Open Access Published by De Gruyter

Theophanes

Θεοφάνης

EintragstypEntry Type
Person
EintragsspracheEntry Language
DeutschGerman
Personenkennziffer
28087
Namensvariante
Feofan (altruss.); Ṯāwfānus (arab.)
Klerus / Laie
Laie
Geschlecht
Mann
Zeit
10. Jh.
Erste Erwähnung
925
ethnos
Byzanz
Religion
orthodox
Titel / Beruf
Paradynasteuon; Patrikios; Parakoimomenos; Protobestiarios; Protobestiarios des Despotes; bas. Protospatharios; Primikerios; barkimunus: barākimūnus bzw. b.rāk.mūn.s (arab.) = Parakoimomenos; brakmuns: b.rāk.mūn.s bzw. barākimūnus (arab.) = Parakoimomenos; bitriq: biṭrīq (arab.) = Patrikios
Name normalisiert
Theophanes
Ort
Kpl.: Theotokoskloster tes peges; Theotokoskloster tes peges (Kpl.); Bosporos: Pharos (Leuchtturm); Bosporos: Stenon; Bithynien; Thrakien; Blachernenkirche (Kpl.); Kpl.: Blachernenkirche; Kpl.: Goldenes Tor; Goldenes Tor (Kpl.); Muttergotteskirche (Pegai) s. unter Theotokoskirche (Pegai); Kpl.: Theotokoskirche tu Pharu = Pharoskirche (im Kaiserpalast); Kpl.: Kaiserpalast: Pharos-Kirche; Kpl.: Pharoskirche = Theotokoskirche tu Pharu (im Kaiserpalast); Theotokoskirche tu Pharu = Pharoskirche (im Kaiserpalast) (Kpl.); Kaiserpalast: Pharos-Kirche (Kpl.); Pharoskirche = Theotokoskirche tu Pharu (im Kaiserpalast) (Kpl.); Optimaton (T); Sangarios (Fluß); Pharos (Leuchtturm) am Ausgang des Bosporos ins Schwarze Meer; Stenon (engste Stelle des Bosporos); Kpl: Hagia Sophia; Hagia Sophia (Kpl.); Theotokos-Kloster ta Eusebiu (im Thema Optimaton am Sangarios); Eusebiu: ta Eusebiu, Beiname eines Theotokos-Klosters am Sangarios im Thema Optimaton; Theotokos-Kirche von Blachernai (Kpl.) = Blachernenkirche; Kpl.: Theotokos-Kirche von Blachernai = Blachernenkirche; Andreiu: tou Andreiu, Beiname eines Klosters im Thema Optimaton; Makedonien; Pegekloster (Kpl.) = Theotokoskloster tes peges (Kpl.); Kpl.: Pegekloster = Theotokoskloster tes peges; Pegai (Kpl., knapp außerhalb der Stadtmauer); Kpl.: Pegai (knapp außerhalb der Stadtmauer)
Quelle
ZN; Theoph. cont. 6; Georg. mon. cont. (Bonn); Ps.-Symeon; Georg. mon. cont. (Muralt); Georg. mon. cont. (Istrin); Theod. mel.; Leon gr.; Skylitzes; Zonaras; Niketas Magistros, Epp.; Liudprand, Antapodosis; Konst. Porph., DAI; Konst. Porph., De cerim.; Sternbach, in: Eos 5; Narratio de Imagine Edessena B (BHG 794–795); Narratio de Imagine Edessena B (BHG 794), Redaktion des Cod. Ambros. D 52s; Nestorchronik; Symeon sl.; Symeon log. (Wahlgren); Yaḥyā; Symeon log.; Oikonomides, Dated Seals; Jordanov, Preslav; Jordanov, Corpus III

N: Arab.: Ṯāwfānis.

T: Protobestiarios — πρωτοβεστιάριος. Ab 925 Patrikios und Paradynasteuon — ὁ πατρίκιος Θεοφάνης ὁ παραδυναστεύων, arab.: biṭrīq. 941 zum Parakoimomenos — παρακοιμώμενος, arab.: b.rāk.mūn.s ernannt. Nach Ausweis der Siegel trug er die folgenden Titel: Primikerios, basilikos Protospatharios und Protobestiarios des Despotes (920 bis ca. 940); Patrikios und Protobestiarios des Despotes (ca. 934–941).

