Accessible Published by K. G. Saur 2021

Albers, Josef

Heyder, Michael
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Vollmer Name
Albers, Josef
Weitere Namen
Albers, Josef
Geschlecht
männlich
Beruf
Maler; Grafiker; Designer; Kunstpädagoge
GEO-Nachweis
Weimar; Dessau; Asheville (North Carolina); New Haven (Connecticut); Orange (Connecticut)
Staat
Deutschland; Vereinigte Staaten
Geburtsdatum
1888.03.19
Geburtsort
Bottrop
Todesdatum
1976.03.25
Todesort
New Haven (Connecticut) / Orange (Connecticut)
Fundstelle
AKL II, 1992, 47 ss; Vollmer I, 1953, 22
Vollmer Name
Albers, Josef
Further Names
Albers, Josef
Gender
male
Occupation
painter; graphic artist; designer; Art teacher
Geographical data
Weimar; Dessau; Asheville (North Carolina); New Haven (Connecticut); Orange (Connecticut)
Country
Germany; United States of America
Date of birth
1888.03.19
Place of birth
Bottrop
Date of death
1976.03.25
Place of death
New Haven (Connecticut) / Orange (Connecticut)
Location
AKL II, 1992, 47 ss; Vollmer I, 1953, 22
InhaltsverzeichnisTable of Contents

Artikel

Vita

Albers, Josef, dt. und US-amer. Maler, Grafiker, Designer, Kunstpädagoge, *19.3.1888 Bottrop/Westf., †25.3.1976 New Haven/Conn.

