinem Hw. El Jaleo (Öl/Lw., 1882, Boston, Isabella Stewart Gardner Mus.) zum zentralen Thema avancierten. Für S., der selbst herausragender Pianist war, spielte Musik Zeit seines Lebens eine große Rolle. So trat er auch als Förderer zeitgen. Musiker und Komponisten in Erscheinung (u.a. Gabriel Fauré). Bei weiteren Aufenthalten in Italien fertigte er Skizzen zu venez. Straßenszenen an. Die aufgenommenen Gesten nutzte er später für seine Porträts. Kurz nach seiner Rückkehr nach Paris erhielt er bereits mehrere Porträtaufträge, die den Beginn seiner wirtschaftlich höchst erfolgreichen Laufbahn markierten. S. arbeitete stets unermüdlich und mit großer Konzentration an seinen Gem.; Pausen zw. Aufträgen füllte er damit, Porträts von Freunden und Kollegen anzufertigen. In den frühen 1880er Jahren stellte S. regelmäßig im Salon aus, meist zeigte er ganzfigürliche Damenporträts (Madame Edouard Pailleron, Öl/Lw., 1880, New York, Metrop. Mus.; Madame Ramón Subercaseaux, Öl/Lw, 1881, London, Priv.-Slg), für deren Individualität und Ausdrucksstärke er positive Kritik erhielt. Seine Darst. der Daughters of Edward Darley Boit (Öl/Lw., 1882, Boston, MFA) beschwört den Einfluss von Velázquez' "Las Meninas" herauf. Wie häufig in seinem Frühwerk experimentierte S. hier mit einer sehr ungewöhnlichen Komp. und Lichtführung, die für große innerbildliche Spannung sorgen. Eines der meistausgestellten Gem. dieser Zeit war The Lady with the Rose (Öl/Lw., 1882, New York, Metrop. Mus.), das S.s enge Freundin Charlotte Burckhardt zeigt, mit der ihm eine Liebesbeziehung nachgesagt wurde. S.s kontroversestes Gem. ist das Portrait of Madame X (Öl/Lw., 1882, New York, Metrop. Mus.), das er selbst 1915 als sein Lieblingsbild bezeichnete (Ormond, 1998, 114). Bei seiner Ausst. im Pariser Salon von 1884 rief es allerdings eine so heftige, negative Kritik hervor, dass S. die Umsiedlung nach London erwog. Bei dem Porträt hatte sich S., der Madame Gautreau von sich aus um die Porträtsitzungen bat, auf ein riskantes Experiment eingelassen. Die erste Version des Bildes zeigte das Modell als Göttin Diana in einer gewagten schwarzen Robe, die blässliche Haut von lilafarbenen Akzenten überzogen, mit einem arroganten, spitz zulaufenden Profil und einem aufreizend über die Schulter fallende Träger. Das Pariser Publikum echauffierte sich einerseits, weil die Porträtierte nicht anonym, sondern als Madame Gautreau weithin für ihre ausschweifenden Bekanntschaften mit hochrangigen Mitgl. der Ges. bek. war, andererseits gab ihr Status als expatriierte Amerikanerin Anlass zu Beanstandungen. Obgleich S. den anzüglich verrutschten Träger übermalte und an eine sittsamere Stelle setzte, war der Schaden nicht mehr abzuwenden: Weitere Aufträge blieben aus. Dieser Skandal veranlasste S. 1885 sogar dazu, in einem Brief an Edmund Gosse zuzugestehen, er spiele mit dem Gedanken, die Malerei aufzugeben und sich der Musik oder Wirtschaft zu widmen. Ohne das berüchtigte Gem. weiter auszustellen, hielt ihm S. Jahrzehnte in seinem Londoner Studio in der Tite Str. einen prominenten Platz vor, wo jeder potentielle neue Auftraggeber es inspizieren konnte; 1916 verkaufte er es schließlich an das Metrop. Mus. - signifikanterweise wenige Monate nach Ableben des Modells, das über lange Jahre hinweg dem Porträt gegenüber negativ eingestellt