V: Als der Mystikos und Paradynasteuon Ioannes (# 22938) wegen angeblicher Verschwörung gegen Kaiser Romanos I. Lakapenos abgesetzt wurde, wurde T. zum Paradynasteuon ernannt. Zu datieren ist die Ernennung in den Oktober wahrscheinlich des Jahres 925 (1).

Bei den Friedensverhandlungen im Herbst 928 zwischen Bulgaren und Byzantinern führte T. auf byzantinischer Seite die Verhandlungen. Am 8. Oktober geleitete T. zusammen mit dem Patriarchen Stephanos II. (# 27245) und dem gesamten Senat Maria Lakapene (# 24919), die Tochter des Mitkaisers Christophoros (# 21275), die den bulgarischen Herrscher Petăr (# 26409) heiraten sollte, in die Muttergotteskirche in Pegai bei Konstantinopel, wo die Ehe vom Patriarchen eingesegnet wurde, während T. und der Bulgare Georgios Sursubules (# 22137) Trauzeugen waren. Nach einer prächtigen Hochzeitsfeier brachte T. Maria wieder in die Stadt zurück. Als Maria schließlich nach Bulgarien aufbrach, begleitete T. sie zusammen mit ihren Eltern bis zum Hebdomon (2).

Im April, vermutlich des Jahres 934 (7. Indiktion), unternahmen die Ungarn (in den Chroniken als Turkoi — Τοῦρκοι bezeichnet) einen ersten Einfall nach Thrakien bis vor die Tore Konstantinopels. Daraufhin wurde T. ausgeschickt, um mit ihnen einen Gefangenenaustausch auszuhandeln. Tatsächlich wurde eine Vereinbarung erzielt, vor allem deshalb, weil Kaiser Romanos I. keine Geldausgabe scheute, um die Gefangenen loszukaufen (3).

Zwischen 935 und 940 (cf. Westerink, Niketas 68. 92) war er (als Protobestiarios) Adressat zweier Briefe des Niketas Magistros (# 25740), der ihm aus der Verbannung von seinem Landsitz am Hellespont schrieb und ihn dazu bewegen wollte, ein gutes Wort beim Kaiser (Romanos I. Lakapenos) für ihn einzulegen (Ep. 15,9f.).

Am 11. Juni, wohl des Jahres 941 (14. Indiktion), erschien überraschend eine große Flotte der Rhos – die Chroniken sprechen übertreibend von 10.000 Schiffen – vor dem Bosporos. Kaiser Romanos I. schickte gegen sie T. mit den in Konstantinopel vorhandenen Schiffen aus. Sobald die Rhos, die unter dem Kommando des Fürsten Igor von Kiew (# 22751) standen, am Pharos (Leuchtturm bzw. Leuchtfeuer am Ausgang des Bosporos ins Schwarze Meer) angekommen waren, fuhr T. den Bosporos bis zum Stenon hinauf und griff ihre Schiffe dort mit Hilfe des Griechischen Feuers an und schlug sie in die Flucht, wobei viele Rhos ums Leben kamen oder gefangengenommen wurden. Er selbst führte auf seinem eigenen Schiff den Angriff an. Die auf dem kleinasiatischen Ufer gelandeten Streitkräfte der Rhos wurden von Bardas Phokas (# 20769) und Ioannes Kurkuas (# 22824) vernichtend geschlagen. Der Rest zog sich auf die Schiffe zurück und beschloß, da schon September (15. Indiktion) war und der Winter nahte, in die Heimat zurückzukehren. Jedoch hatte T. auf der thrakischen Seite gewartet und griff die Flotte der Rhos ein zweites Mal an und vernichtete ihre Schiffe bis auf wenige Ausnahmen. Er feierte einen glänzenden Sieg und erhielt von Kaiser Romanos I. als Dank den Titel eines Parakoimomenos (4).

