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Tepeiganos

Τεπειγάνος

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
27579
Namensvariante
Tepeiganos (Familienname); Tapeiganos (Svoronos)
Klerus / Laie
Klerus
Geschlecht
Mann
Zeit
10. Jh.
ethnos
Byzanz
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Krites Hippodrom; Hippodromrichter; Richter
Name normalisiert
Tepeiganos
Ort
Hippodromgericht (Kpl.); Kpl.: Hippodromgericht; Reichsgericht = Hippodromgericht (Kpl.); Kpl.: Reichsgericht = Hippodromgericht; Kpl.: Kaiserpalast: überdachtes Hippodrom; Kaiserpalast: überdachtes Hippodrom (Kpl.)
Quelle
Peira; Ius (Zepos)

N: T. ist vermutlich nur der Beiname oder Familienname, während der Taufname wegen der allgemeinen Bekanntheit des Mannes nicht genannt zu werden brauchte. Svoronos (Novelles 154) nennt ihn: ”Tapeiganos (?)”.

T: In der Quelle wird T. ohne jeden Titel erwähnt, doch ist es klar, daß T. einer der höchsten Beamten des Reiches gewesen sein muß, der sicherlich eine ganze Reihe von Titeln und Funktionen auf sich vereinigte. In jedem Falle fungierte er als einer der Richter des kaiserlichen Hippodromgerichtes.

V: T. gehörte zu den Richtern bzw. Beisitzern, die – in Anwesenheit des Kaisers (Basileios II.) – an einem Prozeß um eine Dokumentenfälschung teilnahmen. Außer T. waren Theodoros Dekapolites (# 27708), der Bestes Bardas (# 20791) und der Magistros und Logothetes Symeon (# 27504) beteiligt sowie der noch junge und am Anfang seiner Karriere stehende “einfache Richter” Eustathios Romaios (# 21870).

Dieser Prozeß kann nur durch Wahrscheinlichkeitserwägungen ungefähr in die Dekade zwischen 990 und 1000 datiert werden (cf. Oikonomides, in: FM 7 [1986] 171: “this must have been in the last years of the Xth century”; cf. Svoronos, Novelles 154: “dernier quart du Xe siècle”). Denn er muß am Ende einer ca. 25jährigen Überschneidung der Lebenszeiten des Eustathios Romaios einerseits und der ca. zwei Generationen älteren Beamten Theodoros Dekapolites und Symeon, Magistros und Logothetes, andererseits stattgefunden haben.

Die höherrangigen Richter T., Theodoros Dekapolites, Bardas und Symeon vertraten alle eine Meinung zu dem Fall, während der junge Eustathios Romaios eine abweichende Auffassung vertrat, aber den Symeon von dieser überzeugen konnte, der dann den Eustathios Romaios vor allen anderen lobte und zugab, daß er, Symeon, und die anderen, also auch T., den Fall falsch beurteilt hätten.

Q: — (Sonst.): Peira 64,1, in: Ius (Zepos) IV 237,20f.

L: Svoronos, Novelles 154.

QuelleSource