gewesen war. Bereits vor seiner Ankunft in England nahm S. an Ausst. der RA teil, u.a. stellte er dort mit Dr. Pozzi at Home (Öl/Lw., 1881, Los Angeles, Hammer Mus.) sein erstes ganzfigürliches Männerporträt aus sowie Mrs. Henry White (Öl/Lw., 1883, Washington/D.C., Corcoran Gall. of Art). Zuspruch von James und aus den Ausst. resultierende Aufträge ermutigten ihn dazu, 1886 ganz nach London zu übersiedeln und das Atelier von Whistler zu übernehmen. Engl. Kritiker waren zunächst eher zurückhaltend und kritisierten S.s "frz. Stil" im Umgang mit der Farbe. Bes. das Porträt Mrs. Henry White wurde als hart, metallisch und geschmacklos besprochen. Mithilfe der Fürsprache des Modells und seiner Bemühungen, in England ges. Fuß zu fassen jedoch erfreute sich S. bald der Beliebtheit engl. Mäzene. Wann immer sich die Gelegenheit bot, malte S. in der Natur. Bei einem Besuch in Giverny 1885 fertigte er ein Porträt des Ehepaars Monet an, bei dem er die impressionistische Technik auslotete (Claude Monet Painting by the Edge of a Wood, Öl/Lw., London, Tate). Wenngleich S. eher dem Realismus zuzuordnen ist, bediente er sich doch immer wieder and. Stile, um seine techn. Kunstfertigkeit unter Beweis zu stellen. Während der 1880er Jahre nahm er an den impressionistischen Ausst. teil und nutzte bisweilen Fotogr. als Kompositionshilfen. Er wurde allerdings nur vom brit., nicht vom frz. Publikum zu den Impressionisten gezählt. Monet erklärte sogar, S. stünde zu sehr unter dem Einfluss Carolus-Durans, um ein wahrer Impressionist sein zu können (cf. Fairbrother, 1994, 61). Einen ersten nennenswerten Erfolg an der RA erlebte R. mit Carnation, Lily, Lily, Rose (Öl/Lw., 1887, London, Tate), ein großformatiges Bild, das zwei junge Mädchen in einem Garten in den Cotswolds beim Anzünden der Laternen zeigt. Das Gem. wurde umgehend von der NG of Brit. Art, der Vorgängerinstitution der Tate, erworben. Seine erste Reise nach Boston und New York zw. 1887-88 hatte über 20 wichtige Aufträge zur Folge, darunter auch die Porträts von Isabella Stewart Gardner (Öl/Lw., 1888, Boston, Isabella Stewart Gardner Mus.), der Bostoner Kunstpatronin. In Boston freundete er sich auch mit Dennis Miller Bunker an und wurde mit einer ersten Soloausstellung geehrt, die 22 seiner Werke vereinte. Zurück in London hielt die Zahl der Aufträge an. Seine Arbeitsmethoden orientierten sich an der Praxis vieler alter Meister: Nach der Annahme des Auftrags besuchte er den Kunden, um sich über die zukünftige Hängung zu informieren, inspizierte die Garderobe des Modells und wählte häufig selbst die Requisiten. Einige Porträts erstellte er im Haus der Dargestellten, meist arbeitete in seinem Studio, in dem er einen großen Fundus an Möbeln und Dekorationselementen aufbewahrte und nach Bedarf einsetzte. Im Schnitt bestand er auf acht bis zehn Porträtsitzungen, fing in der Regel jedoch das Gesicht in einer einzigen Sitzung ein. Neben höflicher Konversation unterhielt er seine Kunden auch mit gelegentlichem Klavierspiel. S. fertigte selten Bleistift- oder Ölskizzen an und begann seine Porträts direkt in Öl. Er verzichtete gänzlich auf Ass. und übernahm sämtliche Arbeitsschritte selbst, von der Vorbereitung der Lw. bis zur Verschiffung des Werkes, sogar die Auswahl des Rahmens. Dies alles ermöglichte es ihm einen durchschnittlichen Preis von ca. 5000 $ pro Auftrag zu verlangen. 