Im April, vermutlich des Jahres 943 (1. Indiktion), erschien wiederum ein großes Heer der Ungarn in Byzanz. T. schloß mit ihnen einen Frieden auf fünf Jahre. Da er von den Ungarn vornehme Geiseln erhielt, aber von einem militärischen Sieg über die Invasoren keine Rede ist, kann man annehmen, daß Byzanz entsprechend große Geldzahlungen an die Ungarn leistete oder sich dazu verpflichtete (5).

Im Frühjahr/Sommer 944, als Edessa von den Byzantinern belagert wurde, kam es zu Verhandlungen zwischen Byzanz und dem Emir von Edessa (# 31172) bzw. dem Kalifat unter al-Muttaqī (# 25467), die zu einem Waffenstillstand führten, dessen Bestimmungen u. a. die Übergabe einer berühmten Reliquie aus Edessa, des sog. Mandylions, an Byzanz vorsahen (6). Das Mandylion wurde im Sommer 944 von dem Bischof Abramios von Samosata (# 20025) durch Kleinasien in Richtung Konstantinopel transportiert. In der Nähe von Konstantinopel, im Thema Optimation am Sangarios, in dem dort liegenden Theotokoskloster mit dem Beinamen “ta Eusebiu”, nahm T. das Mandylion in feierlicher Weise im Empfang und brachte es anschließend in einer Prozession nach Konstantinopel (7). Am 15. August, also am höchsten Marienfest, traf das Mandylion in der Blachernenkirche ein, wo Kaiser Romanos I. es mit Proskynese verehrte (8). Am folgenden 16. August gab es dann eine besonders feierliche Prozession, in der das Mandylion vom Goldenen Tor bis in die Hagia Sophia getragen wurde, wobei der gesamte Senat vorauszog. Nach einer Proskynese in der Hagia Sophia wurde es weiter in den Kaiserpalast in die Pharos-Kirche gebracht (9).

Nach dem Sturz Romanos’ I. und der endgültigen Übernahme der Macht durch Konstantinos VII. plante T. zusammen mit dem Patriarchen Theophylaktos und anderen Mithelfern, unter ihnen dem Pinkernes Georgios (# 22134) und dem Primikerios Thomas (# 28299), die Restituierung des Romanos I. auf dem Thron. Als dies Konstantinos VII. bekannt wurde, ließ er T. verbannen, während Georgios und Thomas außerdem geschlagen und geschoren wurden. Der genaue Zeitpunkt dieser Verschwörung ist nicht mehr zweifelsfrei zu ermitteln: zwischen Sommer 946 und 948 (10).

Unklar ist, wann T. den Parakoimomenostitel verloren hat. Brokkaar nimmt die Aufdeckung der Verschwörung zugunsten Romanos’ I. an, die von ihm zwischen Ende 946 und 947 datiert wird, vielleicht allerdings auch erst 948 stattgefunden hat. Dafür könnte sprechen, daß T. aller Wahrscheinlichkeit nach der (nicht namentlich genannte) Parakoimomenos ist, der bei zwei Empfängen für arabische Gesandtschaften am 31. Mai und am 30. August 946 im Palast zugegen war (11).

In einer der anonymen Monodien auf den Tod des Christophoros Lakapenos, die aus der Perspektive des Christophoros gestaltet ist (sog. Ethopoiie), spricht der Verstorbene in den letzten zwei Zeilen (v. 15f.) einen Theophanes als seinen Vertrauten und Hüter seines Geschlechts an: ἐν φίλοις εἶχόν σε Θεόφανες οἰκεῖον | καὶ ... προνοητὴν τοῦ γένους. Es erscheint möglich, daß der Theophanes des Gedichtes mit T. zu identifizieren ist. Eventuell wäre in T. dann sogar der Autor dieser Zeilen zu sehen.

