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„Was mir so Sorge macht, ist, daß ich nirgends mehr Edles in der Welt sehe …“

Christian von Ehrenfels und sein Verhältnis zum Judentum

Jutta Valent

Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird gezeigt, dass Christian von Ehrenfels auf dem gesellschaftlich und politisch spannungsreichen Hintergrund seiner Zeit, dem Fin de Siècle, das Ideal einer neuen Menschheit theoretisch vorzubereiten versucht hat, unabhängig von „Rasse“ und Religionszugehörigkeit. Methodisch beeinflusst vom Darwinismus und in geistiger Hinsicht gnostisch antiklerikal geleitet, gelang es ihm, dem antisemitischen Tenor seiner ZeitgenossInnen auf überlegen kluge Weise auszuweichen und dem jüdischen Volk seinen angestammten Platz in der Gesellschaft zu lassen, ja es in sein ideales Konzept der abendländischen Menschheitserneuerung zu integrieren.

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