Biogramm

1908-13 Volksschullehrer in Bottrop und Dülmen-Weddern. 1908 erste Begegnung mit Werken von Cézanne, Matisse, van Gogh, Gauguin. 1913-15 Stud. an der kgl. Kunstschule Berlin. 1916 wieder Volksschullehrer in Bottrop, zugleich Hospitant an der Kunstgewerbeschule Essen; erste Lith. und Holzschnitte. 1919/20 Schüler der Malklasse von Franz von Stuck an der AK München (zus. mit Max Doerner). 1920 bis 1923 Stud. am Bauhaus in Weimar. Nach Absolvierung des Vorkurses selbstständige Arbeit an Glasbildern. 1922 als Bauhausgeselle Einrichtung der wiedereröffneten Glaswerkstatt; 1923 betraut ihn Walter Gropius mit der Leitung der Werkstatt für Glasmalerei, zudem erhält er den Lehrauftrag für den Vorkurs (Werklehre). 1925 Übersiedlung mit dem Bauhaus nach Dessau; Bauhausmeister; Heirat mit Anni Fleischmann (cf. Anni A.); Reise nach Italien. 1925-28 Weiterentwicklung der sandgeblasenen Glasbilder (opak und transparent). Möbelentwürfe, darunter der erste Armlehnstuhl in Furnierholz, Gestaltung von Gerät in Glas und Metall; entwickelt eine Kombinationsschrift in Glas, beschäftigt sich mit Typografie und Fotografie. A. bleibt auch 1928 nach dem Weggang von Gropius am Bauhaus und hält Vorlesungen über schöpferische Gestaltung (internat. Kongress für Kunsterziehung, Prag). Nachdem Marcel Breuer das Bauhaus 1928 verlassen hatte, übernimmt A. die Leitung der Möbelwerkstatt (auch für die Bauhaus-Tapetenentwürfe). Er bestimmt weitgehend den experimentellen Geist am Bauhaus bis zu seiner Schließung. 1929 Beteiligung mit 20 Glasbildern an der Ausst. der Bauhausmeister in Basel und Zürich. Ab 1930 Fortsetzung der Lehrtätigkeit am Bauhaus unter Leitung von Ludwig Mies van der Rohe. 1932 Umzug mit dem Bauhaus nach Berlin, dort Erweiterung der Lehrtätigkeit (Zeichnen und Schrift). Seit seiner Tätigkeit am Bauhaus gelangt A. als Kunstpädagoge zu Weltruhm. Vertritt als solcher die klass. Bauhausauffassung, dass die Gesetze jeglicher künstlerischer Tätigkeit gleichermaßen aus dem Zweck des Werkstücks wie aus den Gegebenheiten des Materials entwickelt werden müssten. Nach Übersiedlung in die USA wird auch die Farblehre in seine Pädagogik einbezogen. 1933 Schließung des Bauhauses in Berlin, A. und seine Frau werden als erste der Bauhauslehrer nach den USA, an das Black Mountain College in Ashville, N. C. - auf Empfehlung des Mus. of Mod. Art - berufen. A. zieht junge Künstler nach Ashville, z.B. Willem de Kooning, Robert Motherwell und Robert Rauschenberg, deren Lehrer er wird. 1934 Einladung für Vorträge am Lyzeum Havanna, Kuba, 1935 erste Mexikoreise. 1936-40/41 Lehrauftrag an der Graduate School of Design der Harvard Univ., 1936 Mitgl. der American Abstract Artists Association, 1938 US-amer. Staatsbürgerschaft. 1948-50 Berater im Kunstausschuss der Yale-Univ., 1949 Beendigung der Lehrtätigkeit am Black Mountain College, zweite Reise nach Mexiko, Gastdozent der AK Cincinnati, Ohio, und der Fakultätswerkstatt am Pratt Inst. Brooklyn, New York. 1950 als Prof. an das Inst. FA der Yale Univ., New Haven berufen. Im Sommer 1950 Doz. an der Graduate School of Design der Harvard Univ. 1953 Sommerdozent an der Architekturschule der Univ. Cattolica Santiago, Chile; Vorträge am Inst. für Technologie in Lima, Peru; Winterkurs an der HS für Gestaltung Ulm. 1951-58 Sommerkurse an der Univ. Syracuse, Gastvorlesungen am Carnegie Inst. Pittsburgh. 1958 Konrad-von-Soest-Preis des Landschaftsverb. Westfalen-Lippe. Im gleichen Jahr als Dir. der Yale-Kunstschule emeritiert, verbleibt aber als Gastprofessor für zwei weitere Jahre. 1960 Einladung zur Kulturtagung der Stadt München "Die zwanziger Jahre". 1962 Fellowship und Stip. der Graham Found., Chicago. 1964 Med. des Jahres vom Amer. Inst. of Graphic Art, New York; 1966/67 Preis für Malerei, Pittsburgh. 