Anmerkungen: — (1) Theoph. cont. VI 19, p. 411,8f.; Symeon log. (Leon gr. 315,12f.; Theod. mel. 223,26. 28; Symeon sl. 136,23f.); Symeon log. (Wahlgren) 136,334f.; Georg. mon. cont. (Bonn) 903,18f.; Georg. mon. cont. (Muralt) 1165C; Georg. mon. cont. (Istrin) 54,37f.; Ps.-Symeon 739,20 – 740,1. — (2) Theoph. cont. VI 22, p. 413,20 – 414,22; Skylitzes, Romanos Lakapenos 18, p. 223,42 – 224,60; Georg. mon. cont. (Bonn) 905,15 – 906,17; Georg. mon. cont. (Muralt) 1169A-C; Georg. mon. cont. (Istrin) 56,5-25; Ps.-Symeon 741,6-8. — (3) Theoph. cont. VI 37, p. 422,20 – 423,7; Skylitzes, Romanos Lakapenos 29, p. 228,80-84; Symeon log. (Leon gr. 322,17 – 323,3; Theod. mel. 231,11-19; Symeon sl. 140,25-31); Symeon log. (Wahlgren) 136,528-536; Georg.mon. cont. (Bonn) 913,16 – 914,5; Georg. mon. cont. (Muralt) 1180B; Georg. mon. cont. (Istrin) 60,13-21; Ps.-Symeon 746,1-5; cf. Dölger–Müller, Regesten Nr. 626 (nach April 934); Nestorchronik 43,17-21. — (4) Theoph. cont. VI 39, p. 423,14 – 426,2 (ausführlicher Bericht); Skylitzes, Romanos Lakapenos 31, p. 229,90 – 230,24; 32, p. 230,25f.; Symeon log. (Leon gr. 323,8 – 324,19; Theod. mel. 231,25 – 233,17; Symeon sl. 140,35 – 141,31); Symeon log. (Wahlgren) 136,541-585; Georg. mon. cont. (Bonn) 914,10 – 916,16; Georg. mon. cont. (Muralt) 1180C–1184A; Georg. mon. cont. (Istrin) 60,25 – 61,34; Ps.-Symeon 746,12 – 747,23; Nestorchronik 44,4 – 45,6; ohne Namensnennung: Zonaras XVI 19, p. 476,15 – 477,16, der von 15.000 russischen Schiffen spricht. Die Datierung des russischen Angriffs auf Konstantinopel in das Jahr 941 wird nicht von allen Quellen geteilt. Georg. mon. cont. (Bonn) datiert das Auftauchen der Rhos auf den 11. Juni der 15. Indiktion, also den Juni des Jahres 942, den Rückzug allerdings dann richtig in den September der 15. Indiktion, was zu der Datierung in den anderen Chroniken paßt, so daß die erste Datierung wohl aus Versehen erfolgt ist. Theoph. cont. nennt die 14. Indiktion für den Angriff. Eine dramatische Schilderung der Seeschlacht findet sich bei Liudprand, Antapodosis V 15, p. 137,29 – 139,4, demzufolge 15 mit dem Griechischen Feuer ausgerüstete griechische Chelandien mitten in die 1.000 Schiffe zählende russische Flotte hineinfuhren und diese verbrannten. Kurz erwähnt wird der Sieg T.s auch in der kurzen Eloge auf T. in der Narratio de Imagine Edessena B (BHG 794), Redaktion des Cod. Ambros. D 52s, § 53, p. 169,5-11 (Dobschütz) = cap. 27 secundum Mi2, p. 52,16-25 (Guscin); zu den Vorgängen s. auch unter Igor (# 22751). — (5) Theoph. cont. VI 45, p. 430,22 – 431,3; Skylitzes, Romanos Lakapenos 34, p. 231,55-57; Symeon log. (Leon gr. 325,3-6; Theod. mel. 234,4-8; Symeon sl. 142,1-4); Symeon log. (Wahlgren) 136,593-598; Georg. mon. cont. (Bonn) 917,6-10; Georg. mon. cont. (Muralt) 1184B; Georg. mon. cont. (Istrin) 62,5-8; Ps.