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Maria

Μαρία

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
4723
Klerus / Laie
Laie; Klerus
Geschlecht
Frau
Zeit
8. Jh.
Erste Erwähnung
718
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Augusta; Kaiserin
Name normalisiert
Maria
Ort
Syrien; Germanikeia (Syrien)
Quelle
Chronicon Altinate; Kitāb al-‘Uyūn; Theophanes; Symeon log.; Leon gr.; Theod. mel; Zonaras; Symeon sl.; Kedrenos; Theod. Skut.; Georg. mon. (Muralt); Georg. mon.; Nikephoros, Chron. synt.

T: Augusta.

V: M. war die Ehefrau Kaiser Leons III. und wie dieser syrischer Herkunft, denn Verwandte von ihr wurden von Kaiser Konstantin V. im Jahre 746 aus Nordsyrien nach Byzanz umgesiedelt (Theophanes 422,14f.). M. war die Mutter Konstantins V. und wahrscheinlich der Töchter Kosmo (# 4148), Anna (# 443) und Eirene (# 1438). Sie wurde am 25. Dezember 718, dem Tag der Taufe ihres Sohnes, zur Augusta gekrönt.

Q: — (Hist.): Theophanes 400,2-7; 415,26-29; 422,11-16; Nikephoros, Chron. synt. 105,15; Kedrenos I 792,5f.; Zonaras XV 2, p. 255,17f.; Georg. mon. (Muralt) 936A; Theod. Skut. 121,7f. — (lat.): Chronicon Altinate 109,12. — (arab.): Kitāb al-‘Uyūn (Brooks 2, p. 21).

L : Rochow, Theophanes 98f. (mit weiteren Quellen). 160.

P: Nur als Mutter Konstantins V. ist sie sicher überliefert. Die Tochter Leons III., Anna, scheint wesentlich älter zumindest als Konstantin gewesen zu sein; eine zweite, jedoch sehr wahrscheinlich legendäre Ehefrau Leons III. ist Anna (# 445; cf. dort). Die syrische Herkunft der Maria spricht jedoch dafür, daß Leon M. wohl schon nach Konstantinopel mitgebracht hatte; allerdings wissen wir nichts über das Leben und die Familienverhältnisse Leons vor 717. Das arabische Kitāb al-‘Uyūn berichtet von einer Traumvision, in der die (namentlich nicht genannte) Ehefrau Leons seine Herrschaft vorausgesehen habe. Die Datierung ist allerdings wesentlich früher: 705 oder sogar, wie von Brooks (in: Kitāb al-‘Uyūn p. 21 Anm. 2) angenommen, 698.

Angehörige (anonym):

1. Verwandte 4723A

V: Verwandte der Augusta Maria, die von Kaiser Konstantin V. bei dem Feldzug von 746, der zur Eroberung Germanikeias führte, aus Nordsyrien nach Byzanz umgesiedelt wurden (Theophanes 422,14f.: καὶ τοὺς πρὸς μητρὸς συγγενεῖς καὶ ἐν Βυζαντίῳ μετῴκισεν, ihm folgend Kedrenos II 7,13-16). Laut Georg. mon. 752,12-17 (ihm folgend Symeon [Leon gr. 185,3-6; Theod. mel. 127,21-23; Symeon sl. 80,33-35]; Kedrenos II 10,3-8) handelt es sich um Verwandte Konstantins, die häretische Syrer und Armenier (Theopaschiten) gewesen seien und als solche ihre Häresie auch nach ihrer Ansiedlung in Thrakien nicht aufgegeben, sondern bis zur Lebenszeit des Autors (bzw. seiner Vorlage?) fortgesetzt hätten: ... τοὺς συγγενεῖς αὐτοῦ Ἀρμενίους καὶ Σύρους αἱρετικοὺς εἰς τὸ Βυζάντιον μετῴκισεν, ὧν οἱ πλείους οἰκοῦντες ἐν τῇ Θρᾴκῃ μέχρι νῦν Θεοπασχῖται κατὰ Πέτρον εἰσὶ τὸν δείλαιον.

Q: — (Hist.): Theophanes; Georg. mon.; Symeon log. (Leon gr.; Theod. mel.; Symeon sl.); Kedrenos.

L : Rochow, Theophanes 160.

P: Georg. mon. dürfte hier von Theophanes abhängen, dessen Darstellung er als fanatischer Ikonoduler nur mit konstantinfeindlichen Zügen (Verwandte des Kaisers selbst, Theopaschiten) anreichert. Kedrenos übernimmt, wie übrigens auch bei anderen Gelegenheiten, beide Versionen, die er nur chronologisch unterschiedlich einordnet (II 7,13-16 zum Jahr 746; II 10,3-8 zum Jahr 751). — Die Identität des bei Georg. mon. genannten Gewährsmannes Πέτρος ὁ δείλαιος ist unklar. Möglicherweise handelt es sich um den Archiepiskopos Petros von Sardeis (# 6088), der 847 in der Vita Ignatii (BHG 817) 512C Erwähnung findet und dort als δείλαιος (Feigling) diffamiert wird.

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