Skip to content
BY-NC-ND 4.0 license Open Access Published by De Gruyter 2021

Ein Leben wie im Roman – Virginia Woolf als literarische Figur biographischer Romane

Claudia Schmitt

Abstract

Virginia Woolf ist für die Biographieforschung von besonderem Interesse. In Essays wie „The New Biography“ und „The Art of Biography“ hat sie sich zu Fragen der Gattung geäußert, aber auch in Texten wie Orlando, Flush und Roger Fry lotete sie die Grenzen biographischen Schreibens aus. Inzwischen ist das Leben von Virginia Woolf in Form biographischer Romane selbst zum Gegenstand der Literatur geworden. Gerade in den letzten Jahrzehnten wurde sie verstärkt zur literarischen Figur. In so unterschiedlichen Texten wie Christine Orbans Une annee amoureuse de Virginia Woolf (1990), Sigrid Nunez’ Mitz. The marmoset of Bloomsbury (1998), Michael Cunninghams The Hours (1998) oder Norah Vincents Adeline. A Novel of Virginia Woolf (2015) bewegen sich die Autorinnen und Autoren zwischen faktualem und fiktionalem Erzählen. Gemeinsam ist ihnen, wie in diesem Beitrag gezeigt wird, dass durch die Schwerpunktsetzung in der literarischen Darstellung der Person Woolfs, trotz großer formaler Unterschiede im Hinblick auf die jeweilige Erzählsituation, alle diese Texte an der Schaffung eines Virginia-Woolf-Stoffes mit einem festen Repertoire an Themen und Motiven mitwirken.

© 2021 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Munich/Boston
Scroll Up Arrow