1968 Mitgl. des Nat. Inst. of Arts and Letters, New York. 1968 Großes Verdienstkreuz des Ordens "Pour le Mérite" der BRD, Großer Preis für Malerei des Landes Nordrhein- Westfalen. Grand Prix der 3. Graphik-Ausst. in Santiago. 1970 Ehrenbürger der Geburtsstadt Bottrop, Benjamin Franklin-Fellow, R. Soc. of Arts, London. Übersiedlung von New Haven nach Orange/Conn. 1973 Fellow der Amer. Acad. of Art and Sciences, Boston. A. erhielt in den USA, in Kanada und Europa insgesamt 14mal die Ehrendoktorwürde. - Die frühesten Arbeiten A.s zw. 1916 und 1919 zeigen noch deutlich seine Auseinandersetzung mit Kubismus und Expressionismus (hierzu jeweils ein Selbstporträt; 1919 eine Porträtstudie). Er erprobt seine künstlerischen Mittel v. a. an zwei Motivgruppen: Häuser seiner Heimat bzw. Landschaften und Sandgruben, meist als Linolschnitte oder Lith. ausgeführt, die Einflüsse von Edvard Munch und der Brücke-Maler aufweisen. Bereits in dieser Zeit ist eine Spezifik für A.s Werk angelegt, die später kontinuierlich ausgeprägt wird: die Variation eines Themas und des Sujets ohne differenzierte inhaltliche Aussage. Farbe spielt in dieser Periode kaum eine Rolle. Angeregt von der Künstlergruppe "De Stijl" (wahrsch. Einfluss von Theo van Doesburg - 1922 Stijlkurs am Bauhaus) entstehen während der Bauhauszeit Glasbilder wie City (1928), mit denen er ingenieurhaft sachlich klare, von der Natur unabhängige Ordnungen anstrebt. Dazu entwickelt er eine bes. Technik: sandgeblasene Kompositionen werden mit Opakglas überfangen. Glasentwürfe u. a. für das Bauhausgebäude in Dessau, für das Ullstein-Haus in Berlin und für das Grassi-Mus. in Leipzig. - In den Jahren 1933/34 beginnt in den USA eine neue Phase in A.s graf. Schaffen, verbunden mit übergreifenden gestalterischen Experimenten. Dies v. a. in zwei Arbeitsgruppen: in den Zink-Lith. Graphic Tectonic (8 Arbeiten) sowie in den Zeichnungen und Gravuren Strukturale Konstellationen, die auf die Stufen zurückgreifen, die Anfang der 30er Jahre entwickelt werden. 1936 entstehen Almost Four (subjektive Reflexion auf einen visuellen Eindruck) und The Gate (irrationaler Effekt der einfachen Linie, gleichsinnig unterstützt durch die Farbe). A. sucht damit Formen, die die Sicherheit geometrischer Ordnungen durchstoßen, eine Wirkungsabsicht, die W. Spies treffend als "geometrischen Surrealismus" definiert. In der Periode zw. 1940-48 verwendet A. immer seltener die gekrümmte Linie, zum letzten Mal in den Bll. Involute und Adapted (1944), obwohl in diese Zeit die Fertigstellung der noch in Berlin konzipierten Suite über eine isomorphe Gestalt (Violinschlüssel) fällt, die sich auf die Permutierbarkeit der Farben und Variationen von Farb- und Tonbezügen gründet. 1942 entstehen die Bll. Nippon A und Nippon B sowie die Reihe Tektonische Graphik, in der allein die Gerade als Bauelement auftaucht. Neben den Quadraten bilden diese Bll. dasjenige Werk, in dem A.s Intentionen am reinsten realisiert werden. Eine graf. Suite von Kaltnadelradierungen, 1942, und von Hschn., 1944 bis 1948, gehören zu den Arbeiten, in denen A. mit automatischen Mitteln arbeitet oder in denen er die Geometrie der Zchng (bei den Hschn.) mit geometrisierenden Strukturen von Holz konfrontiert. In den doppelzentrischen Bildern zw. 1939 und 1949 fasst A. die gegenseitige Abhängigkeit zweier Versionen zu einer Arbeit zusammen. Sie sind das konzentrierte Ergebnis früherer Versuche und beginnen mit Equal and Unequal (1939), sie enden mit Indicating Solids (1949). Bereits 1947/48 schließt sich die Serie der Variationen eines Themas an. Weitere Konzentrationspunkte seines späten Schaffens sind die Serien Transformation eines Schemas (1948-52) und Strukturale Konstellationen (um 1950 bis zum Höhepunkt ohne eigentlichen Abschluss um 1958). Hauptthema der letzten Jahre ist die Huldigung an das Quadrat. In seinem monumentalen Lehrbuch "Interaction of Color" (1963), das er seinen Schülern widmet, fasst er seine