-Symeon 748,1-4; cf. Dölger–Müller, Regesten Nr. 640 (April 943). — (6) Zu den Verhandlungen und dem Abkommen s. Dölger–Müller, Regesten Nr. 641 und 641b. — (7) Die Historiker erwähnen nur den Fluß Sangarios als Punkt, an dem T. die Reliquie in Empfang nahm: Theoph. cont. VI 48, p. 432,12-24; Skylitzes, Romanos Lakapenos 37, p. 232,70-72; Symeon log. (Leon gr. 325,22 – 326,19; Theod. mel. 234,22 – 235,13; Symeon sl. 142,14-28); Symeon log. (Wahlgren) 136,610-629; Georg. mon. cont. (Bonn) 918,6 – 919,5; Georg. mon. cont. (Muralt) 1185A-B; Georg. mon. cont. (Istrin) 62,27 – 63,9; Ps.-Symeon 748,19 – 749,11. Genauere Informationen zum Ort liefert die Narratio de Imagine Edessena B (BHG 794–795), cap. XXVII, § 53–55, 79**,1-33, bes. § 54, 79**,18-22 (Dobschütz) = col. 448C–449B, bes. 449A (PG 113) = cap. 27, p. 50,10 – 52,12, bes. p. 50,24f.; 52,1 (Guscin), die allerdings nicht T. namentlich erwähnt, sondern nur pauschal von den “Ersten des Senats”, den “Magistroi und Patrikioi”, spricht, die dem Mandylion entgegengezogen waren. Nur eine spätere Bearbeitung der Narratio (zu dieser Version VX, die sich in zwei Codices, dem Vindob. hist. gr. 45, s. XI [= Sigle V], und dem Paris. gr. 1474, s. XI [= Sigle X] findet, s. Dobschütz, Christusbilder 101**–106**) und die Redaktion im Cod. Ambros. D 52s bieten den Namen T.s, s. app. crit. bzw. Dobschütz, in: BZ 10 (1901) 168f., sowie jetzt: cap. 27 secundum Mi2, p. 52,16 – 54,11 (Guscin). Die Redaktion des Cod. Ambros. D 52s enthält darüberhinaus eine längere Eloge auf T. und erwähnt eine weitere Station des Mandylions: das Kloster “tu Andreiu” (μονὴ ἑτέρα, ἣ τοῦ Ἀνδρείου κατονομάζεται), von dem das Mandylion in einer Tagesetappe in das Eusebiu-Kloster gebracht wurde. — (8) Zu den historiographischen Quellen s. o. Anm. 7. Daß es sich um die der Theotokos geweihte Blachernenkirche (nicht etwa den Blachernenpalast) handelte, geht wiederum deutlich aus der Narratio de Imagine Edessena B (BHG 794–795), cap. XXVIII, § 56, 81**,1-8 (Dobschütz) = col. 449B-C (PG 113) = cap. 28, p. 54,31 – 56,4 (Guscin), hervor, die davon spricht, daß die Kaiser (οἱ βασιλεῖς), also auch die Mitkaiser, die Reliquie dort verehrten. T. wird in diesem Abschnitt der Berichte über das Mandylion nicht mehr namentlich genannt. — (9) Der Weg der Prozession durch die Stadt wird in der Narratio de Imagine Edessena B (BHG 794–795), cap. XXVIII–XXX, § 56–64, 81**,1 – 85**,7 (Dobschütz) = col. 449B–452D (PG 113) = cap. 28–30, p. 54,31 – 60,9 (Guscin) wesentlich genauer als von den Historikern beschrieben, s. unter Konstantinos VII. — (10) Theoph. cont. VI 5, p. 440,15 – 441,2; Skylitzes, Konstantinos (2) 4, p. 238,49 – 239,52. 56f.; Symeon log. (Leon gr. 330,6-16; Theod. mel. 238,6-15; Symeon sl. om.); Symeon log. (Wahlgren) 137,32-41; Georg. mon. cont. (Bonn) 923,3-12; Georg. mon. cont. (Muralt) 1192A-B; Georg. mon. cont. (Istrin) 65,19-26; Ps.-Symeon 754,5-9; Zonaras XVI 21, p. 483,17 – 484,6; Yaḥyā [p. 42] p. 740 (PO 18,5); 3:9, p. 57 (Pirone). — (11) Brokkaar, Basil Lacapenus 204–211; zu den Empfängen im Sommer 946 s. Konst. Porph., De cerim. II 15, p. 585,7f.; 594,11-14 (Reiske). Zwar wird hier nicht der Name genannt, aber die Identität mit T. darf wohl als gesichert gelten, cf. Kresten, Staatsempfänge 18f. Anm. 57.

