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Theodora

Θεοδώρα

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
7283
Namensvariante
Kaisaris (Beiname oder Herkunftsbezeichnung)
Klerus / Laie
Klerus
Geschlecht
Frau
Zeit
8. Jh.
Erste Erwähnung
717
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Nonne
Name normalisiert
Theodora
Ort
Kaisaris; Rhigidionkloster (Kpl.); Hagia-Anna-Kloster mit dem Beinamen Rhegidion (Kpl.); Rhegidionkloster (Kpl.); Annakloster mit dem Beinamen Rhegidion (Kpl.)
Quelle
Synax. Cpl.; Typicon Mateos

N: Bei- bzw. Herkunftsname: Kaisaris — ἡ ἀπὸ Καισαρίδος.

T: Nonne.

V: T. wurde zur Zeit Leons III. (717–741) geboren und stammte aus Kaisaris, wahrscheinlich in Kleinasien. Ihre Eltern waren Theophilos (# 8177) und Theodora (# 7284). Die Mutter war lange kinderlos geblieben, bevor sie T., ihre offenbar einzige Tochter, geboren hatte. In noch jugendlichem Alter wurde T. dem Kloster der hl. Anna mit dem Beinamen Rhigidion (Rhegidion) geweiht und dort von der Äbtissin (# 10011) erzogen.

Von Kaiser Konstantinos V. (im Text fälschlich Leon III.) wurde sie zum Zwecke der Heirat mit seinem Sohn Christophoros (# 1101) gewaltsam aus dem Kloster geholt und nach Konstantinopel gebracht. Der Vollzug der Ehe wurde jedoch durch Christophoros' Tod im Kampf gegen die Bulgaren verhindert. T. nahm daraufhin von dem Gold und Silber, den Perlen und edlen Gewändern des Palastes und kehrte in ihr Kloster zurück. Als der zweite Sohn des Kaisers, Nikephoros (# 5267), davon erfuhr, suchte er sie im Kloster auf, fand sie aber geschoren und in Lumpen gekleidet vor – offenbar hatte sie die Schätze der Kirche gestiftet – und ließ angesichts dessen von ihr ab. Sie lebte dann in strenger Askese bis zu ihrem Tod. Als Heilige gefeiert am 29. bzw. 30. Dezember.

Q: (Hag.): Synax. Cpl. 354,13 – 356,19 (29. Dezember [BHG 2424m]); 355/356,56 (29., 30. Dezember); Typicon Mateos I 167 app. crit. (Cod. Fa, Ox zum 29. Dezember als Theodora).

L : BHG 2424m. — Stiernon, in: Bibl. Sanct. 12 (1969) 221f.; Lilie, Eirene 80; DO Hagiography Database Nr. 97.

P: Der legendäre Charakter ihrer Lebensgeschichte ist offensichtlich; die Verwechslungen der regierenden Kaiser und anderer historischer Fakten weisen auf eine recht späte Abfassung der Kurzvita hin (wohl jedenfalls nicht vor 843, eher noch später).

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