1890 wurde S. zum Associate der RA berufen und drei Jahre später zum Vollmitglied ernannt. In den 1890er Jahren erstellte er ca. 14 Auftragsarbeiten pro Jahr, darunter auch Lady Agnew of Lochnaw (Öl/Lw., 1892, Edinburgh, NG of Scotland) und Mrs. Hugh Hammersley (Öl/Lw., 1892, New York, Metrop. Mus.), beides Ansichten bek. Damen der Oberschicht. Als Maler im Grand Manner Stil stand er nahezu außer Konkurrenz, da er seine Klienten sowohl auf trad. Weise nobilitierte, was ihm den Spitznamen "Van Dyck unserer Zeit" (A.Rodin, cf. Ormond, 1998, 150) eintrug, und ihnen zugleich auch einen mod., überfeinerten Char. einhauchte. Zu seinen Kunden zählte neben der europ. Oberschicht inbes. die US-amer. Finanzelite. S. fertigte u.a. auch zwei Porträts von den beiden amer. Präs. Theodore R. Roosevelt (Öl/Lw., 1903, Washington/D.C., The White House) und Woodrow Wilson (Öl/Lw., 1917, Dublin, NG of Ireland) an. Asher Wertheimer, ein in London ansässiger jüdischer Kunsthändler bestellte bei ihm gar zwölf Porträts seiner Fam. (alle Öl/Lw., 1898-1906, London, Tate) und wurde so zu S.s größtem Auftraggeber. Die Gem. wurden nach dem Tod Wertheimers der NG London vermacht. Um 1900 befand sich S. auf dem Höhepunkt seiner Karriere und begann, der Porträtmalerei weniger Zeit zu widmen und stattdessen vermehrt auf Reisen zu gehen. Ansichten wie An Interior in Venice (Öl/Lw., 1899, London, RA Coll.) zeugen von diesen Auslandsaufenthalten. S. entwickelte eine zunehmend kritische Haltung gegenüber der Porträtkunst, bes. seine extravagante Kundschaft bei Laune zu halten war ihm überdrüssig geworden. Er führte aber seine immense Produktivität mit hunderten von Porträtzeichnungen und dutzenden Ölporträts weiter, bis er 1907 offiziell sein Studio schloss. Karikaturen von der Hand Max Beerbohms verschaffen einen Eindruck, welch kapriziöser Klientel S. sich über Jahrzehnte ausgesetzt sah. Aus dem selben Jahr stammt ein Selbstporträt (Öl/Lw., 1906), das in die Gal. der Selbstporträts der Uffizien aufgenommen wurde. Mit der Abwendung von der Porträtmalerei interessierte er sich immer mehr für Ansichten von Archit. und Lsch., die er v.a. in Aquarelltechnik ausführte. Selbst ohne die Studioarbeit malte er in char. Arbeitsethos unablässig, oft von früh am Morgen bis spät am Abend. In seinen Aqu. von Venedig, Tirol, Korfu,vom Nahen Osten oder den USA interessierte er sich bes. für die Darst. von Flora, Fauna und der Einheimischen. Die erste Einzelausstellung seiner Aqu. fand 1905 in der Carfax Gall. in London statt. Eine ihm von Großbritannien angetragene Ritterwürde lehnte er 1907 ab und bestand darauf, weiterhin amer. Staatsbürger zu bleiben. Damit entschied er in gewissem Maße gleichzeitig über die von Zeitgen. geführte Kontroverse, welcher Nationalität seine Kunst zuzurechnen sei. Obgleich er nie längere Zeit in den USA verbracht hatte, reiste er häufig in das Land seiner Eltern und blieb 1915-17 erstmalig über zwei Jahre an der Ostküste. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung eines Porträts von John D. Rockefeller (Öl/Lw., 1917, Priv.