Farblehre zusammen, die v. a. auf farbpsychologische Aspekte eingeht. U. a. erörtert er darin den Bezold-Effekt, dessen Kenntnis und schöpferische Anwendung ihm bei den Homage-to-the-Square-Bildern zugute kommen. Nach Kommentaren von A. selbst geht es bei diesen Arbeiten neben der Interaktion der Farben (gegenseitige Abwandlung oder Intensivierung) darum, jeder Farbe trotz ihrer Kooperation mit anderen, soweit als möglich, das "eigene Gesicht" zu erhalten. Als Ölbilder, Offsetdrucke oder als Serigrafien erscheinen jeweils drei oder vier Quadrate ineinander auf vertikaler Symmetrieachse. Diese Darst. verdeutlichen sinnfällig die praktische Erfahrung, dass ein und dieselbe Farbe unzählige Lesarten gestattet. - In seinen Wandbildern strebt A. eine Verbindung von Architektur und künstlerischem Entwurf an; z. T. wird aus dem Wandbild selbst ein Architekturbestandteil. Die Vielseitigkeit A.s bei angewandten Arbeiten zeigt sich z. B. bei der Gestaltung der Ziegelwand in der Harvard-Univ. (Rückseite eines Kamins). Bronze und Glas verwendet er bei seinem größten Wandbild im Pan American World Airways Building in New York (Manhattan), The City. Für das Landesmuseum Münster/Westf. entwirft er 1970 zwei strukturale Konstellationen als Supraporten. Weitere Wandbilder: Amerika, 1950, als Rückgriff auf die Muster der Glaswandbilder der Bauhauszeit entstanden; Two Gates aus Bronze und Glas im Time-Life-Building zeigt sich von den Quadratbildern beeinflusst. 1967 entsteht nach seinem Entwurf die Ziegelwand der Loggia des wissenschaftlichen Laboratoriums des Rochester Inst. of Technology. Nach relativer Unbekanntheit erfolgt 1965 A.s eigentlicher Durchbruch zu internat. Anerkennung mit der Ausst. "The Responsive Eye" im MoMA New York. Seit dieser Zeit gilt A. als eine der zentralen Figuren der zeitgen. Avantgarde. - A.s Kunst entwickelt sich von der konstruktivistischen Konkretion zur optisch-physiologischen Kunst, als Medium zw. Wahrnehmungsfunktion und visuellem Eindruck. Seine Farb- und Formenwelt ist aber im Unterschied zu jener des Konstruktivismus ambivalent, sie ist nicht wie diese konkret gemeint, indem Farbe und Form sich selbst bezeichnen. Von A.s Kunst gehen eher Wirkungen aus, die jenseits der Bildwirklichkeit liegen. In diesem Sinne ist v. a. seine Malerei Träger eines außermalerischen Programms, das das Hinein-Sehen und Mit-Verstehen des Betrachters engagiert. Die bewusste Beschränkung auf zwei wesentliche Gestaltungselemente kennzeichnen A.s Œuvre über Jahrzente hinweg: Die gezeichnete oder mechanisch geritzte Linie in ihrer absoluten Form als Gerade (im Verhältnis zur Geraden), mit der er symmetrisch organisierte Gewebe schafft, die Volumen oder Bewegung darstellen und labiles Gleichgewicht von Formen assoziieren. Das Resultat ist eine durch Linien erzeugte Ereignisfolge im imaginären Raum, die auf jeden literarischen Hinweis verzichten kann. Das grafisch-tektonische Werk offenbart eine unendlich variierte prismatische Welt, die Begegnungen mit bisher Unbekanntem ermöglicht. V. a. aber bestimmt das Primat der autonomen Farbe, wie sie in genormten Mengen, in ihrem dynamischen Eigenleben erlebbar werden kann, sein Schaffen. Ehe der Begriff Op-Art auftauchte, hat A. für seine Arbeit die Bezeichnung perzeptielle Malerei vorgeschlagen, eine Kunst, die mehr als andere perzeptionsbezogen ist. Die entscheidende Leistung A.s besteht in der künstlerischen Erkenntnis des Reichtums der primären Formenwelt, die logisch schwer erklärbar und visuell unendlich gestaltreich ist. Leben ist Wechsel, schreibt er 1935. Diesen fortwährenden Prozess zeigt er in seinen sparsamen kompromisslosen Formen. Die von ihm ausgehende Wirkung auf Op-Art, kinetische Kunst, Colourfield Painting und Neue Abstraktion ist erheblich. Als Pädagoge lehrt er nicht Malerei, sondern Sehen, keine Kunst, sondern Psychologie und Kunstphilosophie.