Q: — (Hist.) Theoph. cont.; Symeon log. (Leon gr.; Theod. mel.; Symeon sl.); Symeon log. (Wahlgren); Georg. mon. cont. (Bonn; Muralt; Istrin); Ps.-Symeon; Skylitzes; Zonaras. — (Ep.): Niketas Magistros, Epp. 7. 15. — (Hag.): Narratio de Imagine Edessena B (BHG 794–795) cap. XXVII, § 54, 79**,18-21 (Dobschütz) = cap. 27, p. 50,24f.; p. 52,1 (Guscin): τοὺς πρώτους ... τῆς ἐν τέλει βουλῆς ... μαγίστρους καὶ πατρικίους ... (ohne Namensnennung); eine spätere Überarbeitung von BHG 794, die Version VX, erwähnt T. namentlich, cf. app. crit. zu 79**,19 auf p. 78** (Dobschütz); die Narratio de Imagine Edessena B (BHG 794), Redaktion des Cod. Ambros. D 52s, cap. XXVII, § 53–54, p. 168–170, bes. p. 169,5-11 (Dobschütz) = cap. 27 secundum Mi2, p. 52,13 – 54,31, bes. p. 52,16-25 (Guscin), enthält sogar eine längere Eloge auf T. — (Fs.): Konst. Porph., DAI 50,232f.; Konst. Porph., De cerim. — (Vers.): Monodie auf Christophoros Lakapenos, ed. L. Sternbach, in: Eos 5 (1898/99) 15 (I. [Fragment]), v. 1-16, bes. 15f. — (lat.): Liudprand, Antapodosis (ohne Namensnennung). — (arab.): Yaḥyā. — (sl.): Nestorchronik. — (Sg.): ZN 1084 (= Oikonomides, Dated Seals 64): Σταυρός, σκέπη, φῶς, δόξα τῷ Θεοφάνει. Κύριε βοήθει τῷ σῷ δούλῳ Θεοφάνει πατρικίῳ καί, συμμαχίᾳ Θεοῦ, παρακοιμωμένῳ. ZN 1085 (= Oikonomides, Dated Seals 62): Σταυρός, σκέπη, φῶς, δόξα τῷ Θεοφάνει. Κύριε βοήθει τῷ σῷ πιστῷ δούλῳ Θεοφάνει πατρικίῳ καὶ πρωτοβεστιαρίῳ τοῦ φιλοχρίστου δεσπότου. Zwei Parallelexemplare zu diesem Siegel von demselben Bulloterion bei Jordanov, Preslav 27f. = idem, Corpus III 264f. ZN 1086 (= Oikonomides, Dated Seals 59): Σταυρός, σκέπη, φῶς, δόξα τῷ Θεοφάνει. Θεοφάνει πριμικηρίῳ, βασιλικῷ πρωτοσπαθαρίῳ καὶ πρωτοβεστιαρίῳ τοῦ φιλοχρίστου δεσπότου.

L: ODB III 2061. — Dobschütz, in: BZ 10 (1901) 166–181, bes. 168–173; Runciman, in: Cambridge Historical Journal 3 (1931) 238–252, bes. 249; Beck, Ministerpräsident 327; Brokkaar, Basil Lacapenus 204–210; Westerink, Niketas 136; Patlagean, Sainte Face 23. 25f.; Ringrose, Servant 136; Tougher, Eunuch 170 (Nr. 220).

P: Lauxtermann, Poetry 322f., identifiziert T. mit dem Stifter Theophanes (# 28093), der Bildnisse der wehrhaften und siegreichen Erzengel Michael und Gabriel stiftete. — Laut Ringrose war T. ein Eunuch. Allerdings scheint Ringrose das nur aus den Ämtern und Titeln zu schließen. Auch wenn ihre Annahme sehr wahrscheinlich zutrifft, so fehlt doch ein direkter Hinweis in den Quellen.

QuelleSource