-Slg) war die Kunstkritik dazu übergegangen, in ihm einen Gestrigen zu sehen, der zwar als famoser Mittler zw. den Auftraggebern und der Nachwelt agiere, der aber nicht mit der Zeit gegangen und dem neuere Strömungen wie der Kubismus oder Fauvismus fremd geblieben waren. Man warf ihm vor, die tatsächliche Realität der Lebensbedingungen des amer. Volkes völlig zu verkennen. S. akzeptierte diese Kritik, verweigerte sich aber einer positiveren Einschätzung mod. Kunst. Seine Vorbilder blieben Jean-Dominique Ingres, Raffael und El Greco. In den letzten Jahren seines Lebens widmete er sich vornehmlich der Wandmalerei. Für drei Bauten in Boston und Cambridge/Mass. kombinierte er Malerei, Skulptur und Archit. auf innovative Weise und verarbeitete Erfahrungen seiner Reisen nach Ägypten, Griechenland, Spanien und in die Türkei (Boston Public Libr.,1891-1919; Harvard Univ., Widener Libr., 1922; MFA, Ruth and Carl J. Shapiro Rotunda, 1921, und Colonnade, 1925) Bei der Wandmalerei der Boston Libr. handelt es sich um S.s großflächigstes Werk, in dessen Mittelpunkt der Fortschritt der Relig. und der Ges. steht. Über die Darst. The Church und The Synagogue entspann sich zw. 1919-24 eine Kontroverse, da Kritiker ihm vorwarfen, das Judentum auf stereotype, wenn nicht gar antisemitische Weise repräsentiert zu haben. S. verteidigte sich mit dem Hinweis, in der Trad. ma. Ikonogr. zu stehen und zitierte u.a. die Kathedrale von Reims als Vorbild. Die Debatte um das Werk The Synagogue nahm nat. Dimensionen an, woraufhin der Staat Massachusetts zunächst entschied, es entfernen zu lassen, was kurze Zeit darauf zurückgenommen wurde. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung wurde The Synagogue von einem Unbek. mit Tinte vandaliert, was S. sowie ein Restaurator des MFA jedoch beheben konnten. Gerade wegen seiner engen freundschaftlichen Verbindungen zu vielen jüdischen Auftraggebern fühlte sich S. davon bes. getroffen. S. blieb Zeit seines Lebens unverheiratet, verfügte aber trotz seines zurückhaltenden und bedächtigen Char. über einen großen Freundeskreis und galt als sehr gesellig. Überliefert sind v.a. seine Freundschaften zu James, Gardner und den Künstlern Robert de Montesquiou-Fezensac wie dem Ehepaar De Glehn, das ihn oft auf Reisen begleitete. Die kunsthist. Forsch. hat nach Jahrzehnten, v.a. durch das Einwirken der Nachfahren bedingten diesbezüglichen Schweigens in den letzten Jahren überzeugend darlegen können, dass S.s Kunst in nicht zu unterschätzendem Maße von seiner Homosexualität geprägt ist. Während noch die Hrsg. des Œuvrekatalogs sexuelle Präferenzen in den lasziven Bildnissen abtun (Ormond 1998, 98), ist es jedoch v. a. Trevor Fairbrother, Alison Syme und Jongwoo Jeremy Kim zu verdanken, dass dieser Aspekt eingehender aufgearbeitet worden ist. Ihre Einschätzung basiert v.a. auf der Korr. und dem Netzwerk seiner Freunde und Bekanntschaften, sich dem Betrachter entziehenden Bildsujets, seine Durchbrechung geschlechtstypischer Repräsentationen des 19. Jh. und der Vielzahl männlicher Akte und erotischer Porträts, wie diejenigen von Thomas E. McKeller (Öl/Lw., um 1917, Boston, MFA), W. Graham Robertson (Öl/Lw., 1894, London, Tate Britain) und des Künstlers Albert de Belleroche (Öl/Lw., um 1882, Colorado Springs, FA Center), mit dem er eine lange, amouröse Freundschaft pflegte. Nach dem 1. WK sah sich S. mehr und mehr der Kritik ausgesetzt, anachronistische Kunst zu schaffen und ein Relikt des Gilded Age zu sein. Ihm wurde vorgeworfen keinen Enthusiasmus zu besitzen, sondern