Werke

In über 100 Gal. und Mus. der Welt (cf. Verz. in: E. Gomringer, 1971), u. a. in: Basel, Gal. Beyeler: Konstruktion auf Blau, Holz, 1938-42. - Kunstmus.: Fuge, Überfangglas, 1925. Berlin, Bauhaus-Arch.: Komposition (Widmung an W. Gropius), Karton, 1953; Unter Wasser, Glasbildentwurf, Gouache auf Karton, um 1928. - Nat. Gal., Staatl. Mus. PrK: Homage to the Square: Open Outwards, Masonit, 1967. Bielefeld, Kunsthalle: Homage to the Square, Quietness, Hartfaser, 1967. Bochum, Mus.: Out and in, Hartfaser, 1955. - Kunstslgn der Ruhr-Univ.: Study to Homage to the Square, Hartfaser, 1951; 1960; Geocentric, Hartfaser, 1963. Bottrop, Mod. Gal.: Blue Look, Masonit, 1955; At Night, Masonit, 1958; Set off, Masonit, 1960; Thaw, Masonit 1961; White Marker, Masonit, 1964; Impact, Masonit, 1965. - Albers- Mus.: 91 Ölbilder, Glasarbeiten und Resopalgravuren; 10 Gouachen und Zchngn; 13 Ölbilder aus der Slg Egon Soppe (Dauerleihgabe); 153 Nrn Druckgraphik, darunter 12 Mappenwerke, z. B. Formulation - Articulation (2 Mappen mit 127 Serigraphien); White Line Squares (Mappe mit 16 Zinklithographien). Cambridge, Harvard Univ. Graduate Center: Wandverkleidung. Chicago, Art Inst. of Chicago: Homage to the Square, Light Passage, Öl, 1956. Cincinnati Art Mus.: Tenayuca (Dark). Detroit, Slg H. L. Winston: Kompositionsstudie für Luftspiegelung A, Öl auf Papier, 1940. Düsseldorf, Kunstslg Nordrhein-Westfalen, Schloß Jägerhof: Homage to the Square, Red Va., Hartfaser, 1967; Suffused, Hartfaser, 1969. Erfurt, Angermus.: Komposition. Essen, Folkwang Mus.: Homage to the, Square, White Island, Hartfaser, 1961. Hagen, Karl-Ernst-Osthaus Mus.: Dedicated, Study to Homage to the Square, Masonit, 1956; De Profundo, Study to the Homage to the Square, Masonit, 1968. Hamburg, Kunsthalle: Milder Duft, Studie für Huldigung an das Quadrat, 1965. Hannover, Kunstmus. mit Slg Sprengel: Drei Quadrate, Fassung C, Löschkarton, 1960; Two Whites in two Yellows, Harftaser, 1955; Red and violet with blue and green, Hartfaser, 1957. Kalamazoo/Mich., Western Michigan Univ.: Homage to the Square, color silkscreen, 1964. Köln, Wallraf-Richartz-Mus.: Huldigung an das Quadrat, Grüner Duft, Hartfaser, 1963. Krefeld, Kaiser-Willhelm-Mus.: Early Air, Hartfaser, 1955. Leverkusen, Städt. Mus. Schloß Morsbroich: Fabrik B, Holz, 1925. London Tate Gall.: Departing in Yellows. Los Angeles County Mus. of Art: Homage to the Square. Magdeburg, Kulturhist. Mus.: Rhein. Hügellandschaft mit Baum, Aqu. Münster, Westfäl. Landesmus.: Strukturale Konstellation U 14, Resopal, 1955. New Haven, Yale Univ. Art Gall.: Die Pforte, Öl auf Holz, 1936. New York, Whitney Mus.: Hoamage to the Square, Ascending, 1953. Paris, Gal. D. René: Strukturelle Konstellation, um 1954. Pittsburgh/Pennsylvania, Carnegie Inst.: Huldigung an das Quadrat, Öl auf Holz, 1957. Recklinghausen, Städt. Kunsthalle und Vestisches Mus.: New Island, Hartfaser, 1957. Seattle/ Wash., Art Mus.: Study to Homage to the Square, Accordant, 1957. Soest, Gal. Wilhelm Morgner Haus: Clear-Signal, 1958. Stuttgart, Staatsgal.: Homage to the Square, Retrospect, Hartfaser, 1957. Ulm, Mus.: Homage to the Square, Hartfaser, 1962. WIEN, Mus. des 20. Jh.: Huldigung an das Quadrat, 1957. Winterthur, Kunstmus.: Studie für Huldigung an das Quadrat, Iridescent, Öl, Pavatex, 1965. Witten, Märkisches Mus.: Rot und Braun mit Grau und Blau, Hartfaser, 1956; Breites graues Licht mit zwei gelben Lichtern, Hartfaser, 1958. Wuppertal, Von der Heyd - Mus.: Glühendes Zentrum, Hartfaser, 1956. Zürich, Kunsthaus: City, Überfangglas, 1928. Wuppertal, Von der Heyd -Mus., Slg Rosenkranz.

