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5. Diskurslinguistik und (Berkeley) Construction Grammar

From the book Handbuch Diskurs
Alexander Ziem

Abstract

Der Beitrag verfolgt das Ziel, konzeptionelle und methodologische Gemeinsamkeiten diskurslinguistischer und konstruktionsgrammatischer Analyseperspektiven auszuloten und konkrete Anwendungsbereiche exemplarisch vorzustellen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass grammatische Beschreibungskategorien bislang nur sehr zögerlich in die Diskurslinguistik Eingang gefunden haben. Während es der Diskurslinguistik an einer Grammatiktheorie mangelt, fehlt der Konstruktionsgrammatik ein geeigneter Apparat zur Beschreibung von Musterbildungen im Diskurs. Grammatische Strukturen, so die leitende Annahme, sollten neben semantischen und pragmatischen Eigenschaften im gleichen Maße Berücksichtigung finden, da sie selbst Bedeutung(en) tragen und zur Bedeutungskonstitution (schon auf der lexikalischen Ebene) konstitutiv beitragen. Die Konstruktionsgrammatik offeriert einen (grammatik-)theoretischen und method(olog)ischen Rahmen für diskurslinguistische Untersuchungen, der im übergeordneten Erklärungszusammenhang eines am Sprachgebrauch orientierten Ansatzes skizziert und in drei Fallstudien exemplifiziert wird.

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