lediglich geschickt mit Stilen und Techniken zu spielen, was dazu führe, dass sein Publikum einer regelrechten "Sargentolatry" anheimfalle (W.Sickert, New Age v. 19.5.1910). S. starb in der Nacht des 14. auf den 15. Apr. 1925 an einem Herzleiden, sein Grab befindet sich auf dem Brookwood Cemetery in der Nähe von Woking/Surrey. Unmittelbar nach seinem Tod wurde S. durch zahlr. Retr. geehrt (1925: Boston, MFA; New York, Metrop. Mus.; 1926: London, RA; Tate). Dass sich S.s Ruf posthum zunehmend verschlechterte, ist im Kontext des wachsenden Antisemitismus zu sehen: Man lastete ihm an, den Wohlstand der jüdischen Ges. zu verherrlichen. Daneben führte sein Leben als Expatriate und hybridem Kosmopoliten, der sich einer klaren nat. Einordnung zu widersetzen schien, z. T. zu einer ideologischen Abwertung seines Œuvres, da es in Zeiten, in denen eine sozialpolitische Authentizität wie sie von der Ashcan School und dem Kreis um Alfred Stieglitz propagiert wurde, weniger amer. und geradezu unpatriotisch erschien. Roger Fry, einer der heftigsten Kritiker, sprach S.s Werken jegliche ästhetische Qualität ab, was allerdings nicht zuletzt auf einen persönlichen Groll Frys zurückzuführen ist, da S. es 1910 vehement abgelehnt hatte, Frys Ausst. "Manet and the Postimpressionists" (Grafton Gall.) zu unterstützen. Lewis Mumford schlug in den 1930er Jahren in dieselbe Kerbe, indem er S.s Kunst als leer und oberflächlich bezeichnete. Erneute Popularität zeichnete sich erst ab den 1960er Jahren mit der politisch motivierten Wiederentdeckung des Realismus und den ästhetischen Neuerungen der Belle Epoque ab. Seither ist S.s Œuvre Gegenstand versch. großer monogr. Ausst. gewesen, u.a. 1986 (Whitney Mus.) und 1998/99 (Wander-Ausst.: London, Tate; Boston, MFA; Washington NG of Art; London, NG). Die letzte umfassende Schau fand 2015 an der Nat. Portr. Gall. London und am Metrop. Mus. New York statt. Während S. zum E. seines Lebens als überholter Traditionalist galt, dem die Avantgarden unangenehm blieben und der der Finanzelite allzu hörig war, wird seine Kunst heute als präzise Sezierung einer vergangenen Epoche wahrgenommen, deren verschlüsselte ges. Codes sich anhand seiner Bildsprache dechiffrieren lassen. Modernität bei S. ist nicht etwa eine Hinwendung zur Abstraktion, sondern das Ausloten spezifisch mod. Gesellschaftstypen, wie etwa dem Gibson Girl, dem er in Mr. and Mrs. I. N. Phelps Stokes (Öl/Lw., 1897, New York, Metrop. Mus.) nachspürte.

Werke

Boston, Isabella Stewart Gardner Mus. London, Nat. Portr. Gall. - Tate. New York, Metrop. Mus.

Bibliographie

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Artikel aus Thieme-Becker

Biogramm

Sargent, John Singer, amerik. Maler, * Florenz 12.1. 1856 (als Sohn amerik. Eltern), † London-Chelsea 15. 4. 1925. Stud. 1874/79 bei Carolus Duran in Paris, unternahm während dieser Zeit Reisen nach Italien u. Spanien, wo besonders Velázquez auf ihn wirkte. Bis 1884 in Paris ansässig, seitdem in London, von wo er häufig Amerika besuchte, um Bildnisaufträge zu erledigen. Als Porträtist geschätzt wegen seiner vornehmen Auffassung u. seiner blühenden Farben - Vorzüge, über denen man das Eklektische seines Stils gern übersah. Die Haltbarkeit seiner Bilder durch Farbenexperimente leider vielfach gefährdet. Betätigte sich gelegentlich auch als Bildhauer