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Beniamin

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
21144
Namensvariante
Baianus (lat.); Bojan (Sekundärliteratur); Venemian (Sekundärliteratur)
Klerus / Laie
Laie
Geschlecht
Mann
Zeit
10. Jh.
Erste Erwähnung
903
ethnos
Bulgarien
Religion
orthodox
Name normalisiert
Beniamin
Quelle
Theodoros Daphnopates, Epp.; Theoph. cont. 6; Georg. mon. cont. (Bonn); Ps.-Symeon; Georg. mon. cont. (Muralt); Georg. mon. cont. (Istrin); Liudprand, Antapodosis

N: Bei Liudprand: Baianus. Daraus läßt sich schließen, daß sein bulgarischer Name Bojan gewesen sein dürfte.

V: Jüngster Sohn des bulgarischen Zaren Symeon (# 27467). Er hatte einen älteren Halbbruder namens Michael (# 25151) aus der ersten Ehe seines Vaters. Er selbst dürfte einige Zeit nach 903 geboren worden sein, dem wahrscheinlichen Geburtsdatum seines Bruders Petăr (# 26409). Nach Petăr wurde noch Ioannes (# 22903) geboren, ehe B. als vierter und jüngster Sohn des Symeon (etwa zwischen 905 und 910) zur Welt kam. In einem Brief, den Theodoros Daphnopates (# 27694) im Namen und Auftrag des Kaisers Romanos I. Lakapenos (# 26833) in den Jahren 924/25 an seinen Vater Symeon schrieb, wird allgemein erwähnt, daß Symeon ja auch Kinder hatte (1).

Die Chroniken berichten übereinstimmend, daß nach dem Tod Symeons und der Thronbesteigung des Petăr dessen Brüder Ioannes und B. noch in “bulgarischer Tracht” gekleidet waren: Ἰωάννης δὲ καὶ Βενιαμὶν οἱ τοῦ Πέτρου ἀδελφοὶ ἔτι στολῇ ἐκοσμοῦντο Βουλγαρικῇ (2).

Liudprand von Cremona gibt ein – von ihm wahrscheinlich in Konstantinopel aufgeschnapptes – Gerücht wieder, nach dem B. ein Zauberer gewesen sei, der sich aus einem Menschen in einen Wolf oder ein anderes wildes Tier verwandeln konnte (3).

Anmerkungen: — (1) Theodoros Daphnopates, Ep. 7,55-59 (p. 83 Darrouzès–Westerink). — (2) Theoph. cont. VI 21, p. 412,6-8; Theod. mel. 224,8f.; Georg. mon. cont. (Bonn) 904,6f.; Georg. mon. cont. (Muralt) 1168A; Georg. mon. cont. (Istrin) 55,10f.; Ps.-Symeon 740,12-14 (verliest seine Vorlage zu epistolen — ἐπιστολὴν ἐκομίσαντο Βουλγαρικήν). — (3) Liudprand, Antapodosis III 29, p. 88,3-5.

Q: — (Hist.): Theoph. cont.; Georg. mon. cont. (Bonn; Muralt; Istrin); Ps.-Symeon. — (Ep.): Theodoros Daphnopates, Epp. — (lat.): Liudprand, Antapodosis III 29, p. 88,1-5.

L: Zlatarski, Istorija I/2 495; Runciman, Bulgarian Empire 177. 189; I. Dujčev, Bojan Magesnik. Kăm văprosa za lăžlivite nauki k naciv Vizantija prez srednevekovieto, in: idem, Proučvanija vărchu bălgarskoto srednovekovie, Sofia 1945, 9–19; Andreev–Lazarov–Pavlov, Koj koj e 49f.

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