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Eudokimos

Εὐδόκιμος

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
1635
Klerus / Laie
Laie
Geschlecht
Mann
Zeit
8. Jh.
Erste Erwähnung
769
Titel / Beruf
Nobelissimos
Name normalisiert
Eudokimos
Ort
Thrakien; Tribunalion der 19 Akkubiten (Kpl.); Hagia Sophia (Kpl.); Hippodrom (Kpl.); Athen (Hellas); Panormos (Insel); Aphusia (Marmarainsel)
Quelle
Chronicon Bruxellense; Vita Irenae imp. (BHG 2205); Theophanes; Symeon log.; Leon gr.; Theod. mel; Zonaras; Symeon sl.; Kedrenos; Theod. Skut.; Georg. mon. (Muralt); Georg. mon.

T: Nobelissimos.

V: E. ist der jüngste Sohn Konstantinos' V. und der Eudokia (# 1626); sein Geburtsdatum ist unbekannt, liegt aber keinesfalls früher als 769. Seine Brüder sind Christophoros (# 1101), Nikephoros (# 5267), Niketas (# 5403) und Anthimos (# 487), eine Schwester ist Anthusa (# 499); Der spätere Kaiser Leon IV. ist sein Halbbruder.

In einer Bauinschrift aus Thrakien, wo sein Vater und seine Brüder erwähnt werden, wird E. nicht namentlich genannt, doch könnte dies auf mechanische Beschädigung der Inschrift zurückgehen (Inscriptions [Asdracha] Nr. 50, cf. dazu Mango–Ševčenko). Am 13. April 776 wurde er durch Leon IV. im Tribunalion der neunzehn Akkubiten zum Nobelissimos ernannt. Am selben Tag war er bei der Ausrufung Konstantins VI. zum Mitkaiser in der Hagia Sophia anwesend und am 14. April bei der Krönung im Hippodrom (1). Vierzig Tage nach dem Regierungsantritt der Eirene (# 1439) am 8. September 780 soll eine Verschwörergruppe den Plan gefaßt haben, den Kaisar Nikephoros zum Kaiser zu erheben. Jedoch wurde die Verschwörung entdeckt. Die Brüder wurden von Kaiserin Eirene zu Klerikern geschoren und mußten Weihnachten öffentlich die Kommunion austeilen (2). Im Jahre 792 wurde er in Zusammenhang mit einer weiteren Verschwörung zugunsten des Nikephoros mit dem Abschneiden der Zunge bestraft (3). Später findet er keine namentliche Erwähnung mehr, so daß unklar ist, ob er an den späteren Ereignissen beteiligt gewesen oder vielleicht schon zuvor gestorben ist. Im Oktober 797 wurden die Söhne Konstantins wegen Verschwörung nach Athen verbannt (4). Im Frühjahr 799 sollen die Brüder in Athen nach einem weiteren Putschversuch zu ihren Gunsten geblendet worden sein (5). Später wurden sie auf die Insel Panormos verbannt. Einen letzter Umsturz wurde 812 vorbereitet, jedoch ohne Erfolg. Angeblich wurden die Brüder in diesem Zusammenhang nach Aphusia verbannt (Theophanes 496,16-27).

Anmerkungen: — (1) Theophanes 449,32 – 450,19; Symeon log. (Leon gr. 191,2-4; Theod. mel. 131,26f.; Symeon sl. 83,11f.); Georg. mon. (Muralt) 953B-C; Zonaras XV 8, p. 283,17f. — (2) Theophanes 454,12-23; Symeon log. (Leon gr. 192,19 – 193,7; Theod. mel. 133,2-9; Symeon sl. 83,38 – 84,3); Kedrenos II 20,12-19; ohne Namensnennung Zonaras XV 10, p. 285,3-13. — (3) Theophanes 468,7-21; Vita Irenae imp. (BHG 2205) cap. 10, p. 19; Symeon log. (Leon gr. 198,8-13. 200,1-3; Theod. mel. 136,24-29; 138,1; Symeon sl. 86,27-31; 87,17-19); Georg. mon. (Muralt) 965B; Kedrenos II 25,19 – 26,3; Zonaras XV 12, p. 294,6-13. — (4) Ohne Namensnennung: Theophanes 473,11-18; Sym. log. (Leon gr. 200,4f.; Theod. mel. 138,3f.; Symeon sl. 87,20); Georg. mon. 771,10-17; Georg. mon. (Muralt) 968C-D; Kedrenos II 27,22f.; Zonaras XV 13, p. 300,3-9. — (5) Ohne Namensnennung: Theophanes 473,32 – 474,5; Zonaras XV 13, p. 300,9-14; getötet von den Einheimischen: Symeon log. (Leon gr. 200,5-7; Theod. mel. 138,4-6; Symeon sl. 87,20-22); Georg. mon. (Muralt) 969A; Kedrenos II 27,23 – 28,1; Theod. Skut. 128,27-29.

Q: — (Hist.): Theophanes; Symeon log. (Leon gr.; Theod. mel.; Symeon sl.); Georg. mon.; Georg. mon. (Muralt); Kedrenos; Zonaras; Chronicon Brux. 31,32; 32,10f.; Theod. Skut. — (Hag.): Vita Irenae imp. (BHG 2205).

L: Treadgold, Revival 11; Rochow, Theophanes 201. 220. 230. 332; ead., Konstantin V. 13. 15; Lilie, Eirene 427 (Reg.).

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