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Accessible Unlicensed Requires Authentication Published by De Gruyter 2019

13. Schrift und Schreiben in der gegenwärtigen Sprachreflexion

Christa Dürscheid and Sarah Brommer

Abstract

Im vorliegenden Beitrag werden verschiedene Aspekte rund um das Thema Schreiben behandelt, die in der Öffentlichkeit immer wieder Anlass zu Diskussionen geben. Dazu gehören nicht nur Fragen zur Rechtschreibkompetenz und zum Einfluss neuer Kommunikationsformen auf das Schreiben. Auch die Frage, was einen guten Text ausmacht und wie Schüler dazu angeleitet werden können, gute Texte zu schreiben, spielt im öffentlichen Diskurs eine Rolle, wird aber mehr noch in der Schreibforschung und in der Schreibdidaktik diskutiert. Zunächst legen wir anhand ausgewählter Beispiele dar, welche Themen im öffentlichen Diskurs vorherrschend sind (Abschn. 1). In einem zweiten Schritt zeigen wir auf, welchen Stellenwert Schrift und Schriftlichkeit in unserer literalen Gesellschaft haben (Abschn. 2). Die folgenden beiden Abschnitte behandeln grundlegende Aspekte der Rechtschreibung und der Schreibkompetenz, wie sie sowohl in der Öffentlichkeit als auch im wissenschaftlichen Diskurs thematisiert werden: Was ist eine gute Rechtschreibung (Abschn. 3)? Was sind gute Texte (Abschn. 4)? Unser Augenmerk richtet sich hier - wie es auch im öffentlichen Diskurs geschieht - auf das Produkt des Schreibens, den Text, und nicht auf den Schreibprozess. Da es bei allen diesen Fragen um das Adjektiv gut geht, wird diesem Thema abschließend ein eigener Abschnitt gewidmet: Was heißt gut (Abschn. 5)? Hier machen wir deutlich, dass die Erwartungshaltung des Rezipienten in der Beurteilung von Texten eine wichtige Rolle spielt. In diesem Kontext wird auch das Konzept der Angemessenheit diskutiert, denn auch dieses lässt, wie das Adjektiv gut, einen großen Interpretationsspielraum zu.

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