Selbstzeugnisse

Histor. und jetzig, in: Bauhaus, Nr 8, 1924 (Nov.) 171; Gestaltungsunterricht, in: Böttcherstraße, I, 1925; Werkstattarbeiten des staatl. Bauhauses zu Weimar, Neue Frauenkleidung und Frauenkultur 1925 (Jan.) Beil.; Zur Ökonomie der Schriftform, Offset 1926 (7) 395 ss.; Zur Schablonenschrift, ibid., 397; Werkl. Formunterricht, Bauhaus 1928 (2/3) 3 s.; Schöpfer. Erziehung, IV. Internat. Kongr. für Zeichnen, Kunstunterricht und Angewandte Kunst in Prag 1928, Prag 1931; Kombinationsschrift 3, Bauhaus 1931, 3 s.; Concerning art construction, Black Mountain College Bull. 1934 (2) 2 ss.; Art as experience, Progressive education 12:1935 (Okt.) 391 ss.; Note on arts, in: Educations in Amer. abstract artists, N. Y. 1946, 63 ss.; The educational value of manuel work and handicraft in relation to archit., in: P. Zucker (Ed.), New archit. and city planning, N. Y. 1944, 688-694; Abstract presentional, Amer. Mag. of Arts 1936 (April); Present and/or past, Design 47:1946 (8) 16 s.; On my brick mural, in: E. Bitterman, Art in mod. archit., N. Y. 1952, 148 s. (dt. in: Spirale 1955 (5)); Zchngndrawings, N. Y./Bern 1956; Poeme and drawings, New Haven 1958 (dt., engl.); 2N. Y. 1961; Hommage to the square, Art News 60:1961, 60-67; Despite straight lines, Captations by J. A., Analysis of his graphic construction by F. Bucher, New Haven 1961 (dt. Ed.: Trotz der der Geraden, Bern 1961); The Yale school-structured sculpt., Art in America 1961 (3); Hommage to the square, und color in my paint., Kat. Gimpel Fils, Lo. 1961; Selbstber., in: L. Reinisch (Ed.), Die Zeit ohne Eigenschaften, Eine Bilanz der 20er Jahre, St. 1961, 146 ss.; Op Art and/or perceptual effects, Yale sc. 15:1965 (2); A. on A. (Ed.: N. Welliver), Art News 64:1966 (9) 48-51, 68 s.; Graphic tectonic, Texte von J. A. u. a., ed. von M. Staber, Köln 1968; Graph. Konstruktionen, in: Kunstnachr. 5, 1969, 6; Search versus re-search, Hartford 1969; J. A. über Franz von Stuck, ein Interview (Ed.: J. A. Schmoll, gen. Eisenwerth), Gießener Beitr. zur Kunstgesch. 1, 1970, 183 - 188 (Festschr. G. Fiensch); Interaction of color, Grundlegung einer Didaktik des Sehens, Köln 1970 (engl. Ed.: Interaction of color, New Haven 1963; frz.: L'interaction des couleurs, P. 1974); Rapp. sur un einseignement fondamental du dessin, du projet et de la couleur à la HS für Gestaltung, Art Press 1973 (3) 11 ss.

Ausstellungen

E: u. a.: New York: 1936, '38 New Art Circle; 1938 Artists Gall.; 1949, '52, '55, '58, '59, '61, '63, '64, '68 Sidney Janis Gall.; 1965, '66, '67 Mus. Mod. Art; 1971 Metrop. Mus. (Kat. H. Geldzahler); 1977 Art Gall. / 1940, '53 San Francisco, Mus. Art / 1942 Baltimore, Mus. Art; Santa Fé, Mus. New Mexico / 1944, '63 Charlotte, N. C., Mint Mus. Art / 1947 San Francisco, Pal. of the Legion of Honor / 1949 Cincinnatti, Ohio, Art Mus. (Kat.); Richmond, Va., Mus. FA / 1949, '56, '58 (Kat.), '78 (Kat.) New Haven, Conn., Yale Univ., Art Gall. / 1950 Louisville, Ky., J. B. Speed Art Mus. / 1951 Sydney, Contemp. Art Soc. / 1953 Hartford, Conn., Wadsworth Atheneum / 1954 Honolulu, Ha., Acad. of Arts / 1955 Cambridge, Mass., Massachusetts Inst. Technology, Hayden Gall. / Zürich: 1956, '73 Kunsthaus; 1960 Gal. Suzanne Bellag; 1965, '70 Gal. Gimpel & Hanover (beide Kat.) / 1957 Hagen, Osthaus-Mus.; Ulm, Stadtmus. / Paris: 1957 (Kat.), '68 Gal. Denise René; 1968 Mus. d'Art Mod.; 1973 Gal. Melki / 1958 Freiburg i. Br., Kunstver. / 1958 Münster, Kunstver. / 1959, '68 (Wanderausst. Basel, Kunsthalle; Lübeck, Overbeck-Ges.; Karlsruhe, Bad. Kunstver.; Bonn, Rhein. Kunstmus.; Kat.), '71 ebd., Landesmus. für Kunst und Kulturgesch. / 1959 Locarno, Gal. La Palma / 1961, '65 (Kat.) London, Gimpel Fils / 1962 Wiesbaden, Gal. Renate Boukes; Raleigh, North Carolina Mus. Art (Kat.) / 1963 Kopenhagen, Gal. Hybler; Essen, Mus. Folkwang / 1964 Winterthur, Gal. ABC; Soest, Morgner- Haus / 1965 Mailand, Gall. Tononelli; Mexiko- Stadt, Mus. Univ. de Ciencias y Arte (Kat.); Dallas, Mus. FA / 1966 Los Angeles, County Mus. Art (Wanderausst. White Line Squares) / 1968, '73 Hannover, Kestner-Ges. / 1969 Berlin (W), Kunstver.; Akad. / 1970 München, Kunstver. (Kat.); Hamburg, Kunsthalle (Kat.); Düsseldorf, Städt. Kunsthalle (Retrospektive; Kat.); Ingolstadt, Kunstver. / 1970, '73 Düsseldorf, Kunstmus.; Bottrop, Rathaus / 1973 Basel, Gal. Beyeler (Kat.); Köln, Gal. Gmurzynska (Kat.) / 1976 Bamberg, Studio M.; Wolfsburg, Städt. Gal. / 1977 Bern, Gal. Lydia Megert; Hamburg, Holsten-Gal. / 1978 ebd., Clubheim BP- Aktienges. / 1979 Köln, Gal. Wintersberger / 1980 Moers, Städt. Gal. (Farbenlehre); München, Gal. Thomas (mit J. Itten); Berlin-West, Gal. V. Skulina / 2018 Venedig, Peggy Guggenheim Coll. / 2018 Bottrop, Josef-Albers-Mus.