u. Lithograph. In folg. öffentl. Smlgn vertreten: Hopkins Universität Baltimore; Mus. of F. A. Boston (10 Bilder, dar. Knabenbildnis 1879; Atelier des Künstlers 1903; Die Töchter Edward D. Boas; Der Meister u. s. Schüler; dazu über 50 Aquar. u. 100 Kohlezeichn., darunter Studien zu den Wandbildern [s. unten] in der Rotunde des Museums); Mus. Brooklyn (Damenbildn. u. 83 Aquar.); Albright Gall. u. Fine Arts Acad. Buffalo; Art Inst. Chicago (3); Art Inst. Detroit; Nat. Gall. Dublin (Bildn. Präs. Woodrow Wilson); Nat. Gall. Edinburgh (Lady Agnew); Uffizien Florenz (Selbstbildn.); Mod. Gal. im Pal. Pitti Floren: (Der Maler Ambr. Raffaele); Art Gall. Glasgow; Mus. Mesdag Haag; Art Assoc. Indianapolis; Gall. of Art Kansas; Mus. Johannisburg, Südafrika (General Smuts); Tate Gall. London (Sargent-Room, enthaltend u. a. Bildo. der Miss Ellen Terry als Lady Macbeth, Lord Ribblesdale, Claude Monet, "Carnation Lily, Lily, Rose", 9 Bildo. von Mitgl. d. Familie Wertheimer u. Studie zum Bild der Mme Gautreau); Nat. Portr. Gall. London (Octavia Hill; Henry James; Der Dichter Patmore; Lordoberrichter Baron Russet of Killowen u. Gruppenbild: 22 Generäle der engl. Armee, 1922 gem.); Vict. & Alb. Mus. London (Aquar.); Diploma Gall. d. Roy. Acad. of F. A. London (Venezian. Interieur); Nat. Gall. Melbourne (Spital in Granada); Mus. Mets; Metrop. Mus. New York (11, dar. Bildn. des amer. Malers William M. Chase u. des amer. Kunstsammlers Henry G. Marquand, Mme Gautreau, Die Schwestern Wyndham, Miss Ch. L. Burkhardt ["The Lady with the Rose')); Bodleian Libr. Oxford; Mus. Jeu de Paume Paris (Carmencita; Louis de Fourcaud); Pennsylvania Acad. u. Wilstach Coll. Philadelphia; Carnegie Inst. Pittsburgh (2); Gall. d'arte mod. Rom (Maler Ant. Mancini); City Art Mus. Saint-Louis (Leihgabe); Mus. Tokio (Dichter Patmore); Mus. Toledo, Ohio; Mus. Victoria, Austral.; Nat. Gall. Washington; Corcoran Gall. Washington; Art Mus. Worcester, Mass. - Wandmalereien in der Public Library (1894/95) u. i. d. Rotunde (Gemälde u. Reliefs [1916/21]) u. im Treppenhaus (desgl. 1924/25) des Mus. Boston; vgl. Mus. of Fine Arts Bull. [Boston], 19 (1921) p. 65ff.; 23 (1925) p. 65ff. 2 Wandbilder (Auszug zum Krieg; Tod u. Sieg) im Treppenhaus der Widener Library der Harvard Univ. in Cambridge, Mass. (20 Vorstudien dazu [Zeichngn] im Fogg Art Mus. ebda). - Bronzerelief: Kreuzigung, in St. Paul's Cathedral, London. - Die Nachlaßversteig. am 24. u. 27. 7. 1925 bei Christie in London (237 Nui) brachte die Rekordsumme von 175260 (Kstchron. N. F. 35 [1925/26] p. 503f.). Lit.: Monographien: The Work of J. S. S., mit Einl. von Al. Meynell, Lo. 1903 (franz. Ausg. Paris 1904). - T. M. Wood, S., N. Y. 1909. - W. Howe Downes, J. S. S. His Life and work, Boston 1925. - N. Pousette-Dart, J. S. S., N. Y. 1924. - E. Charteris, J. S., Lo. 1927. - B. J. Manson and A. Meynell, The Work of J. S. S., N. Y. 1927. - E. H. Blasfield, J. S. S., N. Y. 1927. - Famous Water-Colour Painters VII: J. J. S., Lo. (The Studio) 1930, m. Einl. v. M. Hardie. - Handbücher: G. Moore, Mod. Painting, Lo. 1893. - H. James, Picture and Text, N. Y. 1893. - R. Muther, Gesch. d. Mal. i. 19. Jh., 1893/94. - W. H. Downes, Twelve Great Artists, Boston 1900. - M. H. Spielmann, Brit. Sculpt. of to-day, 1901. - P. King, Am. 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