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19. Diskurslinguistik und Transsemiotizität

From the book Handbuch Diskurs
Angelika Linke and Juliane Schröter

Abstract

Der Handbuchartikel skizziert die Möglichkeiten, das Konzept des Diskurses, wie es im Anschluss an Foucault in die Linguistik aufgenommen worden ist, für die Analyse von Aussagen- und Wissenszusammenhängen fruchtbar zu machen, die nicht allein zwischen sprachlichen Äußerungen, sondern auch zwischen diesen und semiotischen Phänomenen unterschiedlichster Art bestehen bzw. zu vermuten sind. Damit wird ein transsemiotisches Diskurskonzept konturiert, das insbesondere im Rahmen einer kulturanalytischen Linguistik, d. h. für diskurslinguistische Untersuchungen, die nach der sozialen und kulturellen Bedingtheit und Wirkmächtigkeit von Sprache und Zeichen, Sprachgebrauch und Zeichengebrauch fragen, hilfreich erscheint. Darüber hinaus könnte es auch jenseits der Linguistik für diskursanalytische Studien des kulturellen Zusammenhangs, der kulturellen Voraussetzungen und Konsequenzen von Ensembles zeichenhafter Prozesse und Produkte ganz verschiedener Materialitäten bzw. Modalitäten verwendet werden.

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