Bibliographie

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Biogramm

Albers, Josef, dtsch. Maler, Graphiker u. Kstpädagog, *19.3.1888 Bottrop (Westf.), ansässig in New Haven Conn., USA. Stud. an d. Akad. Berlin u. München u. am St. Bauhaus Weimar.1923/33 Lehrer am Bauhaus. 1933/48 Prof. am Black Mountain College, North Carolina, USA, seit 1950 Prof. am Inst. of F. Arts der Yale University, New Haven. Längere Aufenthalte in Mexiko. Mitgl. der "American Abstract Artists". Leitete am Bauhaus die Werkstatt für Glasmalerei, später den Vorkurs. Farbige Glasfenster im ehemal. Weimarer Bauhaus, im Ullsteinhaus Berlin u. im Grassi-Museum Leipzig. Wandglasbilder aus Überfangglas, Ölbilder, Holzschnitte. Geht aus von Material u. Funktion und kommt zu betont konstruktiven Lösungen. In den USA als einer der besten Kunstpädagogen geschätzt. Bild in d. Addison Gall. of Amer. Art in Andover, Mass. Aufsätze: Werklicher Formunterricht, Bauhaus, II 2/3 p. 3; Kombinationsschrift, ebda, IV 1 p. 2 f.; Zur Ökonomie der Schriftform, Offset-Buch und Werbekst, 1926 H. 7; Present and or Past, Design 1946, April p. 16 f.; Statements, Kat. des Cincinnati Art Mus., 1949. Lit.: Bauhausbücher, München, 1925/28 passim. m. Abbn. - Die Maler am Bauhaus, Prestel-Verl. München 1950. - D. Kstwerk, 2 (1948) Heft 8 p. 44; 4 (1950) H. 8/9 p. 88, m. Abb. - Design, 47, April 1946, p. 16f., m. Abb. - The Art News (New York). 15.10.41, p. 18 (Abbn); 15.1.45, p. 28, m. Abb.; Nov. 46, p. 56; Febr. 49, p. 15, m. Abb. - Art Digest, 19, Nr v. 15.1.1945, p. 15 ff. - Print (Woodstock, Vir.), 3 (1945) Nr 4, p. 8/9, m. Abb. - Bull. Addison Gall. 1944 p. 6f., 10, 17 (Abb.). - Baltimore Mus. of Art News, 5, Dez. 1942, p. 1. - Brooklyn Mus. Bull., 10 (1949) Nr 3 p. 15 (Abb.). - Kat.: The Artists Gall., New York 1938; Gal. Herrmann, Stuttgart 1948, m. 18 Taf.; Ch. Egan a. Sidney Janis Gall., 1949.

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